Autor Thema: Tarifverhandlungen und die Inflation  (Read 489250 times)

yamato

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2940 am: 05.10.2022 14:54 »
Keine Sorge.
Und wenn der Staat seinem Auftrag nachkommt werden sie früher oder später auch verboten. Wie der ganze restliche braune Müll auch.

Wusste gar nicht, dass der Staat in Deutschland Parteien verbieten kann, ich war immer der Meinung das darf nur das Verfassungsgericht. Bisher betraf das nur zwei Parteien in Deutschland, eine Rechtsradikale und eine Linksradikale.
Abgesehen davon wäre es ganz einfach die AFD zu marginalisieren. Die Regierung und das Parlament müssten nur dafür sorgan, dass nur noch echte Flüchtlinge hierblieben, jeder abgelehnte Asylbewerber ist zurückzuführen und nicht erst nach Jahren sondern sofort nach Ausschöpfung der Rechtsmittel. Kriegsflüchtlinge, sofern hier nicht bereits perfekt integriert, nach Ende des Krieges.
Also eigentlich Selbstverständlichkeiten, die aber eben der AfD Wähler zutreiben wenn sie nicht funktionieren.

daseinsvorsorge

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2941 am: 05.10.2022 15:00 »
Entscheidend ist, das die Steuern viel zu hoch sind. Da muss der Hebel angesetzt werden, den Leuten mehr zum Atmen geben und damit die Wirtschaft ankurbeln.

A)Warum nehmen die AN das so hin ? B) Wenn die Steuern für die AN gesenkt werden, was ich gut fänd´, müssen andere dann mehr zahlen oder werden Ausgaben gesenkt oder ist es dann steuerlich einkommensneutral, weil mehr konsumiert wird ?

Kaiser80

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2942 am: 05.10.2022 15:03 »
...
Also eigentlich Selbstverständlichkeiten, die aber eben der AfD Wähler zutreiben wenn sie nicht funktionieren.
Nein, dann wären die Ergebnisse der AfD doch deutlich höher.

Herbert Meyer

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2943 am: 05.10.2022 15:07 »

Inflationsspirale ist kein ausgedachter Begriff und auch kein Abschreckungsbeispiel sondern schlicht ein Trendszenario.

Aber einfach nur alle Löhne immer nur nach der Inflation zu erhöhen bringt einfach nichts.

Durch die EZB-Politik habe wir in den vergangenen zehn Jahren eine beispiellose Geldmengenauswertung erfahren, begleitet durch die dauerhaft mahnenden Stimmen, dass dies zu einer hohen Inflation führen wird. Statt auf diese mahnenden Stimmen zu hören, wurde noch Öl ins Feuer gegossen, so haben bekannterweise zahlreiche europäische Staaten schuldenfinanzierte Corona-Hilfspakte in zuvor nicht vorstellbaren Höhen gedruckt / am Computer generiert. Und auch jetzt haben wir wieder ein 200 Milliarden schweres "Doppelwumms", das abseits der Schuldenbremse läuft - also erneut Kohle, die am Computer aus dem Nichts generiert wird.

Aber die lächerlichen Lohnerhöhungen, die Verdi und Co. erzielen und auch diesmal wahrscheinlich nur erzielen werden, sollen die großen, bösen, zu vermeidenden Inflationstreiber sein? Lächerlich. Und dieser ökonomischen Lüge auch noch zu folgen und nachzuplappern offenbart lediglich ein ausgeprägtes Sklavendenken.

Und hier ist noch vollständig ausgeklammert, dass wir uns selbst die Energiequellen ausknippsen. Zur Einnerung: Knapp = teuer.

BAT

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2944 am: 05.10.2022 15:08 »

A)Warum nehmen die AN das so hin ? B) Wenn die Steuern für die AN gesenkt werden, was ich gut fänd´, müssen andere dann mehr zahlen oder werden Ausgaben gesenkt oder ist es dann steuerlich einkommensneutral, weil mehr konsumiert wird ?

A) meist keine andere Wahl, ich habe Teilzeit genutzt und unversteuerte Gewinne aus Kapital mir zu Eigen gemacht

B) die Steuerkurve gehört nach rechts vorschoben, mindestenes aufkommensneutral gerne auch mit zusätzlichen Steuereinnahmen, aber ein Abteilungsleiter in einer KOmmune mit Höchststeuersatz? da stimmt was nicht. Ausgaben sollte man um mindestens 50 Milliarden senken, wenn man weniger Zuschuss in die GRV zahlt. 30 Milliarden weniger Staatshaushalt, 20 Milliarden in die Infrastruktur, und das jährlich.

Kaiser80

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2945 am: 05.10.2022 15:20 »

B) die Steuerkurve gehört nach rechts vorschoben, mindestenes aufkommensneutral gerne auch mit zusätzlichen Steuereinnahmen, aber ein Abteilungsleiter in einer KOmmune mit Höchststeuersatz? da stimmt was nicht.
Nur zur sprachlichen Klarstellung:
Als Single in 2022 bei rd. 58k=Spitzensteuersatz 42%
Der Höchststeuersatz (45%) greift bei Einzelveranlagung ab rd. 277k, das dürfte kein Abteilungsleiter einer Kommune haben.

Ansonsten Zustimmung. Zwischen 58 und 277 gibtt es keinen progressiven Anstieg. Versteh wer will, ich nicht.
(Die so hochgelobten Skandinavier nehmen so 52 bis 57%, nur so am Rande...)

BAT

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2946 am: 05.10.2022 15:26 »
Okay danke für die sprachliche Klarstellung. Ich dachte der Spitzensteuersatz wäre derjenige ab 270 K...

Und ja, es gibt nicht nur keinen progressiven Anstiege, sondern es entfallen noch im Bereich des Spitzensteuersatzes weitere Beiträge zur KV und PV. Also doppelt gearscht, wer genau am Peak verdient.


Keeper83

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2947 am: 05.10.2022 15:27 »
Ich würde mich ja aufregen über die Dummheit der Bücklinge hier aber ich weiß, das es nur ne Bubble ist. Das Land hat die Faxxen dicke, die nächsten Jahre  werden viel Neues mitsichbringen. Gott sei Dank ist die Alternative für Deutschland bereits bei 15%.

Viel neues, jo.

Attraktive Listenplätze bei Wahlen werden gegen Geldzahlungen verscherbelt. Ein kleiner Vorgeschmack auf die Postenvergabe bei Machtübernahme. Könnte amüsant werden.
Newsletter mit nützlichen Tipps über die richtige Bewaffnung bei den kommenden Unruhen.

Gemeinsam mit Sarah Wagenknecht den völlig unprovozierten Wirtschaftskrieg gegen den lupenreinen Demokraten im Kreml beenden. Oder wie JesuisSVA sagen würde: Tiefer, tiefer! Ich hör Sie schon stönen.

Diese Partei hat ein einziges Interesse und das ist, dass es Deutschland möglichst schlecht geht. Je schlechter die Lage, desto Höher die Umfragewerte.

Das von dieser Partei mal echte Alternativen zur aktuellen Politik präsentiert wurden, wäre mir neu. Vielleicht werden ja hier mal ein paar präsentiert und diskutiert.


BAT

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2948 am: 05.10.2022 15:29 »
Eine qualitative Komponente ist bei Wahlen zu den Parlamenten nicht vorgesehen, im Gegensatz zu einer demokratischen Komponente.

FGL

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2949 am: 05.10.2022 15:41 »
B) Wenn die Steuern für die AN gesenkt werden, was ich gut fänd´, müssen andere dann mehr zahlen oder werden Ausgaben gesenkt oder ist es dann steuerlich einkommensneutral, weil mehr konsumiert wird ?
Deutschland hat keine Einnahmeproblem, es hat ein Ausgabeproblem. Entsprechend muss die Ausgabeseite drastisch reduziert werden.

Frank7777

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2950 am: 05.10.2022 15:50 »
B) Wenn die Steuern für die AN gesenkt werden, was ich gut fänd´, müssen andere dann mehr zahlen oder werden Ausgaben gesenkt oder ist es dann steuerlich einkommensneutral, weil mehr konsumiert wird ?
Deutschland hat keine Einnahmeproblem, es hat ein Ausgabeproblem. Entsprechend muss die Ausgabeseite drastisch reduziert werden.

Deswegen gibts keine 10% Lohnerhöhung.

Philipp

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2951 am: 05.10.2022 15:52 »

Genau deshalb gehen Länder mit gesetzlicher Indexlohnanpassung wie Beligen und Luxemburg ja auch so krass vor die Hunde... oh wait...  ::)

Na, geh doch mal in Luxemburg einkaufen. Rund 20% höhere Lebenshaltungkosten als in Deutschland.

Solange die Spirale funktioniert, kein Problem. Dann kriegen einfach alle immer mehr.
Wenn der EG9a im Monat irgendwann 50.000 € verdient ist es auch kein Problem, wenn ein Brot 100 € kostet.


indianahorst

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2952 am: 05.10.2022 16:03 »

Durch die EZB-Politik habe wir in den vergangenen zehn Jahren eine beispiellose Geldmengenauswertung erfahren, begleitet durch die dauerhaft mahnenden Stimmen, dass dies zu einer hohen Inflation führen wird. Statt auf diese mahnenden Stimmen zu hören, wurde noch Öl ins Feuer gegossen, so haben bekannterweise zahlreiche europäische Staaten schuldenfinanzierte Corona-Hilfspakte in zuvor nicht vorstellbaren Höhen gedruckt / am Computer generiert. Und auch jetzt haben wir wieder ein 200 Milliarden schweres "Doppelwumms", das abseits der Schuldenbremse läuft - also erneut Kohle, die am Computer aus dem Nichts generiert wird.

Aber die lächerlichen Lohnerhöhungen, die Verdi und Co. erzielen und auch diesmal wahrscheinlich nur erzielen werden, sollen die großen, bösen, zu vermeidenden Inflationstreiber sein? Lächerlich. Und dieser ökonomischen Lüge auch noch zu folgen und nachzuplappern offenbart lediglich ein ausgeprägtes Sklavendenken.

Und hier ist noch vollständig ausgeklammert, dass wir uns selbst die Energiequellen ausknippsen. Zur Einnerung: Knapp = teuer.

Unfug, von vorne bis hinten. Deiner Logik nach müsste seit ca. 2009 galoppierende Inflation geherrscht haben. Ach, das war gar nicht so? Lag evtl. daran, dass die Geldmenge zwar ausgeweitet wurde, aber als reines Buchgeld existierte und kaum bis gar nicht in den Geldkreislauf gelangte.

Die aktuelle Inflation liegt ausschliesslich an der Verknappung von Gütern (wegen Lieferketten, unterbrochenen Rohstoff- und Energieströmen, Corona-Lockdown in China, etc), nicht an der Ausweitung der Geldmenge. 

Garfield

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2953 am: 05.10.2022 16:35 »
Keine Sorge.
Und wenn der Staat seinem Auftrag nachkommt werden sie früher oder später auch verboten. Wie der ganze restliche braune Müll auch.

Wusste gar nicht, dass der Staat in Deutschland Parteien verbieten kann, ich war immer der Meinung das darf nur das Verfassungsgericht. Bisher betraf das nur zwei Parteien in Deutschland, eine Rechtsradikale und eine Linksradikale.
Abgesehen davon wäre es ganz einfach die AFD zu marginalisieren. Die Regierung und das Parlament müssten nur dafür sorgan, dass nur noch echte Flüchtlinge hierblieben, jeder abgelehnte Asylbewerber ist zurückzuführen und nicht erst nach Jahren sondern sofort nach Ausschöpfung der Rechtsmittel. Kriegsflüchtlinge, sofern hier nicht bereits perfekt integriert, nach Ende des Krieges.
Also eigentlich Selbstverständlichkeiten, die aber eben der AfD Wähler zutreiben wenn sie nicht funktionieren.

Oh ja, noch mehr Leute abschieben, am besten diejenigen die inzwischen einen Ausbildungsplatz haben. Und dann schön jammern, wenn der Elektriker die nächsten 2 Jahre keine Zeit hat.
Ein vernünftiges Einwanderungsgesetz würde uns deutlich mehr helfen als Leute abzuschieben.
Aber das kapiert der braune Mob sein Leben lang nicht mehr.

Philipp

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2954 am: 05.10.2022 16:37 »

Durch die EZB-Politik habe wir in den vergangenen zehn Jahren eine beispiellose Geldmengenauswertung erfahren, begleitet durch die dauerhaft mahnenden Stimmen, dass dies zu einer hohen Inflation führen wird. Statt auf diese mahnenden Stimmen zu hören, wurde noch Öl ins Feuer gegossen, so haben bekannterweise zahlreiche europäische Staaten schuldenfinanzierte Corona-Hilfspakte in zuvor nicht vorstellbaren Höhen gedruckt / am Computer generiert. Und auch jetzt haben wir wieder ein 200 Milliarden schweres "Doppelwumms", das abseits der Schuldenbremse läuft - also erneut Kohle, die am Computer aus dem Nichts generiert wird.

Aber die lächerlichen Lohnerhöhungen, die Verdi und Co. erzielen und auch diesmal wahrscheinlich nur erzielen werden, sollen die großen, bösen, zu vermeidenden Inflationstreiber sein? Lächerlich. Und dieser ökonomischen Lüge auch noch zu folgen und nachzuplappern offenbart lediglich ein ausgeprägtes Sklavendenken.

Und hier ist noch vollständig ausgeklammert, dass wir uns selbst die Energiequellen ausknippsen. Zur Einnerung: Knapp = teuer.

Unfug, von vorne bis hinten. Deiner Logik nach müsste seit ca. 2009 galoppierende Inflation geherrscht haben. Ach, das war gar nicht so? Lag evtl. daran, dass die Geldmenge zwar ausgeweitet wurde, aber als reines Buchgeld existierte und kaum bis gar nicht in den Geldkreislauf gelangte.

Die aktuelle Inflation liegt ausschliesslich an der Verknappung von Gütern (wegen Lieferketten, unterbrochenen Rohstoff- und Energieströmen, Corona-Lockdown in China, etc), nicht an der Ausweitung der Geldmenge.

Deswegen war ja in den vergangenen Jahren mehrfach der Begriff "Helikoptergeld" in den Medien.
Geld was die EZB direkt den Bürgern überweist - ohne Umwege über Kredite, Banken, Staatsanleihen.

Geld beim Volk was direkt im Kreislauf ausgegeben wird führt zu Investitionen und Ausgaben, dadurch eine künstliche Nachfrage und das wiederum lässt Preise und am Ende auch die Inflation steigen.

Im Moment ist es doch eigentlich nur Energie die teuer ist und die auch zu steigenden Preisen bei anderen Produkten führt.