Entlastungsprämie 1000 Euro bis Ende 2027

Begonnen von zinn123, 21.04.2026 11:45

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KlammeKassen

Zitat von: Aleksandra in 11.05.2026 09:47die Prognose stammte ja noch aus einer Zeit vor Hormus... :D
Klar, das wird angepasst werden müssen. Und der Reallohnverlust wird damit wieder etwas größer.
Aber nächstes Jahr kommen ja die fetten Tarifverhandlungen mit ordentlich Prozenten... :D :D

Auf jeden Fall. Da wird es richtig viel geben!!!  8)
Die Gewerkschsften werden wahrscheinlich eher noch sagen: "Naja, immerhin alimentiert ihr nun ja die Beamten angemessen, die Angestellten können erst einmal noch etwas warten, weil wir schon verstehen können, dass beides auf einmal bei den knappen Kassen zurzeit nicht drin ist.

Aber im Ernst:
Alleine wegen der Inflation muss schon etwas gehen, schließlich hat der Staat dadurch auch mehr Steuereinnahmen. Und wenn man sieht, wie sich das Durchschnittseinkommen für die Rentenversicherung entwickelt hat, sind wir ohnehin schon immer unter dem Durchschnitt gewesen.

Und ganz ehrlich: Meinen Namen "Klamme Kassen" kann man ja nun langsam wirklich nicht mehr hören. Selbst in den Jahren als der Staat etwas Schulden abgebaut hat (Schäuble), wurde gesagt, es sei kein Geld vorhanden. Wie man jetzt merkt, ist der Abbau auch durch ausbleibende Investitionen in Infrastruktur gelungen.

An die Granden hier im ÖD: In welcher Tarifverhandlung hieß es seitens des Arbeitgebers mal, dass dieses Mal etwas Geld zum Verteilen vorhanden wäre?
Kann mir nicht vorstellen, dass das jemals so gewesen ist.

KlammeKassen

Zitat von: Johann in 11.05.2026 11:17Gedanklich mit F. Merz Stimme lesen:
"Tausende in der privaten Wirtschaft verlieren ihre Jobs. Da können wir nicht so dekadent sein und den Angestellten im öffentlichen Dienst mit ihren sicheren Jobs auf Kosten der Steuerzahler eine Erhöhung geben, bei denen sich jede und jeder, der gerade seinen Job verloren hat, die Augen reibt. Die Angestellten im öffentlichen Dienst müssen sich in Zeiten wie diesen solidarisch zeigen und Verzicht üben!"

Darauf erstmal eine Rentenerhöhung und Diätenerhöhung um 4,2% und eine Anhebung der Beamtenbesoldungen auf ein angemessenes Niveau um 15-20%.

Du sagst es.
Für die wirklich wichtigen Sachen ist eben Geld vorhanden  :D

KlammeKassen

Zitat von: BAT in 11.05.2026 17:02Das Brutto versickert doch ehe in Steuern und Beiträgen.

Eine Resthoffnung besteht noch, dass die Steuerreform zumindest noch etwas bringt. Den ganz großen Wurf sehe ich bei den knappen Kassen (und auch der Weigerung Subventionen zu streichen/ zu kürzen) allerdings nicht kommen.

Klingbeil redet ja von Entlastung der Leute, die "so 2.500 Euro" verdienen.
Von daher... wird da bei uns wohl nicht viel übrig bleiben, ggf. durch Anhebung Grundfreibetrag.

Zu den Subventionen:
Ich glaube, dass es Mitarbeiter im öffentlichen Dienst nicht stören würde, wenn das Dienstwagenprivileg entfallen würde  ;)

BAT

Zitat von: KlammeKassen in 13.05.2026 11:03Selbst in den Jahren als der Staat etwas Schulden abgebaut hat (Schäuble), wurde gesagt, es sei kein Geld vorhanden. Wie man jetzt merkt, ist der Abbau auch durch ausbleibende Investitionen in Infrastruktur gelungen.


Das denke ich nicht. Das Problem ist der Sozial- und Umverteilungsstaat. So ist wohl der Topf von Förderungen in den letzten Jahren von 5,5 Milliarden auf 60 Milliarden gestiegen.

Umlauf

Die Prämie wurde nun vom Koalitionsausschuss endgültig begraben.

Johann

Zitat von: Umlauf in 14.05.2026 01:32Die Prämie wurde nun vom Koalitionsausschuss endgültig begraben.
Wird interessant bei der Sparda-Bank Berlin. Deren Tarifabschluss sieht laut DGB "im Dezember 2026 eine Einmalzahlung von 1.000 Euro netto pro Kopf" vor[1]. Das wird eine schöne Rechnerei, um ohne Entlastungsprämie wirklich jedem Beschäftigten exakt die 1.000 Euro netto zuschustern zu können. Ob da dann erstmal pauschal ein Betrag überwiesen wird und dieser dann nachträglich durch Einreichen des Steuerbescheides angepasst wird?

[1] https://www.dgb.de/service/weiterer-service/tarifmeldungen/tarifmeldung/tarifabschluss-bei-der-sparda-bank-berlin-7-prozent-mehr-gehalt-in-2-stufen/

BAT

Insbesondere weil es auch noch der Dezember ist.

Und am besten noch mit unständigen Bezügen, etc.

Läuft.

KlammeKassen

Zitat von: BAT in 13.05.2026 11:09Das denke ich nicht. Das Problem ist der Sozial- und Umverteilungsstaat. So ist wohl der Topf von Förderungen in den letzten Jahren von 5,5 Milliarden auf 60 Milliarden gestiegen.

Nicht?

Wenn unter Merkels 16 Jahren einigermaßen vernünftig die Infrastruktur aufrecht erhalten worden wäre, würden doch jetzt nicht alle Straßen und Brücken auf einmal hinüber sein.


Aber klar, Subventionen gibt es auch zu viele

BAT

Zitat von: KlammeKassen in 15.05.2026 14:05Wenn unter Merkels 16 Jahren einigermaßen vernünftig die Infrastruktur aufrecht erhalten worden wäre, würden doch jetzt nicht alle Straßen und Brücken auf einmal hinüber sein.


Natürlich, aber es geht um die Ursache. Der Hausthaltsplan gibt zu den ausufernden Einnahmen des Staates Auskunft, zudem auch über deren Verwendung.

Schokobon

Zitat von: MoinMoin in 28.04.2026 06:44Na dann hoffen wir, dass du in 25 Jahren nicht jammerst, sondern selbstbewusst sagst:
Mich interessierten die Rentenpunkte nicht, ich bin mit meiner mikrigen Rente zufrieden, denn ich habe das dritte Standbein aufgebaut.
Ich plane und lebe so, als gäbe es überhaupt keine staatliche "Rente" mehr in 30 Jahren. Würde ich dir auch raten

Aleksandra

Zitat von: Schokobon in 09.09.2026 18:51Ich plane und lebe so, als gäbe es überhaupt keine staatliche "Rente" mehr in 30 Jahren. Würde ich dir auch raten
das kann man mit Anfang 20 machen. Aber nicht mit 40-50. Wenn ein Depot alleine für die Altersvorsorge reichen soll, dann wird es schnell siebenstellig. Das baut man nicht mal eben so nebenher auf.
Reallohnverlust seit Dienstantritt: 1,96%
2022: Inflation 6,9% - Verdi 1,8%
2023: Inflation 5,9% - Verdi 0%
2024: Inflation 2,2% - Verdi 9,03%
2025: Inflation 2,2% - Verdi 3,00%
2026: Inflation 2,2% - Verdi 3,99%

DerAndere

Zitat von: Schokobon in 09.09.2026 18:51Ich plane und lebe so, als gäbe es überhaupt keine staatliche "Rente" mehr in 30 Jahren. Würde ich dir auch raten

Sehe ich ähnlich und alle bei uns in meiner Altersklasse (in den 30zigern) sehen das genauso, deshalb wird langweilig seit Jahren in einem automatisierten ETF Sparplan gespart. Null Depot Gebühren usw.

Und das bis zur Rente oder man schichtet halt vorher um in Geldmarkt-ETFs , TG oder der Gleichen.
Oder man nimmt die bekannte 4% Formel, wenn man von durchschnittlichen historischen 7% Rendite ausgeht. Und Kapitalerhalt als Ziel in der Rente hat, oder dies ggf. weiter vererben möchte. Dazu gibts dann ja ab nächstem Jahr die Möglichkeit ein AV-Depot zu besparen mit 540€ Förderung + ggf. Steuerrückerstattung, + Kinderzuschlag....

Und das soll bei vielen auch nur die Rentenlücke schließen.
Sicher muss man wenn man älter ist einen höheren Beitrag investieren.
Oder sich andere Risikoklassen, Produkte auswählen die dann mehr Rendite erwirtschaften.

Liebe @Aleksandra ich weiß nicht wie alt du bist, möchte dich auch nicht angreifen, aber selbst mit angenommen 40 Jahren , 7% Rendite und 27 Jahren bis zur Rente hätte man noch 185k vor Steuern auf dem Konto.
Die man dann wie man möchte verzehren kann mit 18,4% Steuer. Ein ETF lohnt sich gerade wenn man z.B erst 40 ist und noch 27 Jahre zur Rente hat. Meiner Meinung nach alles was länger als 5 Jahre plus ist.

Ich habe hier bewusst "nur" mit 7% gerechnet. Auch wenn die letzten Jahre deutlich besser liefen und man oft auch oberhalb der 10% , 20% lag.

Das ist alles eine persönliche Frage und auch Angelegenheit , beschäftigt man sich mit dem Thema Finanzen und Finanzbildung, oder nicht, dazu gibt es so viele kostenlose Webseiten, Videos etc.

Hängt natürlich auch davon ab welchen ETF man nimmt, wie hoch sind die Kosten etc.
Da gibt dann durchaus risikoreichere mit mehr Rendite, aber weniger Aktien sprich Diversifikation.
Ich persönlich bin auch ein Freund von BTC. Wo ich von "konservativen" 20-40% pa. ausgehe, auch wenn es mal Jahre gab mit 150%. Jeder muss für sich die Entscheidung treffen, dass ist keine Finanzberatung.
Aber dass die Rente nicht reicht, denke ich weiß jeder und das seit Jahrzehnten. ;)  :)