Tarifrunde TV-L 2025 - Diskussion III

Begonnen von username, 14.02.2026 09:31

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KlammeKassen

Zitat von: Rheini in 15.10.2026 15:55Komisch. Ihr rechnet hier rauf und runter wer mehr oder weniger von etwas erhält, der Beamte der überprozentuel von einer PKV Erhöhung belastet wird bekommt von euch den Ratschlag, doch in die gesetzliche KV zu wechseln.

Dann gib doch den Angestellten den Rat, von einer teuren KV in eine günstige zu wechseln, spart auch etwas ein.

P. S. Kann das jeder Beamter zu jeder Zeit in die gesetzliche KV  wechseln und wird das dadurch für ihn immer günstiger? Du hast doch den Überblick.


Es geht eher darum, dass du in der GKV doppelt dran bist.

Zusatzbeitrag steigt => du bezahlst mehr (das tut der Beamte auch, wenn die PKV steigt, das stimmt).
Gehalt steigt => Beitrag zur GKV steigt (das passiert beim Beamten/PKV aber nicht)
Und wer ganz viel verdient (Stufe 5,6) in den höheren EG ist dann zusätzlich auch noch dran, wenn die BBG angehoben wird. Es kann also 3 Mal teurer werden.

Und wie gesagt: Ich habe hier "gehobenen Dienst" Angestellte mit den "dazugehörigen" Beamten verglichen, die also die gleichen Aufgaben bearbeiten. Und da sind die in vielen Fällen in der PKV billiger dabei.

Gegen einen Mindestlohnempfänger würde das natürlich anders aussehen

KlammeKassen

Zitat von: Rheini in 15.10.2026 17:10@Warnstreik

Wieso dann dein Vorschlag bzgl. Wechselnin die gesetzliche KV?

Und Ihr führt doch eine Gerechtigkeitsdebatte. Warum dann kein Mitleid mit dem kleinen Beamten der den vollen PKV Beitrag zahlen darf und eine Erhöhung wie in den letzten Jahren bei der PKV, nicht zu einer Forderung zum Ausgleich bei euch führt?

Was verdient der "kleine Beamte" denn?

A3 gibt es doch beispielsweise in der Realität gar nicht mehr.

Oder willst du jetzt plötzlich A3 mit E10 vergleichen?

KlammeKassen

Zitat von: Warnstreik in 16.10.2026 08:52Weil in vielen Bundesländern seit einigen Jahren jeder (Neu-)Beamte entscheiden kann sich in der GKV zu versichern. Für bestehende Verhältnisse klappt das so nicht, das ist in der Tat doof und klar - wenn die Kosten für kleine Besoldungsgruppen explodieren kann und sollte man überlegen etwas zu tun. Soldidarität ist da keine Einbahnstraße. Am Ende bleibt es aber dabei, dass in den letzten 20 Jahren die Beiträge zur GKV stärker gestiegen sind als die zur PKV.

Siehe oben - es geht doch konkret um gesellschaftliche Aufgaben, die eigentlich gesamtgesellschaftlich getragen werden müssten. Das sieht man auch in den Punkten zur Renten- und Krankenkassenreform. Das Thema "Gerechtigkeit" ist immer dabei und mir hängt es echt fast zum Hals raus, weil es so überbeansprucht wird (und sogar ein Friedrich Merz damit hausieren geht). Am Ende ist es aber eben so, dass man bei unterschiedlich belasteten System überlegt, wie man die Kosten sinnvoll auf alle Schultern verteilt. Ähnliches gilt bei Alimentierung vs. Gehaltsempfängern. Den Status quo finde ich ok, es gibt leichte Unterschiede, aber bei vergleichbarem Anspruch und Verantwortung sind Gehälter und Alimentation vergleichbar. Nimmt man die kolpotierten Zahlen aus Brandenburg und wendet die auf die Grundalimentierung an, dann geht eine Schere auf, die niemandem zu erklären ist. Wenn es wirklich gesetzlich gegeben sein sollte, dann erwarte ich von den Gewerkschaften genauso einen Kampf auf zeitnahe Angleichung wie man es in jeder Tarifrunde fordert - nur diesmal eben in die andere Richtung. Und ja, das wird es nicht geben, dafür ist der TVL zu schlecht organisiert, viel zu träge und die Gewerkschaft zu groß. Die Stadtstaaten könnten aber z.B. aus dem TV-L austreten und selbst verhandeln. Dank der gänzlich anderen Angestelltenschaft wäre das eh angebracht.

Guter Beitrag.

In Niedersachsen war es btw. so, dass bei Einführung vor 2 oder 3 Jahren es auch für Bestandsbeamte die einmalige Möglichkeit gab, in die GKV zu wechseln zum Zeitpunkt der Einführung.

Der Wechsel in die PKV ist für Angestellte hingegen immer schwieriger geworden, zumindest im öffentlichen Dienst, weil die JAEG so stark anegstiegen ist in den vergangenen Jahren, was einen Wechseln kaum noch möglich macht

Rheini

Zitat von: KlammeKassen in Gestern um 15:37Was verdient der "kleine Beamte" denn?

A3 gibt es doch beispielsweise in der Realität gar nicht mehr.

Oder willst du jetzt plötzlich A3 mit E10 vergleichen?

Wie kommst Du auf A3 und E10?

Ich hatte nichts dergleichen geschrieben.

KlammeKassen

Zitat von: MoinMoin in 16.10.2026 09:50Die Aussagen sin mW nicht so ganz richtig.
Korrekt ist, dass die KäV das Geld für die Versorgung der Patienten erhalten hat für das gesamte Quartal und dies dann auf die tatsächlichen Ausgaben umlegt.
Da gibt es dann eine Menge X an Behandlungen die begründet werden muss, wenn man sie überschreitet.
Da habe die Ärzte keinen Bock drauf und vergeben dann halt keine Termine mehr.

Also reines Verteilungsversagen seitens der KäV und das obwohl sie einen Vetrag abgeschlossen haben der besagt, dass sie die Versorgung sichern 🤮

ebenso muss jeder GKV Arzt einen freien Terminslot ohne Terminvergabe anbieten.

Wenn das so wäre, müsste es doch massenhaft Klagen gegen die kÄV geben oder nicht? Und sicherlich auch schon bis zum BVerfG. Habe ich nie etwas gehört.

Dass die Krankenkassen dagegen klagen, dass nur die GKVler für die Grundsicherungsempfänger mitbezahlen, habe ich im Gegensatz dazu mitbekommen. Und das müsste normalerweise auch durchegehen, weil es dafür einfach keine vernünftige Begründung gibt.

Rheini

Zitat von: KlammeKassen in Gestern um 15:36Es geht eher darum, dass du in der GKV doppelt dran bist.

Zusatzbeitrag steigt => du bezahlst mehr (das tut der Beamte auch, wenn die PKV steigt, das stimmt).
Gehalt steigt => Beitrag zur GKV steigt (das passiert beim Beamten/PKV aber nicht)
Und wer ganz viel verdient (Stufe 5,6) in den höheren EG ist dann zusätzlich auch noch dran, wenn die BBG angehoben wird. Es kann also 3 Mal teurer werden.

Und wie gesagt: Ich habe hier "gehobenen Dienst" Angestellte mit den "dazugehörigen" Beamten verglichen, die also die gleichen Aufgaben bearbeiten. Und da sind die in vielen Fällen in der PKV billiger dabei.

Gegen einen Mindestlohnempfänger würde das natürlich anders aussehen

Und Beamter bekommt keine Erhöhung, PKV Betrag steugt trotzdem.

KlammeKassen

Zitat von: Rheini in Gestern um 15:44Und Beamter bekommt keine Erhöhung, PKV Betrag steugt trotzdem.

Das ist in der GKV ja die letzten Jahre aber auch passiert.... guck dir die Entwicklung der Zusatzbeiträge an

KlammeKassen

Zitat von: Rheini in Gestern um 15:43Wie kommst Du auf A3 und E10?

Ich hatte nichts dergleichen geschrieben.

Weil du davon sprichst, dass der kleine Beamte so viel PKV zahlen muss.

Da ist es dann wie Warnstreik sagt, vielleicht müsste man bis 3.500 Euro oder so GKV Öffnung ermöglichen, so wie man bei Angestellten ab 7.050 Euro PKV öffnet

KlammeKassen

Zum Thema Arzttermine ganz interessant:

https://web.de/magazine/gesundheit/kassen-verbandschef-himmelschreiende-ungerechtigkeit-terminvergaben-42845834


und auch interessant, dass der Chef der größten GKV vorschlägt, einfach beide Systeme abzuschaffen und ein ganz neues zu gründen. Aus Gerechtigkeitsgründen wäre das sicherlich eine Idee.

https://www.deutschlandfunk.de/chef-der-techniker-krankenkasse-private-und-gesetzliche-kassen-abschaffen-neues-system-mit-bestem-au-100.html

Rheini

Zitat von: KlammeKassen in Gestern um 15:47Das ist in der GKV ja die letzten Jahre aber auch passiert.... guck dir die Entwicklung der Zusatzbeiträge an

Ja und deshalb haben Angestellte und Beamte ja das gleiche Problem.

Rheini

Zitat von: KlammeKassen in Gestern um 15:50Weil du davon sprichst, dass der kleine Beamte so viel PKV zahlen muss.

Da ist es dann wie Warnstreik sagt, vielleicht müsste man bis 3.500 Euro oder so GKV Öffnung ermöglichen, so wie man bei Angestellten ab 7.050 Euro PKV öffnet

Und was macht der Beamte bis dahin?