Autor Thema: Tarifverhandlungen und die Inflation  (Read 236956 times)

Herbert Meyer

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #1215 am: 18.07.2022 10:24 »
Eine Absenkung der WAZ ist eher eine Forderung der AG-Seite. Man kann am Markt auch durch die Arbeitszeit konkurrenzfähig bleiben. Ausbildungen/ Arbeit mit 4-Tage-Woche sind in so einigen Privatbetrieben Usus.

Bereits die Reduzierung von 40 auf 39 Stunden war für mich das finale Argument, um (bei gleichem Lohn) den Arbeitgeber zu wechseln. Und es hat sich tatsächlich als spürbarer Erholungsgewinn herausgestellt, Stichwort "kurzer Freitag". Ich kann mir nach wie vor vorstellen, dass bereits eine weitere Reduzierung auf 38 Wochenstunden bei moderaten Kosten einen enormen Recruiting-Vorteil bringt, vor allem bei den jüngeren Generationen. Stumpfe Arbeitsschritte, die tatsächlich effektiv 8 Stunden am Tag durchgehalten werden können, sind dann halt ein Thema für den Digitalisierungsbeauftragten.

WasDennNun

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #1216 am: 18.07.2022 10:28 »
Natürlich erhält dein Hartzi Mieter weniger Leistungen, wenn die BK niedriger sind. Das hat aber nichts mit den Regelsätzen zutun. Die werden sicher nicht deflationär nach unten angepasst.
Da wäre ich mir nicht so sicher.
Die Regelsätze richten sich nach dem entsprechenden Warenkorb.
Und wenn der Warenkorb 20% günstiger wird, dann wird auch der Regelsatz entsprechend angepasst.
Ob wir das erleben werden, dass der Warenkorb wieder günstiger wird hat..... schauen wir mal.

BAT

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #1217 am: 18.07.2022 10:38 »

Bereits die Reduzierung von 40 auf 39 Stunden war für mich das finale Argument, um (bei gleichem Lohn) den Arbeitgeber zu wechseln. Und es hat sich tatsächlich als spürbarer Erholungsgewinn herausgestellt, Stichwort "kurzer Freitag". Ich kann mir nach wie vor vorstellen, dass bereits eine weitere Reduzierung auf 38 Wochenstunden bei moderaten Kosten einen enormen Recruiting-Vorteil bringt, vor allem bei den jüngeren Generationen. Stumpfe Arbeitsschritte, die tatsächlich effektiv 8 Stunden am Tag durchgehalten werden können, sind dann halt ein Thema für den Digitalisierungsbeauftragten.

Eine Absenkung von 25 auf 20 Stunden sind fünf Stunden gefühlt. Eine Absenkung von 39 auf 34 Stunden sind - zumindest für mich - gefühlte 10 Stunden weniger. Es nimmt unheimlich Druck aus dem Alltag raus. Aber das liegt auch an den persönlichen Voraussetzungen. Aber ich bin auch schon 50. Mit 25 oder 35 habe ich im Ansatz nicht über so etwas nachgedacht. Mit 40 kam dann der Gedanke auf in Bezug auf Steueroptimierung, durchgzogen habe ich das dann mit 48 und zwar wegen Work-Life-Balance.

Sozialarbeiter

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #1218 am: 18.07.2022 10:39 »
Schwierig an der WAZ ist ja, dass diese aktuell nicht einheitlich geregelt ist.
Von Bayern mit der höchsten WAZ (40:06) bis Schleswig-Holstein mit der Niedrigsten (38:42) liegt bereits ein Spread von (1:24) vor.
Würde eine Absenkung dann so aussehen, dass länderspezifische WAZ sich um jeweils 1 Stunde reduziert? Ich kann mir vorstellen, dass erstmal eine Angleichung vollzogen wird und Länder mit bereits jetzt geringeren WAZs dann das Nachsehen haben.

BAT

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #1219 am: 18.07.2022 10:40 »

Die Regelsätze richten sich nach dem entsprechenden Warenkorb.
Und wenn der Warenkorb 20% günstiger wird, dann wird auch der Regelsatz entsprechend angepasst.
Ob wir das erleben werden, dass der Warenkorb wieder günstiger wird hat..... schauen wir mal.

Es ist aber nicht nur der Warenkorb. M.W. wird als Referenzgruppe, die 20 % der Gesellschaft genommen, die "über" den Transferbeziehern stehen. Ich glaube, es gab schon Vorschläge, hieraus 30 oder 40 % zu machen. Unfug ist das für mich alles, solange halt doch wieder nicht der Warenkorb zur Berechnung der Sätze herangezogen wird.

WasDennNun

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #1220 am: 18.07.2022 11:20 »

Die Regelsätze richten sich nach dem entsprechenden Warenkorb.
Und wenn der Warenkorb 20% günstiger wird, dann wird auch der Regelsatz entsprechend angepasst.
Ob wir das erleben werden, dass der Warenkorb wieder günstiger wird hat..... schauen wir mal.

Es ist aber nicht nur der Warenkorb. M.W. wird als Referenzgruppe, die 20 % der Gesellschaft genommen, die "über" den Transferbeziehern stehen. Ich glaube, es gab schon Vorschläge, hieraus 30 oder 40 % zu machen. Unfug ist das für mich alles, solange halt doch wieder nicht der Warenkorb zur Berechnung der Sätze herangezogen wird.
Was meinst du mit "nicht nur der Warenkorb"?
Es wird doch ein spezifischer Warenkorb für H4 herangezogen.
Also ohne Tabak, ...etc  und ohne Schnittblumen, letzteres führte seinerzeit zu der BILD Schlagzeile:
H4 hat kein Anspruch auf einen Weihnachtsbaum (der als Schnittblume läuft).

Und wenn der Steigt wird damit die H4 Erhöhung notwendig und begründet.
Und wen der sinkt, dann wird eine Absenkung nicht damit begründbar?

BAT

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #1221 am: 18.07.2022 11:28 »
Ich bin nur der Auffassung, dass - wenn man schon eine Referenzgruppe nimmt - dann auch alle legalen Ausgaben dieser Gruppe für die Berechnung einfließen sollten.


WasDennNun

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #1222 am: 18.07.2022 11:31 »
Ich bin nur der Auffassung, dass - wenn man schon eine Referenzgruppe nimmt - dann auch alle legalen Ausgaben dieser Gruppe für die Berechnung einfließen sollten.
Da bin ich durchaus bei dir.
(Auch wenn einige Hardliner mosern werden, dass dann ja Tabak und Alkohol per H4 mitfinanziert wird....)

Zuletzt wurde mWn Handy Ausgaben mit in den Pott genommen.

Ansonsten ist ja der Gesetzgeber verpflichtet bei Vorliegen einer neuen Einkommens- und Verbrauchsstichprobe, die Höhe der Regelbedarfe neu zu ermitteln.
Und wenn die Stichprobe nach unten geht, dann wird auch der Regelsatz folgerichtig nach unten gehen.
Nur darauf wollte ich hinweisen.
Ob das je eintreten wird.....schaun mer mal.

BAT

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #1223 am: 18.07.2022 11:40 »
Man kann es sich auch mal einfach machen. Aber Alkohol und Tabak sind ja noch verpönter als mangelnde soziale Umverteilung. Selbst von den Sozialverbänden habe ich in diesem Bezug nie was gehört. Natürlich kann dann der Regelsatz für Viele nicht hinhauen. Das wird dann durch Tafeln aufgefangen, die auch zum Jubiläum von den Granden der Politik besucht werden.

'Aber das Bürgergeld kommt ja ;)

P.S.: als Ersatz wurden für das Streichen des Alkohols aber eine Marge Mineralwasser eingefügt. Der Höhepunkt der römischen Dekadenz.

WasDennNun

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #1224 am: 18.07.2022 12:06 »
Aktuelle Verteilung:

Anteil am Regelbedarf   in % von der RL   in € von der RL
Nahrung, alkoholfreie Getränke   34,70%   155,82 €
Freizeit, Unterhaltung, Kultur   9,76%   43,82 €
Post und Telekommunikation   8,94%   40,15 €
Bekleidung, Schuhe   8,30%   37,26 €
Wohnen, Energie, Wohninstandhaltung   8,48%   38,07 €
Innenausstattung, Haushaltsgeräte und -gegenstände   6,09%   27,35 €
andere Waren und Dienstleistungen   7,97%   35,77 €
Verkehr   8,97%   40,27 €
Gesundheitspflege   3,82%   17,14 €
Beherbergungs- und Gaststättendienstleistungen   2,62%   11,73 €
Bildung   0,36%   1,62 €
Summe   100 %   449,00 €

veeam

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #1225 am: 18.07.2022 12:07 »
Ich kenne kaum jemanden, der unter 39h arbeitet, die Regel sind 40h, aber auch 44h WAZ AVs ist da aufzufinden.

Aber sind halt alles keine Fließband o.ä. Tätigkeiten.

Insofern:
Wenn verdi da mitmacht?  1-2 h weniger WAZ bei vollem Lohnausgleich und gleicher Wochenleistung, dafür 0% Lohnsteigerung. Überstundenzuschläge erst ab 40h.
Das wäre doch ein Gewinn für alle..... 8)

Vielleicht sehe ich das zu pragmatisch, aber wenn 39 Wochenstunden 100% der Arbeitszeit ausmachen, liegt jede Stunde bei etwa 2,5x Prozent. Jeder Tarifabschluss um diese Marke herum könnte doch einen individuellen Teilzeitanspruch von 38 Wochenstunden ohne Gehaltseinbußen ermöglichen. Schon immer.

Dementsprechend fände ich eine klassische prozentuale Erhöhung ohne chi chi am sinnvollsten.
Wem das Geld egal ist möge doch einfach seine Stunden um diese Prozentpunkte reduzieren. Das macht man dann 2 -3 Tarifverhandlungen und ist entspannt auf seinen 35 Wochenstunden mit der Option für 10% mehr Brutto auch immer wieder auf Vollzeit umzusteigen.

Organisator

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #1226 am: 18.07.2022 12:55 »
Vielleicht sehe ich das zu pragmatisch, aber wenn 39 Wochenstunden 100% der Arbeitszeit ausmachen, liegt jede Stunde bei etwa 2,5x Prozent. Jeder Tarifabschluss um diese Marke herum könnte doch einen individuellen Teilzeitanspruch von 38 Wochenstunden ohne Gehaltseinbußen ermöglichen. Schon immer.

Dementsprechend fände ich eine klassische prozentuale Erhöhung ohne chi chi am sinnvollsten.
Wem das Geld egal ist möge doch einfach seine Stunden um diese Prozentpunkte reduzieren. Das macht man dann 2 -3 Tarifverhandlungen und ist entspannt auf seinen 35 Wochenstunden mit der Option für 10% mehr Brutto auch immer wieder auf Vollzeit umzusteigen.

Absolut. Die Entscheidung, ob man weniger Arbeiten oder mehr Einkommen möchte, sollte weiterhin bei den Beschäftigten liegen, nicht jedoch bei den Tarifvertragsparteien.

WasDennNun

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #1227 am: 18.07.2022 13:08 »
Ich kenne kaum jemanden, der unter 39h arbeitet, die Regel sind 40h, aber auch 44h WAZ AVs ist da aufzufinden.

Aber sind halt alles keine Fließband o.ä. Tätigkeiten.

Insofern:
Wenn verdi da mitmacht?  1-2 h weniger WAZ bei vollem Lohnausgleich und gleicher Wochenleistung, dafür 0% Lohnsteigerung. Überstundenzuschläge erst ab 40h.
Das wäre doch ein Gewinn für alle..... 8)

Vielleicht sehe ich das zu pragmatisch, aber wenn 39 Wochenstunden 100% der Arbeitszeit ausmachen, liegt jede Stunde bei etwa 2,5x Prozent. Jeder Tarifabschluss um diese Marke herum könnte doch einen individuellen Teilzeitanspruch von 38 Wochenstunden ohne Gehaltseinbußen ermöglichen. Schon immer.

Dementsprechend fände ich eine klassische prozentuale Erhöhung ohne chi chi am sinnvollsten.
Wem das Geld egal ist möge doch einfach seine Stunden um diese Prozentpunkte reduzieren. Das macht man dann 2 -3 Tarifverhandlungen und ist entspannt auf seinen 35 Wochenstunden mit der Option für 10% mehr Brutto auch immer wieder auf Vollzeit umzusteigen.
sehe ich auch so.
Allerdings, könnte der AG das als Lohnerhöhung verkaufen ohne einen Cent mehr auszugeben.
Und einen Anspruch auf Arbeitszeitverlängerung hat der AN nicht, dass müsste dann V aushandeln :)
und würde scheitern.

veeam

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #1228 am: 18.07.2022 14:01 »
Ich kenne kaum jemanden, der unter 39h arbeitet, die Regel sind 40h, aber auch 44h WAZ AVs ist da aufzufinden.

Aber sind halt alles keine Fließband o.ä. Tätigkeiten.

Insofern:
Wenn verdi da mitmacht?  1-2 h weniger WAZ bei vollem Lohnausgleich und gleicher Wochenleistung, dafür 0% Lohnsteigerung. Überstundenzuschläge erst ab 40h.
Das wäre doch ein Gewinn für alle..... 8)

Vielleicht sehe ich das zu pragmatisch, aber wenn 39 Wochenstunden 100% der Arbeitszeit ausmachen, liegt jede Stunde bei etwa 2,5x Prozent. Jeder Tarifabschluss um diese Marke herum könnte doch einen individuellen Teilzeitanspruch von 38 Wochenstunden ohne Gehaltseinbußen ermöglichen. Schon immer.

Dementsprechend fände ich eine klassische prozentuale Erhöhung ohne chi chi am sinnvollsten.
Wem das Geld egal ist möge doch einfach seine Stunden um diese Prozentpunkte reduzieren. Das macht man dann 2 -3 Tarifverhandlungen und ist entspannt auf seinen 35 Wochenstunden mit der Option für 10% mehr Brutto auch immer wieder auf Vollzeit umzusteigen.
sehe ich auch so.
Allerdings, könnte der AG das als Lohnerhöhung verkaufen ohne einen Cent mehr auszugeben.
Und einen Anspruch auf Arbeitszeitverlängerung hat der AN nicht, dass müsste dann V aushandeln :)
und würde scheitern.

Bei uns sind Kandidaten die schon seit 10 Jahren befristet reduziert haben, jedoch immer auf maximal 2 Jahre.
Da könnte man schon grübeln, ob das mit den Tarifverhandlungen zeitlich abgepasst ist  :D

WasDennNun

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #1229 am: 18.07.2022 16:04 »
Ich kenne kaum jemanden, der unter 39h arbeitet, die Regel sind 40h, aber auch 44h WAZ AVs ist da aufzufinden.

Aber sind halt alles keine Fließband o.ä. Tätigkeiten.

Insofern:
Wenn verdi da mitmacht?  1-2 h weniger WAZ bei vollem Lohnausgleich und gleicher Wochenleistung, dafür 0% Lohnsteigerung. Überstundenzuschläge erst ab 40h.
Das wäre doch ein Gewinn für alle..... 8)

Vielleicht sehe ich das zu pragmatisch, aber wenn 39 Wochenstunden 100% der Arbeitszeit ausmachen, liegt jede Stunde bei etwa 2,5x Prozent. Jeder Tarifabschluss um diese Marke herum könnte doch einen individuellen Teilzeitanspruch von 38 Wochenstunden ohne Gehaltseinbußen ermöglichen. Schon immer.

Dementsprechend fände ich eine klassische prozentuale Erhöhung ohne chi chi am sinnvollsten.
Wem das Geld egal ist möge doch einfach seine Stunden um diese Prozentpunkte reduzieren. Das macht man dann 2 -3 Tarifverhandlungen und ist entspannt auf seinen 35 Wochenstunden mit der Option für 10% mehr Brutto auch immer wieder auf Vollzeit umzusteigen.
sehe ich auch so.
Allerdings, könnte der AG das als Lohnerhöhung verkaufen ohne einen Cent mehr auszugeben.
Und einen Anspruch auf Arbeitszeitverlängerung hat der AN nicht, dass müsste dann V aushandeln :)
und würde scheitern.

Bei uns sind Kandidaten die schon seit 10 Jahren befristet reduziert haben, jedoch immer auf maximal 2 Jahre.
Da könnte man schon grübeln, ob das mit den Tarifverhandlungen zeitlich abgepasst ist  :D
Hä?
Was hat den Teilzeit mit einer dauerhaften Aufstockung der Arbeitszeit über die WAZ hinaus zu tun?