Blind- oder Initiativbewerbung sinnvoll?

Begonnen von rueddi, 08.10.2026 08:17

Vorheriges Thema - Nächstes Thema

rueddi

Guten Morgen,

machen o. g. bei Kommunen Sinn oder erhält man gleich eine Absage, weil keine offenen Stellen ausgeschrieben sind?

Wie sollte man sich grundsätzlich bewerben? Eine "Kurzbewerbung" als Mail ohne Anlagen oder mind. mit Lebenslauf?

Danke.

LG

Rowhin

Das lässt sich leider pauschal sehr schwer sagen. Grundsätzlich ist es nicht unmöglich, damit Erfolg zu haben. Kommt natürlich drauf an, welche Größe die Kommune hat, in welchem Bereich die Bewerbung ist, etc. etc. etc. Sehr viele Faktoren.

Den Lebenslauf würde ich aber immer mitschicken.

clarion

Doch ist sinnvoll. Vielleicht braucht die Kommune jemanden evtl. Wird sie in naher Zukunft jemanden mit deinem Profil gebraucht. Wir haben schon offizielle Ausschreibungen mit kurzer Bewerbungsfrist gestartet,  weil wir Initiativbewerbungen hatten.

Petar T.

Ich halte das nur für begrenzt sinnvoll. Die Kommune wird auch bei Vorliegen mehrerer Initiativbewerbungen keine Stellen ohne vorheriges Auswahlverfahren besetzten. Insofern besteht der einzige Vorteil darin, dass die Bewerbung schon vorliegt und man keine Fristen verpasst. Datenschutzrechtlich darf eine solche Bewerbung auch nur dann über die übliche Löschfrist hinaus aufbewahrt und berücksichtigt werden, wenn dies durch den Bewerber ausdrücklich freillig erklärt wird. 

Wenn man schon eine Initativbewerbung einreicht, sollte diese auch gleich vollständig sein. Wie sonst soll sich der Arbeitgeber ein Bild machen? Spätestens bei einem Auswahlverfahren müssten die Unterlagen ohnehin nachgereicht werden.



Schokobon

Wäre jetzt bei uns speziell nicht sinnvoll, weil die Frau, die die Initiativbewerbungen verwaltet, da nie wieder reinschaut, obwohl alles sauber abgelegt ist.

Buggula

Bei uns (Kreisverwaltung) sind laut Bericht eine einstellige Prozentzahl der Initiativbewerbungen erfolgreich gewesen. Immerhin. Also gilt: nichts ist unmöglich. ;)

Ich würde auch eine vollständige Bewerbung erstellen. Das An/Motivationsschreiben allgemein gehalten (mehr Fokus auf Stärken und schwächen), dazu Lebenslauf und Zeugnisse.

Viel Erfolg!

Landesdiener

Ich würde sagen, dass es über eine reine Initiativbewerbung im öffentlichen Dienst direkt keine Einstellung geben sollte. Ein öffentlicher Arbeitgeber ist zur Bestenauswahl verpflichtet.

oberhaeo

Ich hatte einen dicken Stapel Briefumschläge erhalten mit dem Aufdruck : "Bewirb Dich bei der Stadt ..." Keine anderen Umschläge sollte ich nutzen.
Dann sah ich eine Ausschreibung für eine Hausmeisterstelle und reichte sie einem Freund weiter. Der rief in seiner Unsicherheit einfach mal in der Personalabteilung an.
"Was fällt Ihnen ein, sich auf die interne Ausschreibung zu bewerben?"
Sollte man sich nicht initiativ bewerben? Selbst wenn die Stelle jetzt intern ausgeschrieben wurde, das geht übrigens aus der Ausschreibung überhaupt nicht hervor, so kann man sich doch schon einmal ins Gespräch bringen und Interesse heucheln.