Autor Thema: Tarifverhandlungen und die Inflation  (Read 236938 times)

superbraz

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #1830 am: 22.08.2022 13:25 »
Ver.di plant zweistellige Lohnforderungen aufzustellen.

Wahrscheinlich 10,0 % für 12 Monate

Raus kommt dann sowas wie:
4,8% zum 01.07.
Einmalzahlung 500€ für die Monate Januar bis Juni.
3,8% zum 01.07.2023
Laufzeit bis 31.06.2024

Und das wird dann als Erfolg verkauft, da man Summe fast die 10% bekommen hat + Einmalzahlung.
Die Laufzeit (statt 12 dann 30 Monate oder so) wird mal wieder komplett verschwiegen...

Einmalzahlung 500 € für E5 - E8
alles oberhalb E9a dann 150 €

 ;D

Queen of Spades

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #1831 am: 22.08.2022 13:57 »
Einfach mal nicht so schwarz malen. Die Chancen standen nie besser!
Denke mal, dass man schon 12-15% fordert, um sich dann auf 10% zu einigen. So behalten beide Seiten ihr Gesicht.

Kaiser80

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #1832 am: 22.08.2022 14:02 »
Die Chancen standen nie besser!
Doch. Es fehlte nur der Mut. Wenigstens hat man aber zu dieser Zeit noch vom Balkon geklatscht, dass ist ja mittlerweile auch nicht mehr der Fall :'(

öfföff

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #1833 am: 22.08.2022 14:03 »
Wie stark denkt ihr werden sich die Verhandlungsergebnisse TVöD und TV-L (dreiviertel Jahr später) unterscheiden?
Jetzt bald haben wir ja zB. Inflation von fast 10%, für in einem Jahr wird derzeit mit knapp "nur noch" 5% prognostiziert.


thesisko

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #1834 am: 22.08.2022 14:16 »
Wie stark denkt ihr werden sich die Verhandlungsergebnisse TVöD und TV-L (dreiviertel Jahr später) unterscheiden?
Jetzt bald haben wir ja zB. Inflation von fast 10%, für in einem Jahr wird derzeit mit knapp "nur noch" 5% prognostiziert.

Auch wenn die Rate auf 5% sinkt. Die Steigerung der Kosten bleibt ja. Das wird ja gerne ignoriert.

100,- € Ausang. 10% nach einem Jahr 110. Dann 5 % macht 115,50 €.  Argumentation die Rate sei doch auf 5% gesunken. Mithin reicht 5% für euch. Allerdings bezogen auf einen Tabellenwert der 2-3 Jahre alt ist.....

JesuisSVA

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #1835 am: 22.08.2022 14:20 »
Einfach mal nicht so schwarz malen. Die Chancen standen nie besser!
Denke mal, dass man schon 12-15% fordert, um sich dann auf 10% zu einigen. So behalten beide Seiten ihr Gesicht.

Ist nicht das normale Muster, dass man die Gewerkschaftsforderung im Ergebnis halbiert und auf die doppelte Zeit streckt? Also wenn man 12% für ein Jahr fordert, kämen 6% auf zwei Jahre verteilt dabei rum, also 3,2% im ersten und 2,7% im zweiten Jahr. Dafür stehen die Chancen wohl in der Tat nicht schlecht.

InVinoVeritas

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #1836 am: 22.08.2022 14:30 »
Wie stark denkt ihr werden sich die Verhandlungsergebnisse TVöD und TV-L (dreiviertel Jahr später) unterscheiden?
Jetzt bald haben wir ja zB. Inflation von fast 10%, für in einem Jahr wird derzeit mit knapp "nur noch" 5% prognostiziert.

Auch wenn die Rate auf 5% sinkt. Die Steigerung der Kosten bleibt ja. Das wird ja gerne ignoriert.

100,- € Ausang. 10% nach einem Jahr 110. Dann 5 % macht 115,50 €.  Argumentation die Rate sei doch auf 5% gesunken. Mithin reicht 5% für euch. Allerdings bezogen auf einen Tabellenwert der 2-3 Jahre alt ist.....

Genau! Wenn man mal einen Inflationsrechner bedient findet man heraus, dass man jetzt in August 9,5 Prozent mehr Gehalt bekommen müsste um die Kaufkraft seit der letzten Erhöhung im Januar 2021 zu erhalten. Also nicht mal ne Erhöhung wäre das. Das Bezüglich TV-L.

öfföff

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #1837 am: 22.08.2022 14:40 »
Wie stark denkt ihr werden sich die Verhandlungsergebnisse TVöD und TV-L (dreiviertel Jahr später) unterscheiden?
Jetzt bald haben wir ja zB. Inflation von fast 10%, für in einem Jahr wird derzeit mit knapp "nur noch" 5% prognostiziert.

Auch wenn die Rate auf 5% sinkt. Die Steigerung der Kosten bleibt ja. Das wird ja gerne ignoriert.

100,- € Ausang. 10% nach einem Jahr 110. Dann 5 % macht 115,50 €.  Argumentation die Rate sei doch auf 5% gesunken. Mithin reicht 5% für euch. Allerdings bezogen auf einen Tabellenwert der 2-3 Jahre alt ist.....

Genau so könnte ja in den TV-L Verhandlungen dann argumentiert werden..
Daher meine Frage ob ihr denkt dass das TV-L Ergebnis dann womöglich nur noch halb so hoch ausfallen wird?

Johann

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #1838 am: 22.08.2022 16:39 »
Wie stark denkt ihr werden sich die Verhandlungsergebnisse TVöD und TV-L (dreiviertel Jahr später) unterscheiden?
Jetzt bald haben wir ja zB. Inflation von fast 10%, für in einem Jahr wird derzeit mit knapp "nur noch" 5% prognostiziert.

Auch wenn die Rate auf 5% sinkt. Die Steigerung der Kosten bleibt ja. Das wird ja gerne ignoriert.

100,- € Ausang. 10% nach einem Jahr 110. Dann 5 % macht 115,50 €.  Argumentation die Rate sei doch auf 5% gesunken. Mithin reicht 5% für euch. Allerdings bezogen auf einen Tabellenwert der 2-3 Jahre alt ist.....

Genau! Wenn man mal einen Inflationsrechner bedient findet man heraus, dass man jetzt in August 9,5 Prozent mehr Gehalt bekommen müsste um die Kaufkraft seit der letzten Erhöhung im Januar 2021 zu erhalten. Also nicht mal ne Erhöhung wäre das. Das Bezüglich TV-L.

Du vergisst, dass der Ausgleich der gestiegenen Lebenshaltungskosten nicht im Interesse der aktuellen Regierenden ist. Wir (die privaten, lobbylosen deutschen Bürger, Anm. d. Red.) müssen sparen. Die wissen schon, dass sie mit Appellen nicht weiter kommen. Da hilft nur zum Sparen zwingen. Und wenn man nicht genug Geld hat, um das gleiche wie zuvor zu konsumieren, spart man automatisch.

Die wären ja schön blöd, wenn sie die Inflation voll auffangen würden.

BAT

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #1839 am: 22.08.2022 17:15 »
Meines Wissens gibt es einen jahrelangen Konsens der Partei, der Forschungsinstitute, etc. die eine Entlastung der Mitte für richtig halten. Hätte man zeitig gehandelt, bräuchten wir uns um Inflation keine Gedanken machen.

Leider steht hier auch die von mir geliebte FDP wohl auf dem Bremspedal in Bezug auf die Ausgestaltung.

Britta2

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #1840 am: 22.08.2022 18:47 »
Das Wort  die  MITTE  ist der Streitpunkt.
Klar wird immer zugesichert, endlich mal gezielt die MITTE  (diejenigen, die eigentlich alles finanzieren!) zu entlasten. Genau das aber wird sofort wieder zum Schweigen gebracht und gezielt gefordert "gefälligst nur die Armen, die ohne Job ..." und steuerlich entlastet werden die, die weit über der Mitte stehen. Die MITTE bleibt die blöde Schicht. Also wir. Weil irgendwie die Lobby fehlt. Die Mitte braucht doch kein H4 und lebt doch eh ganz gut ...(und hat einen sicheren Job!)

skiveren

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #1841 am: 22.08.2022 21:48 »
Tja ver.di.., komba.., gew..u.a.., danke für die schlechten Tarifabschlüsse in den letzten Jahren.., sprudelnde Steuereinnahmen..
Bei den Beschäftigten im ö.D. kamen leider nur Krümel an...
Jetzt geht uns an den "Kragen"..., für eure Haushaltsplanung im nächsten Jahr zählt Strom und Wärmezahlung zusammen und nimmt das x 3...
Dann passt das Haushaltsbuch..
Der Winter wird spannend, nicht wegen der Tarifverhandlungen die beim Kaffee enden.., weil alle alles und mehr getan haben..
Schlimm sieht es für die Tarifbeschäftigten der Länder aus, deren Tarifvertrag ist eine Katastrophe..., der für die Länderbeschäftigten in Hessen übrigens auch...
Die verlieren jetzt schon über 10% Inflationsbereinigt von ihrem Tarifabschluss...
Alles in allem..., dass sieht auch für den Mittelstand übel aus..

skiveren

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #1842 am: 22.08.2022 22:03 »
Das Wort  die  MITTE  ist der Streitpunkt.
Klar wird immer zugesichert, endlich mal gezielt die MITTE  (diejenigen, die eigentlich alles finanzieren!) zu entlasten. Genau das aber wird sofort wieder zum Schweigen gebracht und gezielt gefordert "gefälligst nur die Armen, die ohne Job ..." und steuerlich entlastet werden die, die weit über der Mitte stehen. Die MITTE bleibt die blöde Schicht. Also wir. Weil irgendwie die Lobby fehlt. Die Mitte braucht doch kein H4 und lebt doch eh ganz gut ...(und hat einen sicheren Job!)
Das Bürgergeld ( ehemals Hartz IV ) soll 2023 deutlich erhöht werden.
Alle Beschäftigten im öffentlichen Dienst unter E 4 werden ab 2023 weniger im Geldbeutel haben, d.h. wer unter E 4 arbeitet sollte sich dem Bürgergeld anvertrauen.., wissen wenige bisher!
Kein morgens Aufstehen, kein Stress mit Vorgesetzten.., einfach ausschlafen ..bringt mehr in die Geldbörse..
Man muss sich vorstellen.., der Mann/die Frau bei der Müllabfuhr..., räumen denen den Dreck weg und haben am Ende des Monats weniger wie der/die die Nixtun...
Das Aussetzen von Sanktionen für Arbeitsunwillige ist unfassbar ungerecht..
Schnappatmung!

öfföff

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #1843 am: 22.08.2022 22:52 »
Das Wort  die  MITTE  ist der Streitpunkt.
Klar wird immer zugesichert, endlich mal gezielt die MITTE  (diejenigen, die eigentlich alles finanzieren!) zu entlasten. Genau das aber wird sofort wieder zum Schweigen gebracht und gezielt gefordert "gefälligst nur die Armen, die ohne Job ..." und steuerlich entlastet werden die, die weit über der Mitte stehen. Die MITTE bleibt die blöde Schicht. Also wir. Weil irgendwie die Lobby fehlt. Die Mitte braucht doch kein H4 und lebt doch eh ganz gut ...(und hat einen sicheren Job!)
Das Bürgergeld ( ehemals Hartz IV ) soll 2023 deutlich erhöht werden.
Alle Beschäftigten im öffentlichen Dienst unter E 4 werden ab 2023 weniger im Geldbeutel haben, d.h. wer unter E 4 arbeitet sollte sich dem Bürgergeld anvertrauen.., wissen wenige bisher!
Kein morgens Aufstehen, kein Stress mit Vorgesetzten.., einfach ausschlafen ..bringt mehr in die Geldbörse..
Man muss sich vorstellen.., der Mann/die Frau bei der Müllabfuhr..., räumen denen den Dreck weg und haben am Ende des Monats weniger wie der/die die Nixtun...
Das Aussetzen von Sanktionen für Arbeitsunwillige ist unfassbar ungerecht..
Schnappatmung!

Quatsch...
--> https://oeffentlicher-dienst.info/c/t/rechner/tv-l/west?id=tv-l-2023&matrix=1

yamato

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #1844 am: 23.08.2022 06:51 »
Das Bürgergeld ( ehemals Hartz IV ) soll 2023 deutlich erhöht werden.
Alle Beschäftigten im öffentlichen Dienst unter E 4 werden ab 2023 weniger im Geldbeutel haben, d.h. wer unter E 4 arbeitet sollte sich dem Bürgergeld anvertrauen.., wissen wenige bisher!
Kein morgens Aufstehen, kein Stress mit Vorgesetzten.., einfach ausschlafen ..bringt mehr in die Geldbörse..
Man muss sich vorstellen.., der Mann/die Frau bei der Müllabfuhr..., räumen denen den Dreck weg und haben am Ende des Monats weniger wie der/die die Nixtun...
Das Aussetzen von Sanktionen für Arbeitsunwillige ist unfassbar ungerecht..
Schnappatmung!
Hier empfiehlt sich dann ggf. ergänzend "bürgergeld " zu beantragen, wäre für den öffentlichen AG allerdings auch peinlich wenn viele seiner Beschäftigten auf ergänzende Sozialleistungen angewiesen wären.

Die Reform wie sie derzeit geplant ist, ist allerdings tatsächlich ein schlechter Witz.
Ein Extrembeispiel: Der Clansprössling, der gerade die MillionenVilla seiner Eltern ersteigert hat (war in der Presse zu lesen) könnte jetzt mit Frau und Kind für wenigstens 2 Jahre AlG2 beziehen, denn solange soll die Angemessenheit der Unterkunft nicht geprüft werden. Außerdem würden dieZinsen fürdie Hausfinanzierung und die Hauskosten bezahlt. Er könnte dazu ein legales Vermögen von 150.000 € haben
(60000 er, 60000 Frau, 30000 kind) und 2 Mercedes AMG (1 Auto pro arbeitsfähigen BG Mitglied ohne Wertprüfung) Wäre das Kind bereits 15 Jahre also sogar 3 Autos, denn ab 15 gilt man im SGB 2 als erwerbsfähig.
Hinzu käme das Altersvorsorgevermögen von 750 € je Lebensjahr je BG Mitglied.
Ich weiß nicht ob es sinnvoll ist, eine solche Familie mit Steuergeldern zu pampern ?