Sinnvolle Weiterbildung

Begonnen von Buntspecht1982, Heute um 07:32

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Buntspecht1982

Welche Weiterbildung hat euch als Quereinsteiger beruflich wirklich weitergebracht?

Hallo zusammen,

ich bin 43 Jahre alt und habe einen 5-jährigen Sohn. Mein Berufsleben ist bisher etwas holprig verlaufen, weil ich mich immer zu eher speziellen Nischenberufen hingezogen gefühlt habe. 😀

Ich habe Geografie studiert und damals auch eine Dissertation begonnen, aber nicht abgeschlossen, weil der klassische Uni-Weg letztlich nicht das Richtige für mich war. Danach habe ich viele Jahre in einem Labor gearbeitet – ebenfalls in einem ziemlich speziellen Bereich.

Vor etwa einem Jahr bin ich aufs Land gezogen. In meinen bisherigen Berufsfeldern gibt es hier leider kaum passende Stellen. Deshalb habe ich mich als Quereinsteigerin beworben und arbeite inzwischen in der Artikelstammdatenpflege mit ERP und Webshop-Pflege.

Und tatsächlich: Ich liebe die Arbeit!

Allerdings sind Gehalt und Stunden aktuell relativ gering und in meiner jetzigen Position gibt es kaum Entwicklungsmöglichkeiten. Deshalb möchte ich mich gezielt weiterentwickeln und mir langfristig bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt schaffen – möglichst so, dass ich auch bei einem späteren Umzug in verschiedene Regionen Deutschlands gute Möglichkeiten habe und nicht wieder auf eine sehr spezielle Nische angewiesen bin.

Langfristig kann ich mir besonders eine Tätigkeit als Sachbearbeiterin im öffentlichen Dienst vorstellen. Vielleicht ergibt sich irgendwann auch die Möglichkeit, meinen Geo-/Umwelthintergrund wieder einzubringen.

Aktuell überlege ich folgenden Weiterbildungsweg:

- Excel/Pivot – VHS, Teilnahmebestätigung
- anschließend Power Query und Power Pivot – VHS, Teilnahmebestätigung
- danach eventuell ELV 1 bei der BVS

Dabei bin ich mir aber noch nicht sicher, ob das tatsächlich der sinnvollste Weg ist.

Deshalb würde mich besonders eure Erfahrung interessieren:

Welche Weiterbildung hat euch beruflich und finanziell tatsächlich weitergebracht?

- Was habt ihr als Quereinsteiger gemacht?
- Welche Abschlüsse/Zertifikate wurden bei Bewerbungen wirklich beachtet?
- Was habt ihr dafür an Zeit und Geld investiert?
- Und gibt es Weiterbildungen, die ihr im Nachhinein eher nicht machen würdet?

Besonders interessieren mich Erfahrungen von Menschen, die ebenfalls fachfremd in den öffentlichen Dienst gewechselt sind oder sich dort beruflich weiterentwickelt haben.

Vielen Dank für eure Erfahrungen und Einschätzungen! 🙂

Organisator

Wenn du Geographie studiert hast, dir des Aufgabenfeld Spass macht und du deutschlandweit mobil bist, würde ich erstmal schauen, ob es nicht einen Job in diesem Aufgabenbereich gibt. Beim Bund gibts nen Dutzend Behörden, bei denen Geographen arbeiten und z.B. im Bereich Raumplanung gibt es bestimmt auch eingies an Landesbehörden.

Dann musst du nicht über Kleinigkeiten wie Excel-Kurse etc nachdenken.

Buntspecht1982

Tatsächlich bin ich vorerst räumlich gebunden und kann auch nicht bis in die nächste Stadt pendeln (zumindest die nächsten 5 Jahre). Deswegen möchte ich mich sinnvoll weiterbilden um den Weg zurück in den öffentlichen Dienst zu finden. Ich habe mich "leider" auf Bodenchemie spezialisiert und kann mich auf Raumplaner/Stadtplaner nicht bewerben. Dennoch habe ich da den regionalen Arbeitsmarkt im Blick. Ich möchte nur die nächsten 5 Jahre irgendwie sinnvoll nutzen.

Petar T.

Für die persönliche Weiterentwicklung schaden die genannten Kurse sicher nicht.
Für den Bereich der öffentlichen Verwaltung sehe ich allerdings keinen großen Mehrwert.

Wenn es darum geht, die Einsatzbreite zu vergrößern, bringen dir die Zertifikate kaum etwas.
Kenntnisse in Excel/Pivot, Power Query/Power Pivot sind hilfreich, allerdings nur in einer sehr engen Nische. Selbst dort dürfte es dann oft an der Grundqualifikation scheitern (z.B. bestimmtes Studium/Ausbildung als Zugangsvoraussetzung).

Als etwas sinnvoller erachte ich dem Grunde nach den ELV 1, zumindest wenn es darum geht, Dauerhaft eine Perspektive in der öffentlichen Verwaltung zu finden.  Aber auch dieser Lehrgang ersetzt keinen Abschluss, sodass das Grundproblem bestehen bleibt. Selbst wenn dieser Lehrgang als Zugangsvoraussetzung genügt, dürfte es sich eher um niedrig dotierte Tätigkeiten handeln.

Die größten Chancen sehe ich in einem Verwaltungs-/Beschäftigtenlehrgang oder einem berufsbegleitenden Studium.

kittyka

Ich habe zwischen Finanzamt und meiner derzeitigen Tätigkeit in einer Hochschulambulanz eine Weiterbildung in Buchhaltung gemacht.
Das war schon etwas sinnvoll.