Autor Thema: Verbeamtung, Höhe PKV  (Read 6661 times)

Tagelöhner

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Antw:Verbeamtung, Höhe PKV
« Antwort #45 am: 16.10.2020 10:13 »
Es gibt ja bereits vereinzelt Vorstöße, die GKV als ebenfalls attraktive Alternative zur PKV zu etablieren, indem die Anrechnungsfähigkeit der Beihilfe bzw. der Anteil des "Arbeitgebers" berücksichtigt werden.

Ein Kernproblem ist jedoch, dass die private Krankenversicherung zum Spartarif im Vergleich allgemein mit all ihren offenkundigen Vorteilen als Teil der Gesamtprivilegien von den Interessenvertretern des Berufsbeamtentums mit harten Bandagen verteidigt wird. Da die Mehrzahl der Beamten im gehobenen bzw. höheren Dienst angesiedelt ist, sind derartige Beitragssteigerungen zudem eher noch verschmerzbar bis fast gar nicht spürbar.

Härter wird es für Beamte im mittleren Dienst, da aufgerufene Beiträge der PKVen nun mal nicht nach Einkommen differenzieren, wie es beim prozentualen GKV-Anteil der Fall ist.

Versicherungsgesellschaften kommen aufgrund des Niedrigzinsumfeldes und der allgemein schwierigeren Situation, an den Finanzmärkten mit Kundenbeiträgen noch erforderliche entsprechende Gewinne zu erzielen, schon länger und immer stärker in Schieflage. Man darf daher in Zukunft auch weiterhin mit deutlich steigenden Beiträgen rechnen.

clarion

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Antw:Verbeamtung, Höhe PKV
« Antwort #46 am: 16.10.2020 20:43 »
Hallo Mantis willkommen im Club auch bei mir sind es 42 Euro im Monat mehr. Ich komme aber immer wesentlich billiger weg als bei der freiwillig  gesetzliche KV. Ich glaube selbst wenn der Dienstherr die Hälfte der GKV tragen würde, wäre es teurer. Für Beamte der unteren Ämter fängt es aber an weh zu tun.

Asperatus

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Antw:Verbeamtung, Höhe PKV
« Antwort #47 am: 17.10.2020 12:44 »
Guten Morgen.

Man sollte immer alles im Einzelfall prüfen und niemals pauschal sagen : bei der Tariföffnungsaktion ist die Debeka der beste Anbieter.
www.tarifoeffnung.de mal anschauen.

www.tarifoeffnung.de wird laut Impressum von Sven Meschede aus Büren, einem privaten Versicherungsagenten, betrieben. Ob man hier unabhängige Informationen zur Tariföffnung findet und ob Herr Meschede nicht von mindestens einem Unternehmen Provisionen erhält, ist fraglich.

clarion

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Antw:Verbeamtung, Höhe PKV
« Antwort #48 am: 18.10.2020 00:02 »
Vielleicht  ist der beamtenexperte sogar dieser Sven

Euphyll

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Antw:Verbeamtung, Höhe PKV
« Antwort #49 am: 18.10.2020 17:22 »
Wie die Lebensversicherung hat die PKV derzeit schlechte Zeiten. Die Debeka hat z. B. gerade ihren Rechnungszins von ehemals 3,5 auf 2,3 reduziert. Mit erheblichen preislichen Auswirkungen.

Vorteile hat man tatsächlich wegen besserer Zahnleistungen von der Beihilfe. Beim Arzt ist gar kein Unterschied zu merken. Ich empfehle derzeit GKV aber als Angestellter mit guter VBL.

DennisStefan

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Antw:Verbeamtung, Höhe PKV
« Antwort #50 am: 02.11.2020 10:44 »
Es gibt derzeit viele Spekulationen wer wie viel zusätzlich wird zahlen müssen. Die 19% hinken gewaltig.
Bis die Bescheide kommen ist aktuell die einzige valide Aussage unter https://www.debeka.de/produkte/versichern/krankenversicherung/faq_beitragsanpassun.html zu finden.

Nun sind die Bescheide ja wohl angekommen...
Habe mir die Quelle auch mal angesehen, die evt. gemeint sein könnte:

https://beihilfe-partner.de/debeka

Aber imo wird hier auch nichts anderes erzählt als das, was gerade durch die Presse geht (vgl. Süddeutsche https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/debeka-preiserhoehung-private-krankenversicherung-1.5093287#:~:text=Beamte%20sowie%20Arbeitnehmer%20und%20Selbst%C3%A4ndige,Beamten%2C%20sie%20sp%C3%BCren%20Erh%C3%B6hungen%20st%C3%A4rker., FAZ https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/private-krankenversicherungen-werden-deutlich-teurer-17026271.html, Spiegel online https://www.spiegel.de/wirtschaft/service/private-krankenversicherung-leidet-unter-minizinsen-massive-beitragserhoehungen-a-be95a6a6-6edc-4530-a24e-c294b6377ccb)

Ich habe mich nun entschlossen, zu wechseln. Denn 18,5% Beitragserhöhung in meinem Fall kann ich einfach nicht ohne Weiteres hinnehmen.

öb

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Antw:Verbeamtung, Höhe PKV
« Antwort #51 am: 03.11.2020 15:07 »
Ich bin mit 44 verbeamtet worden. Habe keine Vorerkrankungen. Die Debeka berechnet mir den höchstmöglichen Satz. Ihre Aussage war: am liebsten würden sie mich ablehnen. Da sie aber gesetztlich verpflichtet sind (erster Wechsel nach GKV) müssen sie mich als Kunden akzeptieren - den Preis machen sie. Und alleine aufgrund meines Alters - auch wenn ich wirklich kerngesund wäre - dürfen sie mir den Höchstsatz berechnen.
Aufgrund des guten Rufes und Versicherungsverkaufsargumente (z.B. höchstens 2-3 % Steigerung im Jahr) habe ich den Vertrag unterschrieben.

Da ich nun schon einen sehr hohen Betrag zahle sind 2-3 % Steigerung jedes Jahr an sich schon ordentlich. Das waren letztes Jahr 7 Euro mehr pro Monat.
 
Mit dem Schreiben diesen Monat habe ich einen Schock bekommen. Ab Januar bezahle ich ca. 42 Euro mehr im Monat! - (ca. 11-12 % Erhöhung).

Wenn das so weitergeht - gehe ich in ein paar Jahren nur noch für die Versicherung arbeiten. Ist übertrieben - ich weiß. Aber ich muss noch 20 Jahre arbeiten. Wo soll das hinführen? Da nutzt es mich nichts, dass ich ständig teure Untersuchungen machen lassen darf.

Wenn die Kosten steigen - die Krankenkassen nicht gegensteuern - und sich nicht mehr so viele Versicherer überreden lassen Kunden  bei der Debeka zu werden... dann gute Nacht.
Wechselversuche brauche ich aufgrund meines Alters auch gar nicht erst versuchen.

Ganz ehrlich es ist ein Dilemma. Beides - GKV wie PKV beim Wechsel im hohen Alter sind ein Problem.
Ein Beitragsanteil wird doch rückerstattet, wenn du deiner PKV keine Kosten verursachst = keine Rechnung einreichst. Das dämpft in deinem Fall nicht die Kosten?

Bei mir kam es zweimal dazu, dass ich mir Angebote von PKVs einholte. Zuletzt Anfang diesen Jahres. Ohne dass das Einzelzimmer bei Krankenhausaufenthalt dabei war, kam ich bei der Debeka auf ein Angebot von ~ 330 Euro den Monat. Günstiger fand ich die Huk-Coburg, die lag unter 300,00 Euro. Bot aber auch nicht so viele Bonusleistungen an.

Ende dieses Jahres bzw. 2021 bekomme ich die Chance auf Verbeamtung. Und das lohnt sich in meinem Fall noch. Muss nur vor der nächsten Wahl noch durch kommen.

Bastel

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Antw:Verbeamtung, Höhe PKV
« Antwort #52 am: 03.11.2020 20:23 »
Was ändert sich den nach der Wahl?

BalBund

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Antw:Verbeamtung, Höhe PKV
« Antwort #53 am: 03.11.2020 21:22 »
Was ändert sich den nach der Wahl?

Ich vermute mal er spekuliert auf Bundeskanzler Habeck und die damit kommende Bürgerversicherung, ein bekanntes rot-grün-rotes Herzensprojekt.

yamato

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Antw:Verbeamtung, Höhe PKV
« Antwort #54 am: 04.11.2020 06:43 »
Ich bin mit 44 verbeamtet worden. Habe keine Vorerkrankungen. Die Debeka berechnet mir den höchstmöglichen Satz. Ihre Aussage war: am liebsten würden sie mich ablehnen. Da sie aber gesetztlich verpflichtet sind (erster Wechsel nach GKV) müssen sie mich als Kunden akzeptieren - den Preis machen sie. Und alleine aufgrund meines Alters - auch wenn ich wirklich kerngesund wäre - dürfen sie mir den Höchstsatz berechnen.
Aufgrund des guten Rufes und Versicherungsverkaufsargumente (z.B. höchstens 2-3 % Steigerung im Jahr) habe ich den Vertrag unterschrieben.

Da ich nun schon einen sehr hohen Betrag zahle sind 2-3 % Steigerung jedes Jahr an sich schon ordentlich. Das waren letztes Jahr 7 Euro mehr pro Monat.
 
Mit dem Schreiben diesen Monat habe ich einen Schock bekommen. Ab Januar bezahle ich ca. 42 Euro mehr im Monat! - (ca. 11-12 % Erhöhung).

Wenn das so weitergeht - gehe ich in ein paar Jahren nur noch für die Versicherung arbeiten. Ist übertrieben - ich weiß. Aber ich muss noch 20 Jahre arbeiten. Wo soll das hinführen? Da nutzt es mich nichts, dass ich ständig teure Untersuchungen machen lassen darf.

Wenn die Kosten steigen - die Krankenkassen nicht gegensteuern - und sich nicht mehr so viele Versicherer überreden lassen Kunden  bei der Debeka zu werden... dann gute Nacht.
Wechselversuche brauche ich aufgrund meines Alters auch gar nicht erst versuchen.

Ganz ehrlich es ist ein Dilemma. Beides - GKV wie PKV beim Wechsel im hohen Alter sind ein Problem.

Es gibt aber die Möglichkeit in den Basistarif zu wechseln, der ist zumindest nach oben hin gedeckelt. Der bietet allerdings keine großartigem Mehrleistungen mehr und man muss bei Ärzten und Krankenhäusern aufpassen, dass Sie die richtigen Sätze berechnen.