Autor Thema: Tarifverhandlungen und die Inflation  (Read 236955 times)

Emmi87

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2160 am: 09.09.2022 19:24 »

Wie transportier man übrigens einen Kasten Wasser auf dem Fahrrad oder macht man das dann wirklich zu Fuß über mehrere Kilometer ?

GAr nicht, dafür gibt es Sprudler.
Und Kölsch? Ich habe kein Zapfanlage und täglich 'ne Stunde Fußmarsch? Gut, die Kiste würde ja bis zum Ziel etwas leichter...

Pittermänchen, ist handlicher als ein Kasten. Kannste innerhalb von 3 Tagen auf brauchen. Stets kühl lagern. Bei mir hält es eh keine 2 Tage, weil sofort leer

Elur

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2161 am: 10.09.2022 00:06 »
Wenn ich da was von 7,5% Inflation lese, muss ich mir den offiziellen Warenkorb mal wieder angucken. Was haben die denn da inzwischen reingepackt ?

Hab bei mir die großen Bereiche mal überschlagen.

Miete unverändert, da ich hier zum Glück vor einem Jahr eine sehr niedrige und humane Staffelmiete vereinbart habe. Mein Beileid an jede arme Sau mit Indexmiete.

Strom (noch) unverändert, dank Preisgarantie. Nach Ablauf der Preisgarantie ist eine Erhöhung von ca. 300% zu erwarten.

Heizkosten sind um ca. 150% gestiegen.

Persönliche Lebensmittelkosten sind im Vergleich zum Vorjahr um ca. 36% gestiegen.

Mobilitätskosten sind um ca. 30% gestiegen.


Im Gegenzug wurden die persönlichen Ausgaben im Bereich "Luxusartikel u.ä." (also alles was nicht notwendig ist) halt gesenkt, was halt einen Verlust an Lebensqualität bedeutet. 

Muss mir echt mal angucken wie die da einen Warenkorb im einstelligen Prozentbereich hinbekommen haben :D

Bei mir ist die Inflation dagegen irgendwie noch gar nicht angekommen. Miete zahlen wir nicht, da wir im Eigenheim wohnen, Strom und Heizung noch unverändert, Mobilitätskosten gesunken aufgrund Homeoffice und in den letzten 3 Monaten 9-Euro-Ticket, Lebensmittel sind halt gestiegen, aber kaum merklich.

Elur

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2162 am: 10.09.2022 00:21 »
Wenn ich da was von 7,5% Inflation lese, muss ich mir den offiziellen Warenkorb mal wieder angucken. Was haben die denn da inzwischen reingepackt ?
[...]

Guckst du hier: https://www.destatis.de/DE/Themen/Wirtschaft/Preise/Verbraucherpreisindex/Methoden/Downloads/waegungsschema-2015.html?nn=214056

Strom & Heizen gehen also zu knapp 7% ein - machen aber bei vielen bestimmt derzeit wesentlich mehr aus.

Auch das ist wiederum relativ. Rechne ich unsere gesamten Einkünfte zusammen, dann macht Strom und Heizen bei uns 2,5 % aus.

Bei uns siehts ähnlich aus. Wir zahlen (noch) 44 Euro für Strom und 75 Euro für Wärme.

Admin2

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2163 am: 10.09.2022 02:23 »
Bitte beim Thema bleiben.

Britta2

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2164 am: 10.09.2022 04:00 »
Bitte beim Thema bleiben.
Danke dafür. Mal sehen, wie lange ...

Zum Thema und den letzten Kommentaren:
Ich finde es absolut prächtig, wieviele Leute hier verkünden, dass es ihnen schon immer und auch künftig viel zu gut geht, sie die steigenden Kosten in keinster Weise tangieren - und somit nicht wirklich irgendwelche Tariferhöhungen sein müssen ... Wie nennt man solche Kollegen? Rosa Ringelschwänze ... Hauptsache "ich", ws schert mich das Fußvolk. Schlimm.

skiveren

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2165 am: 10.09.2022 23:46 »
Bitte beim Thema bleiben.
Danke dafür. Mal sehen, wie lange ...

Zum Thema und den letzten Kommentaren:
Ich finde es absolut prächtig, wieviele Leute hier verkünden, dass es ihnen schon immer und auch künftig viel zu gut geht, sie die steigenden Kosten in keinster Weise tangieren - und somit nicht wirklich irgendwelche Tariferhöhungen sein müssen ... Wie nennt man solche Kollegen? Rosa Ringelschwänze ... Hauptsache "ich", ws schert mich das Fußvolk. Schlimm.
Sind halt viele dabei, die "erstens" sich hier einen Spaß  machen .. so ne
Art Angeber und nicht ernst zu nehmen sind...und "zweitens", die meisten wissen noch nicht was in den nächsten Monaten auf sie zukommt.., wenn Tausende Euronen für Energie zu zahlen sind..
Katastrophale Tarifabschlüsse vs. dramatisch steigende Energiekosten..
Was da an Rechnungen/Nachzahlungen noch kommen wird..., legt euch 2000 - 3000 € zurück...Mein Tipp..

Suntzu

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2166 am: 11.09.2022 16:37 »
So wie ich das lese. Realisieren die Leute gar nicht was Energiekrise, Inflation usw. Bedeutet. Auch wenn die Auswirkungen bei manchen noch gar nicht durchgedrungen sind. Aufgrund Verträge mit Preisgarantie usw. (Strom, Wärme usw.).

Sicher ist. Das die Auswirkungen früher oder später in allen Bereichen zu spüren sind. Auch Unternehmern, egal ob Lebensmittelhersteller, Wasserwerke oder die Apotheke... Die werden alle die hohen Preise am Endverbraucher weiter geben müssen.

Wer das bis heute noch nicht rafft. Bitte wieder hinlegen und weiter schlafen. Empören und Verwunderung später bitte aber sein lassen.

InVinoVeritas

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2167 am: 11.09.2022 16:46 »
Am 08.09.22 hat der ehemalige IFO Chef Prof. Hans-Werner-Sinn genau das noch gesagt der Peak kommt seiner Meinung noch. Er schätzt in einem Podcasthespräch mit Bosbach die Inflation in den nächsten Monaten auf 12% oder höher. Die erhöhten Preise werden erst noch an die Endverbraucher weitergegeben.

Britta2

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2168 am: 11.09.2022 16:49 »
Entweder sind das alls gut bezahlte Doppelverdiener, Erben aus guten Häusern - oder im Nebenjob Kleinvermieter, die dann halt einfach die Kaltmieten heftig erhöhen. Ich denke nicht, dass dieses Klientel je jammern wird. Wer aber abgehoben in höheren Spheren lebt, der kann gar nicht nachvollziehen, was Realität der AN ist.
Wenn die permanent laut erklären, dass es keinen Grund für eine deutliche Tarifsteigerung gibt, dann landet solche Meinung auch bei den AG und in der Öffentlichkeit. So kann man sich noch vor Beginn jeder Verhandlung erfolgreich selbst demontieren. DAS ist das Probem, ein sehr gefährliches  ...

Garfield

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2169 am: 12.09.2022 07:52 »
So wie ich das lese. Realisieren die Leute gar nicht was Energiekrise, Inflation usw. Bedeutet. Auch wenn die Auswirkungen bei manchen noch gar nicht durchgedrungen sind. Aufgrund Verträge mit Preisgarantie usw. (Strom, Wärme usw.).

Sicher ist. Das die Auswirkungen früher oder später in allen Bereichen zu spüren sind. Auch Unternehmern, egal ob Lebensmittelhersteller, Wasserwerke oder die Apotheke... Die werden alle die hohen Preise am Endverbraucher weiter geben müssen.

Wer das bis heute noch nicht rafft. Bitte wieder hinlegen und weiter schlafen. Empören und Verwunderung später bitte aber sein lassen.

Der wirkliche Hammer wird bei vielen ja erst niedergehen, wenn nächstes Jahr die Nebenkostenabrechnung ansteht.
Beim Strom wird man auch abwarten was passiert, hier sind die Erhöhungen bei den meisten Verträgen (die ich so kenne) bisher moderat.

Dazu ergreifen eben viele jetzt noch Maßnahmen, die die Inflation für sie selbst abfedern. Das spüren vor allem Bioproduzenten und Bioläden und sonstige Luxusgüterhersteller und Verkäufer. Denen geht es jetzt richtig an den Kragen, weil der Nachfrageschock bei ihnen als erstes niedergeht.

DiVO

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2170 am: 12.09.2022 07:53 »
So wie ich das lese. Realisieren die Leute gar nicht was Energiekrise, Inflation usw. Bedeutet. Auch wenn die Auswirkungen bei manchen noch gar nicht durchgedrungen sind. Aufgrund Verträge mit Preisgarantie usw. (Strom, Wärme usw.).

Sicher ist. Das die Auswirkungen früher oder später in allen Bereichen zu spüren sind. Auch Unternehmern, egal ob Lebensmittelhersteller, Wasserwerke oder die Apotheke... Die werden alle die hohen Preise am Endverbraucher weiter geben müssen.

Wer das bis heute noch nicht rafft. Bitte wieder hinlegen und weiter schlafen. Empören und Verwunderung später bitte aber sein lassen.

Ich persönlich habe gerafft, was eine Inflation bedeutet. Ich kenne ihre Auswirkungen und ich kenne auch die Gründe für die aktuelle Inflation. Was ich nicht verstehe an der aktuellen Inflation:

Wie soll die Anpassung der Leitzinsen durch die EZB die Ursachen der aktuellen Inflation bekämpfen?
=> die Ursache ist doch nicht, dass die Leute mehr konsumieren wollen, als die Wirtschaft liefern kann. Das Problem ist doch, dass ein für die Produktion und Lieferung der Waren erforderlicher Rohstoff auf Grund externer Einflüsse (Russland hat den Gashahn zugedreht) nicht in ausreichender Menge zur Verfügung steht. Durch höhere Zinsen sollen die Leute ja zum Sparen animiert werden. Soll ich jetzt jetzt mein Geld anlegen und dafür dann weniger Strom und Gas konsumieren? Oder was genau soll die EZB-Maßnahme bewirken?

Wie soll eine Anpassung der Löhne und Gehälter die Ursachen der aktuellen Inflation bekämpfen?
=> Eine Erhöhung der Löhne und Gehälter auf Inflationswert ist zwar toll, um den individuellen Lebensstandard zu halten und "Reichtum" kurzfristig zu sichern, ist aber der vollkommen falsche Weg. Zusätzlich zu der durch den Energiemangel ausgelästen Preisschoch (Stichwort Produktionskosten) wir dann zusätzlich noch eine Lohn-Preis-Spirale ausgelöst, die zusätzlich die Preise steigen lässt, da die Produzenten die Lohnkosten auf ihre Produkte umlegen werden.

Kurzum: Aus meiner Sicht verfehlen die aktuellen Maßnahmen völlig ihre Wirkung und verschlimmern die Situation sogar noch.

DiVO

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2171 am: 12.09.2022 08:03 »
So wie ich das lese. Realisieren die Leute gar nicht was Energiekrise, Inflation usw. Bedeutet. Auch wenn die Auswirkungen bei manchen noch gar nicht durchgedrungen sind. Aufgrund Verträge mit Preisgarantie usw. (Strom, Wärme usw.).

Sicher ist. Das die Auswirkungen früher oder später in allen Bereichen zu spüren sind. Auch Unternehmern, egal ob Lebensmittelhersteller, Wasserwerke oder die Apotheke... Die werden alle die hohen Preise am Endverbraucher weiter geben müssen.

Wer das bis heute noch nicht rafft. Bitte wieder hinlegen und weiter schlafen. Empören und Verwunderung später bitte aber sein lassen.

Der wirkliche Hammer wird bei vielen ja erst niedergehen, wenn nächstes Jahr die Nebenkostenabrechnung ansteht.
Beim Strom wird man auch abwarten was passiert, hier sind die Erhöhungen bei den meisten Verträgen (die ich so kenne) bisher moderat.

Dazu ergreifen eben viele jetzt noch Maßnahmen, die die Inflation für sie selbst abfedern. Das spüren vor allem Bioproduzenten und Bioläden und sonstige Luxusgüterhersteller und Verkäufer. Denen geht es jetzt richtig an den Kragen, weil der Nachfrageschock bei ihnen als erstes niedergeht.

Das ist doch einfach nur Quatsch. Passierte Tomaten Rewe Hausmarke haben sich seit Januar im Preis verdoppelt (0,35 Euro => 0,69 Euro), Passierte Biotomaten im Glas (1,19 Euro => 1,39 Euro) um gerade mal 16 % gestiegen. Wer voher bereit knapp das dreifache zu zahlen, der zahlt jetzt gerne noch das Doppelte (stimmt nicht ganz, weil bei den Biotomaten 40 % mehr drin ist...)

Tagesaktuell kosten bei Rewe konventionelle und Bio Bananen gleich viel (KG = 1,89 Euro)

Warum genau geht es jetzt da den Bioherstellen an den Kragen?

Garfield

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2172 am: 12.09.2022 08:13 »
So wie ich das lese. Realisieren die Leute gar nicht was Energiekrise, Inflation usw. Bedeutet. Auch wenn die Auswirkungen bei manchen noch gar nicht durchgedrungen sind. Aufgrund Verträge mit Preisgarantie usw. (Strom, Wärme usw.).

Sicher ist. Das die Auswirkungen früher oder später in allen Bereichen zu spüren sind. Auch Unternehmern, egal ob Lebensmittelhersteller, Wasserwerke oder die Apotheke... Die werden alle die hohen Preise am Endverbraucher weiter geben müssen.

Wer das bis heute noch nicht rafft. Bitte wieder hinlegen und weiter schlafen. Empören und Verwunderung später bitte aber sein lassen.

Der wirkliche Hammer wird bei vielen ja erst niedergehen, wenn nächstes Jahr die Nebenkostenabrechnung ansteht.
Beim Strom wird man auch abwarten was passiert, hier sind die Erhöhungen bei den meisten Verträgen (die ich so kenne) bisher moderat.

Dazu ergreifen eben viele jetzt noch Maßnahmen, die die Inflation für sie selbst abfedern. Das spüren vor allem Bioproduzenten und Bioläden und sonstige Luxusgüterhersteller und Verkäufer. Denen geht es jetzt richtig an den Kragen, weil der Nachfrageschock bei ihnen als erstes niedergeht.

Das ist doch einfach nur Quatsch. Passierte Tomaten Rewe Hausmarke haben sich seit Januar im Preis verdoppelt (0,35 Euro => 0,69 Euro), Passierte Biotomaten im Glas (1,19 Euro => 1,39 Euro) um gerade mal 16 % gestiegen. Wer voher bereit knapp das dreifache zu zahlen, der zahlt jetzt gerne noch das Doppelte (stimmt nicht ganz, weil bei den Biotomaten 40 % mehr drin ist...)

Tagesaktuell kosten bei Rewe konventionelle und Bio Bananen gleich viel (KG = 1,89 Euro)

Warum genau geht es jetzt da den Bioherstellen an den Kragen?

Siehe z.b. hier:
https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/schleswig-holstein_magazin/Landwirte-klagen-ueber-sinkende-Nachfrage-nach-Bio-Lebensmitteln,shmag96292.html

In der aktuellen Stimmung interessiert nunmal nicht, ob das konventionelle Tomatenmark vorher noch biliger war. Es ist eben billiger.
Zumal ich auch nicht auf Discounter-Eigenmarken hinauswollte.

DiVO

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2173 am: 12.09.2022 08:21 »
So wie ich das lese. Realisieren die Leute gar nicht was Energiekrise, Inflation usw. Bedeutet. Auch wenn die Auswirkungen bei manchen noch gar nicht durchgedrungen sind. Aufgrund Verträge mit Preisgarantie usw. (Strom, Wärme usw.).

Sicher ist. Das die Auswirkungen früher oder später in allen Bereichen zu spüren sind. Auch Unternehmern, egal ob Lebensmittelhersteller, Wasserwerke oder die Apotheke... Die werden alle die hohen Preise am Endverbraucher weiter geben müssen.

Wer das bis heute noch nicht rafft. Bitte wieder hinlegen und weiter schlafen. Empören und Verwunderung später bitte aber sein lassen.

Der wirkliche Hammer wird bei vielen ja erst niedergehen, wenn nächstes Jahr die Nebenkostenabrechnung ansteht.
Beim Strom wird man auch abwarten was passiert, hier sind die Erhöhungen bei den meisten Verträgen (die ich so kenne) bisher moderat.

Dazu ergreifen eben viele jetzt noch Maßnahmen, die die Inflation für sie selbst abfedern. Das spüren vor allem Bioproduzenten und Bioläden und sonstige Luxusgüterhersteller und Verkäufer. Denen geht es jetzt richtig an den Kragen, weil der Nachfrageschock bei ihnen als erstes niedergeht.

Das ist doch einfach nur Quatsch. Passierte Tomaten Rewe Hausmarke haben sich seit Januar im Preis verdoppelt (0,35 Euro => 0,69 Euro), Passierte Biotomaten im Glas (1,19 Euro => 1,39 Euro) um gerade mal 16 % gestiegen. Wer voher bereit knapp das dreifache zu zahlen, der zahlt jetzt gerne noch das Doppelte (stimmt nicht ganz, weil bei den Biotomaten 40 % mehr drin ist...)

Tagesaktuell kosten bei Rewe konventionelle und Bio Bananen gleich viel (KG = 1,89 Euro)

Warum genau geht es jetzt da den Bioherstellen an den Kragen?

Siehe z.b. hier:
https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/schleswig-holstein_magazin/Landwirte-klagen-ueber-sinkende-Nachfrage-nach-Bio-Lebensmitteln,shmag96292.html

In der aktuellen Stimmung interessiert nunmal nicht, ob das konventionelle Tomatenmark vorher noch biliger war. Es ist eben billiger.
Zumal ich auch nicht auf Discounter-Eigenmarken hinauswollte.

Auch da tu ich mich schwer das nachzuvollziehen. Die passierten Tomaten von Mutti, um bei meinem Beispiel zu bleiben, kosten das Glas aus konventionellem Anbau 2,19 Euro bei gleichem Inhalt wie die vorhin genannte Biovariante. Bio ist hier 40 % günstiger als konventionell bei gleichem Inhalt, da weiß ich doch zu was ich dann greife.


Garfield

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2174 am: 12.09.2022 08:28 »
So wie ich das lese. Realisieren die Leute gar nicht was Energiekrise, Inflation usw. Bedeutet. Auch wenn die Auswirkungen bei manchen noch gar nicht durchgedrungen sind. Aufgrund Verträge mit Preisgarantie usw. (Strom, Wärme usw.).

Sicher ist. Das die Auswirkungen früher oder später in allen Bereichen zu spüren sind. Auch Unternehmern, egal ob Lebensmittelhersteller, Wasserwerke oder die Apotheke... Die werden alle die hohen Preise am Endverbraucher weiter geben müssen.

Wer das bis heute noch nicht rafft. Bitte wieder hinlegen und weiter schlafen. Empören und Verwunderung später bitte aber sein lassen.

Der wirkliche Hammer wird bei vielen ja erst niedergehen, wenn nächstes Jahr die Nebenkostenabrechnung ansteht.
Beim Strom wird man auch abwarten was passiert, hier sind die Erhöhungen bei den meisten Verträgen (die ich so kenne) bisher moderat.

Dazu ergreifen eben viele jetzt noch Maßnahmen, die die Inflation für sie selbst abfedern. Das spüren vor allem Bioproduzenten und Bioläden und sonstige Luxusgüterhersteller und Verkäufer. Denen geht es jetzt richtig an den Kragen, weil der Nachfrageschock bei ihnen als erstes niedergeht.

Das ist doch einfach nur Quatsch. Passierte Tomaten Rewe Hausmarke haben sich seit Januar im Preis verdoppelt (0,35 Euro => 0,69 Euro), Passierte Biotomaten im Glas (1,19 Euro => 1,39 Euro) um gerade mal 16 % gestiegen. Wer voher bereit knapp das dreifache zu zahlen, der zahlt jetzt gerne noch das Doppelte (stimmt nicht ganz, weil bei den Biotomaten 40 % mehr drin ist...)

Tagesaktuell kosten bei Rewe konventionelle und Bio Bananen gleich viel (KG = 1,89 Euro)

Warum genau geht es jetzt da den Bioherstellen an den Kragen?

Siehe z.b. hier:
https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/schleswig-holstein_magazin/Landwirte-klagen-ueber-sinkende-Nachfrage-nach-Bio-Lebensmitteln,shmag96292.html

In der aktuellen Stimmung interessiert nunmal nicht, ob das konventionelle Tomatenmark vorher noch biliger war. Es ist eben billiger.
Zumal ich auch nicht auf Discounter-Eigenmarken hinauswollte.

Auch da tu ich mich schwer das nachzuvollziehen. Die passierten Tomaten von Mutti, um bei meinem Beispiel zu bleiben, kosten das Glas aus konventionellem Anbau 2,19 Euro bei gleichem Inhalt wie die vorhin genannte Biovariante. Bio ist hier 40 % günstiger als konventionell bei gleichem Inhalt, da weiß ich doch zu was ich dann greife.

Bis auf Einzelbeispiele ist das aber nicht so, vor allem wenn wir eben weggehen von Discounter-Großmarken. Käse, Fleisch und sonstige tierische Produkte sind z.B. bei vernünftiger Bio-Qualität schon deutlich teurer. Beim Gemüse ist der Preisunterschied auch erheblich teilweise.
 
Zumal in solchen Situationen und Stimmungslagen ja auch nicht immer alles logisch ist. Viele gehen schon aus Prinzip nicht mehr in den Bio Markt um die Ecke, weil der ja teurer ist und stattdessen jetzt eben mehr zu Lidl, Aldi und Co. Ohne dabei einzelne Preise wirklich zu vergleichen.