Wünsche für die nächste Tarifrunde 2027?

Begonnen von LisaSimpsonÖD, 04.08.2026 11:34

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MoinMoin

Zitat von: thebiba in 19.08.2026 15:43Wünsche:

- Verhandlungen jetzt aufnehmen, da man ja weiß, wann die Tabelle endet. Somit hätte man einen fließenden Übergang.
- 35 Stunden Woche (maximal 37 Stunden). Es gab doch Umfragen, die genau das zu Tage brachten...
- Erhöhung der Tabellenentgelte mindestens um die Inflation + 1%
- JSZ und LOB auf 12 Monate aufteilen
- deutlichere Abstufung im Bereich EG3-EG8.
- Meister automatisch in EG9a.
aber doch nur die die als Meister auch arbeiten, oder?
Zitat- Laufzeit 12 Monate
Du hast vergessen: Auf Warnstreiks verzichten, denn die kann es dann nicht geben.

Aleksandra

Ich kann diese Warnstreiks eh nicht mehr sehen. Vollkommen unnötig in meinen Augen.
Reallohnverlust seit Dienstantritt: 1,96%
2022: Inflation 6,9% - Verdi 1,8%
2023: Inflation 5,9% - Verdi 0%
2024: Inflation 2,2% - Verdi 9,03%
2025: Inflation 2,2% - Verdi 3,00%
2026: Inflation 2,2% - Verdi 3,99%

daseinsvorsorge

Zitat von: Aleksandra in 19.08.2026 18:13Ich kann diese Warnstreiks eh nicht mehr sehen. Vollkommen unnötig in meinen Augen.
Wenn man nur auf das Ergebnis wartet, das der AG frei Haus liefert, können (Warn-)Streiks echt anstrengend sein.

Bubi11

Zitat von: thebiba in 19.08.2026 15:43Wünsche:

- Verhandlungen jetzt aufnehmen, da man ja weiß, wann die Tabelle endet. Somit hätte man einen fließenden Übergang.
- 35 Stunden Woche (maximal 37 Stunden). Es gab doch Umfragen, die genau das zu Tage brachten...
- Erhöhung der Tabellenentgelte mindestens um die Inflation + 1%
- JSZ und LOB auf 12 Monate aufteilen
- deutlichere Abstufung im Bereich EG3-EG8.
- Meister automatisch in EG9a.
- Laufzeit 12 Monate



Du bist wohl Meister oder?
Bei uns sind alle Meister in 9a warum bei euch nicht?
LEitende Meister sogar 9b

Ach ja sehe gerade sogar FAcharbeiter mit besonderen Aufgaben und Techn. Angestellte mit besonderen Aufgaben sind 9a

Techn. Angestellte mit Dipl Ing. EG 11

Petar T.

Zitat von: thebiba in 19.08.2026 15:43Wünsche:
(...)
- deutlichere Abstufung im Bereich EG3-EG8.
(...)

Aus welchem Grund sollte es in diesem Bereich eine deutlichere Abstufung gegen und wie könnte diese umgesetzt werden?
Die Entgeltgruppen bauen aufeinander auf und unterscheiden sich teilweise nur geringfügig (z.B. EG 6 - 7- 8 durch keine, 20% oder 33% selbstständige Leistungen).

Eine Vergrößerung dieser Abstände würde nur über zwei Wege funktionieren. Es könnten bereits bestehende größere Abstände verkleinert werden (z.B. EG 8 -> EG 9a). Diese Abstände gibt es aber nicht ohne Grund.

Wenn die bestehenden Abstände beibehalten werden sollen, müssten alle Entgeltgruppen ab EG 9a automatisch mit angehoben werden.

Hier die grafische Darstellung, wer es noch nicht kennen sollte.

Thunder85

meine wünsche:

1. keine ewig langen Verhandlungen die sich inklusive mehrere Streikrunden über Monate hinzieht, sondern recht zügig einen Abschluss
2. Jahressonderzahlung 100% für alle
3. maximal 18 Monate Laufzeit
4. steigerung der Zulagen für Wochenende und Feiertage

Thunder85

Zitat von: Brutto Peter in 12.08.2026 01:18Damals, als die ersten Dampfloks fuhren, standen die Kutscher am Straßenrand und haben gelacht. Ein Pferd braucht kein Wasser im Kessel, wer will schon in so einem rußenden Ding sitzen. Zwanzig Jahre später hat keiner mehr gelacht. Aber sie hatten wenigstens zwanzig Jahre. Heute ist das, als würde man mit dem Fuhrwerk neben dem ICE stehen. Was letztes Jahr keiner konnte, ist dieses Jahr Standard und nächstes Jahr veraltet.

Und was mich wirklich stört, ist nicht, dass wir langsam sind. Es ist, dass wir es nicht merken. Draußen streichen Firmen zwei Hierarchieebenen, weil Programme die Arbeit übernehmen. Bei uns wird eine Arbeitsgruppe gegründet, die sich vierteljährlich trifft. Wir drucken E-Mails aus, stempeln sie und scannen sie wieder ein. Der neue Kollege sitzt drei Wochen ohne Rechner-Zugang da, weil der Antrag noch im Umlauf ist. Und im Dezember kaufen wir Schreibtischlampen, damit der Haushaltsansatz nicht gekürzt wird.

Ein paar von uns benutzen längst heimlich die KI. Und das ist noch nicht mal falsch von ihnen. Denn wer sich meldet, bekommt keine Anerkennung, sondern mehr Vorgänge. Fortschritt ist bei uns etwas, das man versteckt wie eine Zigarette hinter der Turnhalle.

Jetzt der Teil, den keiner hören will. Nein, wir werden nicht entlassen. Das ist genau die Ausrede, mit der wir uns beruhigen. Der öffentliche Dienst entlässt nicht, er besetzt nur nicht nach. Stelle frei, Aufgabe bleibt. Kein Knall, sondern langsames Auslaugen. In zehn Jahren sind wir nicht arbeitslos, wir sind zu wenige und ausgebrannt, und der Antrag dauert immer noch acht Wochen. Bearbeitet wird er in zwanzig Minuten.

Und dann reden wir über die Tarifrunde. Wie viel kriegen wir mehr. Ich versteh das, es ist das Einzige, wo wir noch verhandeln statt verwalten. Aber macht euch klar, wie das in zehn Jahren abläuft. Da fragt einer: Warum dauert bei euch ein Vorgang acht Wochen, wenn das nebenan in Minuten läuft? Und dann könnt ihr erzählen, das sei historisch gewachsen.

Wir verhandeln über den Preis unserer Arbeit, ohne zu fragen, wie diese Arbeit in zehn Jahren aussieht. Das ist wie Lohnverhandlung im Kutschengewerbe 1875.

Wir werden gebraucht, mehr denn je. Aber gebraucht werden und unverzichtbar sein sind zwei verschiedene Dinge. Das eine hört auf, wenn es einen besseren Weg gibt.

im öffentlichen Dienst arbeiten aber auch Mitarbeiter die am und mit Menschen arbeiten

ich arbeite im Gesundheitswesen
mir ist keine KI Bekannt die Patienten im Krankenhaus oder  Bewohner im Pflegeheim füttert, wäscht, ankleidetet, medizinisch  oder  psychologisch betreut.

es gibt keine KI die  Patienten im Krankenhaus oder  Bewohner im Pflegeheim vorliest, spiele spielt, spazieren geht, einfach Zeit verbringt und Ansprechpartner für Sorgen, Probelme, Ängste egal welcher Art ist.

es gibt  keine KI die für  Patienten im Krankenhaus oder  Bewohner im Pflegeheim Frühstück, Mittag, Abendessen zubereitet, auf die Stationen und Wohnbereiche liefert, austeilt, nach dem Essen schmutziges Geschirr wieder einsammelt, ab transportiert und säubert.
es gibt keine KI die Medikamente für ein Krankenhaus oder  Pflegeheim bei einer Apotheke bestellt, sortiert, selbstständig auf die Stationen anliefert und austeilt 
gleiches gilt für Materialien aller Art vom Pflaster über Spitzen, Katheter bis hin zum sterilisierten OP Besteck

es gibt keine KI für die Wäsche ver und entsorung

und mir ist auch keine KI bekannt die dafür sorgt das eine verstopfte Toilette repariert wird, den KI  hat keine Hände und kein Werkzeug

wir Mitarbeiter werden also durch KI  weder im Gesundheitsbereich noch in anderen bereichen  arbeitslos werden,

entweder bist du also ein Troll oder jemand der irgendwo in einem paralleluniversum lebt und von der wahren Realität null Ahnung hat.

ich kann nur darüber lachen wenn man denkt das KI den öffentlichen Dienst so umkrempeln wird das wir alle angst haben müssen vor Tarifverhandlungen und Jobverlust

Angestellter089

#232
Meine Wünsche für die nächste Tarifrunde wären vor allem drei Punkte:

Ein echter Inflationsausgleich bei den Tabellenentgelten

Die Tabellenentgelte sollten so steigen, dass die Inflation tatsächlich ausgeglichen wird – und zwar für alle Entgeltgruppen. Nicht wieder ein Abschluss, bei dem am Ende zwar mit hohen Prozentzahlen geworben werden kann, bestimmte Entgeltgruppen durch Sockel- oder Festbeträge aber deutlich weniger profitieren.

Ziel sollte mindestens der Erhalt der realen Kaufkraft sein, sinnvollerweise verbunden mit einer tatsächlichen Reallohnsteigerung. Und das dauerhaft tabellenwirksam, nicht über Einmalzahlungen.

Die Entgeltgruppen wieder deutlicher auseinanderziehen

Die Abstände zwischen den Entgeltgruppen sollten wieder stärker die unterschiedlichen Anforderungen, Qualifikationen und insbesondere die übernommene Fach- und Führungsverantwortung widerspiegeln.

Wer höherwertige Aufgaben übernimmt, Personal führt, erhebliche Verantwortung trägt oder eine besonders gefragte Qualifikation mitbringt, muss diesen Unterschied auch spürbar beim Tabellenentgelt sehen.

Gerade in den höheren Entgeltgruppen stellt sich sonst irgendwann die Frage, warum man zusätzliche Verantwortung überhaupt übernehmen sollte, wenn der finanzielle Abstand zu weniger verantwortungsvollen Tätigkeiten immer weiter zusammenschmilzt.

Das ist aus meiner Sicht auch eine Frage der Wettbewerbsfähigkeit des öffentlichen Dienstes. Wenn man qualifizierte Fach- und Führungskräfte gewinnen und dauerhaft halten will, muss sich Verantwortung finanziell wieder stärker lohnen.

Fachkräfte- oder Arbeitsmarktzulagen sind dafür kein vollwertiger Ersatz. Sie lösen das strukturelle Problem der Entgelttabelle nicht und bieten – je nach Ausgestaltung – nicht dieselbe dauerhafte Verlässlichkeit.

Anpassung der Großraumzulage/München Zulage an die tatsächlich höheren Lebensunterhaltskosten

Deshalb: Kaufkraft dauerhaft sichern und gleichzeitig die Entgelttabelle wieder stärker nach Tätigkeit und Verantwortung differenzieren sowie die Großraumzulage entsprechend anpassen.

Bubi11

Zitat von: Thunder85 in 21.08.2026 16:14im öffentlichen Dienst arbeiten aber auch Mitarbeiter die am und mit Menschen arbeiten

ich arbeite im Gesundheitswesen
mir ist keine KI Bekannt die Patienten im Krankenhaus oder  Bewohner im Pflegeheim füttert, wäscht, ankleidetet, medizinisch  oder  psychologisch betreut.

es gibt keine KI die  Patienten im Krankenhaus oder  Bewohner im Pflegeheim vorliest, spiele spielt, spazieren geht, einfach Zeit verbringt und Ansprechpartner für Sorgen, Probelme, Ängste egal welcher Art ist.

es gibt  keine KI die für  Patienten im Krankenhaus oder  Bewohner im Pflegeheim Frühstück, Mittag, Abendessen zubereitet, auf die Stationen und Wohnbereiche liefert, austeilt, nach dem Essen schmutziges Geschirr wieder einsammelt, ab transportiert und säubert.
es gibt keine KI die Medikamente für ein Krankenhaus oder  Pflegeheim bei einer Apotheke bestellt, sortiert, selbstständig auf die Stationen anliefert und austeilt 
gleiches gilt für Materialien aller Art vom Pflaster über Spitzen, Katheter bis hin zum sterilisierten OP Besteck

es gibt keine KI für die Wäsche ver und entsorung

und mir ist auch keine KI bekannt die dafür sorgt das eine verstopfte Toilette repariert wird, den KI  hat keine Hände und kein Werkzeug

wir Mitarbeiter werden also durch KI  weder im Gesundheitsbereich noch in anderen bereichen  arbeitslos werden,

entweder bist du also ein Troll oder jemand der irgendwo in einem paralleluniversum lebt und von der wahren Realität null Ahnung hat.

ich kann nur darüber lachen wenn man denkt das KI den öffentlichen Dienst so umkrempeln wird das wir alle angst haben müssen vor Tarifverhandlungen und Jobverlust

Äh ... Doch es gibt Roboter die all das mittlerweile machen. Schau mal Videos in youtube an.
Sie werden immer menschlicher und lernen mit

Garfield

Zitat von: Bubi11 in 24.08.2026 09:15Äh ... Doch es gibt Roboter die all das mittlerweile machen. Schau mal Videos in youtube an.
Sie werden immer menschlicher und lernen mit

Nein, diese Roboter gibt es nicht. Ansonsten Bestelllink für einen sofort einsetzbaren Pflegeroboter bitte.
Sie mögen in der Entwicklung sein, aber gerade die Arbeit am Menschen wird die letzte, die die Robotik ersetzt. Das passiert erst, wenn in sämtlichen Produktionshallen keine Menschen mehr arbeiten.

Fitch

Zitat von: Bubi11 in 24.08.2026 09:15Äh ... Doch es gibt Roboter die all das mittlerweile machen. Schau mal Videos in youtube an.
Sie werden immer menschlicher und lernen mit

Youtube als Quelle anzugeben ist schon sehr lächerlich.

Bubi11

Kommt schneller als wir uns denken können.
Ich sage nicht das ich dafür bin. Im Gegenteil.
Aber uns in der Klinik werden solche schon in Bereichen getestet. Essensausgabe und Visite.
Essen wird von der Küche bereits auf die Roboter gestellt, Bett Nummer eingegeben und der Roboter Fährt mit 20 Essen los über den Aufzug direkt ans Bett.
Visite geht der Arzt ohne Schwester nur mit Roboter. Er sagt ihm alles der dann Dokumentiert und die im Schwesternzimmer vorbereiteten Medikamente ausgibt.
Als nächstes wird der Bettenservice getestet. Wir haben diese schon gesehen. Die Betten fahren selbstständig zum Aufzug, in den Keller zum Bettendienst, zeitgleich fährt ein fertiges Bett direkt auf das Zimmer und stellt sich komplett fertig auf. Alles ohne Personal.
Diese drei sparen schon extrem viel Personal bzw. Zeit die anderweitig verwendet werden kann.

Und das geht weiter und ist leider nicht mehr aufzuhalten.

MoinMoin

Zitat von: Bubi11 in 25.08.2026 07:30Und das geht weiter und ist leider nicht mehr aufzuhalten.
Wieso leider?
Wenn man das damit eingesparte Personal für menschliche/empatische Dinge einsetzen würde.
Aber auch Vorleseservice und Haustiersimulatoren gibt es schon längst.

Heiner63

Sowas wie gestern (Komune Rheinland-Pfalz) bekannt gemacht, würde ich mir wünschen.

Beamte: 01.04.26 3,3% rückwirkend
        01.03.27 2,0%
        01.01.28 1,0%

Ob Verdi das bei den Verhandlungen im nächsten Jahr auch so machen könnte?

Ja, gut Weihnachten ist jedes Jahr. :'(









Bubi11

Zitat von: MoinMoin in 25.08.2026 08:16Wieso leider?
Wenn man das damit eingesparte Personal für menschliche/empatische Dinge einsetzen würde.
Aber auch Vorleseservice und Haustiersimulatoren gibt es schon längst.

Ach mit VR Brillen kann man den Menschen genau das bieten was er denn gerne hätte ohne Menschen.
Da steht sogar die Tochter oder der Sohn virtuell den ganzen Tag vor den alten Menschen und kümmern sich um Empathie.
Diese haben ja eh keine Zeit für ihre Eltern. Also viel besser als wenn sie gar nicht kommen.
Auch die Enkelkinder sind den ganzen Tag anwesend was will man denn mehr?