Corona - Homeoffice

Begonnen von Britta2, 03.09.2020 18:44

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WasDennNun

Zitat von: BAT in 21.01.2021 13:06
Zitat von: WasDennNun in 21.01.2021 12:54

Wieso werden die Kontakte nicht reduziert, wenn man nicht mehr in der Arbeit ist?
Welche Kontakte kommen denn neu hinzu, wenn man im HO ist?

Wo hätte ich das vermutet? Nein, das würde schlicht zum o. g. Katalog im Rahmen der Abwägung gehören. Wir haben aber etliche HO - Mitarbeiter, die nunmehr im Home-Office Kontakt zum Tagesbesuch der besten Ehefrau von allen haben. Da wussten einige gar nicht, wie groß der Freundeskreis der Angebeteten ist. :D
Stimmt, also stündlich eine andere Freundin, damit die 1 Personen Regel eingehalten wird, macht plus 8 im HO und -3 im Büro ergibt: Dank HO 5 Kontakte mehr auf der Nadel  8)

Platten

Zitat von: BAT in 21.01.2021 13:04
Zitat von: Platten in 21.01.2021 12:39

Man kann jederzeit seine eigene Meinung haben, was die Sache mit dem Virus anbelangt. Aber es ist gerade nun mal, staatlich angeordnet, KEINE Grippesaison. Also hat sich auch jeder AG entsprechend der Verordnungen zu verhalten. Ende der Ausführung.

Du vermischt wohl Arbeitsschutz und Infektionsschutz. Ebenso wie Schmitti ;)

Mag sein.
Infektionsschutz tritt aber für AG nicht erst in Kraft, wenn er in ArbSchG überführt wird. Oder schweben die im rechtsfreien Raum, bis es explizit dort auf genommen und es genug richterliche Urteile diesbezüglich gibt?

Spid

Dort, wo der AG Normadressat ist, richtet sich Infektionsschutz an ihn - ansonsten nicht.

BAT

Zitat von: Platten in 21.01.2021 13:20

Mag sein.
Infektionsschutz tritt aber für AG nicht erst in Kraft, wenn er in ArbSchG überführt wird. Oder schweben die im rechtsfreien Raum, bis es explizit dort auf genommen und es genug richterliche Urteile diesbezüglich gibt?

Nein, Regelungen des Infektionsschutzes sind zu beachten. Es ging aber um Regelungen des Arbeitsschutzes, die angeführt wurden und zu meiner Stellungnahme führten.

Stressant

Mal eine Frage:
Bei uns bekommen effektiv nur Eltern Homeoffice, da festgelegt wurde, dass 60% der Abteilung immer anwesend sein muss und Eltern immer bevorzugt Homeoffice zusteht. Da min. 50% der Angestellten Kinder haben, heißt das für mich, dass ich nie Homeoffice bekomme. Meine Arbeit ist zu 100% Homeofficefähig, nur ab und an muss ich ins Büro, weil der Chef keine E-Mails akzeptiert, sondern nur Zettel in seinem Fach ... das betrifft jedoch nur ca. einen Tag im Monat (könnte auch über anwesdende Mitarbeiter deligiert werden). Ist sowas schon Diskriminierung kinderloser Menschen?

(Info: ich bin komplett Homeofficemäßig ausgestattet, mit Laptop, VM, Diensthandy, darf aber kein Homeoffice machen)

Spid

Inwiefern dürften Kinderlose nicht diskriminiert werden?

Organisator

Zitat von: Stressant in 21.01.2021 14:29
Mal eine Frage:
Bei uns bekommen effektiv nur Eltern Homeoffice, da festgelegt wurde, dass 60% der Abteilung immer anwesend sein muss und Eltern immer bevorzugt Homeoffice zusteht. Da min. 50% der Angestellten Kinder haben, heißt das für mich, dass ich nie Homeoffice bekomme. Meine Arbeit ist zu 100% Homeofficefähig, nur ab und an muss ich ins Büro, weil der Chef keine E-Mails akzeptiert, sondern nur Zettel in seinem Fach ... das betrifft jedoch nur ca. einen Tag im Monat (könnte auch über anwesdende Mitarbeiter deligiert werden). Ist sowas schon Diskriminierung kinderloser Menschen?

(Info: ich bin komplett Homeofficemäßig ausgestattet, mit Laptop, VM, Diensthandy, darf aber kein Homeoffice machen)

Wenn einem Homeoffice wichtig ist, wäre die Diskussion mit diesem Arbeitgeber müßig. Wenn ich schon lese, dass der Chef keine E-Mails akzeptiert  ;D ;D ;D

Kryne

Also bei uns wurde Heute der benannte Fragenkatalog zum Homeoffice vom Sachgebietsleiter abgewickelt. Jeder MA wurde einzeln befragt. Wie das ganze abgewickelt wurde, war schon bezeichnend für sich. 

Der Fragenkatalog kam vom Personaldienst, es handelt sich dabei um ein ausfüllbares PDF Formular bzw. eines mit ankreuzbaren Kästchen und einigen Textfeldern für Anmerkungen und Kommentare. Wohl gemerkt extra so formatiert, dass man völlig ohne Probleme und Kniffe nur reinklicken muss und losschreiben kann.

Ich war einer der letzten der befragt wurde. Kam ins Büro rein und sehe dort die 40+ ausgedruckten und handschriftlich ausgefüllten Formulare liegen.

Im Anschluss wurden diese alle einmal kopiert, in einen Ordner gehängt und die originale in die Hauspost gegeben.

Und da wundert es einen, dass hier im Haus die Digitalisierung verteufelt wird...

Stressant

Zitat von: Kryne in 21.01.2021 14:52

Ich war einer der letzten der befragt wurde. Kam ins Büro rein und sehe dort die 40+ ausgedruckten und handschriftlich ausgefüllten Formulare liegen.

Im Anschluss wurden diese alle einmal kopiert, in einen Ordner gehängt und die originale in die Hauspost gegeben.

Und da wundert es einen, dass hier im Haus die Digitalisierung verteufelt wird...


Hier so ähnlich. Unsere Personalabteilung weiß z.B. nicht, dass man eine Word-Datei als pdf speichern kann. Da wird alles ausgedruckt, dann eingescannt und dann per E-Mail verschickt. Sehr lustig.

Zitat von: Spid in 21.01.2021 14:31
Inwiefern dürften Kinderlose nicht diskriminiert werden?

Da ich es als Diskiminierung meiner sexuellen Orientierung ansehe, da diese keine Kinder ermöglicht?  Oder ist das zuweit hergeholt?

Spid

Ja - zumal es nichts an den objektiven Umständen ändert.

WasDennNun

Auch Homosexuelle können Kinder haben.

BAT

Zitat von: Stressant in 21.01.2021 15:04

Da ich es als Diskiminierung meiner sexuellen Orientierung ansehe, da diese keine Kinder ermöglicht?  Oder ist das zuweit hergeholt?

Das wurde schon mal im Rahmen des Zusatzbeitrages zur Pflegeversicherung ausgeurteilt. Hierbei wurde auch z. B. Zeugungsunfähigkeit mit abgewogen. Ist kein Problem. Beim HO also wohl erst recht nicht. Halte allerdings nicht viel von diesem Urteil.

Denn die Beitragsbefreiung bleibt - so ich es richtig erinnere - auch bestehen, wenn die Kinder verstorben sind.


Platten

Zitat von: Stressant in 21.01.2021 14:29
Mal eine Frage:
Bei uns bekommen effektiv nur Eltern Homeoffice, da festgelegt wurde, dass 60% der Abteilung immer anwesend sein muss und Eltern immer bevorzugt Homeoffice zusteht. Da min. 50% der Angestellten Kinder haben, heißt das für mich, dass ich nie Homeoffice bekomme. Meine Arbeit ist zu 100% Homeofficefähig, nur ab und an muss ich ins Büro, weil der Chef keine E-Mails akzeptiert, sondern nur Zettel in seinem Fach ... das betrifft jedoch nur ca. einen Tag im Monat (könnte auch über anwesdende Mitarbeiter deligiert werden). Ist sowas schon Diskriminierung kinderloser Menschen?

(Info: ich bin komplett Homeofficemäßig ausgestattet, mit Laptop, VM, Diensthandy, darf aber kein Homeoffice machen)

Da stellt sich halt erst mal die Frage, ob "da festgelegt wurde, dass 60% der Abteilung immer anwesend sein muss" einen zwingenden betriebsbedingten Grund darstellt. Bei Tätigkeiten, die sowieso, wie du erwähnst, zu 100% im Homeoffice erledigt werden können, würde ich das mal anzweifeln.

Ist wieder eine absolute Spitzenverordnung, die der Bund da beschlossen hat, wenn gerade die eigenen sesselfressenden Volltrottel in den Ämtern/Kommunalverwaltungen die größten Bremsklötze sind.

Gartenilse


dregonfleischer

Zitat von: Spid in 21.01.2021 14:31
Inwiefern dürften Kinderlose nicht diskriminiert werden?

das problem kenn ich auch bin schwehr krank diabetiker usw kann weil ich zu hause kein telefon und kein arbeitszimmer habe kein home office machen