Autor Thema: Tarifverhandlungen und die Inflation  (Read 708253 times)

was_guckst_du

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2205 am: 13.09.2022 12:10 »
...das wird dann aber so aussehen: 6% ab 01.01.2024...für 2023 gibts 3.000 steuerfrei und tabellenunwirksam...
Gruß aus "Tief im Westen"

Meine Beiträge geben grundsätzlich meine persönliche Meinung zum Thema wieder und beinhalten keine Rechtsberatung. Meistens sind sie ernster Natur, manchmal aber auch nicht. Bei einer obskuren Einzelfallpersönlichkeit antworte ich auch aus therapeutischen Gründen

Kryne

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2206 am: 13.09.2022 12:15 »
6% und 3000€ auf 12 Monate wären für mich auch erstmal ok. Könnte ich gut mit leben.

3000€ dann auch bitte für alle EGs und nicht wieder nur einen Bruchteil ab 10 aufwärts.



Bin mal gespannt wie sie es bei uns machen wollen, dass die Büros auf 19 Grad kommen ? Wo wird das gemessen ? Mein Büro ist z.B. an der Fensterfront mangels jeglicher Isolierung ca. 2 Grad weniger als an der Flurwand.

Die Heizung in meinem Büro ist entweder an oder aus. 0-4 sind aus und bei 5 geht sie an.

Unser Scheißhaus hat keine Lüftung, dort ist also das ganze Jahr das Fenster offen. Bin ich auch mal gespannt wie das gemacht werden soll.

Für mich ist alles unter 21 Grad auch zu kalt.

Wenn sie es wirklich auf 19 runterbekommen wird das blöd, bei den ganzen Erkältungen über den Winter muss ich dann so oft Zuhause tagsüber heizen :(

was_guckst_du

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2207 am: 13.09.2022 12:22 »
Die Heizung in meinem Büro ist entweder an oder aus. 0-4 sind aus und bei 5 geht sie an.

Unser Scheißhaus hat keine Lüftung, dort ist also das ganze Jahr das Fenster offen. Bin ich auch mal gespannt wie das gemacht werden soll.

...wir scheinen im selben Gebäude zu sitzen... :D
Gruß aus "Tief im Westen"

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Stephan

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2208 am: 13.09.2022 12:39 »
Außentemperatur heute früh um 7.00 Uhr bei uns.... kuschelige 8 Grad...

Im Büro (Westseite) 14 Grad... husch husch... Heizung ist noch nicht in Betrieb... aber man merkt schon, dass das Gebäude merklich auskühlt...

Garfield

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2209 am: 13.09.2022 12:47 »
Wer also immer noch nicht glaubt, dass sich am ende des Tages das die "Tarif"erhöhing (hihihi) um der Prmie drehen wird, kann sich den BK Scholz auf dem heutigen Arbeitgebertag nochmal anhören...

"Die Bundesregierung hat entschieden, solche zusätzlichen Zahlungen bis zu 3000 Euro von Steuern und Sozialabgaben zu befreien, wenn Arbeitgeber und Gewerkschaften sich darauf verständigen", sagte Scholz. "Dazu möchte ich Sie ausdrücklich ermutigen." Hintergrund ist, dass die Regierung mit der sogenannten konzertierten Aktion erreichen möchte, dass auch die Firmen einen Beitrag leisten.

Es ist immer noch bemerkenswert, dass auch in der Öffentlichkeit niemandem auffällt, dass das für viele Tarifbeträge bedeutet, dass das im ganzen nächsten kein Thema wird. Willkürlicher kann man mit solche einem Instrument kaum umgehen, wenn es tatsächlich in der aktuellen Situation entlasten soll.

Herbert Meyer

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2210 am: 13.09.2022 13:04 »
3.000 Euro als möglicher Maximalbetrag, bedeutet ohnehin, dass sich die Tarifparteien auf 1.500 Euro bis E 9b und 1.000 Euro ab E 9b einigen werden.

Da jeder vernünftige Mensch eine Einmalzahlung direkt zur Börse bringt, würde das bei einem durchschnittlichen 5%-Dividentitel für die höheren Entgeltgruppen einem Gehaltsplus von 50 Euro p. a., also 4,17 Euro monatlich entsprechen - natürlich abzüglich der Order- und Handelsplatzgebühren sowie 25% Kapitalertragssteuer. Also je nach Depotanbieter und offener Freibeträge so roundabout 3 Euro monatlich, was einer Erhöhung der VWL um fast 50 Prozent entspricht. Da kann man doch nicht meckern.

xap

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2211 am: 13.09.2022 13:25 »
So ein Gejammer hier wg. der Temperaturen. Macht halt Bürosport. Das würde eu..ääh uns wahrscheinlich auch gut tun. ;)

Ganz ehrlich. Wenn's zu kalt wird, passe ich meine Arbeitsleistung an. Es macht keinen Unterschied, ob es 36 Grad im Zimmer sind oder 16. Beides gleich gut/schlecht. Ich werde jedenfalls nicht zuhause sitzen und dort heizen.

LeKai

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2212 am: 13.09.2022 13:29 »
3.000 Euro als möglicher Maximalbetrag, bedeutet ohnehin, dass sich die Tarifparteien auf 1.500 Euro bis E 9b und 1.000 Euro ab E 9b einigen werden.

Da jeder vernünftige Mensch eine Einmalzahlung direkt zur Börse bringt, würde das bei einem durchschnittlichen 5%-Dividentitel für die höheren Entgeltgruppen einem Gehaltsplus von 50 Euro p. a., also 4,17 Euro monatlich entsprechen - natürlich abzüglich der Order- und Handelsplatzgebühren sowie 25% Kapitalertragssteuer. Also je nach Depotanbieter und offener Freibeträge so roundabout 3 Euro monatlich, was einer Erhöhung der VWL um fast 50 Prozent entspricht. Da kann man doch nicht meckern.

Der vernünftige Mensch kann die Einmalzahlung auch einfach in einen Dividenden-ETF mit 3-4% Dividende investieren und genießt die übliche Steuervergünstigung bei ETFs (30% Teilfreistellung und somit nur 18% Kapitalertragssteuer). Außerdem entfallen da die Ordergebühren..

Tatsächlich wird es aber so aussehen, dass die Masse eine Einmalzahlung im Voraus großzügig verplant und diese einfach verkonsumiert.
 

xap

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2213 am: 13.09.2022 13:31 »
Ja, zum Beispiel für die Nachzahlung der Betriebskosten. Sowas Dummes aber auch.

LeKai

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2214 am: 13.09.2022 13:33 »
Ja, zum Beispiel für die Nachzahlung der Betriebskosten. Sowas Dummes aber auch.

Oder fürs neue iPhone.

xap

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2215 am: 13.09.2022 13:48 »
Das ist nicht im Ansatz das Gleiche.

MaxMustermann90

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2216 am: 13.09.2022 13:49 »
Ja, zum Beispiel für die Nachzahlung der Betriebskosten. Sowas Dummes aber auch.

Oder fürs neue iPhone.

Als Apple-Kleinstaktionär würde ich das sehr begrüßen!

Kommunalgenie

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2217 am: 13.09.2022 15:08 »
6% und 3000€ auf 12 Monate wären für mich auch erstmal ok. Könnte ich gut mit leben.

3000€ dann auch bitte für alle EGs und nicht wieder nur einen Bruchteil ab 10 aufwärts.


Vernünftiger wäre eine Gestaltung anders herum. <E9a 1500 und ab E9b 3000.

Ich weiß dass dies wahrscheinlich nicht passiert, aber man wird ja wohl träumen dürfen.

superbraz

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2218 am: 13.09.2022 15:32 »
Die Einmalzahlungen waren für die unteren EG´s meist höher, als für die ab E9a / E10...
Ist doch kaum noch ein Unterschied in den unteren EG´s...dann lieber 0 Verantwortung für nen Fuffi weniger.

Wird Zeit, dass ab E9a mal nen ordentlicher Batzen draufgelegt wird.
Kommt aber nicht, weil Gewerkschaftsmitglieder meist <9a eingruppiert sind und sich daraus die Beiträge ergeben für Ver.di.

Garfield

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2219 am: 13.09.2022 15:50 »
Die Einmalzahlungen sind für die unteren EGs ja ohnehin höher, wenn man sie in absoluten Zahlen vergibt. Letztes Jahr im TV-L gab es 1300 "Corona-Sonderzahlung" für alle. Darüber dürfte sich der E6er sicherlich mehr gefreut haben als der E13er.
Was natürlich sehr in Verdis Sinne ist.

Daher wäre mir am liebsten man handelt hier überhaupt keine absolute Zahl, sondern eine Prozentzahl aus. 50% des Bruttomonatslohns als Sonderzahlung + x% Erhöhung des Tabellenentgelts.

Solche Sonderzahlungen als absolute Zahl auszuhandeln ist genauso furchtbar wie der "Mindestbetrag" bei den Tabellenentgelten.