TVÖD - Regelung zur AU ab dem ersten Arbeitstag?

Begonnen von Aleksandra, 02.07.2026 10:09

Vorheriges Thema - Nächstes Thema

BAT

Es geht doch zunächst erstmal um Samstage und Sonntage als ersten AU - Tag, für welche das wichtig ist. Ich kann mir eine politische Absicht, die Notdienste zu belegen, nicht vorstellen.

kittyka

Zitat von: MoinMoin in 07.07.2026 06:45Ich habe nicht andere mit hineingezogen, sondern nur versucht dir etwas zu erläutern.
Und ja, lieber schwach und erfolgreich, als ...
Oje, schon wieder was persönliches, sorry.

Ach so na dann :)
Na wie gut, dass wir hier anonym im Internet sind.
Ich durfte meinerzeit schon für viel weniger einmal beim SL sitzen und mir ne Standpauke anhören, wie ich so gemein gegenüber meinen wirklich liebenswerten Ausbilderinnen sein kann  ;)

Petar T.

Zitat von: BAT in 07.07.2026 09:04(...)Ich kann mir eine politische Absicht, die Notdienste zu belegen, nicht vorstellen.


Die politische Absicht besteht darin, die Menschen in "Grenzfällen" vom Fernbleiben von Arbeit abzuhalten.
Also die Fälle, in denen man sich krank fühlt und mit dem Gedanken spielt, sich mal einen oder zwei Tage Pause zu gönnen. Das wurde recht eindeutig kommuniziert. Die Deutschen sind zu oft und zu lange krank, sagt unser Kanzler.

Es geht somit nicht darum, die Wartezimmer zu füllen, sondern im Gegenteil. Mal die Arschbacken zusammenkneifen und nicht andauernd wegen Lappalien krankfeiern. Denn dass die deutsche Wirtschaft im internationalen Vergleich abgehängt ist und seit Jahren stagniert, liegt nicht an falschen politischen Entscheidungen, hohen Energiepreisen oder Bürokratie. Es liegt einfach daran, dass ihr alle zu faul seid und nicht genug arbeitet.



MoinMoin

Zitat von: Petar T. in 07.07.2026 10:31Die politische Absicht besteht darin, die Menschen in "Grenzfällen" vom Fernbleiben von Arbeit abzuhalten.
Also die Fälle, in denen man sich krank fühlt und mit dem Gedanken spielt, sich mal einen oder zwei Tage Pause zu gönnen. Das wurde recht eindeutig kommuniziert. Die Deutschen sind zu oft und zu lange krank, sagt unser Kanzler.

Es geht somit nicht darum, die Wartezimmer zu füllen, sondern im Gegenteil. Mal die Arschbacken zusammenkneifen und nicht andauernd wegen Lappalien krankfeiern.



Korrekt und dazu hat der AG schon jetzt alle notwendigen Mittel um genau das einzufordern, bei den Menschen, bei denen er denkt, dass sie einen niedrigen Schwellwert haben in der Selbsteinschätzung, wann sie Au sind.

Wenn also Krankgefeiert wird, dann nicht weil es das Gesetz erlaubt und verbessert werden muss, sondern weil die AGs ihren Laden nicht im Griff haben und sich verarschen lassen.
Also liebe Ags, PAPA Fiddi regelt das jetzt für euch, weil ihr solche Luschen seit und die Krankfeierei nicht in den Griff bekommt.

Das Ergebnis wird sein:
Die Blaumacher, mache jetzt nicht 1-3 Tage Blau, sondern die ganze Woche
Die leicht erkrankten, schleppen sich zur Arbeit (ist ja nur ne Triefnase) und stecken andere an und werden dann doch statt 1-2 Tage eine Woche krank.
Oder aber mache kein Au und leisten halt minderwertige Arbeit und die Statistik zeigt eine wundersame  Gesundung.
Oder aber schleppen sich ins Wartezimmer und kriegen ne Wochen AUB.

Da das ganz mich zum Glück nicht betrifft (holzklopf) bin ich gespannt auf die Statistik, sowohl global als auch Hausintern - sofern unser Ag nicht die Karte zieht: Es bleibt alles beim alten, was ich annehme, zumindest laut Flurfunk.

BAT

Zitat von: Petar T. in 07.07.2026 10:31Die politische Absicht besteht darin, die Menschen in "Grenzfällen" vom Fernbleiben von Arbeit abzuhalten.


Es ging nicht um die Absicht, sondern um die bürokratische Umsetzung dieser Absichten.

Es geht auch nicht um AU. Es ging auch nicht um Teilzeit. Es geht darum, die Leute wieder selbst aktiv werden zu lassen, durch Gewerkschaft, Tarif und Dienstvereinbarung.

Die große Masse an Arbeitnehmern treffen diese Regelungen ehe nicht.

UNameIT

Zitat von: MoinMoin in 07.07.2026 10:42Da das ganz mich zum Glück nicht betrifft (holzklopf) bin ich gespannt auf die Statistik, sowohl global als auch Hausintern - sofern unser Ag nicht die Karte zieht: Es bleibt alles beim alten, was ich annehme, zumindest laut Flurfunk.

Ist ja auch ne Arbeit beim Arbeitgeber - Krankmeldungen abrufen, einpflegen (hoffentlich automatisiert), dokumentieren, etc.

KlammeKassen

Zitat von: MoinMoin in 05.07.2026 22:05Nun, wenn du es als Bestrafung ansiehst, das der AG nicht freiwillig mehr zahlt, als er muss...
Umgekehrt könnte man auch sagen, er möchte nur verhindern, dass der AN illegal sich bereichert und so damit einer Bestrafung entgeht.😇

Stimmt, man kann es auch so herum formulieren :D

KlammeKassen

Zitat von: BAT in 07.07.2026 08:55Habe jetzt endlich Mayberitt Illner mit Merz zu Ende geschaut. Falls das hier noch nicht gepostet wurde: er sagt ganz klar, es muss ja nicht am ersten Tag vorliegen, sondern für den ersten Tag muss eine AU ausgestellt werden.
Er sagte aber auch, dass das vor Corona ja auch so war ;).

Was völliger Unfug ist.

MoinMoin

Zitat von: KlammeKassen in Gestern um 08:26Er sagte aber auch, dass das vor Corona ja auch so war ;).

Was völliger Unfug ist.
Und zeigt auf welcher Grundlage unser Fiddi seine Entscheidung trifft, als Person der gehobenen Mittelschicht.

KlammeKassen

Zitat von: Petar T. in 07.07.2026 10:31Die politische Absicht besteht darin, die Menschen in "Grenzfällen" vom Fernbleiben von Arbeit abzuhalten.
Also die Fälle, in denen man sich krank fühlt und mit dem Gedanken spielt, sich mal einen oder zwei Tage Pause zu gönnen. Das wurde recht eindeutig kommuniziert. Die Deutschen sind zu oft und zu lange krank, sagt unser Kanzler.

Es geht somit nicht darum, die Wartezimmer zu füllen, sondern im Gegenteil. Mal die Arschbacken zusammenkneifen und nicht andauernd wegen Lappalien krankfeiern. Denn dass die deutsche Wirtschaft im internationalen Vergleich abgehängt ist und seit Jahren stagniert, liegt nicht an falschen politischen Entscheidungen, hohen Energiepreisen oder Bürokratie. Es liegt einfach daran, dass ihr alle zu faul seid und nicht genug arbeitet.




Wie sinnvoll das ist, steht auf einem anderen Blatt.
Größtes Problem sind tatsächlich wohl eher die Langzeiterkrankungen. Diese Kosten treffen den Arbeitgeber zwar nicht "direkt", da die Krankenkasse dann zahlt, aber der Arbeitsplatz ist nicht besetzt, was auch zu Kosten führt/führen kann.

https://www.stern.de/wirtschaft/news/debatte-um-krankschreibungen--krankenkassen--lange-ausfaelle-sind-groesste-kostentreiber-37654098.html

Luftpumpe40

So Leute, erstmal ganz entspannt durch die Hose atmen  8)

Zunächst einmal muss abgewartet werden, was das Berliner Kasperletheater letztlich verabschiedet. Noch sind das alles ungelegte Eier. Aber was soll denn groß ändern? Man geht einfach zu Doc Holliday und lässt sich einfach ne Woche krankschreiben. Mir ist das völlig Latte. Wenn mir die Bundesregierung so viel Argwohn entgegenbringt, gehört sie dafür bestraft. Dann macht man eben länger krank. Die Montagsblaumacher interessiert das eh nicht. Die marschieren jetzt am Montag einfach zum Arzt und werden im Wartezimmer vielleicht tatsächlich krank. Eine ziemlich lustige Vorstellung  ;D  ;D  ;D  ;D

Und eins ist ja mal vollkommen klar. Wenn der ein oder andere mal länger fehlt, fällt das eh nicht auf. Auch wenn sich hier nur Arbeitstiere aufhalten :) . Jeder ist kurzfristig ersetzbar. Das trifft auf die faulen Gurken im öffentlichen Dienst erst recht zu. Ich kann ein Lied davon singen. Bei uns in der Abteilung sind ein paar richtig faule Säcke, denen man beim Gehen die Schuhe besohlen kann. Die pellen sich ein Ei darauf, was in Berlin so beschlossen wird ;D  ;D  ;D