Autor Thema: Tarifverhandlungen und die Inflation  (Read 418924 times)

flip

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2505 am: 25.09.2022 19:33 »
...eine Kombination aus Erhöhung Tabellenentgelt und Einmalzahlung, vlt auch Arbeitszeitvetkuerzung ist aus meiner Sicht wahrscheinlich. Bei den 3000 Euro aus dem Entlastungspaket betone ich immer wieder, dass diese abgabenfrei sind....diese 3000 Euro entsprechen normalerweise um die 5.000 - 6.000 Euro brutto, mtl. ca 300 - 400 Euro, was wiederum einer Erhöhung um die 8 - 10 Prozent sehr Nahe kommt.

Aus diesem Grund muss die Forderung lauten 3000 Euro ...plus 5...6...7...8 Prozent.

Ich frage mich, warum sieht niemand die Abgabenfreiheit der 3000 Euro?
Du scheinst in einer niedrigen Erfahrungsstufe und ggf auch in der unteren Hälfte der Entgeltgruppen zu sein.
Es wäre solidarisch, auch den älteren Kollegen etwas zu gönnen, auch im Hinblick darauf, dass abgabenfreie
Zahlungen sich auch nicht auf die Rente auswirken.
ich habe das für mich einmal durchgerechnet und bin zu dem Ergebnis gekommen, dass ich bei 5% linearer
Erhöhung netto besser dastehe als bei abgabenfreien 3000 EUR auf 24 Monate verteilt.

Matti101

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2506 am: 25.09.2022 21:39 »
...eine Kombination aus Erhöhung Tabellenentgelt und Einmalzahlung, vlt auch Arbeitszeitvetkuerzung ist aus meiner Sicht wahrscheinlich. Bei den 3000 Euro aus dem Entlastungspaket betone ich immer wieder, dass diese abgabenfrei sind....diese 3000 Euro entsprechen normalerweise um die 5.000 - 6.000 Euro brutto, mtl. ca 300 - 400 Euro, was wiederum einer Erhöhung um die 8 - 10 Prozent sehr Nahe kommt.

Aus diesem Grund muss die Forderung lauten 3000 Euro ...plus 5...6...7...8 Prozent.

Ich frage mich, warum sieht niemand die Abgabenfreiheit der 3000 Euro?
Du scheinst in einer niedrigen Erfahrungsstufe und ggf auch in der unteren Hälfte der Entgeltgruppen zu sein.
Es wäre solidarisch, auch den älteren Kollegen etwas zu gönnen, auch im Hinblick darauf, dass abgabenfreie
Zahlungen sich auch nicht auf die Rente auswirken.
ich habe das für mich einmal durchgerechnet und bin zu dem Ergebnis gekommen, dass ich bei 5% linearer
Erhöhung netto besser dastehe als bei abgabenfreien 3000 EUR auf 24 Monate verteilt.


Ich bin mit 11 b SUE / Erfahrungsstufe 5 im oberen Mittelfeld.

Die Entgelterhöhungen lagen in der Vergangenheit um die 3 - 6 Prozent. Wenn wir jetzt eine Erhöhung um die 8 - 10 Prozent erzielen und auf Grund der derzeitigen inflationären Lage zusätzlich noch die Sonderzahlung von 3000 Euro bekommen, sind wir gut bedient. An Mehr glaube ich nicht mal in meinen kühnsten Träumen... Und man darf nicht vergessen, dass Geld nicht alles ist. Mir sind viele Kolleginnen und Kollegen bekannt, denen eine Arbeitszeitverkürzung zugunsten von mehr Freizeit und Familie mindestens genauso wichtig ist...

Britta2

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2507 am: 26.09.2022 06:06 »
Wer daran glaubt, dass Verdi mit Laufzeit 12 Monate eine 6-8% Erhöhung  DURCHSETZT  (plus "bis 3.000€ steuerfreie Einmalzahlung") - der träumt immer noch. Mehr als 6-8% nach ABLAUF von 24 Monaten wird nicht drin sein. Plus tosender Applaus ... DAS ist das Problem!
Wer unbedingt eine Arbeitszeitverkürzung rbaucht der kann seinen Vertrag reduzieren lassen.
Arbeitszeitverkürzung bei Verzicht auf Kohle - ohne mich!

WasDennNun

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2508 am: 26.09.2022 06:09 »
Wer daran glaubt, dass Verdi mit Laufzeit 12 Monate eine 6-8% Erhöhung  DURCHSETZT  (plus "bis 3.000€ steuerfreie Einmalzahlung") - der träumt immer noch. Mehr als 6-8% nach ABLAUF von 24 Monaten wird nicht drin sein. Plus tosender Applaus ... DAS ist das Problem!
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Och, Arbeitszeitververkürzung bei Verzicht auf Kohle und gleichzeitig gleicher wöchentlichen geleistete Arbeitszeit ist doch auch ein mehr an Geld.😇

thesisko

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2509 am: 26.09.2022 07:35 »
Im Vergleich zu einer Erhöhung um 6% macht bereits jeder mit einem monatlichen Einkommen von ca. 3000€ Verlust. Die ohnehin vergleichsweise gut entgoltenem niedrigeren Entgeltgruppen würden überproportional bevorzugt. Die steuerfreien 3000€ sind nicht tabellenwirksam und mindern somit alle zukünftigen Erhöhungen.

Unterschreibe ich absolut. Prozenzrechnung ist für viele leider ein rotes Tuch. Der Effekt der Kummulation. Einmahlzahlungen sind einfach einer schlechter Marketinggag.

Kaiser80

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2510 am: 26.09.2022 07:40 »
Einmahlzahlungen sind einfach einer schlechter Marketinggag.
Nein, denn wie du leider auch hier im Forum siehst, scheint es zumindest bei einigen zu verfangen. Das ist dann gutes Marketing!

Kryne

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2511 am: 26.09.2022 07:41 »
Der DBB fordert ein "dickes Plus"

https://www.dbb.de/artikel/silberbach-beim-dbb-branchentag-wir-werden-druck-aufbauen.html

Am 11.10. wissen wir mehr bin gespannt. Zumindest wissen wir dann mal die Forderungen.. und erst ab dem 30. März, dem Ende der 3. Verhandlungsrunde, ist mit einem Tarifabschluss zu rechnen.

Bis dahin wird sich was von der Belastungsseite noch einiges tun.

Dickes Plus würde ja heißen eine Reallohnerhöhung. Da wir bis März locker bei 10-15% Inflation sein werden, müssten die ja ein Lohnplus von 11-16% rausholen. Bin gespannt.

Kryne

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2512 am: 26.09.2022 08:31 »
Einmahlzahlungen sind einfach einer schlechter Marketinggag.
Nein, denn wie du leider auch hier im Forum siehst, scheint es zumindest bei einigen zu verfangen. Das ist dann gutes Marketing!

Leider lese ich auch in den sozialen Medien an fast "jeder Ecke" das die Forderung der Einmalzahlung mit rein muss. Ein großer Teil versteht leider nicht was für ne riesen Sauerei das für die AN wäre...

Diese Entlastungszahlung hat NICHTS in der Tarifrunde verloren.

Wenn die Arbeitgeber einen Funken Anstand hätte, dann würde es diese Entlastungszahlung jetzt einfach so, ohen Tarifrunde, ohne Bedinguen und ohne großes Tamtam für alle Angestellten geben. Nämlich als das was sie sein soll, zur "ENTLASTUNG" und nicht als Augenwischerei während einer Tarifrunde.

Unser Sparbuch Olaf kann auch nur groß die Fresse aufreissen und große Töne spucken, dass er hofft das viele Firmen das ihren Mitarbeitern auszahlen. Bekommen denn die Bundesangestellten einen Cent extra ausser der Reihe jetzt ?

Nur noch zum lachen das ganze.

Philipp

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2513 am: 26.09.2022 09:53 »
Wer unbedingt eine Arbeitszeitverkürzung rbaucht der kann seinen Vertrag reduzieren lassen.
Arbeitszeitverkürzung bei Verzicht auf Kohle - ohne mich!
Also eine Arbeitszeitverkürzung bei gleichbleibendem Lohn ist ok?

Ich wäre damit vollkommen zufrieden - Freizeit ist unbezahlbar und lässt sich nicht mit mickrigen Prozenten Lohnerhöhung aufwiegen.
Wenn man mir 10% der Arbeitszeit einkürzt bei gleichbleibendem Lohn, nehme ich das gerne mit.

Niemand von uns arbeitet Vollzeit produktiv, also auch kein realer Verlust für die AG, außer bei den Anwesenheits-Fetischisten für ein guter AN bitte von 08:00 Uhr bis 17:00 an seinem Schreibtisch kleben muss.

Wer unbedingt mehr Geld braucht hat dann auch zeit für einen Nebenjob  8) - hörte, die Gastronomie sucht derzeit.

Kryne

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2514 am: 26.09.2022 10:21 »
Wer unbedingt eine Arbeitszeitverkürzung rbaucht der kann seinen Vertrag reduzieren lassen.
Arbeitszeitverkürzung bei Verzicht auf Kohle - ohne mich!
Also eine Arbeitszeitverkürzung bei gleichbleibendem Lohn ist ok?

Ich wäre damit vollkommen zufrieden - Freizeit ist unbezahlbar und lässt sich nicht mit mickrigen Prozenten Lohnerhöhung aufwiegen.
Wenn man mir 10% der Arbeitszeit einkürzt bei gleichbleibendem Lohn, nehme ich das gerne mit.

Niemand von uns arbeitet Vollzeit produktiv, also auch kein realer Verlust für die AG, außer bei den Anwesenheits-Fetischisten für ein guter AN bitte von 08:00 Uhr bis 17:00 an seinem Schreibtisch kleben muss.

Wer unbedingt mehr Geld braucht hat dann auch zeit für einen Nebenjob  8) - hörte, die Gastronomie sucht derzeit.

Hätte ich nicht bald ne persönliche Inflationsrate von 20% wäre ich da voll bei dir.

Aber die Rechnungen bezahlen sich nicht vom Zuhause hocken.

Was soll ich mit der Freizeit machen, wenn ich im April nächstes Jahr den Punkt erreiche nicht mal mehr Geld beiseite legen zu können, weil dann alles was reinkommt 1:1 wieder rausgeht ?

Besserung ist nicht in Sicht. Selbst wenn der Konflikt in der Ukraine irgendwann mal vorbei ist, wird doch hier keiner glauben, dass wir jemals wieder an die "alten" Preise ranrücken.

Strom wird auf immer und ewig der teuerste auf der Welt bleiben. Das Level von 20-30 cent / kwh werden wir niemals wieder erreichen und beim Gas sieht es nicht besser aus.

Spritpreise werden auch nie wieder unter 1,80 sinken. Egal was auf der Welt passiert.

Und auch die Lebensmittel werden nicht mehr günstiger. Oder meint ihr auch nur ein Salzhersteller wird wieder auf 0,19€ runtergehen, jetzt wo sich eh alle an 0,29€ gewöhnt haben !?

Bastel

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2515 am: 26.09.2022 10:29 »
Die freie Zeit kannst du bei Lidl sn der Kasse arbeiten. Da bleibt vermutlich mehr hängen als bei 3% Verdi Ergebnis.

Kryne

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2516 am: 26.09.2022 10:44 »
Die freie Zeit kannst du bei Lidl sn der Kasse arbeiten. Da bleibt vermutlich mehr hängen als bei 3% Verdi Ergebnis.

Dann muss aber mehr her als eine Stunde weniger pro Woche :D

Vermutlich ist man dann tatsächlich mit nem Minijob der Mindestlohn bringt bald besser dran, von dem her was am Ende hängen bleibt.

DiVO

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2517 am: 26.09.2022 10:53 »
Der DBB fordert ein "dickes Plus"

https://www.dbb.de/artikel/silberbach-beim-dbb-branchentag-wir-werden-druck-aufbauen.html

Am 11.10. wissen wir mehr bin gespannt. Zumindest wissen wir dann mal die Forderungen.. und erst ab dem 30. März, dem Ende der 3. Verhandlungsrunde, ist mit einem Tarifabschluss zu rechnen.

Bis dahin wird sich was von der Belastungsseite noch einiges tun.

Dickes Plus würde ja heißen eine Reallohnerhöhung. Da wir bis März locker bei 10-15% Inflation sein werden, müssten die ja ein Lohnplus von 11-16% rausholen. Bin gespannt.

Ich denke wir werden eher 100 - 150 % locker sein - Spaß beiseite. Wo auch immer du diese gewürfelten Zahlen hernimmst, keine Ahnung. Der Benzinpreis an der Zapfsäule ist seit März wieder um 15 % gesunken und wird, wenn sich der Euro wieder ein wenig erholt, noch deutlich mehr sinken. Öl- und Gaspreise sinken seit einigen Wochen deutlich. Erdgas hat auf 12-Monatssicht "nur" noch 19 % Aufschlag. Mal schauen wo wir da dann beim Vergleich März 2022 zu März 2023 liegen.

Gas- und Strompreise sind durch die Anbieter bereits nach oben angepasst. Wenn die Preise an den Börsen so bleiben, werden hier auch bald die ersten Senkungen stattfinden. Sobald die Gasumlage zurückgezogen wird, ist doch auch hier die erste Entspannung spürbar.

Ansonsten mein Tipp: einfach mal durchatmen und nicht durchdrehen.

Kryne

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2518 am: 26.09.2022 11:02 »


Ich denke wir werden eher 100 - 150 % locker sein - Spaß beiseite. Wo auch immer du diese gewürfelten Zahlen hernimmst, keine Ahnung. Der Benzinpreis an der Zapfsäule ist seit März wieder um 15 % gesunken und wird, wenn sich der Euro wieder ein wenig erholt, noch deutlich mehr sinken. Öl- und Gaspreise sinken seit einigen Wochen deutlich. Erdgas hat auf 12-Monatssicht "nur" noch 19 % Aufschlag. Mal schauen wo wir da dann beim Vergleich März 2022 zu März 2023 liegen.

Gas- und Strompreise sind durch die Anbieter bereits nach oben angepasst. Wenn die Preise an den Börsen so bleiben, werden hier auch bald die ersten Senkungen stattfinden. Sobald die Gasumlage zurückgezogen wird, ist doch auch hier die erste Entspannung spürbar.

Ansonsten mein Tipp: einfach mal durchatmen und nicht durchdrehen.

Wie gut die Ölmafia sinkende Preise weitergibt sehen wir ja seit Monaten ;) , wenn sich der Kunde erst mal mit einem Preislevel abgefunden hat, wird es da auch nicht mehr runter gehen.

Warum sollten die den Sprit jemals wieder unter 1,80 verkaufen, wenn die Leute jetzt sogar 2,20 und mehr bezahlen ? Es kann halt nicht jeder zum tanken ins Ausland fahren.

Lebensmittel sieht es doch genau so aus. Als ob auch nur ein einziges Supermarkprodukt nochmal günstiger wird. Wovon träumst du sonst so ? Milch bei Aldi ist ca. 50% teurer geworden bei mir. Ich gehe jede Wette ein, dass die nie wieder auch nur einen Cent günstiger wird.

Strom und Gas genau das gleiche. Die Preise werden grad massivst hoch geschraubt. Denkst du im Ernst die gehen nochmal aufs Level von 2020/21 zurück ? Bleib bitte realistisch.

Wenn die Gasumlage jetzt wirklich kippt, dann fallen die paar Cent halt wieder weg, weil die Grundlage für diese konkreten Cent halt weg ist. Das ist aber auch das einzige.


Ich habe den Eindruck manche geben sich immer noch der Illusion hin, dass wir im nächsten Jahr wieder völlig "normal" unterwegs sind.

Die richtigen Kracher kommen erst noch.

Warte mal ab bis nächstes Jahr im ganzen Land die Nebenkostenabrechnungen mit 1000-3000€ Nachzahlungsforderungen bei den Leuten einflattern und die Abschläge um 100-300€ angehoben werden :D

Herbert Meyer

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2519 am: 26.09.2022 11:15 »
Zitat

Ich denke wir werden eher 100 - 150 % locker sein - Spaß beiseite. Wo auch immer du diese gewürfelten Zahlen hernimmst, keine Ahnung. Der Benzinpreis an der Zapfsäule ist seit März wieder um 15 % gesunken und wird, wenn sich der Euro wieder ein wenig erholt, noch deutlich mehr sinken. Öl- und Gaspreise sinken seit einigen Wochen deutlich. Erdgas hat auf 12-Monatssicht "nur" noch 19 % Aufschlag. Mal schauen wo wir da dann beim Vergleich März 2022 zu März 2023 liegen.

Gas- und Strompreise sind durch die Anbieter bereits nach oben angepasst. Wenn die Preise an den Börsen so bleiben, werden hier auch bald die ersten Senkungen stattfinden. Sobald die Gasumlage zurückgezogen wird, ist doch auch hier die erste Entspannung spürbar.

Ansonsten mein Tipp: einfach mal durchatmen und nicht durchdrehen.

Durchatmen und nicht druchdrehen ist bestimmt vorteilhaft, trotzdem sind diese Zahlen alles andere als "gewürfelt". Die Bundesbank geht für den September bereits wieder von einer Inflationsrate jenseits der 8 Prozent aus, wenn die Warenkorb-Tricksereien ignoriert werden, liegt die persönliche Inflationsrate bei den meisten Haushalten noch wesentlich höher, die Erzeugerpreise sind im Jahresvergleich um 46 Prozent gestiegen, die Konsequenzen aber noch nicht vollständig durchgereicht, selbst die gemäßigte Süddeutsche hat vor wenigen Tagen einen Leitartikel mit allerhand Zahlenmaterial gebracht, der voraussagt, dass sich die Situation 2023 nochmal wesentlich verschlimmert, in einigen Euro-Staaten liegt die Inflationsrate bereits jenseits der 20 Prozent - ja, durchatmen und nicht durchdrehen ist das Gebot der Stunde, trotzdem hilft es nicht die Tatsache zu ignorieren, dass die Aussichten nicht rosig sind.

Übrigens warte ich jetzt schon seit Wochen, dass sich der fallende Börsenpreis für ein Barrel auch auf die Heizölpreise niederschlägt. Bisher erfolglos, der Preis schwankt weiterhin um 155 Euro für 100 Liter (Vorjahr 77 Euro für 100 Liter).