Autor Thema: Tarifverhandlungen und die Inflation  (Read 236930 times)

WasDennNun

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2115 am: 08.09.2022 21:11 »
Mobilitätskosten sind um ca. 30% gestiegen.
Die sind bei meiner Gattin dank 9€ Ticket um 25% gesunken.

Und außer den Arbeitswegen fallen keine Mobilitätskosten an ?

Bzw. werden / wurden Einkäufe auch mit Bus und Bahn erledigt ?

In so nem Fall war das 9€ Ticket dann natürlich ein Jackpot.

Bei uns sind die Verbindungen leider viel zu schlecht. Habe zwar sogar ein Job Ticket, aber das bringt mir garnichts. Mit dem Bus hätte ich einen Arbeitsweg von ca. 70 Minuten mit zwei mal Umsteigen und wenn man eine Verbindung verpasst können es schnell mal 2 Stunden werden.

Mit dem Auto habe ich eine Fahrtzeit von 11 Minuten.
In der Tat hat meine Gattin keine weiteren Mobilitätskosten.
Ich fahre mit dem Rad zur Arbeit (Edit: und bin 1-2 Minuten schneller als mit dem Auto), sparte ein paar Euro, wenn ich mal den öD nutzte und die 50€ Benzinkosten im Monat sind jetzt 60€
Ohne jetzt den Rechenschieber zu nehmen sind also unsere gemeinsamen Kosten um ca.20% gefallen.
« Last Edit: 08.09.2022 21:24 von WasDennNun »

WasDennNun

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2116 am: 08.09.2022 21:22 »
Wenn Sie - wie die meisten hier im Forum - nicht organisiert sind - können Ihnen doch die Ergebnisse von verdi völlig am Arsch vorbeigehen, weil Sie doch für sich selbst verhandeln. Von daher wäre eher intersssaant, mit welchen Forderungen gegen Sie in die Verhandlungen mit Ihrem Arbeitgeber- was tun Sie, wenn ihr Arbeitgeber Ihre Forderungen  nicht erfüllt - oder neben Sie direkt das Angebot Ihres Arbeitsgbers an, was sich nicht von den Ergebnissen von verdi unterscheidet ?
Du verkennst m.E. dass auch die AG organisiert sind. So denn Mitgliedschaft in einem KAV (ok, ich kenn jetzt nicht alle Satzungen) besteht, besteht für die AG ein Verbot den TV zu unterschreiten (is ja klar) sowie ein mittel- oder unmittelbares Überschreitungsverbot. Da ist dann der individuelle Verhandlungsrahmen schlicht von den gültigen TV-Vorschriften und ggf noch Richtlinien recht eingeschränkt

Ok- und weil das so ist, verbleibt der "freie" Mitarbeiter in seiner Comfortzone, macht die Gewerkschaften für sein Scheitern verantwortlich, anstatt sich ein AG zu suchen, der seine Forderungen erfüllt.
Richtig, wer die kann Regelungen nicht ausnutzen kann, der ist selber Schuld. Und wer sich über die Gewerkschaften als nicht Gewerkschaftler aufregt, der sollte begründen können warum.

Ich z.B. rege mich über die Gewerkschaften auf, weil sie für ihre Mitglieder gesamtgewerkschaftlich gesehen unterdurchschnittliche Ergebnisse aushandelt.

Ohne die bei mir stets genutzten Kann Regelungen wäre ich nach meinen ersten Jahren (direkt nach dem Studium WiMi) nimmer mehr zurückgekehrt (Einkommensverlust wären da zu gross gewesen, man hat ja seine Grenzen).

Britta2

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2117 am: 09.09.2022 05:20 »
Hier sind auch schon mal die Verhandlungstermine für 2023:

„Die Verhandlungen starten am 24. Januar 2023. Die zweite Runde findet am 22. und 23. Februar 2023 statt und die Abschlussrunde geht vom 28. bis 30. März 2023.“

https://www.dbb.de/artikel/einkommensrunde-von-bund-und-kommunen-branchentage-gestartet.html

Der Links funzt nicht und der Artikel ist auch auf deren HP nicht erreichbar.  Fehlermeldung.

Wdd3

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2118 am: 09.09.2022 06:56 »
Bei mir funktioniert er.

Wdd3

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2119 am: 09.09.2022 07:03 »

Mit dem Auto habe ich eine Fahrtzeit von 11 Minuten.

da kann man zumindest über das Fahrrad nachdenken ;)

Warum sollte ich das tun ?

Ich bin weder im Besitz eines Fahrrades, noch plane ich mir eines anzuschaffen.

Mangels Abstellmöglichkeit auf dem Grundstück, müsste ich ein Fahrrad jeden Tag in den 2. Stock tragen und dann ins Wohnzimmer stellen. Diese Tatsache alleine schließt die Nutzung eines Fahrrades schon gänzlich aus.

Ich könnte dutzende weitere Gründe aufzählen, die die Nutzung eines solchen Gefährtes für mich ausschließen, aber ich kann es beim ersten belassen :D

Wenn du keine Abstellmöglichkeit für ein Fahrrad hast wo steht denn dein Auto? Ich geh mal davon aus das du es nicht ins Wohnzimmer trägst.
Stimmt. Also nachgedacht habe ich darüber natürlich und bin dabei zu dem Schluss gekommen, dass es keine Option darstellt.

Fehlende Duschmöglichkeit ist hierbei ebenso ein Punkt.
Ein E Bike ist eine sinnvolle Investition wenn man am Arbeitsplatz nicht duschen kann.

Wenn man sich nicht vollständig vom Auto trennt kann man es bei entsprechender Wetterlage ja trotzdem nutzen.

Kaiser80

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2120 am: 09.09.2022 07:06 »
Wenn Sie - wie die meisten hier im Forum - nicht organisiert sind - können Ihnen doch die Ergebnisse von verdi völlig am Arsch vorbeigehen, weil Sie doch für sich selbst verhandeln. Von daher wäre eher intersssaant, mit welchen Forderungen gegen Sie in die Verhandlungen mit Ihrem Arbeitgeber- was tun Sie, wenn ihr Arbeitgeber Ihre Forderungen  nicht erfüllt - oder neben Sie direkt das Angebot Ihres Arbeitsgbers an, was sich nicht von den Ergebnissen von verdi unterscheidet ?
Du verkennst m.E. dass auch die AG organisiert sind. So denn Mitgliedschaft in einem KAV (ok, ich kenn jetzt nicht alle Satzungen) besteht, besteht für die AG ein Verbot den TV zu unterschreiten (is ja klar) sowie ein mittel- oder unmittelbares Überschreitungsverbot. Da ist dann der individuelle Verhandlungsrahmen schlicht von den gültigen TV-Vorschriften und ggf noch Richtlinien recht eingeschränkt

Ok- und weil das so ist, verbleibt der "freie" Mitarbeiter in seiner Comfortzone, macht die Gewerkschaften für sein Scheitern verantwortlich, anstatt sich ein AG zu suchen, der seine Forderungen erfüllt.
Mein Post bezieht sich nicht auf die Gewerkschaften. Der AG könnte ja ebenso die Tarifbindung verlassen und/oder seine Mitgliedschaft im jeweiligen VKA/KAV aufgeben.
Auch wenn @was denn nun rechthat. Kann Regelungen gibt es, aber für "nen Dicken Wurf" reicht es doch wohl eher selten. Meine Erfahrung: da wird eher 'ne Stellenbeschreibung frisiert und man irrt sich dann halt 'ne EG nach oben als bspw so ein "Teufelswerk" wie Stufenlaufzeitverkürzung durchzuziehen oder förderliche Zeiten anzuerkennen. Mag aber daran liegen, dass ich meine Erfahrungen eher bei kleinen/mittleren Kommunen aufgeschnappt habe.

JesuisSVA

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2121 am: 09.09.2022 07:09 »

Mit dem Auto habe ich eine Fahrtzeit von 11 Minuten.

da kann man zumindest über das Fahrrad nachdenken ;)

Warum sollte ich das tun ?

Ich bin weder im Besitz eines Fahrrades, noch plane ich mir eines anzuschaffen.

Mangels Abstellmöglichkeit auf dem Grundstück, müsste ich ein Fahrrad jeden Tag in den 2. Stock tragen und dann ins Wohnzimmer stellen. Diese Tatsache alleine schließt die Nutzung eines Fahrrades schon gänzlich aus.

Ich könnte dutzende weitere Gründe aufzählen, die die Nutzung eines solchen Gefährtes für mich ausschließen, aber ich kann es beim ersten belassen :D

Wenn du keine Abstellmöglichkeit für ein Fahrrad hast wo steht denn dein Auto? Ich geh mal davon aus das du es nicht ins Wohnzimmer trägst.
Stimmt. Also nachgedacht habe ich darüber natürlich und bin dabei zu dem Schluss gekommen, dass es keine Option darstellt.

Fehlende Duschmöglichkeit ist hierbei ebenso ein Punkt.
Ein E Bike ist eine sinnvolle Investition wenn man am Arbeitsplatz nicht duschen kann.

Wenn man sich nicht vollständig vom Auto trennt kann man es bei entsprechender Wetterlage ja trotzdem nutzen.

Welchen ROI hätte man denn bei der „sinnvollen Investition“?

Wdd3

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2122 am: 09.09.2022 07:17 »
Da du in den letzten Tagen mehrfach bewiesen hast das einfache Prozentrechnung dich überfordert glaube ich das dieses Thema zu komplex für dich ist.

JesuisSVA

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2123 am: 09.09.2022 07:22 »
Wo hätte ich das „bewiesen“? Dies ist ein schriftliches Medium, Du kannst es gern für uns zitieren.

Und was ist nun mit dem ROI?

Wdd3

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2124 am: 09.09.2022 07:32 »
Dazu braucht es keine Zitate. Du hast mehrfach darauf beharrt das der Mindestlohn um 25% erhöht wird. 6 Klässler würden dich auslachen wenn du ihnen sagst die Differenz von 10,45€ auf 12,00€ ist 25%.

Eine Einsparung über 3 Monate hast du versucht in einem 12 Monatszyklus zu erklären.

Zu solchem Dummschwätz sagt man üblicherweise: Wenn du keine Ahnung hast einfach mal die Klappe halten.


Und was ist nun mit dem ROI?

Wenn du meinen vorhergehenden Satz bis zu Ende begriffen hättest wüsstest du die Antwort. Wenn du es nicht verstehst, frag einen 6 Klässler um Rat.

Kaiser80

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2125 am: 09.09.2022 07:34 »
Und was ist nun mit dem ROI?
Nun, wenn man wollte und definiert könnte man schon den Totalerfolg bzw. den Kapitalwert dieser Investition zu einem bestimmten Zeitpunkt/erwartbare Nutzungsdauer ermitteln. Dafür müsste Rückflüsse der Investition prognostizieren, welche ja durch mögliche Einsparungen (so denn Auto/Kostenweg) entstehen.
Wenn man dann den Faktor "Zeit" oder die Persönliche Präferenzordunung der Nutzung(smöglickiet) durch Investor @Kryne miteinbezieht ist die Berechnung allerdings: tot...

DiVO

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2126 am: 09.09.2022 07:39 »

Mit dem Auto habe ich eine Fahrtzeit von 11 Minuten.

da kann man zumindest über das Fahrrad nachdenken ;)

Warum sollte ich das tun ?

Ich bin weder im Besitz eines Fahrrades, noch plane ich mir eines anzuschaffen.

Mangels Abstellmöglichkeit auf dem Grundstück, müsste ich ein Fahrrad jeden Tag in den 2. Stock tragen und dann ins Wohnzimmer stellen. Diese Tatsache alleine schließt die Nutzung eines Fahrrades schon gänzlich aus.

Ich könnte dutzende weitere Gründe aufzählen, die die Nutzung eines solchen Gefährtes für mich ausschließen, aber ich kann es beim ersten belassen :D

Wenn du keine Abstellmöglichkeit für ein Fahrrad hast wo steht denn dein Auto? Ich geh mal davon aus das du es nicht ins Wohnzimmer trägst.
Stimmt. Also nachgedacht habe ich darüber natürlich und bin dabei zu dem Schluss gekommen, dass es keine Option darstellt.

Fehlende Duschmöglichkeit ist hierbei ebenso ein Punkt.
Ein E Bike ist eine sinnvolle Investition wenn man am Arbeitsplatz nicht duschen kann.

Wenn man sich nicht vollständig vom Auto trennt kann man es bei entsprechender Wetterlage ja trotzdem nutzen.

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass es häufig die innere Bequemlichkeit ist, die einen in der Komfortzone gefangen hält und einen daran hindert neue Wege zu bestreiten.

Wir erledigen seit inzwischen gut zwei Jahren nahezu alle Einkäufe und Erledigunen zu Fuß oder mit dem Fahrrad. War am Anfang echt ungewohnt und im Kopf schwierig das Kaufverhalten auf die vorhandenen Trage-/Transportkapazitäten anzupassen, aber es funktioniert und spielt sich schnell ein. Seitdem nehmen wir auch zum ersten Mal bewusst wahr wie selten es bei uns überhaupt richtig regnet, schneit oder kalt ist - das Wetter ist bei uns wesentlich fahhradgeeigneter als man denkt. Ich kann es jedem nur empfehlen das mal zu probieren.

Kaiser80

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2127 am: 09.09.2022 07:39 »
Dazu braucht es keine Zitate. Du hast mehrfach darauf beharrt das der Mindestlohn um 25% erhöht wird. 6 Klässler würden dich auslachen wenn du ihnen sagst die Differenz von 10,45€ auf 12,00€ ist 25%.


Der mindestlohn steigt dieses Jahr von 9,60 am 31.12.21 auf 12,00 am 01.10.22. Das sind IN DIESEM JAHR ziemlich genau 25%

JesuisSVA

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2128 am: 09.09.2022 07:42 »
Dazu braucht es keine Zitate. Du hast mehrfach darauf beharrt das der Mindestlohn um 25% erhöht wird. 6 Klässler würden dich auslachen wenn du ihnen sagst die Differenz von 10,45€ auf 12,00€ ist 25%.

Eine Einsparung über 3 Monate hast du versucht in einem 12 Monatszyklus zu erklären.

Zu solchem Dummschwätz sagt man üblicherweise: Wenn du keine Ahnung hast einfach mal die Klappe halten.


Und was ist nun mit dem ROI?

Wenn du meinen vorhergehenden Satz bis zu Ende begriffen hättest wüsstest du die Antwort. Wenn du es nicht verstehst, frag einen 6 Klässler um Rat.

Bis zum Ablauf des 31.12.2021 betrug der Mindestlohn 9,60 €. Mithin erhöht sich der Mindestlohn in diesem Jahr von 9,60 € über 9,82 € und 10,45 € auf 12 €, also um insgesamt 25 Prozent. Es war aber von vornherein klar, dass Du zu dumm bist, das zu wissen.

Und wenn Wasdennnun seine Ersparnis explizit aufs Jahr berechnet, ist nunmal das Jahr zu nehmen und nicht drei Monate. Dazu gibt es hier auch keine zwei Meinungen, sondern bestenfalls noch Deine wirre Alternatividee.

Was ist nun mit dem ROI?

JesuisSVA

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2129 am: 09.09.2022 07:44 »
Und was ist nun mit dem ROI?
Nun, wenn man wollte und definiert könnte man schon den Totalerfolg bzw. den Kapitalwert dieser Investition zu einem bestimmten Zeitpunkt/erwartbare Nutzungsdauer ermitteln. Dafür müsste Rückflüsse der Investition prognostizieren, welche ja durch mögliche Einsparungen (so denn Auto/Kostenweg) entstehen.
Wenn man dann den Faktor "Zeit" oder die Persönliche Präferenzordunung der Nutzung(smöglickiet) durch Investor @Kryne miteinbezieht ist die Berechnung allerdings: tot...

Eben. Der ROI ist nunmal die wesentliche Kennzahl zur Bewertung, ob eine Investition sinnvoll ist.