Autor Thema: Tarifverhandlungen und die Inflation  (Read 706829 times)

Phoenix

  • Full Member
  • ***
  • Beiträge: 149
Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #3135 am: 10.10.2022 17:07 »
Vermessen ist, dass regelmäßig Gewerkschaftsbüttel und bezahlte -trolle hier reinstolpern und fordern, man dürfe die Gewerkschaften nicht kritisieren, wenn man kein Mitglied sei. Und dann die mangelnde Durchsetzungsfähigkeit beweinen, weil der Organisationsgrad ach so niedrig sei (was ja durch eine wissenschaftliche Untersuchung, die hier verlinkt worden war, widerlegt worden ist; der Organisationsgrad im öffentlichen Dienst ist besonders hoch!). Und wenn man dann einerseits die Lethargie der Gewerkschaftsmitglieder, anders ließe sich ja die mangelnde Durchsetzungsfähigkeit nicht erklären, und andererseits kritisiert, dass die Gewerkschaften den eigenen Interessen zuwiderhandeln, heisst es dann, man solle doch eine eigene Gewerkschaft aufmachen. Wir haben also dysfunktionale Gewerkschaften mit vielen Mitgliedern, die zu lethargisch sind, um zu streiken, oder deren Streik offenbar niemand bemerken würde, denn ansonsten hätte man ja genügend Durchsetzungsfähigkeit, die aber auch nichts dafür tun, hinreichend bedeutende und streikbereite Arbeitnehmer zu gewinnen, um durchsetzungsfähig zu werden. Sich dafür aber jede Kritik verbitten.

Ich bin voll bei dir dass man die Gewerkschaften kritisieren sollte.

Was ich nicht ab kann ist der gehobene Dödel, der meint weil er ein Studium hat hätte er so viel mehr Verantwortung etc etc.

gibt genug von denen die in irgendwelchen Ministerien in Stellen mit 0 Verantwortung sitzen

Bob Kelso

  • Sr. Member
  • ****
  • Beiträge: 392
Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #3136 am: 10.10.2022 17:22 »
Vermessen ist, dass regelmäßig Gewerkschaftsbüttel und bezahlte -trolle hier reinstolpern und fordern, man dürfe die Gewerkschaften nicht kritisieren, wenn man kein Mitglied sei. Und dann die mangelnde Durchsetzungsfähigkeit beweinen, weil der Organisationsgrad ach so niedrig sei (was ja durch eine wissenschaftliche Untersuchung, die hier verlinkt worden war, widerlegt worden ist; der Organisationsgrad im öffentlichen Dienst ist besonders hoch!). Und wenn man dann einerseits die Lethargie der Gewerkschaftsmitglieder, anders ließe sich ja die mangelnde Durchsetzungsfähigkeit nicht erklären, und andererseits kritisiert, dass die Gewerkschaften den eigenen Interessen zuwiderhandeln, heisst es dann, man solle doch eine eigene Gewerkschaft aufmachen. Wir haben also dysfunktionale Gewerkschaften mit vielen Mitgliedern, die zu lethargisch sind, um zu streiken, oder deren Streik offenbar niemand bemerken würde, denn ansonsten hätte man ja genügend Durchsetzungsfähigkeit, die aber auch nichts dafür tun, hinreichend bedeutende und streikbereite Arbeitnehmer zu gewinnen, um durchsetzungsfähig zu werden. Sich dafür aber jede Kritik verbitten.

Ich bin voll bei dir dass man die Gewerkschaften kritisieren sollte.

Was ich nicht ab kann ist der gehobene Dödel, der meint weil er ein Studium hat hätte er so viel mehr Verantwortung etc etc.

gibt genug von denen die in irgendwelchen Ministerien in Stellen mit 0 Verantwortung sitzen
Sie sind mit den vielen Funktionsträger in all den Ministerien vertraut!

E15TVL

  • Moderator
  • Sr. Member
  • *****
  • Beiträge: 477
Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #3137 am: 10.10.2022 17:33 »
Vermessen ist, dass regelmäßig Gewerkschaftsbüttel und bezahlte -trolle hier reinstolpern und fordern, man dürfe die Gewerkschaften nicht kritisieren, wenn man kein Mitglied sei. Und dann die mangelnde Durchsetzungsfähigkeit beweinen, weil der Organisationsgrad ach so niedrig sei (was ja durch eine wissenschaftliche Untersuchung, die hier verlinkt worden war, widerlegt worden ist; der Organisationsgrad im öffentlichen Dienst ist besonders hoch!). Und wenn man dann einerseits die Lethargie der Gewerkschaftsmitglieder, anders ließe sich ja die mangelnde Durchsetzungsfähigkeit nicht erklären, und andererseits kritisiert, dass die Gewerkschaften den eigenen Interessen zuwiderhandeln, heisst es dann, man solle doch eine eigene Gewerkschaft aufmachen. Wir haben also dysfunktionale Gewerkschaften mit vielen Mitgliedern, die zu lethargisch sind, um zu streiken, oder deren Streik offenbar niemand bemerken würde, denn ansonsten hätte man ja genügend Durchsetzungsfähigkeit, die aber auch nichts dafür tun, hinreichend bedeutende und streikbereite Arbeitnehmer zu gewinnen, um durchsetzungsfähig zu werden. Sich dafür aber jede Kritik verbitten.

Ich bin voll bei dir dass man die Gewerkschaften kritisieren sollte.

Was ich nicht ab kann ist der gehobene Dödel, der meint weil er ein Studium hat hätte er so viel mehr Verantwortung etc etc.

gibt genug von denen die in irgendwelchen Ministerien in Stellen mit 0 Verantwortung sitzen
Langsam tuts weh…
Es ging nie darum Beschäftigte der höheren Entgeltgruppen irgendwie besser zu stellen. Vielmehr sind durch die prozentualen Erhöhungen mit Garantiebetrag die unteren Entgeltgruppen ungleich besser gestellt worden. Ausgerechnet in den Bereichen, in dem der Fachkräftemängel noch nicht sooo vorherrschend ist. Was man wenigstens erwarten kann ist, dass - prozentual - gleich erhöht wird.

Das hat mit „gehobene Dödel“, „Studium“, „Verantwortung“ und „Ministerien“ nichts zu tun. Im Übrigen sitzen dort, also im Ministerium deiner Wahl, auch Beschäftigte unterhalb der E 10.

Silentgalaxy

  • Sr. Member
  • ****
  • Beiträge: 261
Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #3138 am: 10.10.2022 18:26 »
Es geht ja hier um die Inkompetenz von Verdi. Es ist doch völlig egal ob eg6 oder 11 oder 14. Keiner von uns tut was, was nicht jemand anderes tun kann. Ich bin E11 und mein Job könnte ein Schimpanse erledigen. Generell kann ich Neid im ÖD nicht verstehen. Wir verdienen alle nicht herausragend. Ein Job in Brüssel sähe allerdings anders aus

Matti101

  • Gast
Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #3139 am: 10.10.2022 19:02 »
Vermessen ist, dass regelmäßig Gewerkschaftsbüttel und bezahlte -trolle hier reinstolpern und fordern, man dürfe die Gewerkschaften nicht kritisieren, wenn man kein Mitglied sei. Und dann die mangelnde Durchsetzungsfähigkeit beweinen, weil der Organisationsgrad ach so niedrig sei (was ja durch eine wissenschaftliche Untersuchung, die hier verlinkt worden war, widerlegt worden ist; der Organisationsgrad im öffentlichen Dienst ist besonders hoch!). Und wenn man dann einerseits die Lethargie der Gewerkschaftsmitglieder, anders ließe sich ja die mangelnde Durchsetzungsfähigkeit nicht erklären, und andererseits kritisiert, dass die Gewerkschaften den eigenen Interessen zuwiderhandeln, heisst es dann, man solle doch eine eigene Gewerkschaft aufmachen. Wir haben also dysfunktionale Gewerkschaften mit vielen Mitgliedern, die zu lethargisch sind, um zu streiken, oder deren Streik offenbar niemand bemerken würde, denn ansonsten hätte man ja genügend Durchsetzungsfähigkeit, die aber auch nichts dafür tun, hinreichend bedeutende und streikbereite Arbeitnehmer zu gewinnen, um durchsetzungsfähig zu werden. Sich dafür aber jede Kritik verbitten.

Ich bin voll bei dir dass man die Gewerkschaften kritisieren sollte.

Was ich nicht ab kann ist der gehobene Dödel, der meint weil er ein Studium hat hätte er so viel mehr Verantwortung etc etc.

gibt genug von denen die in irgendwelchen Ministerien in Stellen mit 0 Verantwortung sitzen
Langsam tuts weh…
Es ging nie darum Beschäftigte der höheren Entgeltgruppen irgendwie besser zu stellen. Vielmehr sind durch die prozentualen Erhöhungen mit Garantiebetrag die unteren Entgeltgruppen ungleich besser gestellt worden. Ausgerechnet in den Bereichen, in dem der Fachkräftemängel noch nicht sooo vorherrschend ist. Was man wenigstens erwarten kann ist, dass - prozentual - gleich erhöht wird.

Das hat mit „gehobene Dödel“, „Studium“, „Verantwortung“ und „Ministerien“ nichts zu tun. Im Übrigen sitzen dort, also im Ministerium deiner Wahl, auch Beschäftigte unterhalb der E 10.

Wenn schon die Erhöhungen in solchen Entgeltverhandlungen nur mittelmäßig ausfallen, sollten sie nicht noch ungerecht, nämlich zu Gunsten der unteren Entgeltgruppen, verteilt werden.

Und ich schließe mich den vielen Meinungen an: Wer es in jungen Jahren mit Abitur und Studium verpeilt hat - im öffentlichen Dienst kann sich nahezu Jeder mit einem A 2 Lehrgang zumindest auf eine 9 c hocharbeiten Im Sozial- und Erziehungsdienst kann sich eine Erzieherin von der 8 b mit einem berufsbegleitenden Studium der Sozialarbeit auf eine 17 (Kitaleiterin) hocharbeiten. Da gibts auch fleißige Kollegen, die das schaffen. Dank Verdi profitieren sie weniger von Entgelterhöhungen als die, welche sich in E 6 ausruhen.

Deshalb meine Forderung "X Prozent Erhöhung für Alle gleichermassen - und keine vermessenen Bonbons für untere Entgeltgruppen!"
« Last Edit: 10.10.2022 19:17 von Matti101 »

Matti101

  • Gast
Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #3140 am: 10.10.2022 19:06 »
Vermessen ist, dass regelmäßig Gewerkschaftsbüttel und bezahlte -trolle hier reinstolpern und fordern, man dürfe die Gewerkschaften nicht kritisieren, wenn man kein Mitglied sei. Und dann die mangelnde Durchsetzungsfähigkeit beweinen, weil der Organisationsgrad ach so niedrig sei (was ja durch eine wissenschaftliche Untersuchung, die hier verlinkt worden war, widerlegt worden ist; der Organisationsgrad im öffentlichen Dienst ist besonders hoch!). Und wenn man dann einerseits die Lethargie der Gewerkschaftsmitglieder, anders ließe sich ja die mangelnde Durchsetzungsfähigkeit nicht erklären, und andererseits kritisiert, dass die Gewerkschaften den eigenen Interessen zuwiderhandeln, heisst es dann, man solle doch eine eigene Gewerkschaft aufmachen. Wir haben also dysfunktionale Gewerkschaften mit vielen Mitgliedern, die zu lethargisch sind, um zu streiken, oder deren Streik offenbar niemand bemerken würde, denn ansonsten hätte man ja genügend Durchsetzungsfähigkeit, die aber auch nichts dafür tun, hinreichend bedeutende und streikbereite Arbeitnehmer zu gewinnen, um durchsetzungsfähig zu werden. Sich dafür aber jede Kritik verbitten.

Ich bin voll bei dir dass man die Gewerkschaften kritisieren sollte.

Was ich nicht ab kann ist der gehobene Dödel, der meint weil er ein Studium hat hätte er so viel mehr Verantwortung etc etc.

gibt genug von denen die in irgendwelchen Ministerien in Stellen mit 0 Verantwortung sitzen

...bilde Dich weiter, mache einen A 2 Lehrgang - dann wirst Du besser bezahlt und gibst hier nicht solche unqualifizierten Kommentare von Dir.

Dankeschön

  • Newbie
  • *
  • Beiträge: 10
Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #3141 am: 10.10.2022 19:26 »
Vermessen ist, dass regelmäßig Gewerkschaftsbüttel und bezahlte -trolle hier reinstolpern und fordern, man dürfe die Gewerkschaften nicht kritisieren, wenn man kein Mitglied sei. Und dann die mangelnde Durchsetzungsfähigkeit beweinen, weil der Organisationsgrad ach so niedrig sei (was ja durch eine wissenschaftliche Untersuchung, die hier verlinkt worden war, widerlegt worden ist; der Organisationsgrad im öffentlichen Dienst ist besonders hoch!). Und wenn man dann einerseits die Lethargie der Gewerkschaftsmitglieder, anders ließe sich ja die mangelnde Durchsetzungsfähigkeit nicht erklären, und andererseits kritisiert, dass die Gewerkschaften den eigenen Interessen zuwiderhandeln, heisst es dann, man solle doch
 eine eigene Gewerkschaft aufmachen. Wir haben also dysfunktionale Gewerkschaften mit vielen Mitgliedern, die zu lethargisch sind, um zu streiken, oder deren Streik offenbar niemand bemerken würde, denn ansonsten hätte man ja genügend Durchsetzungsfähigkeit, die aber auch nichts dafür tun, hinreichend bedeutende und streikbereite Arbeitnehmer zu gewinnen, um durchsetzungsfähig zu werden. Sich dafür aber jede Kritik verbitten.

Ich bin voll bei dir dass man die Gewerkschaften kritisieren sollte.

Was ich nicht ab kann ist der gehobene Dödel, der meint weil er ein Studium hat hätte er so viel mehr Verantwortung etc etc.

gibt genug von denen die in irgendwelchen Ministerien in Stellen mit 0 Verantwortung sitzen
Langsam tuts weh…
Es ging nie darum Beschäftigte der höheren Entgeltgruppen irgendwie besser zu stellen. Vielmehr sind durch die prozentualen Erhöhungen mit Garantiebetrag die unteren Entgeltgruppen ungleich besser gestellt worden. Ausgerechnet in den Bereichen, in dem der Fachkräftemängel noch nicht sooo vorherrschend ist. Was man wenigstens erwarten kann ist, dass - prozentual - gleich erhöht wird.

Das hat mit „gehobene Dödel“, „Studium“, „Verantwortung“ und „Ministerien“ nichts zu tun. Im Übrigen sitzen dort, also im Ministerium deiner Wahl, auch Beschäftigte unterhalb der E 10.

Wenn schon die Erhöhungen in solchen Entgeltverhandlungen nur mittelmäßig ausfallen, sollten sie nicht noch ungerecht, nämlich zu Gunsten der unteren Entgeltgruppen, verteilt werden.

Und ich schließe mich den vielen Meinungen an: Wer es in jungen Jahren mit Abitur und Studium verpeilt hat - im öffentlichen Dienst kann sich nahezu Jeder mit einem A 2 Lehrgang zumindest auf eine 9 c hocharbeiten Im Sozial- und Erziehungsdienst kann sich eine Erzieherin von der 8 b mit einem berufsbegleitenden Studium der Sozialarbeit auf eine 17 (Kitaleiterin) hocharbeiten. Da gibts auch fleißige Kollegen, die das schaffen. Dank Verdi profitieren sie weniger von Entgelterhöhungen als die, welche sich in E 6 ausruhen.

Deshalb meine Forderung "X Prozent Erhöhung für Alle gleichermassen - und keine vermessenen Bonbons für untere Entgeltgruppen!"


Das finde ich auch!
Ich bin im ÖD gelandet; weil ich meinen Job so in der Form wie jetzt nur dort ausüben kann. In der PW müsste ich entscheidend anders arbeiten.
Vieles nehme ich dafür in Kauf.
Aber dass bei den letzten Tarifabschlüssen immer die oberen Entgeltgruppen prozentual gesehen schlechter abgeschnitten haben , hat mich schon sehr genervt.

Sozialarbeiter

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 624
Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #3142 am: 10.10.2022 20:27 »
Zitat von: Matti101
Im Sozial- und Erziehungsdienst kann sich eine Erzieherin von der 8 b mit einem berufsbegleitenden Studium der Sozialarbeit auf eine 17 (Kitaleiterin) hocharbeiten. Da gibts auch fleißige Kollegen, die das schaffen. Dank Verdi profitieren sie weniger von Entgelterhöhungen als die, welche sich in E 6 ausruhen.

Deshalb meine Forderung "X Prozent Erhöhung für Alle gleichermassen - und keine vermessenen Bonbons für untere Entgeltgruppen!"

Ver.di macht halt was die Mitglieder wollen...
Ich war Mal auf einer Veranstaltung für den SuE Bereich. Von 100 Leuten waren vllt 10-15 Sozialarbeiter (S11 und aufwärts). Dann noch paar Kitaleitungen. Aber über 70% waren Leute von S3 - S8b. Natürlich wurden den Forderungen der Kinderpfleger/Sozialpädagogischen Assistenten, denen aus dem handwerklichen Bereichgedöns und Erziehern mehr Gehör geschenkt als der Hand voll Sozialarbeitern.
Mail-Aktion zur TV-L Tarifrunde:
Solidarisch zeigen und die Verantwortlichen in Hamburg via Mail auffordern auf eine bessere Bezahlung hinzuwirken: https://wastunfuerhamburg.de/

Ich empfehle den Thread zur Hamburg Zulage unter der Rubik Allgemeines, den ich seit 1-2 Jahren stetig füttere.

Bob Kelso

  • Sr. Member
  • ****
  • Beiträge: 392
Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #3143 am: 10.10.2022 23:04 »
Es geht ja hier um die Inkompetenz von Verdi. Es ist doch völlig egal ob eg6 oder 11 oder 14. Keiner von uns tut was, was nicht jemand anderes tun kann. Ich bin E11 und mein Job könnte ein Schimpanse erledigen. Generell kann ich Neid im ÖD nicht verstehen. Wir verdienen alle nicht herausragend. Ein Job in Brüssel sähe allerdings anders aus

Dann lade ich Sie zur Hospitation in den stationären und ambulanten medizinisch / psychotherapeutischen Bereich ein!

flip

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 544
Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #3144 am: 11.10.2022 07:59 »
Wenn schon die Erhöhungen in solchen Entgeltverhandlungen nur mittelmäßig ausfallen, sollten sie nicht noch ungerecht, nämlich zu Gunsten der unteren Entgeltgruppen, verteilt werden.
Wenn ich jetzt für ein Kilo Zucker 1,29 statt 0,69 zahle, dann zahlst du mehr? Die Preise sind für alle gleich.
Bezogen auf das Thema "Tarifverhandlungen und die Inflation " sehe ich keinen Grund, warum ich nur 250 und du 500 € mehr Gehalt bekommen solltest!

Bastel

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 4,260
Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #3145 am: 11.10.2022 08:00 »
Wenn schon die Erhöhungen in solchen Entgeltverhandlungen nur mittelmäßig ausfallen, sollten sie nicht noch ungerecht, nämlich zu Gunsten der unteren Entgeltgruppen, verteilt werden.
Wenn ich jetzt für ein Kilo Zucker 1,29 statt 0,69 zahle, dann zahlst du mehr? Die Preise sind für alle gleich.
Bezogen auf das Thema "Tarifverhandlungen und die Inflation " sehe ich keinen Grund, warum ich nur 250 und du 500 € mehr Gehalt bekommen solltest!

Natürlich gibt es dafür einen Grund. Ansonsten verdienen irgendwann alle gleich viel. Hat in der DDR und bei den anderen roten Unrechtsstaaten ja sehr gut funktioniert.

Kryne

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 758
Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #3146 am: 11.10.2022 08:06 »
Wenn schon die Erhöhungen in solchen Entgeltverhandlungen nur mittelmäßig ausfallen, sollten sie nicht noch ungerecht, nämlich zu Gunsten der unteren Entgeltgruppen, verteilt werden.
Wenn ich jetzt für ein Kilo Zucker 1,29 statt 0,69 zahle, dann zahlst du mehr? Die Preise sind für alle gleich.
Bezogen auf das Thema "Tarifverhandlungen und die Inflation " sehe ich keinen Grund, warum ich nur 250 und du 500 € mehr Gehalt bekommen solltest!

Wieso redest du von absoluten Zahlen ?

Bleib doch bitte einfach mal bei Prozenten.

Wenn ich ein 5% Lohnplus bekomme, warum solltest du dann ein 8% Lohnplus bekommen ?


Bastel

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 4,260
Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #3147 am: 11.10.2022 08:09 »
Vermutlich überfordert ihn das Prozentrechnen...

Rumo1895

  • Gast
Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #3148 am: 11.10.2022 08:22 »
Dann könntest du ja ne Gewerkschaft für Leute "mit Studium" machen.

Naja - im Prinzip ist das genau das was die Spartengewerkschaften gemacht haben (im Marburger Bund sogar genau das). Die Folge war das der DGB (und Verdi vorne weg) die Politik zum Tarifeinheitsgesetz genötigt haben.

Ist halt ärgerlich für die klassischen Gewerkschaften das "der starke Arm" heute eben nicht in der Masse der Malocher sondern in speziellen Nischen zu finden ist.

JesuisSVA

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 1,594
Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #3149 am: 11.10.2022 08:26 »
Wenn schon die Erhöhungen in solchen Entgeltverhandlungen nur mittelmäßig ausfallen, sollten sie nicht noch ungerecht, nämlich zu Gunsten der unteren Entgeltgruppen, verteilt werden.
Wenn ich jetzt für ein Kilo Zucker 1,29 statt 0,69 zahle, dann zahlst du mehr? Die Preise sind für alle gleich.
Bezogen auf das Thema "Tarifverhandlungen und die Inflation " sehe ich keinen Grund, warum ich nur 250 und du 500 € mehr Gehalt bekommen solltest!

Wieso redest du von absoluten Zahlen ?

Bleib doch bitte einfach mal bei Prozenten.

Wenn ich ein 5% Lohnplus bekomme, warum solltest du dann ein 8% Lohnplus bekommen ?


Arbeitnehmer A hat im Zeitpunkt X ein Tabellenentgelt von 1000 €.
Arbeitnehmer B hat im Zeitpunkt X ein Tabellenentgelt von 2000 €.
Der Abstand beträgt 1000 €, also 100%.
Beide erhalten zum Zeitpunkt Y eine Steigerung von 10%. Die Inflation betrage auch 10%.
Arbeitnehmer A hat im Zeitpunkt Y ein Tabellenentgelt von 1100 €.
Arbeitnehmer B hat im Zeitpunkt Y ein Tabellenentgelt von 2200 €.
Der Abstnd beträgt nun 1100 €, das sind immer noch 100%. Er ist absolut nominell größer geworden, real durch die Inflation aber nicht, denn nominal 1100 € durch 1,1 bleiben real 1000 €.
Erhalten beide zum Zeitpunkt Y hingegen eine Steigerung um 100€ bei ansonsten gleichen Bedingungen, so hat
Arbeitnehmer A im Zeitpunkt Y ein Tabellenentgelt von 1100 € und
Arbeitnehmer B im Zeitpunkt Y ein Tabellenentgelt von 2100 €.
Der Abstand beträgt nun real immer noch 1000 €, real hingegen nur noch 909,01 €. Er ist also geschrumpft. Glechs gilt bei relativer Betrachtung.