Autor Thema: Tarifverhandlungen und die Inflation  (Read 432383 times)

daseinsvorsorge

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2760 am: 30.09.2022 13:20 »

Am Ende läuft es immer darauf hinaus wer den längeren Atem im Arbeitskampf hat und da kann ich mir für die Breite des ÖD z.B. kaum einen 79-Tage-Streik wie an den Uni-Kliniken vorstellen.

Genauo ist es - und deshalb wird es wieder bei den üblichen Abschlüssen bleiben, wenn auch dieses Mal etwas höher :5% für 23 + 6% für 24 und Einmalzahlung  ca. 800,-.


HoMie02

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2761 am: 30.09.2022 13:46 »


Die Frage ist, wie wir mehr Druck aufbauen können. Bei 3 Mio. Beschäftigten könnte man doch Verwaltung, Kitas, Müllabfuhr lahm legen. Warum gelingt das anderen Branchen mit weitaus weniger Beschäftigten? Piloten fliegen nicht mehr, Lokführer fahren nicht mehr....

Die Antwort liegt doch glatt auf der Hand; haben Sie denn den Post des franzö. Forumsgott nicht gelesen? Dort beschreibt er ja, dass man "aus dem Phlegma der Gewerkschafter ja nicht auf das große Heer der freien Arbeitnehmer schließen kann".

Ich bin gespannt, wie die Nichtorgansierten das Heft in die Hand nehmen und Verwaltung, Kitas, Müllabfuhr lahm legen. Und das wahrscheinlich nicht nur für einen Tag, sondern über Wochen.

Ganz einfach: Corona-Lockdown reloaded. Diesmal aber richtig!

Der TV-BA ist ebenfalls am TVöD gekoppelt...
Streiken könnten theoretisch u.a. Familienkassen, ZAV, Leistungsabteilungen der JC, Operativer Service der BA, Arbeitsvermittlung, Arbeitgeberservice und Berufsberatung.

Damit hätten wir so Dinge wie Kindergeld, ALG/ALG II, Kurzarbeitergeld, Übergangsgeld/Insolvenzgeld, AG Zuschüsse, Stellenaufnahmen, Arbeitserlaubnisverfahren, Lohnzuschüsse für  Arbeitnehmer, Weiterbildungen, Berufsberatung U25 und im Erwerbsleben beisammen.

Bisher gab es trotz relativ großer Streikbereitschaft der Belegschaft eher wenig Interesse seitens der Gewerkschaften hier wirklich zu mobilisieren - auch Verdi und vbba/DGB wollten nach eigener Aussage den sozialen Frieden nicht gefährden.
In diesen Zeiten könnte alleine die Drohung der Nichtbearbeitung von Kurzarbeitergeld oder Nichtumsetzung des Bürgergelds Wunder bewirken - man muss sich nur trauen...

Bastel

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2762 am: 30.09.2022 13:49 »
Und das hätte jetzt was mit "Wer im Parteienspektrum von rot bis schwarz lauter Linksextremisten erkennt" zu tun?

Ich kann eigentlich kaum glauben, dass das eine ernstgemeinte Frage ist, aber ich versuche darauf zu antworten.

Der genannte User behauptet Antifaschisten wären "linksradikale Terroristen", anschließend behauptet er, dass diese vom gesamten Parteienspektrum "rot bis schwarz" geduldet bzw. unterstützt werden würden.

Und das hätte jetzt was mit "Wer im Parteienspektrum von rot bis schwarz lauter Linksextremisten erkennt" zu tun?

Gibt es auf, das kapiert der nicht...

Beamtenmichel

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2763 am: 30.09.2022 14:15 »

Am Ende läuft es immer darauf hinaus wer den längeren Atem im Arbeitskampf hat und da kann ich mir für die Breite des ÖD z.B. kaum einen 79-Tage-Streik wie an den Uni-Kliniken vorstellen.

Genauo ist es - und deshalb wird es wieder bei den üblichen Abschlüssen bleiben, wenn auch dieses Mal etwas höher :5% für 23 + 6% für 24 und Einmalzahlung  ca. 800,-.

6 % für 24 Monate? Dass wären 3% pro Jahr mit einer Inflation von ca. 9 %? Waenn dass so kommen sollte muss man sich echt überlegen was man macht

daseinsvorsorge

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2764 am: 30.09.2022 14:21 »

Am Ende läuft es immer darauf hinaus wer den längeren Atem im Arbeitskampf hat und da kann ich mir für die Breite des ÖD z.B. kaum einen 79-Tage-Streik wie an den Uni-Kliniken vorstellen.

Genauo ist es - und deshalb wird es wieder bei den üblichen Abschlüssen bleiben, wenn auch dieses Mal etwas höher :5% für 23 + 6% für 24 und Einmalzahlung  ca. 800,-.

6 % für 24 Monate? Dass wären 3% pro Jahr mit einer Inflation von ca. 9 %? Waenn dass so kommen sollte muss man sich echt überlegen was man macht

...  5% für 2023 + 6% für 2024

teclis22

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2765 am: 30.09.2022 14:54 »
Da ja immer auf den "unorganisierten MItgliedern" rumgehackt wird:
ich bin ein solcher und könnte gut 1 Monat Streik - sprich kein Einkommen- über stehen. Und da ich eher ein Verschwender bin (gem. Forum da ich keine 500€  im Moant sparen kann) dürften die Sparfüchse noch wesentlich länger ausharren können.  Und ich glaube das ist länger als Verdis Streikkassen zulassen würden.

TVWaldschrat

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2766 am: 30.09.2022 15:17 »
Da ja immer auf den "unorganisierten MItgliedern" rumgehackt wird:
ich bin ein solcher und könnte gut 1 Monat Streik - sprich kein Einkommen- über stehen. Und da ich eher ein Verschwender bin (gem. Forum da ich keine 500€  im Moant sparen kann) dürften die Sparfüchse noch wesentlich länger ausharren können.  Und ich glaube das ist länger als Verdis Streikkassen zulassen würden.

Da wird nicht drauf rumgehackt; die "unorganisierten" haben einfach nur keinen Anspruch auf das von Verdi für Mitglieder ausgehandelte Tarifentgelt, sie bekommen es dennoch, da die AG es denen (natürlich aus Eigennutz) gönnen. Verdi kommuniziert blöderweise, dass sie für x-Millionen Menschen mitverhandeln, damit's in der breiten Öffentlichkeit bzw. den Medien und eventuell auf AG-Seite Eindrucksvoll aussieht.

Meines Wissens nach gibt es keine "unorganisierten" (Gewerkschafts-)Mitglieder. Es geht auch nicht unbedingt ums können, wohl aber ums wollen. Wenn's an den eigenen Urlaub oder das Konto geht, da man kein Streikgeld von der Gewerkschaft erhält, wollen viele AN in Deutschland nicht streiken, wenn nicht gerade akuter Jobverlust droht. Das Gehalt im öD scheint auch nicht schlecht genug zu sein, wenn nicht-organisierte nicht auf eigene kosten Streiken gehen. Bisher haben die Ergebnisse häufig für einen Reallohngewinn gesorgt... ist doch was?

Es steht jedem Nicht-Mitglied frei, sich einer gewerkschaftlich organisierten Arbeitsniederlegung anzuschließen. Das ist sein gutes Recht und man darf dafür nicht gekündigt werden. Dann muss man auch nicht den "linksextremen Antifa" Gewerkschaften 1% vom Monatsbrutto abgeben um die Selbstverwaltung der Gewerkschaften zu finanzieren... Alle wären Glücklich...

Und der Rest, der nicht streiken geht oder sich gewerkschaftlich organisiert, verhandelt halt das eigene übertarifliche Entgelt, auch das ist jedem freigestellt. Das tarifliche Entgelt ist nur das mindeste, deswegen gibt es hier im Forum auch so viele, die bessere Verhandlungsergebnisse erzielen als Verdi es tut.

BeamterBR

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2767 am: 30.09.2022 15:31 »
Wie realistisch ist das ? Wenn selbst die eher kampffreudige und selbstbewusste IG Metall nach meiner Kenntnis 8% fordert ? Und den Bürgern eine zweistellige Forderung quasi nicht vermittelbar sein dürfte ?

Sicher nicht sehr realistisch. Das sollte auch klar sein, aber wer nur mit 10% ins Rennen geht, bekommt keine 10% im Abschluss.

Die IG Metall muss die Gesamtwirtschaft im Auge behalten und hat in den vielen vielen vergangenen Jahren keine so schlechten Abschlüsse geschaffen wie Verdi. Für die IG Metall stellen die Forderungen auch Umsätze in der Marktwirtschaft voraus. Im öffentlichen Dienst orientieren wir uns zumeist nur an Inflation und dem Haushalt. Der Haushalt ist seit 2020 Jahr für Jahr so potent wie nie zuvor. Die Inflation steigt zunehmend. Außerdem ist es auch wieder eine Chance der Annäherung des öffentlichen Sektors an den Privatsektor um langfristig das Gehaltsgefüge etwas anzugleichen. So wird auch der öffentliche Dienst mit seinem jahrelang zu beklagenden Fachkräftemangel wieder attraktiver für junge Menschen.

Diese Gründe sollte die Erwartung an eine entsprechend hohe Forderung noch weiter antreiben.
Nicht nur das Verdi das Versagen und den Reallohnverlust der Jahre 2021 und 2022 in dieser Runde berücksichtigen muss, sie müssen auch die prognostizierte Inflation 2023 einplanen. Jedes einstellige Ergebnis bei einer Laufzeit von 12 Monaten ist ein Schlag ins Gesicht für jedes Gewerkschaftsmitglied. Um ein zweistelliges Ergebnis zu erreichen muss auch hoch angesetzt werden. Das lässt Spielraum für Verhandlungen nach unten bei einer Laufzeit von 12 Monaten oder aber schafft Möglichkeiten einer Staffelung über 24 Monate.

Die Sünden der vergangenen Abschlüsse dürfen hier einfach nicht vergessen werden. Wir erleben seit 2021 einen dauerhaften, spürbaren und anhaltenden Rückgang unserer Kaufkraft.

Ich sage dazu nur:

Der Arbeitgeberverband hat den Kommunen für die Planung eine Höhe von 5% angegeben. Es wird also maximal 5% für 2023.

Und da Verdi sich auch zu Corona "Hochzeiten" bei der Öffentlichkeitswahrnehmung nicht getraut hat Kurzarbeitergeld oder Gesundheitsämter zu bestreiken ist die ganze Sache gegessen.

Einzig die Beamten können hoffen irgendwann mal halbwegs vernünftige Gehälter zu bekommen, wenn das Bundesverfassungsgericht 2040 irgendwann mal die Lust verliert rechtswidrige Heilungsversuche zu ertragen.

JesuisSVA

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2768 am: 30.09.2022 17:26 »
Da ja immer auf den "unorganisierten MItgliedern" rumgehackt wird:
ich bin ein solcher und könnte gut 1 Monat Streik - sprich kein Einkommen- über stehen. Und da ich eher ein Verschwender bin (gem. Forum da ich keine 500€  im Moant sparen kann) dürften die Sparfüchse noch wesentlich länger ausharren können.  Und ich glaube das ist länger als Verdis Streikkassen zulassen würden.

Da wird nicht drauf rumgehackt; die "unorganisierten" haben einfach nur keinen Anspruch auf das von Verdi für Mitglieder ausgehandelte Tarifentgelt, sie bekommen es dennoch, da die AG es denen (natürlich aus Eigennutz) gönnen. Verdi kommuniziert blöderweise, dass sie für x-Millionen Menschen mitverhandeln, damit's in der breiten Öffentlichkeit bzw. den Medien und eventuell auf AG-Seite Eindrucksvoll aussieht.

Meines Wissens nach gibt es keine "unorganisierten" (Gewerkschafts-)Mitglieder. Es geht auch nicht unbedingt ums können, wohl aber ums wollen. Wenn's an den eigenen Urlaub oder das Konto geht, da man kein Streikgeld von der Gewerkschaft erhält, wollen viele AN in Deutschland nicht streiken, wenn nicht gerade akuter Jobverlust droht. Das Gehalt im öD scheint auch nicht schlecht genug zu sein, wenn nicht-organisierte nicht auf eigene kosten Streiken gehen. Bisher haben die Ergebnisse häufig für einen Reallohngewinn gesorgt... ist doch was?

Es steht jedem Nicht-Mitglied frei, sich einer gewerkschaftlich organisierten Arbeitsniederlegung anzuschließen. Das ist sein gutes Recht und man darf dafür nicht gekündigt werden. Dann muss man auch nicht den "linksextremen Antifa" Gewerkschaften 1% vom Monatsbrutto abgeben um die Selbstverwaltung der Gewerkschaften zu finanzieren... Alle wären Glücklich...

Und der Rest, der nicht streiken geht oder sich gewerkschaftlich organisiert, verhandelt halt das eigene übertarifliche Entgelt, auch das ist jedem freigestellt. Das tarifliche Entgelt ist nur das mindeste, deswegen gibt es hier im Forum auch so viele, die bessere Verhandlungsergebnisse erzielen als Verdi es tut.

Natürlich haben die freien Arbeitnehmer ggfs. einen Anspruch, und zwar genau dann, wenn sie ihn mit dem Arbeitgeber verhandelt haben. Das hat auch nichts mit "gönnen" zu tun, vielmehr ist es das Verhandlungsergebnis des einzelnen freien Arbeitnehmers, der häufig unter Annahme des allerersten Angebots des Arbeitgebers das gleiche Ergebnis erzielt wie die Gewerkschaften.

TVWaldschrat

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2769 am: 30.09.2022 18:32 »
Da ja immer auf den "unorganisierten MItgliedern" rumgehackt wird:
ich bin ein solcher und könnte gut 1 Monat Streik - sprich kein Einkommen- über stehen. Und da ich eher ein Verschwender bin (gem. Forum da ich keine 500€  im Moant sparen kann) dürften die Sparfüchse noch wesentlich länger ausharren können.  Und ich glaube das ist länger als Verdis Streikkassen zulassen würden.

Da wird nicht drauf rumgehackt; die "unorganisierten" haben einfach nur keinen Anspruch auf das von Verdi für Mitglieder ausgehandelte Tarifentgelt, sie bekommen es dennoch, da die AG es denen (natürlich aus Eigennutz) gönnen. Verdi kommuniziert blöderweise, dass sie für x-Millionen Menschen mitverhandeln, damit's in der breiten Öffentlichkeit bzw. den Medien und eventuell auf AG-Seite Eindrucksvoll aussieht.

Meines Wissens nach gibt es keine "unorganisierten" (Gewerkschafts-)Mitglieder. Es geht auch nicht unbedingt ums können, wohl aber ums wollen. Wenn's an den eigenen Urlaub oder das Konto geht, da man kein Streikgeld von der Gewerkschaft erhält, wollen viele AN in Deutschland nicht streiken, wenn nicht gerade akuter Jobverlust droht. Das Gehalt im öD scheint auch nicht schlecht genug zu sein, wenn nicht-organisierte nicht auf eigene kosten Streiken gehen. Bisher haben die Ergebnisse häufig für einen Reallohngewinn gesorgt... ist doch was?

Es steht jedem Nicht-Mitglied frei, sich einer gewerkschaftlich organisierten Arbeitsniederlegung anzuschließen. Das ist sein gutes Recht und man darf dafür nicht gekündigt werden. Dann muss man auch nicht den "linksextremen Antifa" Gewerkschaften 1% vom Monatsbrutto abgeben um die Selbstverwaltung der Gewerkschaften zu finanzieren... Alle wären Glücklich...

Und der Rest, der nicht streiken geht oder sich gewerkschaftlich organisiert, verhandelt halt das eigene übertarifliche Entgelt, auch das ist jedem freigestellt. Das tarifliche Entgelt ist nur das mindeste, deswegen gibt es hier im Forum auch so viele, die bessere Verhandlungsergebnisse erzielen als Verdi es tut.

Natürlich haben die freien Arbeitnehmer ggfs. einen Anspruch, und zwar genau dann, wenn sie ihn mit dem Arbeitgeber verhandelt haben. Das hat auch nichts mit "gönnen" zu tun, vielmehr ist es das Verhandlungsergebnis des einzelnen freien Arbeitnehmers, der häufig unter Annahme des allerersten Angebots des Arbeitgebers das gleiche Ergebnis erzielt wie die Gewerkschaften.

Ich wüsste gerne was diese freien Arbeitnehmer sind, von denen du ständig redest. Ist das wieder so ein Stammtischgebrabbel, dass alle anderen unfreie Arbeitnehmer der BRD GmbH sind? Der echte und heilige Spid würde sowas nie sagen!

JesuisSVA

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2770 am: 30.09.2022 18:39 »
Was heißt hier „wieder“? Wer hätte sowas gebrabbelt, was Du behauptest?

Gewerkschaftsmitglieder sind gebunden, die übrigen Arbeitnehmer sind frei.

TVWaldschrat

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2771 am: 30.09.2022 18:47 »
Gewerkschaftsmitglieder sind gebunden, die übrigen Arbeitnehmer sind frei.

Das macht die übrigen Arbeitnehmer aber nicht zu freien Arbeitnehmern, sondern zu Arbeitnehmern ohne Mitgliedschaft in einer Arbeitnehmervertretung.  ???

JesuisSVA

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2772 am: 30.09.2022 18:51 »
Sie sind gewerkschaftlich nicht gebunden, also frei. Oder inwiefern wären sie nicht frei?

Und wer hätte nun sowas gebrabbelt, was Du behauptest? Gerne mit Zitation des Beitrags, ist ja schließlich ein schriftliches Medium. Oder war Deine Behauptung nur Agitprop?

daseinsvorsorge

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2773 am: 30.09.2022 19:07 »
Da ja immer auf den "unorganisierten MItgliedern" rumgehackt wird:
ich bin ein solcher und könnte gut 1 Monat Streik - sprich kein Einkommen- über stehen. Und da ich eher ein Verschwender bin (gem. Forum da ich keine 500€  im Moant sparen kann) dürften die Sparfüchse noch wesentlich länger ausharren können.  Und ich glaube das ist länger als Verdis Streikkassen zulassen würden.

OK- Aber wie lange sind Sie denn nun bereit zu streiken ?

TVWaldschrat

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2774 am: 30.09.2022 19:15 »
Sie sind gewerkschaftlich nicht gebunden, also frei. Oder inwiefern wären sie nicht frei?

Und wer hätte nun sowas gebrabbelt, was Du behauptest? Gerne mit Zitation des Beitrags, ist ja schließlich ein schriftliches Medium. Oder war Deine Behauptung nur Agitprop?
Hab jetzt keine Lust lange zurück zu gehen und alles rauszusuchen.

U.a. sind ein paar Begriffe hier im Kontext eine häufige Stammtischparole von stark rechtsgerichteten sowie den eher... schwierigen... wirtschaftsliberalen Personen... und noch ein paar anderen Gruppen... Die mögen Gewerkschaften sogar noch weniger als Arbeitgeber und Behördenleitungen.
Warum sollte das für freie Arbeitnehmer ein Problem sein? Die finanzieren ja nicht mit 1 Prozent ihres Gehalts Gewerkschaftsbonzen, bezahlte Gewerkschaftstrolle und Antifa-Förderung.
Das kann man nämlich so verstehen, als würdest du zu einer dieser Gruppe gehören. Gerade das "freie Arbeitnehmer" klingt nach freier Energie und Forellenturbine. Und Antifa? Ich bitte dich.

Wenn du allerdings nur ÜT und nicht mal AT bist, dann tut mir deine Abhängigkeit von den Antifa-Finanzierenderen Gewerkschaftsbonzen allerdings einfach nur noch leid. Ich hoffe du verzichtest wenigstens auf Tarifsteigerungen, sonst wärst du ja ein einfacher Mitläufer...


Gewerkschaften sind bei weitem nicht perfekt... überhaupt nicht. Und ich gebe dir in manchen deiner Aussagen Recht. Allerdings sind Steine nicht von angestellten des öD zu werfen, denn der öD gehört deutlich entschlackt. Und der Steuerzahler zahlt öD-Bonzen und deine geliebte "Antifa" und vom BfV beobachtete rechtsradikale gezwungenermaßen mit... und das eventuell mit ein bisschen mehr als 1% vom Monatsbrutto.