Wünsche für die nächste Tarifrunde 2027?

Begonnen von LisaSimpsonÖD, 04.08.2026 11:34

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ohjeee

Zitat von: D-x in 14.10.2026 09:03Die Beamten erhalten dies ja aber nicht, weil die Dienstherren noch Geld loswerden müssen oder gar die Leistungen der Beamten wertschätzen würden, sondern weil die Beamten (erfolgreich) geklagt haben, ein Weg der Beschäftigten nicht offen steht. Es ist einfach ein anderes System, auch wenn es viele Parallelen gibt.
Den moralischen Anspruch, seine Beschäftigten nicht allzu nah am Grundsicherungsniveau zu bezahlen (wobei da die Familie prinzipbedingt nicht relevant ist, hier springt der Staat ja ggf. mit Sozialleistungen ein, und das dadurch vermutlich sogar eher erfüllt ist) könnte man natürlich anlegen, ein gewisses Abstandsgebot in der Tabelle auch, wobei da ja wie man anhand der von mir exemplarisch zusammengestellten Zahlen sah, in den letzten Jahrzehnten eher eine Stauchung stattfand, die Verantwortung dafür scheint aber nicht bei den Arbeitgebern zu liegen.
DIE BEAMTEN haben mWn bisher noch gar nichts erhalten, oder ist schon irgendein Besoldungsgesetz rechtskräftig und umgesetzt? Und hier in BaWü ist man der Meinung, alles sei paletti, kein Handlungsbedarf, von den ominösen abertausenden Euro ist hier aktuell gar nichts zu erwarten. Hier wurde lediglich die TV-L-Runde umgesetzt, über den Rest überhaupt nicht gesprochen, von 2-stelligen Prozenten ganz zu schweigen.

UNameIT

Zitat von: ohjeee in 14.10.2026 16:43DIE BEAMTEN haben mWn bisher noch gar nichts erhalten, oder ist schon irgendein Besoldungsgesetz rechtskräftig und umgesetzt? Und hier in BaWü ist man der Meinung, alles sei paletti, kein Handlungsbedarf, von den ominösen abertausenden Euro ist hier aktuell gar nichts zu erwarten. Hier wurde lediglich die TV-L-Runde umgesetzt, über den Rest überhaupt nicht gesprochen, von 2-stelligen Prozenten ganz zu schweigen.
Zitat von: ohjeee in 14.10.2026 16:43DIE BEAMTEN haben mWn bisher noch gar nichts erhalten, oder ist schon irgendein Besoldungsgesetz rechtskräftig und umgesetzt? Und hier in BaWü ist man der Meinung, alles sei paletti, kein Handlungsbedarf, von den ominösen abertausenden Euro ist hier aktuell gar nichts zu erwarten. Hier wurde lediglich die TV-L-Runde umgesetzt, über den Rest überhaupt nicht gesprochen, von 2-stelligen Prozenten ganz zu schweigen.

Brandenburg zum Beispiel hat bereits rechtskräftig entschieden rückwirkend zum 1.1.26 zwischen 7 und 18% mehr Gehalt an seine Beamten zu zahlen......

Klar sind das unterschiedliche Systeme, dass Problem ist das oft im selben Büro Beamte und TB sitzen, die beide die selben Arbeiten machen. Der einzige Unterschied: Die Besoldung/das Gehalt.

UNameIT

Schleswig Holstein

Kern des Gesetzentwurfs ist eine schrittweise Erhöhung der Bezüge
Für das Jahr 2025 steigt die Besoldung in den Besoldungsgruppen A6 bis A15 sowie B1, C1, C2, W2 und W3 rückwirkend um 3,2 Prozent. Dabei ist ein Mindestbetrag von etwa 125 Euro vorgesehen. In den Besoldungsgruppen ab A16 steigen die Bezüge entsprechend des höheren Anpassungsbedarfs um bis zu knapp 5 Prozent.

Im Jahr 2026 erhöhen sich die Besoldungs- und Versorgungsbezüge in allen Besoldungsgruppen um weitere 4,0 Prozent. Zudem wird der Familienergänzungszuschlag bedarfsgerecht um überwiegend 15 bis 25 Prozent angehoben. Im Jahr 2027 erhöhen sich die Besoldungs- und Versorgungsbezüge in allen Besoldungsgruppen um weitere 3,8 Prozent. Zudem wird der Familienergänzungszuschlag bedarfsgerecht um überwiegend 12 bis 22 Prozent angehoben.

Bob Kelso

Zitat von: UNameIT in 14.10.2026 19:08Brandenburg zum Beispiel hat bereits rechtskräftig entschieden rückwirkend zum 1.1.26 zwischen 7 und 18% mehr Gehalt an seine Beamten zu zahlen......

Klar sind das unterschiedliche Systeme, dass Problem ist das oft im selben Büro Beamte und TB sitzen, die beide die selben Arbeiten machen. Der einzige Unterschied: Die Besoldung/das Gehalt.

Ein weiterer und bedeutsamer Unterschied: Höhe der Rente des Angestellten zur Höhe des Ruhegehaltes des Beamten.

daseinsvorsorge

Zitat von: UNameIT in 14.10.2026 19:08Brandenburg zum Beispiel hat bereits rechtskräftig entschieden rückwirkend zum 1.1.26 zwischen 7 und 18% mehr Gehalt an seine Beamten zu zahlen......

Klar sind das unterschiedliche Systeme, dass Problem ist das oft im selben Büro Beamte und TB sitzen, die beide die selben Arbeiten machen. Der einzige Unterschied: Die Besoldung/das Gehalt.
Na ja- und das sich der Beamte mit Haut und Haaren an seinen AG verkauft hat. Bislang für die allermeisten eher unkritisch, solange die Kohle/Versorgung stimmt.

Aber was passiert, wenn wir Regierungen bekommen, deren Anweisungen man als beamter - ggf. Auch nach remonstration - erfüllen muss- auch wenn sie menschenverachtend erscheinen ?  Aber das wird schon nicht passieren.

KlammeKassen

Zitat von: daseinsvorsorge in 13.10.2026 12:50Sie müssen auch richtig lesen- ich bin auf einen möglichen Abschluss bei der IGM eingegangen. Wenn der ÖD mit 1,5 % pro Jahr abschließen würde, wäre es ein gutes Ergebnis. Die AGs werden- wie 2005/06/07- versuchen, Nullrunden durchzudrücken.

Die Beschäftigten waren damals einfach froh, nicht entlassen zu werden. Und die Bereitschaft zu flächendeckenden,langanhaltenen Streiks gibt es im ÖD - bis auf einzelne Gruppen- sowieso nicht. Und in wirtschaftlich schlechten Zeiten erst recht nicht.

Und Ihnen persönlich steht es ja frei, ihren AG unter Druck zu setzen. Wenn er Ihre Forderungen nicht erfüllen will, drohen Sie mit Kündigung.

Aber ich gehe mal davon aus, dass Sie und viele andere hier dann doch nicht den Arsch in der Hose haben, sondern sich lieber an den Gewerkschaften abarbeiten.

Das wird niemals gutgehen, wenn im gleichen Zug die Amtsangemessene Alimentaion deutlich steigen muss.
Und die Mitarbeiter dürften über Jahrelange Reallohnverluste auch nicht sonderlich erfreut sein --> Motivation?

Auch wenn es viele Entlassungen gibt und die Arbeitslosigkeit zunimmt, ist dennoch ein Wirtschaftswachstum wieder erreicht dieses Jahr. Der Arbeitslosigkeitsrückgang als Spätindikator folgt in der Regel.

Der demographische Wandel und der Fachkräftemangel sind dennoch existent. Und kluge Köpfe gibt es nicht für lau.

KlammeKassen

Zitat von: D-x in 14.10.2026 08:53Die Probleme sind mir durchaus geläufig, steigende Beiträge sind allerdings auch ein Thema der PKV und somit nicht nur ein Beschäftigten-Thema sondern auch für die Beamten relevant. In den hiesigen Foren gibt es ja zahlreiche Threads in denen sich dazu intensiv ausgetauscht wird.

Der Unterschied ist aber, dass es für Angestellte im oberen Bereich immer doppelt teuer wird --> Erhöhung der BBG und häufige Erhöhung der Zusatzbeiträge.

Auch hier gibt es Steigerungen, wenn das Gehalt gar nicht erhöht wird (wie bei der PKV), aber es wird im Gegensatz zur PKV bei jeder Lohnsteigerung eben auch noch teurer, da mehr Gehalt unter den GKV-Beitrag fällt.

Und bei der PKV hast du immerhin noch eine Gegenleistung  ;) - bei der BBG knackst du nächstes Jahr in der GKV die 550 Euro, jetzt sind es schon 500,00 Euro.

KlammeKassen

Zitat von: D-x in 14.10.2026 09:03Die Beamten erhalten dies ja aber nicht, weil die Dienstherren noch Geld loswerden müssen oder gar die Leistungen der Beamten wertschätzen würden, sondern weil die Beamten (erfolgreich) geklagt haben, ein Weg der Beschäftigten nicht offen steht. Es ist einfach ein anderes System, auch wenn es viele Parallelen gibt.
Den moralischen Anspruch, seine Beschäftigten nicht allzu nah am Grundsicherungsniveau zu bezahlen (wobei da die Familie prinzipbedingt nicht relevant ist, hier springt der Staat ja ggf. mit Sozialleistungen ein, und das dadurch vermutlich sogar eher erfüllt ist) könnte man natürlich anlegen, ein gewisses Abstandsgebot in der Tabelle auch, wobei da ja wie man anhand der von mir exemplarisch zusammengestellten Zahlen sah, in den letzten Jahrzehnten eher eine Stauchung stattfand, die Verantwortung dafür scheint aber nicht bei den Arbeitgebern zu liegen.

Nichtdestotrotz ist ja aber der Aussage nichts entgegen zu stellen, dass es dann ein absoluter Witz wäre. Es wird hier ja immer ein Vergleich gezogen zwischen den Personen, die dieselbe Aufgabe ausführen/ausfüllen. Dass da eine Demotivation stattfindet, wenn der Kollege mit deutlich mehr netto nach Hause geht, obwohl er das selbe macht, dürfte klar sein oder nicht?

Es wird ja nicht ein Staatsanwalt mit einem Ingenieur oder so verglichen

JahrhundertwerkTVÖD

Neuer Vorschlag:
Zur Finanzierung der verfassungswidrigen Unteralimentation, verzichten die Angestellten auf 5% und erhalten im Gegenzug das altbewährte Balkonklatschen.

By the way.
Wäre es ja mal angebracht wenn sich die Gewerkschaft zur Unteralimentation, welche ja bekanntermaßen durch die Übernahme der Tarifabschlüsse letztendlich zur Unteralimentation führte, auch mal äußert.
Thema Abstandsgebot...................... was meint Verdi dazu? Widerspricht die Idee von Verdi, mit einer Einheitsbreitabelle und kaum Abstände in den einzelnen Gruppen der üblichen Gesetzgebung?

KlammeKassen

Zitat von: Brutto Peter in 14.10.2026 10:47Du wirfst anderen angebliches Unwissen vor und erklärst im selben Beitrag, wann die Forderungen kommen, wie die erste Runde abläuft und ab wann ernsthaft gerechnet wird. Bei dir heißt die Glaskugel offenbar Erfahrung.

Dass Tarifverhandlungen oft nach einem ähnlichen Muster laufen, ist ja kein besonders gewagter Gedanke. Nur lässt sich daraus weder ableiten, wer sich bereits mit dem Thema beschäftigt, noch ob andere Informationen haben, die du nicht kennst.

,,Als ob sich jemand beim Bund damit auseinandergesetzt hätte" ist deshalb auch kein Gegenargument. Es ist bloß deine Vermutung, vorgetragen mit genau der Gewissheit, die dich bei anderen so stört.

Du musst mir nicht glauben. Aber zwischen ,,Ich weiß es nicht" und ,,Die anderen sind Witzbolde" liegt ein Unterschied, den man beim Austeilen schon kennen sollte.

Mein Wissen nehmen ich hierher:
https://oeffentlicher-dienst-news.de/tvoed/tarifverhandlungen-2027/

Wann die Runden stattfinden, ist auch beim Kommunalen Arbeitgeberverband Hessen zu entnehmen:
https://www.kav-hessen.de/tarifrunden/tarifrunde-2027-tvoed-tv-v


Ja, aber warum sollte jetzt schon gerechnet werden?

Von Seiten der KAV kommen beim ersten Mal nicht mal die einzelnen Untergruppen, da ohnehin eh nur ein Tag angesetzt ist und ohnehin kein Angebot von Arbeitgeberseite kommt. Das ist ja nichts Neues. Zumal es eigentlich heißt, dass der erste Termin zum Darlegen der Forderungen dienst. Das ist eigentlich obsolet, weil sie bereits vorher bekanntgegeben werden.

Es wird sicherlich im Haushalt etwas hinterlegt worden sein... aber das da jemand ernsthaft etwas berechnet? Jetzt schon? Ohne Forderungen zu kennen, ohne zu wissen wie sich die Wirtschaft bis da entwickelt (und ggf. die Personalsituation und der Arbeitsmarkt?)

Der Bund hat ja nicht mal Lust sich mit der amtsangemessenen Alimentation vernünftig auseinanderzusetzen, obwohl ihn das BVerfG dazu zwingt....
also warum sollte es für die anstehenden Tarifverhandlungen denn anders sein?

Oder sitzt du neben Lars Klingbeil im Büro im Finanzministerium und der hat schon gesagt "Also die Angestellten kriegen einfach gar nichts nächstes Jahr... dafür ist kein Geld da! Und da werden wir auch bei bleiben, dass es nichts gibt."
... wobei Dobrindt ja die Verhandlungen führt und nicht Klingbeil

KlammeKassen

Zitat von: UNameIT in 14.10.2026 19:08Brandenburg zum Beispiel hat bereits rechtskräftig entschieden rückwirkend zum 1.1.26 zwischen 7 und 18% mehr Gehalt an seine Beamten zu zahlen......

Klar sind das unterschiedliche Systeme, dass Problem ist das oft im selben Büro Beamte und TB sitzen, die beide die selben Arbeiten machen. Der einzige Unterschied: Die Besoldung/das Gehalt.

Korrekt!

Die 18 % werden dann wieder als peanuts abgetan :D

KlammeKassen

Zitat von: Bob Kelso in 14.10.2026 19:23Ein weiterer und bedeutsamer Unterschied: Höhe der Rente des Angestellten zur Höhe des Ruhegehaltes des Beamten.

Weiterbezahlung bei langfristiger Erkrankung

KlammeKassen

Zitat von: daseinsvorsorge in 14.10.2026 19:48Na ja- und das sich der Beamte mit Haut und Haaren an seinen AG verkauft hat. Bislang für die allermeisten eher unkritisch, solange die Kohle/Versorgung stimmt.

Aber was passiert, wenn wir Regierungen bekommen, deren Anweisungen man als beamter - ggf. Auch nach remonstration - erfüllen muss- auch wenn sie menschenverachtend erscheinen ?  Aber das wird schon nicht passieren.

Also unsere Beamten wurden mWn nachts, am Wochenende oder im Urlaub noch nie vom Dienstherren angerufen, um zu testen, ob sie wirklich rund um die Uhr immer für ihn da sind. Ebenfalls wird hier nicht alle zwei Tage mit einer Vesetzung gedroht. Es fand in den letzten jahren auch keine Versetzung statt, nur, wenn der Beamte sich selbst bei einer anderen Behörde beworben hatte.
Und streiken muss er nicht, da das die Angestelltenübertragung regelt und wenn nicht, sorgt Karlsruhe dafür

KlammeKassen

Zitat von: UNameIT in 14.10.2026 19:17Schleswig Holstein

Kern des Gesetzentwurfs ist eine schrittweise Erhöhung der Bezüge
Für das Jahr 2025 steigt die Besoldung in den Besoldungsgruppen A6 bis A15 sowie B1, C1, C2, W2 und W3 rückwirkend um 3,2 Prozent. Dabei ist ein Mindestbetrag von etwa 125 Euro vorgesehen. In den Besoldungsgruppen ab A16 steigen die Bezüge entsprechend des höheren Anpassungsbedarfs um bis zu knapp 5 Prozent.

Im Jahr 2026 erhöhen sich die Besoldungs- und Versorgungsbezüge in allen Besoldungsgruppen um weitere 4,0 Prozent. Zudem wird der Familienergänzungszuschlag bedarfsgerecht um überwiegend 15 bis 25 Prozent angehoben. Im Jahr 2027 erhöhen sich die Besoldungs- und Versorgungsbezüge in allen Besoldungsgruppen um weitere 3,8 Prozent. Zudem wird der Familienergänzungszuschlag bedarfsgerecht um überwiegend 12 bis 22 Prozent angehoben.

Klingt doch nett:

Siehe auch https://www.news4teachers.de/2026/10/geldsegen-zum-jahresende-lehrkraeften-in-zwei-bundeslaendern-winken-tausende-euro-nachzahlung/

Bob Kelso

"Abstand zu Einkommen aus Mindestlohn und Sozialleistungen wahren"!

Diese Einsicht, also Urteil des Bundesverfassungsgerichts,  zeigt höchstrichterlich: Die Höhe der ausbezahlten Transferleistungen greift weit in die Höhe des Entgeltes, der Besoldung ein.
Manche stellen sich seit Jahren die Frage: Lohnt sich Arbeit?