Autor Thema: Bewerberlage Verwaltung?  (Read 7888 times)

BAT

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Antw:Bewerberlage Verwaltung?
« Antwort #15 am: 11.08.2019 20:54 »
Ich meinte auch eher etwas relatives und nicht was absolutes im Vergleich. Und wenn man mit 50 einsteigen sollte und E8/6 bekommt statt E11/10 ist der Unterschied nicht so groß. Bei E8 in Bezug auf Preis - Leistung evtl. auch in allen Stufen besser ;)

WasDennNun

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Antw:Bewerberlage Verwaltung?
« Antwort #16 am: 12.08.2019 07:50 »
Wer mit 50 einsteigt hat die minimlste Chance mit E8S6 einzusteigen?
Und hat keine Chance bei E11 in der Stufe 3 anzufangen?
Seltsames Konstrukt.
Aber selbst wenn dem so sein könnte, wäre es immer noch ein schneller Gewinn in der E11.

Also vollkommen unverständlich und nicht darstellbar deine Aussage, dass man in E8 (egal welche Einsstiegsstufe) man bessergestellt sein könnte als in der E11 oder E10 (selbst wenn man bei Stufe 1 anfangen würde). Da ist man monetär doch immer auf der besseren Seite.

Also mir ist vollkommen unklar was du ausdrücken willst.

Oder willst du darauf hinaus, dass jemand die Arbeit der E11 überfordert und in der E8 er ein leichter verdientes Geld hat?

BAT

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Antw:Bewerberlage Verwaltung?
« Antwort #17 am: 12.08.2019 09:11 »

Oder willst du darauf hinaus, dass jemand die Arbeit der E11 überfordert und in der E8 er ein leichter verdientes Geld hat?

Selbstredend sollte man sein ganzes Leben nach Preis/Leistung bzw. Kosten/Nutzen ausrichten.

D-x

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Antw:Bewerberlage Verwaltung?
« Antwort #18 am: 12.08.2019 09:34 »
Zur ursprünglichen Frage:
In meinem Umkreis ist die Besetzung von Stellen im Bereich E6-E8 durchaus schwierig, die Bewerberlage dürftig. VFA stehen da nicht unbedingt häufig zur Auswahl, daher werden die Ausschreibungen auch für andere kaufmännische Berufe wie Bürokaufleute, Sozialversicherungskaufleute, Rechtsanwalts- (und Notar-) Fachangestellte usw. geöffnet. Andernfalls wären einige Stellen nicht mehr zu besetzen.

Bastel

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Antw:Bewerberlage Verwaltung?
« Antwort #19 am: 12.08.2019 10:59 »

Oder willst du darauf hinaus, dass jemand die Arbeit der E11 überfordert und in der E8 er ein leichter verdientes Geld hat?

Selbstredend sollte man sein ganzes Leben nach Preis/Leistung bzw. Kosten/Nutzen ausrichten.

Dieser sehr allgemeinen Aussage ist nichts hinzuzufügen. Allerdings muss auch ein 50 Jähriger noch 15-17 Jahre arbeiten. Das macht Brutto halt mal über 150k aus...

Kaiser80

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Antw:Bewerberlage Verwaltung?
« Antwort #20 am: 12.08.2019 11:03 »
Wir als Landkommune in NRW mit ca.20T Einwohnern bekommen in denletzten 2-3 Jahren, sofern wir ausschließlich für VFA bzw. AL2 oder mD bzw. gD(h) ausschreiben nix mehr an Bewerbungen. KiGa und Handwerkliche Berufe stellen sich bei uns noch immer ganz ok dar.

Wir werden die Ausschreibungen auch dem Personenkreis "öffnen" wie  @D-x schreibt, ggf mit verpflichtender Fortbildung.

Landsknecht

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Antw:Bewerberlage Verwaltung?
« Antwort #21 am: 13.08.2019 09:01 »
Bei uns, Großstadt Bayern (nicht München) ist es sehr schwierig Verwaltungskräfte in E6-7 zu bekommen, dies betrifft vor allem Service-Center, Einwohneramt etc. Teilzeit in E6 ist halt nicht sehr lukrativ... Zur Zeit wird wieder mal die Gewährung einer Schalterzulage diskutiert, könnte diesmal sogar klappen.

Nachdem die Bewerber aus kaufmännischen Berufe auch nicht mehr viel hergeben, soll künftig noch weiter geöffnet werden in Richtung Hauptsache eine Bewerbung. Nächstes Problem ist die verpflichtende Teilnahme am AL1, sobald dieser absolviert ist verabschieden sich die Mitarbeiter natürlich verständlicherweise auf die E8er-Stellen die frei werden. So ist eine hohe Fluktuation mit ständig neu anzulernenden Mitarbeitern entstanden.

Deswegen sollen künftig neu eingestellte eine Qualifikation "light" erhalten, die sie nur für die Stelle nutzen können auf der sie sitzen und eine Weiterbewerbung erschwert wird...

Bei den technischen Berufen ist es bei der boomenden Baubranche momentan sehr schwierig, Techniker oder Meister von E9a-9c zu bekommen. Das geht meist nur noch mit internen Bewerbungen.

MrRossi

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Antw:Bewerberlage Verwaltung?
« Antwort #22 am: 13.08.2019 09:52 »
Bei uns, Großstadt Bayern (nicht München) ist es sehr schwierig Verwaltungskräfte in E6-7 zu bekommen, dies betrifft vor allem Service-Center, Einwohneramt etc. Teilzeit in E6 ist halt nicht sehr lukrativ... Zur Zeit wird wieder mal die Gewährung einer Schalterzulage diskutiert, könnte diesmal sogar klappen.

Nachdem die Bewerber aus kaufmännischen Berufe auch nicht mehr viel hergeben, soll künftig noch weiter geöffnet werden in Richtung Hauptsache eine Bewerbung. Nächstes Problem ist die verpflichtende Teilnahme am AL1, sobald dieser absolviert ist verabschieden sich die Mitarbeiter natürlich verständlicherweise auf die E8er-Stellen die frei werden. So ist eine hohe Fluktuation mit ständig neu anzulernenden Mitarbeitern entstanden.

Deswegen sollen künftig neu eingestellte eine Qualifikation "light" erhalten, die sie nur für die Stelle nutzen können auf der sie sitzen und eine Weiterbewerbung erschwert wird...

Bei den technischen Berufen ist es bei der boomenden Baubranche momentan sehr schwierig, Techniker oder Meister von E9a-9c zu bekommen. Das geht meist nur noch mit internen Bewerbungen.

Ich wiederhole mich wenn ich sage, dass der Fachkräftemangel nicht nur bei den >EG9 herrscht. Um so enttäuschender die letzten Tarifergebnisse Meister/Techniker in Bund/Länder sowie Kommunen.

BAT

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Antw:Bewerberlage Verwaltung?
« Antwort #23 am: 13.08.2019 10:46 »
Das Fehlen an geeigneter Bewerbern ist ein sehr positives Signal und Ausdruck einer nahezu erreichten Vollbeschäftigung. Dort wo sie nicht herrscht liegt ein mangelnde geografische Mobilität vor, die geistig fehlende Mobilität fällt hier im Vergleich weit zurück.

Der Staat ist mithin aufgerufen, sich auf seine Kernaufgaben zu beschränken und en Bürokratiedschungel zu lichten, um gar keinen Personalbedarf künstlich zu erzeugen.

Kann ja nicht sein, daß wir wegen Personalmangels keine Maschinen für China produzieren könnten, weil 5000 Sachbearbeiter den Anspruch auf eine Grundrenten prüfen, etc.

heidi80

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Antw:Bewerberlage Verwaltung?
« Antwort #24 am: 13.08.2019 10:47 »
Ich kann da leider nur zustimmen. Ausgebildete VFA sind kaum noch vorhanden. Man muss echt bereits die anderen kaufmännischen Berufe mitnehmen, um überhaupt ein paar zur Auswahl zu haben. Leider fehlt dann natürlich ein wenig die rechtliche Ausbildung. Warum das so ist? Ich wüsst das auch gern. Wollten denn "früher" mehr Schüler VFA werden als heute? Wollen heute alle nur noch studieren? Ich kanns mir nicht erklären -.-

RsQ

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Antw:Bewerberlage Verwaltung?
« Antwort #25 am: 13.08.2019 11:53 »
Teilzeit in E6 ist halt nicht sehr lukrativ...
Das ist auch schwerlich noch ein Einkommen, von dem man Lebensunterhalt bestreiten kann, in einer Großstadt zumal. Das ist die klassische Zuverdienst-Stelle für Ehepartner/-innen ... und das Geld geht dann zum Großteil für den Kita-Platz drauf.

Da vermutlich auch in Bayern das "traditionelle" Bild der zu Hause bleibenden bzw. allenfalls hinzuverdienenden Frau immer weiter zurückgeht, könnte das Problem für dieses gering vergütete Teilzeit-Segment künftig noch zunehmen?!

RsQ

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Antw:Bewerberlage Verwaltung?
« Antwort #26 am: 13.08.2019 11:56 »
Zur ursprünglichen Frage:
In meinem Umkreis ist die Besetzung von Stellen im Bereich E6-E8 durchaus schwierig, die Bewerberlage dürftig. VFA stehen da nicht unbedingt häufig zur Auswahl, daher werden die Ausschreibungen auch für andere kaufmännische Berufe wie Bürokaufleute, Sozialversicherungskaufleute, Rechtsanwalts- (und Notar-) Fachangestellte usw. geöffnet. Andernfalls wären einige Stellen nicht mehr zu besetzen.

... und was wäre dann, wenn sich jemand mit Studium + Berufserfahrung meldet (also jemand wie ich 8)), der die Stelle inhaltlich interessant findet und thematisch gewissen Bezug dazu hat?


WasDennNun

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Antw:Bewerberlage Verwaltung?
« Antwort #27 am: 13.08.2019 11:58 »
Wollen heute alle nur noch studieren?
Nicht alle, aber wesentlich mehr.

Bastel

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« Antwort #28 am: 13.08.2019 14:00 »
Zur ursprünglichen Frage:
In meinem Umkreis ist die Besetzung von Stellen im Bereich E6-E8 durchaus schwierig, die Bewerberlage dürftig. VFA stehen da nicht unbedingt häufig zur Auswahl, daher werden die Ausschreibungen auch für andere kaufmännische Berufe wie Bürokaufleute, Sozialversicherungskaufleute, Rechtsanwalts- (und Notar-) Fachangestellte usw. geöffnet. Andernfalls wären einige Stellen nicht mehr zu besetzen.

... und was wäre dann, wenn sich jemand mit Studium + Berufserfahrung meldet (also jemand wie ich 8)), der die Stelle inhaltlich interessant findet und thematisch gewissen Bezug dazu hat?

Der muss einen Dachschaden haben.

DiVO

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Antw:Bewerberlage Verwaltung?
« Antwort #29 am: 13.08.2019 14:28 »
Bei uns bewerben sich sehr viele Bankkaufleute im Alter 45 +, deren Steller entweder bereits wegrationalisiert wurde oder in naher Zukunft wegfallen wird. Ansonsten bewerben sich auf die Stellen, die zwischen E5 und E8 ausgeschrieben sind, hauptsächlich junge Frauen aus der Industrie, die glauben, dass sie im Öffentlichen Dienst weniger Stress, geregelteren Feierabend und leichter in Teilzeit nach der Geburt des im Kopfe bereits geplanten Kindes arbeiten können.

An sich sind diese Leute fachlich alle durch die Bank weg gut, besonders engagiert oder daran interessiert sich selbst oder den Betriebt voranzubringen sind sie nicht.