Autor Thema: Tarifrunde 2019 - Diskussion  (Read 116844 times)

Spid

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 2,775
  • Karma: +441/-502
Antw:Tarifrunde 2019 - Diskussion
« Antwort #180 am: 30.11.2018 06:56 »
Sogar 2. Es muß „Jahr“ und nicht „Jaht“ heißen. Ändert aber nichts daran, daß eine Höhergruppierung mindestens in Stufe 2 führt und somit die Berufsanfängervorbringung Unfug ist.

Dienstbeflissen

  • Newbie
  • *
  • Beiträge: 47
  • Karma: +1/-1
Antw:Tarifrunde 2019 - Diskussion
« Antwort #181 am: 30.11.2018 07:10 »
Sogar 2. Es muß „Jahr“ und nicht „Jaht“ heißen. Ändert aber nichts daran, daß eine Höhergruppierung mindestens in Stufe 2 führt und somit die Berufsanfängervorbringung Unfug ist.

Was für eine vor kurzem neu eingestellte Kollegin kurioserweise dazuführte, dass Sie aufgrund Ihres noch nicht ausgestellten Masterzeugnisses erst einmal in E12/1 eingruppiert war und einen Monat später, nach Ausstellung und Vorlage des Zeugnisses, direkt in die E13/2 kam..
« Last Edit: 30.11.2018 07:19 von Dienstbeflissen »

Spid

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 2,775
  • Karma: +441/-502
Antw:Tarifrunde 2019 - Diskussion
« Antwort #182 am: 30.11.2018 07:20 »
Wie praktisch. Wollte die Personalabteilung ihr was Gutes tun oder war kam man nicht auf die naheliegende Idee, daß sie sonstige Beschäftigte ist?

Dienstbeflissen

  • Newbie
  • *
  • Beiträge: 47
  • Karma: +1/-1
Antw:Tarifrunde 2019 - Diskussion
« Antwort #183 am: 30.11.2018 07:31 »
Der Personalabteilung kann die Prüfung und Begründung der Merkmale eines "Sonstigen" nun wirklich nicht zugemutet werden, da so etwas außerhalb des bekannten Hamsterrades liegt.

Zudem, die Dame ist ehemalige Studentin der Hochschule, welche nun ihr AG ist. Ich gönn´s ihr!


Spid

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 2,775
  • Karma: +441/-502
Antw:Tarifrunde 2019 - Diskussion
« Antwort #184 am: 30.11.2018 07:42 »
Ich gönne ihr das auch - die Begründung warum jemand, der eine wissenschaftliche Hochschulbildung abgeschlossen hat und nur noch auf eine Urkunde wartet, über gleichwertige Fähigkeiten sowie über Erfahrungen verfügt, die ihn die Tätigkeit gleichwertig ausüben lassen und zudem in gleicher Verwendungsbreite einsetzbar machen wie jemand mit abgeschlossener Wissenschatflicher Hochschulbildung, traue ich jedoch den allermeisten Personalverwaltungen zu.

BaWü-TVLer

  • Newbie
  • *
  • Beiträge: 1
  • Karma: +1/-1
Antw:Tarifrunde 2019 - Diskussion
« Antwort #185 am: 30.11.2018 08:31 »
Hallo erstmal an Alle,

bin gerade per Zufall über den wiedereröffneten Chat gestoßen. Habe Heute den Flyer zur neuen Tarifrunde TV-L 2019 gelesen.

Ich möchte niemanden zu nahe treten oder auf die Füße aber erlaubt mir mal an dieser Stelle mal die ernsthafte Frage in welcher Welt lebt die Tarifkommission denn?

12 Monate min. 6% klingt grundsätzlich nicht schlecht aber bleiben wir doch perspektivisch mal auf dem Teppich und bei der Wahrheit.

Ein Tarifabschluss wird nach langen und zähen Verhandlungen dann 24 Monate und dann bei vielleicht 4,95% liegen. Dann heißt es wieder mehr war nicht raus zu holen. Es tut mir leid aber man geht doch nicht mit einem schlechteren Minimum an den Start als zuletzt der TVÖD erzielt hat. Das Ziel muss es doch endlich mal sein, die Schere zwischen TVÖD & TVL zu schließen und nicht zu zementieren! Damit steigert man doch nur weiter die interne Abgrenzung zwischen TVÖDlern und TVLern und macht die TVLer zu einem billigen Erfüllungsgehilfen für alle öffentlichen Arbeitgeber.

Viele meiner Kollegen, die sich wie auch ich selbst uns hier extremst einsetzen und Arbeitstechnisch engagieren, sehen das als eine Verhöhnung Ihres gezeigten Einsatzes. Wir mögen als Externe die in den öffentlichen Dienst gewechselt sind eine andere Arbeitsauffassung haben und zeigen aber wie ich von allen Seiten vernehme nicht zum Nachteil des Arbeitgebers. Wir wissen und erwarten nicht mit unserer Arbeit bei einem öffentlichen Arbeitgeber Reich zu werden aber was wir erwarten können ist das wir alle unsere Familien ernähren können und auch am Sozialleben teilnehmen können ohne ständig auch noch den letzten Cent umdrehen zu müssen.

Ich bin der Überzeugung das die gute Arbeit die alle im öffentlich Bereich erbringen auch finanziell Wertgeschätzt werden muss. Anderenfalls brauch sich aber nun wirklich niemand, sei es Bürger oder öffentlicher Arbeitgeber wundern, das sich niemand für diese Tätigkeit findet oder die die gekommen sind wieder gehen.

Schönen Gruß an Alle

Bastel

  • Full Member
  • ***
  • Beiträge: 185
  • Karma: +17/-18
Antw:Tarifrunde 2019 - Diskussion
« Antwort #186 am: 30.11.2018 08:57 »
Viele meiner Kollegen, die sich wie auch ich selbst uns hier extremst einsetzen und Arbeitstechnisch engagieren, sehen das als eine Verhöhnung Ihres gezeigten Einsatzes. Wir mögen als Externe die in den öffentlichen Dienst gewechselt sind eine andere Arbeitsauffassung haben und zeigen aber wie ich von allen Seiten vernehme nicht zum Nachteil des Arbeitgebers. Wir wissen und erwarten nicht mit unserer Arbeit bei einem öffentlichen Arbeitgeber Reich zu werden aber was wir erwarten können ist das wir alle unsere Familien ernähren können und auch am Sozialleben teilnehmen können ohne ständig auch noch den letzten Cent umdrehen zu müssen.

Ich bin der Überzeugung das die gute Arbeit die alle im öffentlich Bereich erbringen auch finanziell Wertgeschätzt werden muss. Anderenfalls brauch sich aber nun wirklich niemand, sei es Bürger oder öffentlicher Arbeitgeber wundern, das sich niemand für diese Tätigkeit findet oder die die gekommen sind wieder gehen.

Schönen Gruß an Alle

Selber Schuld... Es hindert dich keiner daran zu wechseln...

MoinMoin

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 1,450
  • Karma: +93/-88
Antw:Tarifrunde 2019 - Diskussion
« Antwort #187 am: 30.11.2018 09:08 »
Ich gönne ihr das auch - die Begründung warum jemand, der eine wissenschaftliche Hochschulbildung abgeschlossen hat und nur noch auf eine Urkunde wartet, über gleichwertige Fähigkeiten sowie über Erfahrungen verfügt, die ihn die Tätigkeit gleichwertig ausüben lassen und zudem in gleicher Verwendungsbreite einsetzbar machen wie jemand mit abgeschlossener Wissenschatflicher Hochschulbildung, traue ich jedoch den allermeisten Personalverwaltungen zu.
naja, weil ja zum Zeitpunkt der Einstellung der Nachweis fehlt, dass man eine wissenschaftliche Hochschulbildung abgeschlossen hat. Ohne Urkunde ist es doch nur eine Mutmassung.  :P

Bei mir wurde es seinerzeit damit gelöst, dass ich einen Nachweis vom Prüfungsamt mitgebracht habe, dass ich bestanden habe und dass das Studium abgeschlossen wurde, die Note jedoch noch nicht feststeht. (Durfte eine Woche nach abgabe meienr Diplomarbeit meine WiMi Karriere starten)

Zuvielverdiener

  • Newbie
  • *
  • Beiträge: 10
  • Karma: +1/-2
Antw:Tarifrunde 2019 - Diskussion
« Antwort #188 am: 30.11.2018 10:00 »
So jetzt meldet sich hier mal einer von denen zu Wort, die hier im Forum meinen Eindruck nach nicht so den guten Stand haben wenn es um das Thema Bezahlung geht. Einer vom „Bodensatz“ ohne Hochschulabschluss, nur mit Berufsausbildung, einer aus den Entgeltgruppen unterhalb der magischen 9.
 
Kommt mal dieser untere Bereich der Entgelttabelle zur Sprache hier im Forum, lese ich hier höchstens von „verdienen zu viel“ und das auch nur dank „kommunistischer Umverteilung“ und „Sozialismuspauschalen“ und das man ab Entgeltgruppe 9 grundsätzlich zu wenig verdient.

Ja bis zu 3279,70 € brutto im Monat ohne Studium, das ist wirklich zu viel, das muss sich ändern und das meine ich ernst!

Also runter mit den Bezügen da unten! Keine Umverteilung mehr! Auf wieviel dürfen so Leute wie ich verzichten damit es wieder gerecht zugeht? Ich hätte ja schließlich studieren können, soll also nicht über weniger jammern und das tue ich auch nicht. Den Leuten die ein Studium erfolgreich absolviert haben gönne ich eine sehr gute Bezahlung also rauf mit den Bezügen ab EG 9 gegen den Fachkräftemangel und um gute Leute halten zu können!

Jetzt erst mal voradventliche Grüße, schön dass es dieses Forum wieder gibt.  :)

JC83

  • Full Member
  • ***
  • Beiträge: 208
  • Karma: +18/-34
Antw:Tarifrunde 2019 - Diskussion
« Antwort #189 am: 30.11.2018 10:17 »
„verdienen zu viel“

Wohl kaum. Eher, dass diese Personengruppen adäquat bis sehr gut im Vergleich zur PW bezahlt werden.

MrRossi

  • Full Member
  • ***
  • Beiträge: 127
  • Karma: +6/-11
Antw:Tarifrunde 2019 - Diskussion
« Antwort #190 am: 30.11.2018 11:56 »
So jetzt meldet sich hier mal einer von denen zu Wort, die hier im Forum meinen Eindruck nach nicht so den guten Stand haben wenn es um das Thema Bezahlung geht. Einer vom „Bodensatz“ ohne Hochschulabschluss, nur mit Berufsausbildung, einer aus den Entgeltgruppen unterhalb der magischen 9.
 
Kommt mal dieser untere Bereich der Entgelttabelle zur Sprache hier im Forum, lese ich hier höchstens von „verdienen zu viel“ und das auch nur dank „kommunistischer Umverteilung“ und „Sozialismuspauschalen“ und das man ab Entgeltgruppe 9 grundsätzlich zu wenig verdient.

Ja bis zu 3279,70 € brutto im Monat ohne Studium, das ist wirklich zu viel, das muss sich ändern und das meine ich ernst!

Also runter mit den Bezügen da unten! Keine Umverteilung mehr! Auf wieviel dürfen so Leute wie ich verzichten damit es wieder gerecht zugeht? Ich hätte ja schließlich studieren können, soll also nicht über weniger jammern und das tue ich auch nicht. Den Leuten die ein Studium erfolgreich absolviert haben gönne ich eine sehr gute Bezahlung also rauf mit den Bezügen ab EG 9 gegen den Fachkräftemangel und um gute Leute halten zu können!

Jetzt erst mal voradventliche Grüße, schön dass es dieses Forum wieder gibt.  :)

Meister, Techniker, Fachwirte.... alle nicht studiert finden sich ebenso in 8 wie auch 9a (VKA). Sind aber auch überbezahlt nach der hier vorherrschenden Meinung. Selbst diese zählen demnach nicht zu den Fachkräften.

Dienstbeflissen

  • Newbie
  • *
  • Beiträge: 47
  • Karma: +1/-1
Antw:Tarifrunde 2019 - Diskussion
« Antwort #191 am: 30.11.2018 12:01 »
So jetzt meldet sich hier mal einer von denen zu Wort, die hier im Forum meinen Eindruck nach nicht so den guten Stand haben wenn es um das Thema Bezahlung geht. Einer vom „Bodensatz“ ohne Hochschulabschluss, nur mit Berufsausbildung, einer aus den Entgeltgruppen unterhalb der magischen 9.
 
Kommt mal dieser untere Bereich der Entgelttabelle zur Sprache hier im Forum, lese ich hier höchstens von „verdienen zu viel“ und das auch nur dank „kommunistischer Umverteilung“ und „Sozialismuspauschalen“ und das man ab Entgeltgruppe 9 grundsätzlich zu wenig verdient.

Ja bis zu 3279,70 € brutto im Monat ohne Studium, das ist wirklich zu viel, das muss sich ändern und das meine ich ernst!

Also runter mit den Bezügen da unten! Keine Umverteilung mehr! Auf wieviel dürfen so Leute wie ich verzichten damit es wieder gerecht zugeht? Ich hätte ja schließlich studieren können, soll also nicht über weniger jammern und das tue ich auch nicht. Den Leuten die ein Studium erfolgreich absolviert haben gönne ich eine sehr gute Bezahlung also rauf mit den Bezügen ab EG 9 gegen den Fachkräftemangel und um gute Leute halten zu können!

Jetzt erst mal voradventliche Grüße, schön dass es dieses Forum wieder gibt.  :)

Meister, Techniker, Fachwirte.... alle nicht studiert finden sich ebenso in 8 wie auch 9a (VKA). Sind aber auch überbezahlt nach der hier vorherrschenden Meinung. Selbst diese zählen demnach nicht zu den Fachkräften.

Die genannten Gruppen sind bei uns auch häufig in 10-12 anzutreffen. Und wer mit der entsprechenden Qualifikation bereits ist für weniger zu arbeiten, soll das bitte tun.

Pseudonym

  • Jr. Member
  • **
  • Beiträge: 74
  • Karma: +3/-4
Antw:Tarifrunde 2019 - Diskussion
« Antwort #192 am: 30.11.2018 12:16 »
Wären die oberen EGs nicht unverhältnismäßig schlecht bezahlt, wäre die Kritik an der guten Bezahlung der unteren EGs weit kleiner. Weiterhin ist die oft einseitige Unterstüzungshaltung der Gewerkschaft hinsichtlich der  kleinen EGs mehr als ärgerlich, wenn sogar die AGs schon sagen: oben wird zu wenig bezahlt, um fähiges Personal zu bekommen.

Dienstbeflissen

  • Newbie
  • *
  • Beiträge: 47
  • Karma: +1/-1
Antw:Tarifrunde 2019 - Diskussion
« Antwort #193 am: 30.11.2018 12:19 »
Gerade im ö. D. kann man seinen Stundenlohn durch gekonnte Anpassung der Arbeitsgeschwindigkeit doch häufig selber bestimmen.

Und ansonsten: Wechseln geht immer und besonders in der aktuellen Lage.
« Last Edit: 30.11.2018 12:23 von Dienstbeflissen »

Pseudonym

  • Jr. Member
  • **
  • Beiträge: 74
  • Karma: +3/-4
Antw:Tarifrunde 2019 - Diskussion
« Antwort #194 am: 30.11.2018 12:35 »
Gerade im ö. D. kann man seinen Stundenlohn durch gekonnte Anpassung der Arbeitsgeschwindigkeit doch häufig selber bestimmen.

Und ansonsten: Wechseln geht immer und besonders in der aktuellen Lage.
Bezahlungsorientierte Leistung, statt leistungsorientierte Bezahlung?  ;D