Autor Thema: Tarifverhandlungen und die Inflation  (Read 236952 times)

Kaiser80

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #1725 am: 09.08.2022 11:23 »
Edit: Und jetzt, wo China kurz davor steht, sich die Chipfabrik namens Taiwan einzuverleiben, würde ich kaum mehr als 5% des Portfolios für deutsche Automobilhersteller reservieren…
Joa, aktuell bin ich da auch etwas vorsichtiger. Die kurzfristige Investition in Daimler Mercedes-Benz Group betrug/beträgt auch deutlich mehr als ich eigentlich wollte  ;D und deutlich über 5%.

Okay, das war aus dem ersten Post nicht deutlich geworden. Du errechnest also lediglich den Mehrbedarf. Ich war bei dem Stichwort „Inflationsausgleich“ davon ausgegangen, dass du den gesamten Wertverlust deines Vermögens erwirtschaften möchtest.
Ja, genau, war auch unklar ausgedrückt. Der Mehrbedarf an "Konsum" liegt iwo so bei 130-170 mtl. Das passt dann für 2 Jahre etwa.

Edit: Zur sprachlichen Genauigkeit!
« Last Edit: 09.08.2022 11:32 von Kaiser80 »

JahrhundertwerkTVÖD

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #1726 am: 09.08.2022 15:37 »
Um nun ein weiteren Diskussionspunkt anzuführen.
Nach richterlicher Entscheidung müssen die Alimentationssätze der Beamten deutlich angepasst werden.

Wissend dass E13 TVÖD und A13 zwei unterschiedliche paar Socken sind, gibt es nun doch den angestellten und beamteten Lehrer in E13 und A13, sowie die typischen Amtsleiter in kleineren und mittleren Städten in E13 und A13.

Bereits jetzt beträgt der Nettounterschied ca. 1.000€/Monat.
Bei deutlicher Anpassung der Beamtenbezüge (Alimentation) wird der Unterschied noch größer.

Nur mal so ein Wink an Verdi, wo die Reise/Forderung der nächsten Tarifverhandlung hingehen muss.
Anpassung der Netto Angestellten Löhne an die Netto Beamtenbesoldung.

Opa

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #1727 am: 09.08.2022 15:44 »
Um nun ein weiteren Diskussionspunkt anzuführen.
Nach richterlicher Entscheidung müssen die Alimentationssätze der Beamten deutlich angepasst werden.

Wissend dass E13 TVÖD und A13 zwei unterschiedliche paar Socken sind, gibt es nun doch den angestellten und beamteten Lehrer in E13 und A13, sowie die typischen Amtsleiter in kleineren und mittleren Städten in E13 und A13.

Bereits jetzt beträgt der Nettounterschied ca. 1.000€/Monat.
Bei deutlicher Anpassung der Beamtenbezüge (Alimentation) wird der Unterschied noch größer.

Nur mal so ein Wink an Verdi, wo die Reise/Forderung der nächsten Tarifverhandlung hingehen muss.
Anpassung der Netto Angestellten Löhne an die Netto Beamtenbesoldung.
Da eines der Kriterien für die angemessene Besoldung die Entwicklung im Tarifbereich ist, würde die Realisierung dieses Gedankens zu einer Spirale führen.

Schmitti

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #1728 am: 09.08.2022 16:06 »
Auch Anpassung der tariflichen Arbeitszeit an die der Beamten?

Und wie zaubert man sich den jetzt anscheinend schon bestehenden Nettounterschied von 1000€ hin?

Organisator

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #1729 am: 09.08.2022 16:33 »
Auch Anpassung der tariflichen Arbeitszeit an die der Beamten?

Und wie zaubert man sich den jetzt anscheinend schon bestehenden Nettounterschied von 1000€ hin?

Das frage ich mich auch:
E 13/3 = 2.900 netto + 100  Weihnachtsgeld =                3.000 netto
A 13/3 = 3.500 netto (KV schon abgezogen) /41 x 39 =   3.330 netto (Teilzeit 39 Stunden)

Fritte

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #1730 am: 09.08.2022 17:14 »
Auch Anpassung der tariflichen Arbeitszeit an die der Beamten?

Und wie zaubert man sich den jetzt anscheinend schon bestehenden Nettounterschied von 1000€ hin?

Das frage ich mich auch:
E 13/3 = 2.900 netto + 100  Weihnachtsgeld =                3.000 netto
A 13/3 = 3.500 netto (KV schon abgezogen) /41 x 39 =   3.330 netto (Teilzeit 39 Stunden)

Dein Vergleich hinkt ein wenig... VBL / Betr. Altersvorsorge ist ein muss für Tarifbeschäftigte ... ansonsten verarmen sie im Alter:
E13/3: Jahresnetto (inkl. VBL): 34177
A13/3: Jahresnetto (Berlin inkl. Zulage gD/hD exkl. Abzug KK): (44014 €/40)x39 = 42913€ - 3600€ KK (300€x12) = 39313 €

Fairerweise muss erwähnt werden, dass ein TB 2 Jahre früher in der E13 Stufe 3 landet.

JesuisSVA

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #1731 am: 09.08.2022 17:27 »
Warum sollte sich der Arbeitgeber für das individuelle Netto des Arbeitnehmers interessieren? Das muss ihn nur als Dienstherr bei den Beamten interessieren, die eben alimentiert werden. Wer alimentiert und nicht für seine Arbeit entgolten werden möchte, hätte halt Beamter werden sollen.

Organisator

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #1732 am: 09.08.2022 17:41 »
Auch Anpassung der tariflichen Arbeitszeit an die der Beamten?

Und wie zaubert man sich den jetzt anscheinend schon bestehenden Nettounterschied von 1000€ hin?

Das frage ich mich auch:
E 13/3 = 2.900 netto + 100  Weihnachtsgeld =                3.000 netto
A 13/3 = 3.500 netto (KV schon abgezogen) /41 x 39 =   3.330 netto (Teilzeit 39 Stunden)

Dein Vergleich hinkt ein wenig... VBL / Betr. Altersvorsorge ist ein muss für Tarifbeschäftigte ... ansonsten verarmen sie im Alter:
E13/3: Jahresnetto (inkl. VBL): 34177
A13/3: Jahresnetto (Berlin inkl. Zulage gD/hD exkl. Abzug KK): (44014 €/40)x39 = 42913€ - 3600€ KK (300€x12) = 39313 €

Fairerweise muss erwähnt werden, dass ein TB 2 Jahre früher in der E13 Stufe 3 landet.

nee, der passt schon. Nur halt nicht Berlin. Ansonsten steht es ja jedem frei, Beamter zu werden. Oder es sein zu lassen.

proRemote

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #1733 am: 10.08.2022 12:51 »
gerade im ÖD, wo gegen Homeoffice von vielen Arbeitgebern so geätzt wird

Nach zwei Jahren Pandemie ist eine Abkehr vom Homeoffice für mich wie eine Rückkehr zur Kutsche vom Automobil. Homeoffice hat unser aller Arbeitsleben nachhaltig und überwiegend positiv verändert. Wer das zurücknimmt, wird über kurz oder lang die Folgen schon noch zu spüren bekommen.

Schokobon

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #1734 am: 10.08.2022 17:00 »
Die Guten sind uns schon immer abhanden gekommen - auch vor der HomeOffice-Zeit.

Platten

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #1735 am: 15.08.2022 10:44 »
Die Guten sind uns schon immer abhanden gekommen - auch vor der HomeOffice-Zeit.

Jetzt scheint die Entscheidung zum Absprung allerdings noch schneller zu fallen. Bei uns im Haus wollte man einigen Bereichen das mobile Arbeiten nach den Corona-Beschränkungen wieder wegnehmen. Hat direkt halbes Dutzend Kündigungen gehagelt, was die Führung ziemlich flott zum Umdenken angeregt hat.

TVWaldschrat

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #1736 am: 15.08.2022 11:14 »
Die Guten sind uns schon immer abhanden gekommen - auch vor der HomeOffice-Zeit.

Jetzt scheint die Entscheidung zum Absprung allerdings noch schneller zu fallen. Bei uns im Haus wollte man einigen Bereichen das mobile Arbeiten nach den Corona-Beschränkungen wieder wegnehmen. Hat direkt halbes Dutzend Kündigungen gehagelt, was die Führung ziemlich flott zum Umdenken angeregt hat.

Gute Manager im öD sind reaktiv, schlechte Manager im öD sind stark verzögert reaktiv. Eure Manager scheinen also gute Manager zu sein, wenn sie direkt nach der Kündigungswelle schon reagieren ;)

Das die Möglichkeit (oder das wegnehmen dieser) des Home Office für viele Fachkräfte und auch einfache Verwaltungströten heutzutage ein K.O.-Kriterium und Kündigungsgrund ist, ist jetzt kein Hexenwerk... Dachte ich.

superbraz

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #1737 am: 16.08.2022 06:48 »
Jetzt scheint die Entscheidung zum Absprung allerdings noch schneller zu fallen. Bei uns im Haus wollte man einigen Bereichen das mobile Arbeiten nach den Corona-Beschränkungen wieder wegnehmen. Hat direkt halbes Dutzend Kündigungen gehagelt, was die Führung ziemlich flott zum Umdenken angeregt hat.

Deshalb haben wir es gar nicht erst angeboten und mussten somit auch nichts wieder wegnehmen ;)

Silentgalaxy

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #1738 am: 16.08.2022 08:21 »
Jetzt scheint die Entscheidung zum Absprung allerdings noch schneller zu fallen. Bei uns im Haus wollte man einigen Bereichen das mobile Arbeiten nach den Corona-Beschränkungen wieder wegnehmen. Hat direkt halbes Dutzend Kündigungen gehagelt, was die Führung ziemlich flott zum Umdenken angeregt hat.

Deshalb haben wir es gar nicht erst angeboten und mussten somit auch nichts wieder wegnehmen ;)

Hoffentlich melden sich die Mitarbeiter bei euch überproportional Krank :)

Platten

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #1739 am: 16.08.2022 09:09 »
Jetzt scheint die Entscheidung zum Absprung allerdings noch schneller zu fallen. Bei uns im Haus wollte man einigen Bereichen das mobile Arbeiten nach den Corona-Beschränkungen wieder wegnehmen. Hat direkt halbes Dutzend Kündigungen gehagelt, was die Führung ziemlich flott zum Umdenken angeregt hat.

Deshalb haben wir es gar nicht erst angeboten und mussten somit auch nichts wieder wegnehmen ;)

Das wird die Ewiggestrigen auch nicht retten. Man kann ja weiter auf dem toten Pferd der "sicheren Jobs" reiten, wird am weiter steigenden Schwund aber nix ändern..