Jobsuche derzeit fast unmöglich !?

Begonnen von Adlerauge, 30.06.2026 21:40

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Adlerauge

Ich habe im September 2025 erfolgreich die Umschulung zum Verwaltungsfachangestellten absolviert.
Im Dezember habe ich dann eine Stelle angetreten, aufgrund längerer Erkrankung wurde diese in der Probezeit seitens AG gekündigt.

In 2025 war es schon extrem schwer überhaupt eine Stelle zu bekommen, jetzt gibt es teilweise (zumindestens in NRW) so gut wie keine Stellen mehr für VFA ohne Studium oder VL2, meistens Stellen ab EG 9c oder es wird eine kaufmännische Ausbildung mit entsprechender Berufserfahrung in der Buchhaltung (und ggfls. sogar noch Weiterbildung) gefordert.

Die defizitäre Haushaltslage macht das Ganze ja nicht einfacher..

Also irgendwie habe ich das Gefühl, den VFA zu machen war keine gute Idee, weil ich einfach keinen Job bekomme..

Irgendwelche Ideen ?

Matze1986

Ich denke, dass der Markt gar nicht so schlecht aussieht.

Wo genau wollen Sie denn arbeiten?
Beispielsweise gibt es bei der Bundeswehr viele freie VFA Stellen

D-x

Die Lage in NRW ist mir nicht im Speziellen bekannt, meine Wahrnehmung ist aber nach wie vor, dass viele Stellen die durch die Arbeitgeber gern mit VFA besetzt würden eher notgedrungen durch andere Personen mit kaufmännischer Ausbildung verschiedenster Ausrichtung besetzt werden (müssen), weil die VFA fehlen. Das betrifft gerade die Positionen auch im Bereich EG 6 bis EG 9a. Das sind dann beispielsweise Stellen im Einwohnerwesen, KFZ-Zulassung etc. die teils auch inhaltlich nicht besonders beliebt sind oder ein in Teilen schwieriges Klientel mit sich bringen.

kittyka

Zitat von: Adlerauge in 30.06.2026 21:40Also irgendwie habe ich das Gefühl, den VFA zu machen war keine gute Idee, weil ich einfach keinen Job bekomme..

Irgendwelche Ideen ?

Kommt drauf an wo.
Manche Verwaltungsstellen sind halt begehrter als andere und bekommen schon mal 100 + Bewerbungen auf eine Stelle. Gerade in drt jetzigen Zeit.
Meistens dort wo eher weniger Publikumsverkehr ist.

Jobcenter, Agentur für Arbeit, Ausländerbehörde oder Sozialamt gehören meines Wissens nach zu den weniger beliebten und eignen sich daher eher als Einstieg. Zumindest hat man gute Chancen, da weniger Konkurrenz.
Man kann sich dann ja von dort aus weiterentwickeln, wenn man so 1-2 Jahre dort war. Musst natürlich mit dementsprechenden Klientel umgehen können.



KaiBro

Als Neueinsteiger sind die Chancen oftmals geringer, denn die Konkurrenz kann in den meisten Fällen Berufserfahrung nachweisen. Diese hast du nicht!
Einstiegsamt für Neulinge ist dann häufig das Jobcenter. Hier 2,3 Jahre arbeiten und dann stehen einem alle Türen offen.

Wichtig ist, dass man erstmal wieder gesund wird und dann eine neue Stelle antritt. Auch sollte man erstmal nicht wählerisch sein und einige Jahre Berufserfahrung sammeln.


Adlerauge

So, sorry für die späte Rückmeldung dazu.

Also die Frage wo ich denn gerne tätig sein würde: Derzeit aus Verzweifelung fast schon egal, könnte ich es mir aussuchen: Am Besten ohne "Laufkundschaft" bzw. allgemein nicht so zwingend am/mit dem Bürger.
Gerne eine interne Stelle in einer Verwaltung, bzw. eher behördenübergreifend etc..

Im JobCenter war ich bereits...
Wenn im Umkreis in den JobCentern Stellen frei sind, sind es zum überwiegenden Teil Stellen mit EG 9c, worauf ich mich ja wieder nicht bewerben kann.
Und das zieht sich leider in den Kommunen so wie im Land auf vielen Stellen durch.

kittyka

Zitat von: Adlerauge in Heute um 19:01So, sorry für die späte Rückmeldung dazu.


Im JobCenter war ich bereits...
Wenn im Umkreis in den JobCentern Stellen frei sind, sind es zum überwiegenden Teil Stellen mit EG 9c, worauf ich mich ja wieder nicht bewerben kann.
Und das zieht sich leider in den Kommunen so wie im Land auf vielen Stellen durch.

Also zumindest hier sind auch viele Stellen im Jobcenter E6-E8.
Allerdings dann meistens mit Laufkundschaft.

Ansonsten hast du es schon mal in der Finanzverwaltung probiert? Die haben Personalnotstand und nehmen daher teilweise notgedrungen inszwischen auch Quereinsteiger (z.B. Erhebungsstelle). Da zahlst eben den ganzen Tag Beträge aus bzw. buchst um. Kann natürlich recht eintönig sein auf Dauer, das muss dir klar sein.


KaiBro

Ohne Erfahrung kann man sich die Stelle nicht aussuchen.

Bei uns gibt es kein Amt, mit Ausnahme der Kämmerei, welches keinen Bürgerkontakt hat. Egal ob Bürgeramt, Standesamt, Ordnungsamt, Bauamt, Sozialamt oder in den Bereichen Personal, Kindergärten, Schulen und Finanzen überall hat man den Kontakt zum Bürger.
Selbst beim Landkreis hat man in vielen Bereichen Kontakt zum Bürger, es sei denn man ist beispielsweise im Rechnungsprüfungsamt.

Man muss also entscheiden, wieviel Bürgerkontakt man tatsächlich will. Im Bürgerbüro hat man beispielsweise mehr Kundenkontakt als im Ordnungs- oder Sozialamt, allerdings ist das Konflitpotential im Ordnungs- und Sozialamt oftmals wesentlich höher.

Aber wie ich schon schrieb, sollte man anfangs bei der Stellenwahl nicht wählerisch sein und sich "hocharbeiten", auch wenn die Stellensuche manchmal entmutigend und schwierig ist.

kittyka

Zitat von: KaiBro in Heute um 20:39Aber wie ich schon schrieb, sollte man anfangs bei der Stellenwahl nicht wählerisch sein und sich "hocharbeiten", auch wenn die Stellensuche manchmal entmutigend und schwierig ist.


Ja, vor allem wenn man z.B. schon mal wo die Probezeit nicht überstanden hat usw.
u.U. wird man das sowieso im Bewerbungsgespräch gefragt.

Adlerauge

Dann bleibt nur fleißig weiterhin auf irgendwie alles bewerben was gerade offen ist..

Adlerauge

Zitat von: kittyka in Heute um 20:32Also zumindest hier sind auch viele Stellen im Jobcenter E6-E8.
Allerdings dann meistens mit Laufkundschaft.

Ansonsten hast du es schon mal in der Finanzverwaltung probiert? Die haben Personalnotstand und nehmen daher teilweise notgedrungen inszwischen auch Quereinsteiger (z.B. Erhebungsstelle). Da zahlst eben den ganzen Tag Beträge aus bzw. buchst um. Kann natürlich recht eintönig sein auf Dauer, das muss dir klar sein.



FV hatte ich mich auch beworben, da bin ich von ausgegangen, dass es viel zu viele gute Bewerber gab, so klang es jedenfalls. Eintönig, wo es nicht 30 Mal pro Tag sich ändernde Situationen gibt wäre auch was Feines..

kittyka

#11
Zitat von: Adlerauge in Heute um 21:27FV hatte ich mich auch beworben, da bin ich von ausgegangen, dass es viel zu viele gute Bewerber gab, so klang es jedenfalls. Eintönig, wo es nicht 30 Mal pro Tag sich ändernde Situationen gibt wäre auch was Feines..

Kommt vielleicht auch drauf an, wo. Hier in meinem BL bekommen die nicht mal ihre Anwärterzahlen voll. Hieß es intern immer.
Deswegen war ich letztens so verwundert über einen Zeitungsbericht über mein ehemaliges Ausbildungs-Finanzamt, dass sie sich angeblich vor Bewerbern nicht mehr retten können.  Dass muss ich entweder krass geändert haben innerhalb eines Jahres oder es ist stark geschönt. Ich tendiere zu letzterem.
Du hast geschrieben, dass du eine längere Erkrankung hattest.
Falls es etwas psychisches war, Achtung:

Kenne es so, ist mir auch selbst passiert, die irgendwie anders sind, schnell negativ auffallen. Das äußert sich unter anderem so,  dass man ausgegrenzt wird. Nicht nur bei mir, sondern war auch bei anderen so. Habe öfter mitbekommen, dass die dann zb wohin abgeschoben werden. Bei mir auf dem Platz war auch jemand, der nicht auf dem Platz sondern sein Einzelbüro am Ende des Ganges hatte, was mich immer gewundert hat.
Hab nie erfahren warum, aber so wie die Damen dort agiert haben, werden die sich einfach geweigert haben, mit dem in einem Raum zusammen zu arbeiten, so dass man ihn woanders hingestopft hat.

Ja, manche lieben immer gleich bleibende Tätigkeiten. Muss man eben wollen. Gibt ja auch Leute, die geben ihre hochbezahlten Jobs auf, nur um z.B. Busfahrer oder Pförtner zu werden.

Adlerauge

Gut, der Grund der Erkrankung steht ja nicht in der Bewerbung drin ;)

Vermutlich wird es echt am Bundesland auch teilweise liegen, bei mir wäre das Arbeitsgebiet Rheinland, Ruhrgebiet, Bergischer Kreis. Da kann ich absolut nachvollziehen, dass sich sehr viele eher auf Stellen wie z.B. im Personalbereich bewerben, also eher mit den "eigenen Leuten", anstatt mit den Bürgern..
Ist halt auch nichts so einfache Klientel in den sozialen Bereichen..

Es bleibt also weiterhin spannend.

kittyka

Zitat von: Adlerauge in Heute um 22:26Gut, der Grund der Erkrankung steht ja nicht in der Bewerbung drin ;)


Naja gut, aber wenn du einen Job bekommst, fällt sowas natürlich rasch auf ;)