amtsangemessene Alimentation in Nordrhein-Westfalen

Begonnen von Admin, 08.09.2026 17:32

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Casiopeia1981

Zitat von: BÜRGERFREUNDLICH in Gestern um 20:25Also alles wie immer, oder?
Dafür setzt sich die SPD jetzt für uns ein und hat einen ganzen Forderungskatalog (inkl. aA) als Antrag eingebracht. 😂

Wo steht das?

Schnarchnase81

#466
Was ich schlimm finde, ist dieses über den Tisch gezogen werden! Ich habe ab 01.01.27 zwar zunächst etwas mehr, aber wenn der Kinderzuschlag dann in einem oder zwei Jahren (vielleicht auch drei) bei mir wegfällt, fehlen mir dauerhaft 55€ FamZ1, bzw. wahrscheinlich anwachsend mehr. Ich sage mal: nach 4 Jahren ist das dann auch effektiv ein Minusgeschäft und das Plus durch den Kinderzuschlag ist ausgeglichen und ab da wächst dann das Minus! Der Dienstherr spart dann bis zu meinem Ableben kräftig!

polente

Ich kann eure Wut verstehen, ich bin auch angeekelt über den Entwurf. Lasst die Gewerkschaften doch erstmal ihre Arbeit machen und sie dann an ihrem Ergebnis (der Stellungnahme) messen.
Dass dies nur vorgeschriebene Show ist, wissen wir alle. Da können aber die Gewerkschaften nichts für.
I have a dream. That one day, Alimentation will be verfassungsgemäß.


BÜRGERFREUNDLICH

Zitat von: Casiopeia1981 in Gestern um 20:37Wo steht das?

Auf der Seite des Landtages. Der Antrag ist Drucksache 18/21199.

Robertbob

Zitat von: polente in Gestern um 20:39Ich kann eure Wut verstehen, ich bin auch angeekelt über den Entwurf. Lasst die Gewerkschaften doch erstmal ihre Arbeit machen und sie dann an ihrem Ergebnis (der Stellungnahme) messen.
Dass dies nur vorgeschriebene Show ist, wissen wir alle. Da können aber die Gewerkschaften nichts für.
Und das mit der Show glaubst du wirklich?

Schnarchnase81

Ich frage mich gerade, was passiert wenn folgender Fall eintritt: bis zum 31.12.26 hat man Anspruch auf FamZ1 und Famz2 für Mietenstufe 2. Ab 01.01.27 fällt FamZ1 ja weg und durch den neuen Famz 1 für ein Kind bekommt man keine Ausgleichszahlung. Jetzt fällt der Kinderzuschlag zum 01.08. weg, da das Kind eine Ausbildung macht (zumindest möglich). Bekomme ich dann stattdessen die Ausgleichszahlung, die ja erst ab dem 01.01.2028 langsam abschmelzen soll oder reibt das Land sich die Hände und ich bin der Gelackmeierte mit 55€ netto weniger im Portemonnaie? Dieser Fall könnte mich im nächsten Jahr ereilen...

A8ReichtSchon

#472
Immer diese leeren Phrasen.. "Wartet erstmal ab" .. "Die Gewerkschaften werden sich den Entwurf genau anschauen und dann eine Stellungnahme verfassen" blabla. Ich meine ok, wir sitzen alle im gleichen Boot deswegen verfolg ich hier auch die Neuigkeiten aber wirklich Power steckt jetzt nicht dahinter. Gut, ich sitze auch grad vor dem Notebook und tippe einfach nur wutentbrnnt in die Tasten aber es muss was geschehen.

Seit ich Beamter bin verarscht mich diese Regierung. Von Beginn an. Streichung der Erfahrungsstufen und Überleitung von Berufsanfängern ohne Kompensation bei den übrigen etc. - dann noch diese Witz Entwürfe zur aA. Wir werden nach Strich und Faden von vorne bis hinten verarscht! Vom BVerfG will ich garnicht erst anfangen. Rechtsschutz wie in Burkino Faso ist das.

Die Verbändebeteiligung ist ein Witz! Ein Prozess der uns vermitteln soll, dass die Gewerkschaften ja mitzureden haben. Haben die aber nicht! Wann wurde denn mal ein Gesetzesentwurf geändert aufgrund der Einwände der Verbände? Nie! Alles Show. Checkt das endlich. Und genau deswegen sind die Blauen so erfolgreich. Ich bin Beamter und nichtmal ich habe mehr Vertrauen in unseren Staat. Da hilft nur noch wie in Frankreich auf die Straße gehen - aber nicht mit komischen Papp Schildern in der Hand. Nur dass das nicht geschehen wird, ist mir leider auch klar. Der Mantel des Beamten ist nämlich trotzdem warm genug.

JayBrak

Zitat von: A8ReichtSchon in Gestern um 22:31Immer diese leeren Phrasen.. "Wartet erstmal ab" .. "Die Gewerkschaften werden sich den Entwurf genau anschauen und dann eine Stellungnahme verfassen" blabla. Ich meine ok, wir sitzen alle im gleichen Boot deswegen verfolg ich hier auch die Neuigkeiten aber wirklich Power steckt jetzt nicht dahinter. Gut, ich sitze auch grad vor dem Notebook und tippe einfach nur wutentbrnnt in die Tasten aber es muss was geschehen.

Seit ich Beamter bin verarscht mich diese Regierung. Von Beginn an. Streichung der Erfahrungsstufen und Überleitung von Berufsanfängern ohne Kompensation bei den übrigen etc. - dann noch diese Witz Entwürfe zur aA. Wir werden nach Strich und Faden von vorne bis hinten verarscht! Vom BVerfG will ich garnicht erst anfangen. Rechtsschutz wie in Burkino Faso ist das.

Die Verbändebeteiligung ist ein Witz! Ein Prozess der uns vermitteln soll, dass die Gewerkschaften ja mitzureden haben. Haben die aber nicht! Wann wurde denn mal ein Gesetzesentwurf geändert aufgrund der Einwände der Verbände? Nie! Alles Show. Checkt das endlich. Und genau deswegen sind die Blauen so erfolgreich. Ich bin Beamter und nichtmal ich habe mehr Vertrauen in unseren Staat. Da hilft nur noch wie in Frankreich auf die Straße gehen - aber nicht mit komischen Papp Schildern in der Hand. Nur dass das nicht geschehen wird, ist mir leider auch klar. Der Mantel des Beamten ist nämlich trotzdem warm genug.

Der letzte Satz ich doch spannend. Eventuell sollte man das bei allem Frust nicht vergessen?

Ansonsten, wenn du das wirklich alles so extrem negativ siehst, dann frage ich mich, warum du noch Beamter bist? Es reicht ein kleines Schriftstück aufzusetzen und du bist aus der Situation "befreit".

Aber wenn man sich dann in der Wirtschaft umguckt, dann wird man ziemlich schnell feststellen, dass es gar nicht so einfach ist, dort einen Job zu finden, der ähnlich gut bezahlt ist, wie der eines Beamten.

Wenn man im Alter dann noch ähnlich gut versorgt sein will und dafür privat vorsorgen muss, dann muss man plötzlich einen ziemlichen Spitzenjob haben.

Zum Rechtlich: Für mich gibt es genau zwei Dinge die geklärt werden müssen: In welcher Höhe sind Familienzuschläge zulässig? In jedem Fall höher, als sie in Berlin zuletzt waren, sonst wäre der Rat des BVerfG, dass eine Erhöhung der FamZ ein Teil der Lösung sein kann, rechtlich fragwürdig.

Und dann die Fragestellung, ob ein fiktives Partnereinkommen zulässig ist. Während ich mir hier einerseits vorstellen kann, dass dies nicht zulässig ist, frage ich mich andererseits, ist das richtig so?

In meinem akademischen Freundeskreis der Nichtbeamten ist ein Doppelverdienermodell die Realität und Normalität. Warum sollte diese Realität und Norm nicht auch für Beamte gelten?

Das Land muss sich an Geltendes Recht halten, ob das Betrag gwtan wird ist fraglich, aber bisher wurde dieses leider auch nicht sauber definiert.

Rheini

Zitat von: JayBrak in Heute um 05:46Der letzte Satz ich doch spannend. Eventuell sollte man das bei allem Frust nicht vergessen?

Ansonsten, wenn du das wirklich alles so extrem negativ siehst, dann frage ich mich, warum du noch Beamter bist? Es reicht ein kleines Schriftstück aufzusetzen und du bist aus der Situation "befreit".

Aber wenn man sich dann in der Wirtschaft umguckt, dann wird man ziemlich schnell feststellen, dass es gar nicht so einfach ist, dort einen Job zu finden, der ähnlich gut bezahlt ist, wie der eines Beamten.

Wenn man im Alter dann noch ähnlich gut versorgt sein will und dafür privat vorsorgen muss, dann muss man plötzlich einen ziemlichen Spitzenjob haben.

Zum Rechtlich: Für mich gibt es genau zwei Dinge die geklärt werden müssen: In welcher Höhe sind Familienzuschläge zulässig? In jedem Fall höher, als sie in Berlin zuletzt waren, sonst wäre der Rat des BVerfG, dass eine Erhöhung der FamZ ein Teil der Lösung sein kann, rechtlich fragwürdig.

Und dann die Fragestellung, ob ein fiktives Partnereinkommen zulässig ist. Während ich mir hier einerseits vorstellen kann, dass dies nicht zulässig ist, frage ich mich andererseits, ist das richtig so?

In meinem akademischen Freundeskreis der Nichtbeamten ist ein Doppelverdienermodell die Realität und Normalität. Warum sollte diese Realität und Norm nicht auch für Beamte gelten?

Das Land muss sich an Geltendes Recht halten, ob das Betrag gwtan wird ist fraglich, aber bisher wurde dieses leider auch nicht sauber definiert.

Dafür hatte der öffentl. D. in den letzten Jahren aber erstaunlich viele besetzbare Stellen, die nicht gefüllt werden konnten.

Auch blendet dein Text aus, dass es eine Verfassung gibt, die beachtet werden muss, egal wie es woanders aussieht. Wenn die Verfassung dem DH nicht gefällt, hat er die Möglichkeit diese zu ändern bzw. die Anzahl der Einstellung von Beamten, auf ein Mindestmaß zu reduzieren.

Robertbob

Zitat von: JayBrak in Heute um 05:46Und dann die Fragestellung, ob ein fiktives Partnereinkommen zulässig ist. Während ich mir hier einerseits vorstellen kann, dass dies nicht zulässig ist, frage ich mich andererseits, ist das richtig so?

In meinem akademischen Freundeskreis der Nichtbeamten ist ein Doppelverdienermodell die Realität und Normalität. Warum sollte diese Realität und Norm nicht auch für Beamte gelten?
Nun musst du mir aber auch eine Frage beantworten, wird bei deinen akademischen Freunden welche Nichtbeamte sind, auch ein Teil des Einkommens des anderen Partnerteils bei der jeweiligen anderen Einkommensseite angerechnet?

Rheini

Zitat von: BeamtenBärchen in Gestern um 18:23Ob du mir das nun glaubst oder nicht, aber ich habe von Seite 1 an jeden Beitrag gelesen und dennoch das Bedürfnis gehabt diese Frage nochmal klärend für mich zu stellen.
Ich frage mich auch wie man so unzufrieden sein kann, dass man, nachdem meine Frage bereits freundlich von einem anderen Foristen beantwortet wurde, noch einmal nachhaken musste um mir Faulheit zu unterstellen.

Ich glaube das Ergebnis der ,,Besoldungs Neuorientierung" lässt doch genug Raum für eigenen Ärger.

Wundert mich das Du nach dem lesen ab Seite 1 immer noch dieses Bedürfnis gehabt hast ....

Rheini

Zitat von: JayBrak in Heute um 05:46In meinem akademischen Freundeskreis der Nichtbeamten ist ein Doppelverdienermodell die Realität und Normalität. Warum sollte diese Realität und Norm nicht auch für Beamte gelten?

Das Land muss sich an Geltendes Recht halten, ob das Betrag gwtan wird ist fraglich, aber bisher wurde dieses leider auch nicht sauber definiert.

Evtl. sollte man sich vorab fragen, ob nicht verschiedene Rechtskreise betroffen sind die auch unterschiedliche Regelungen haben.

Hast Du?

BÜRGERFREUNDLICH

Zitat von: JayBrak in Heute um 05:46Der letzte Satz ich doch spannend. Eventuell sollte man das bei allem Frust nicht vergessen?

Ansonsten, wenn du das wirklich alles so extrem negativ siehst, dann frage ich mich, warum du noch Beamter bist? Es reicht ein kleines Schriftstück aufzusetzen und du bist aus der Situation "befreit".

Aber wenn man sich dann in der Wirtschaft umguckt, dann wird man ziemlich schnell feststellen, dass es gar nicht so einfach ist, dort einen Job zu finden, der ähnlich gut bezahlt ist, wie der eines Beamten.

Wenn man im Alter dann noch ähnlich gut versorgt sein will und dafür privat vorsorgen muss, dann muss man plötzlich einen ziemlichen Spitzenjob haben.

Zum Rechtlich: Für mich gibt es genau zwei Dinge die geklärt werden müssen: In welcher Höhe sind Familienzuschläge zulässig? In jedem Fall höher, als sie in Berlin zuletzt waren, sonst wäre der Rat des BVerfG, dass eine Erhöhung der FamZ ein Teil der Lösung sein kann, rechtlich fragwürdig.

Und dann die Fragestellung, ob ein fiktives Partnereinkommen zulässig ist. Während ich mir hier einerseits vorstellen kann, dass dies nicht zulässig ist, frage ich mich andererseits, ist das richtig so?

In meinem akademischen Freundeskreis der Nichtbeamten ist ein Doppelverdienermodell die Realität und Normalität. Warum sollte diese Realität und Norm nicht auch für Beamte gelten?

Das Land muss sich an Geltendes Recht halten, ob das Betrag gwtan wird ist fraglich, aber bisher wurde dieses leider auch nicht sauber definiert.

Manchmal beschleicht mich in diesem Forum das Gefühl, dass einige vergessen, dass die Beamtenlaufbahn nicht im hohen A-Bereich beginnt.

Es gibt Beamte, die im mittleren Dienst sind und da ist der Mantel gerade warm genug, um nicht zu erfrieren. Mich wundert es nicht, dass diese Kollegen max. gefrustet und verärgert sind.

Ich habe bei A6 begonnen und weiß, wovon ich spreche. Ich kann auch berichten, dass seitdem ich im ÖD bin kontinuierlich an den Beamten gespart wurde. Urlaubsgeld weg, WAZ auf 41 Std., Weihnachtsgeld gekürzt, Weihnachtsgeld weg und von der Leistungsprämie für Beamte wollen wir erst gar nicht sprechen. Dieser Gesetzesentwurf ist nur die Krönung.

Nimmt man nun den Quervergleich zu anderen Bundesländern vor, stellt sich schon die Frage, ob für NRW andere Gesetze herrschen.

Zum Verdienst in der freien Wirtschaft möchte ich nur hinzufügen, dass ich damals im mD weniger als eine Bürokauffrau verdient habe und das auch noch zu schlechteren Konditionen. Jetzt im gD auf Führungsebene liege ich etwas über dem, was mein Mann in der Arbeitsvorbereitung (Chemie) verdient. Sein Teamleiter verdient grob 1.000 bis 1.500€ monatlich mehr als ich.

Da hilft auch die hohe Pension nicht, das Dilemma schön zu reden. Die meisten von uns leben jetzt und wissen gar nicht, ob sie die Pension jemals erreichen werden.

Bevor wir uns also gegenseitig angehen, wäre es ggfs. ganz nett, auch mal über den eigenen Tellerrand zu schauen. Am Ende sitzen wir alle in einem Boot.

Johnmod

Zitat von: BÜRGERFREUNDLICH in Heute um 07:45Manchmal beschleicht mich in diesem Forum das Gefühl, dass einige vergessen, dass die Beamtenlaufbahn nicht im hohen A-Bereich beginnt.

Es gibt Beamte, die im mittleren Dienst sind und da ist der Mantel gerade warm genug, um nicht zu erfrieren. Mich wundert es nicht, dass diese Kollegen max. gefrustet und verärgert sind.

Ich habe bei A6 begonnen und weiß, wovon ich spreche. Ich kann auch berichten, dass seitdem ich im ÖD bin kontinuierlich an den Beamten gespart wurde. Urlaubsgeld weg, WAZ auf 41 Std., Weihnachtsgeld gekürzt, Weihnachtsgeld weg und von der Leistungsprämie für Beamte wollen wir erst gar nicht sprechen. Dieser Gesetzesentwurf ist nur die Krönung.

Nimmt man nun den Quervergleich zu anderen Bundesländern vor, stellt sich schon die Frage, ob für NRW andere Gesetze herrschen.

Zum Verdienst in der freien Wirtschaft möchte ich nur hinzufügen, dass ich damals im mD weniger als eine Bürokauffrau verdient habe und das auch noch zu schlechteren Konditionen. Jetzt im gD auf Führungsebene liege ich etwas über dem, was mein Mann in der Arbeitsvorbereitung (Chemie) verdient. Sein Teamleiter verdient grob 1.000 bis 1.500€ monatlich mehr als ich.

Da hilft auch die hohe Pension nicht, das Dilemma schön zu reden. Die meisten von uns leben jetzt und wissen gar nicht, ob sie die Pension jemals erreichen werden.

Bevor wir uns also gegenseitig angehen, wäre es ggfs. ganz nett, auch mal über den eigenen Tellerrand zu schauen. Am Ende sitzen wir alle in einem Boot.

Eine kurze Frage, sind es 1000 bis 1500 € brutto oder ein netto mehr. Das ist essenziell für die argumentationsdiener. Wenn es brutto mehr sind, dann kommt er gerade auf das netto, welches du hast. Gleichzeitig muss man vor allem meiner Meinung nach ab 11 in grobenen Dienst attestieren oder auch wenn man wie in meinem Fall Kinder hat, dass das Gehalt vor allem in NRW äußerst gut ist. Natürlich kann man jetzt darüber streiten. Was muss sein? Was sollte sein etc. Das ist auch wichtig.

Ich kann nur für mich klarstellen, dass ich mit a11 Stufe 7 und familienzuschlag jetzt zwei mit über 5000 € netto schon gut bin, weil lohnsteuerklasse 3. Natürlich muss ich es auch relativieren. Ich sitze auf einem A12 bei dienstposten und bewerbe mich gerade auf einen a13er mit. Gerade mal Anfang 30