Autor Thema: Tarifverhandlungen und die Inflation  (Read 708238 times)

Organisator

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 5,623
Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #1905 am: 24.08.2022 14:59 »

Zahlen Rentner denn keine Beiträge zur GKV?

Natürlich. Aber bei der o. g. Rente halt nur 10 oder 20 €. Und als Rentner hat man ja durchaus auch mal das Haupteinkommen aus anderen Einnahmequellen bzw. Wohnrechte, etc.

Welche ebenso beitragspflichtig wären ;)

BAT

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 4,311
Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #1906 am: 24.08.2022 15:01 »
KV-Beitrage auf Erträge aus Vermietung und Verpachtung? Auf das Wohnrecht? Sicher?

Organisator

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 5,623
Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #1907 am: 24.08.2022 15:16 »
KV-Beitrage auf Erträge aus Vermietung und Verpachtung? Auf das Wohnrecht? Sicher?

Nein. nicht sicher. Aber:
Bei versicherungspflichtigen Rentnern wären Beiträge nur für Rente und Arbeitseinkommen zu zahlen (vgl. § 237 SGB V). Bei 100 € Rente ist aber eine Versicherungspflicht unwahrscheinlich, da man mehr Beiträge geleistet haben dürfte, um in die KVdR (KV der Rentner) zu kommen.

Hier wäre der Rentner also freiwillig versichert, so dass als Beitragsbemessungsgrundlage die gesamte wirtschaftliche Leistungsfähigkeit berücksichtigt werden müsste (vgl. § 240 Abs. 1 S. 1 SGB V). Darunter dürften dann auch die genannten Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung fallen.

BAT

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 4,311
Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #1908 am: 24.08.2022 15:30 »
Okay, wieder was dazu gelernt.

Mein Beispiel war aber ein Praxisbeispiel. Meine Mutter hatte seinerzeit gut 100 € Renten aus der gesetzlichen als Witwenrente, dazu gut 300 € aus der landwirtschaftlichen Alterskasse ebenso als Witwenrente sowie ein Wohnrecht und Einnahmen aus Verpachtung. KV - Beiträge mW nur auf die Renten.

Aber wir schweifen ab...

Organisator

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 5,623
Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #1909 am: 24.08.2022 15:33 »
Okay, wieder was dazu gelernt.

Mein Beispiel war aber ein Praxisbeispiel. Meine Mutter hatte seinerzeit gut 100 € Renten aus der gesetzlichen als Witwenrente, dazu gut 300 € aus der landwirtschaftlichen Alterskasse ebenso als Witwenrente sowie ein Wohnrecht und Einnahmen aus Verpachtung. KV - Beiträge mW nur auf die Renten.

Aber wir schweifen ab...

Kommt gut hin. Alle Renten dürften KV-beitragspflichtig sein und - wenn sie in der KVdR war - das wars dann auch.

patrick0815

  • Jr. Member
  • **
  • Beiträge: 70
Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #1910 am: 25.08.2022 10:30 »
Ich schreibs einfach mal unkommentiert rein..., nach 10 Tarifrunden gibt es einen Abschluss ( vorbehaltlich der Zustimmung der Mitglieder ) bei den Hafenarbeitern:

Der Abschluss:
Rückwirkend ab 01.07...., Gehaltserhöhungen zwischen 7,9 und 9,4 %
Ab 01.06.23...Gehaltserhöhung 4,4 %

Sollte die Preissteigerungsrate darüber liegen, tritt eine Inflationsklausel in Kraft, die eine Preissteigerungsrate von 5,5 % ausgleicht..
Für den Fall einer höheren Inflationsrate haben die Tarifparteien eine Verhandlungsverpflichtung, incl. ein Sonderkündigungsrecht vereinbart...
Laufzeit, meine ich 2 Jahre..aber das ohne Gewähr..

Quelle:
Ver.di Seite


An so einen Deal glaube ich bei uns nicht.
Leider...

Die Kommunen müssen doch sparen  ::)

Platten

  • Full Member
  • ***
  • Beiträge: 177
Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #1911 am: 25.08.2022 11:45 »
An so einen Deal glaube ich bei uns nicht.
Leider...

Die Kommunen müssen doch sparen  ::)

Klar, man kann auch ein paar Jahre Nullrunde bei knapp zweistelligen Inflationsraten einlegen. Dabei sollte man aber seitens der AG auch beachten, dass damit ganz schnell die Grenze erreicht sein wird, bei der es sich für die unteren EGs lohnen wird auf Hartz 4 umzuschulen..
« Last Edit: 25.08.2022 12:02 von Platten »

InVinoVeritas

  • Full Member
  • ***
  • Beiträge: 165
Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #1912 am: 25.08.2022 11:53 »
An so einen Deal glaube ich bei uns nicht.
Leider...

Die Kommunen müssen doch sparen  ::)

Klar, man kann auch ein paar Jahre Nullrunde bei knapp zweistelligen Inflationsraten einlegen. Dabei sollte man aber seitens der AG auch beachten, dass damit ganz schnell die Grenze erreicht sein wird, wo es sich für die unteren EGs lohnen wird auf Hartz 4 umzuschulen..

Oder auf das angeblich noch bessere bzw. höhere Bürgergeld :)

Yasper

  • Full Member
  • ***
  • Beiträge: 112
Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #1913 am: 25.08.2022 20:23 »
„ Zum anderen müsse der öffentliche Dienst durch Anreizsysteme attraktiver gemacht werden, sagte Silberbach in dem Interview. Auch zu den anstehenden Tarifverhandlungen äußerte er sich: "Wir werden im Oktober unsere Tarifforderungen für Bund und Kommunen beschließen. Die werden hoch sein. Anders geht es in der jetzigen Lage nicht."

https://www.tagesschau.de/wirtschaft/finanzen/beamten-personalmangel-tarifforderung-silberbach-oeffentlicher-dienst-babyboomer-digitalisierung-101.html

Bastel

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 4,260
Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #1914 am: 25.08.2022 22:46 »
An so einen Deal glaube ich bei uns nicht.
Leider...

Die Kommunen müssen doch sparen  ::)

Klar, man kann auch ein paar Jahre Nullrunde bei knapp zweistelligen Inflationsraten einlegen. Dabei sollte man aber seitens der AG auch beachten, dass damit ganz schnell die Grenze erreicht sein wird, wo es sich für die unteren EGs lohnen wird auf Hartz 4 umzuschulen..

Oder auf das angeblich noch bessere bzw. höhere Bürgergeld :)

Vielleicht wandern dann mal Briefumschläge mit Inhalt über den Tisch...

Emmi87

  • Full Member
  • ***
  • Beiträge: 162
Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #1915 am: 30.08.2022 12:22 »
Wenn Ver.di nichts raushaut und deutlich was macht dann werde ich Teilzeit arbeiten. Tvv LG 10 Stufe 5 50%= 2632€ brutto. Dazu 3 Kinder und eine Frau (Elternzeit). Bei dem Gehalt krieg ich Wohngeld und kinderzuschlag und muss keine Kita Gebühren zahlen. Macht 321€ weniger im Monat bei 20 h weniger Arbeit die Woche

BATKFMaui

  • Full Member
  • ***
  • Beiträge: 207
Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #1916 am: 30.08.2022 12:34 »
Wenn Ver.di nichts raushaut und deutlich was macht dann werde ich Teilzeit arbeiten. Tvv LG 10 Stufe 5 50%= 2632€ brutto. Dazu 3 Kinder und eine Frau (Elternzeit). Bei dem Gehalt krieg ich Wohngeld und kinderzuschlag und muss keine Kita Gebühren zahlen. Macht 321€ weniger im Monat bei 20 h weniger Arbeit die Woche

 :o ;)

Seb2

  • Newbie
  • *
  • Beiträge: 3
Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #1917 am: 30.08.2022 13:05 »
Wenn Ver.di nichts raushaut und deutlich was macht dann werde ich Teilzeit arbeiten. Tvv LG 10 Stufe 5 50%= 2632€ brutto. Dazu 3 Kinder und eine Frau (Elternzeit). Bei dem Gehalt krieg ich Wohngeld und kinderzuschlag und muss keine Kita Gebühren zahlen. Macht 321€ weniger im Monat bei 20 h weniger Arbeit die Woche

kann jetzt nicht 100%ig sagen ob es stimmt habe da nur kurz recherchiert aber falls es so sein sollte ist das mal echt heftig. ???

Silentgalaxy

  • Sr. Member
  • ****
  • Beiträge: 261
Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #1918 am: 30.08.2022 13:53 »
Dem kann ich nur zustimmen. Bei uns gleiche Konstellation. Dazu gibt es jährlich 3 x 180€ BuT für Schulsachen. + Sämtliche Klassenfahrten, Sportvereine und Sonstiges wird bezahlt. Sogar Nachhilfe. Heizkosten werden immer übernommen usw. Arbeite im Jobcenter, viele werden ihre Stunden kürzen.

Organisator

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 5,623
Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #1919 am: 30.08.2022 16:24 »
Dem kann ich nur zustimmen. Bei uns gleiche Konstellation. Dazu gibt es jährlich 3 x 180€ BuT für Schulsachen. + Sämtliche Klassenfahrten, Sportvereine und Sonstiges wird bezahlt. Sogar Nachhilfe. Heizkosten werden immer übernommen usw. Arbeite im Jobcenter, viele werden ihre Stunden kürzen.

inwieweit würde man denn Sozialleistungen erhalten, wenn man die Bedürftigkeit selbst verursacht?