Autor Thema: Tarifverhandlungen und die Inflation  (Read 703904 times)

JesuisSVA

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #4125 am: 20.11.2022 20:23 »
Ein Engagement von mehr als 100% ist nicht möglich. Arbeitnehmer sind zur Leistung mittlerer Art und Güte verpflichtet. Wird sie nicht erbracht, ist man vertragsbrüchig. Wird mehr erbracht, ist man dumm und gefährdet seine Gesundheit. Ergo können nur dumme Arbeitnehmer ihre Arbeitsleistung nach unten anpassen ohne vertragsbrüchig zu werden. Wer arbeitsunfähig erkrankt ist und dennoch arbeitet, gefährdet sich und andere, setzt den Arbeitgeber Haftungsrisiken aus. Er ist dumm und ein schlechter Arbeitnehmer. Krankenscheine gibt es nur für Flüchtlinge, ansonsten sind sie bereits seit Mitte der 90er abgeschafft.

Matti101

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #4126 am: 20.11.2022 20:28 »
Ein Engagement von mehr als 100% ist nicht möglich. Arbeitnehmer sind zur Leistung mittlerer Art und Güte verpflichtet. Wird sie nicht erbracht, ist man vertragsbrüchig. Wird mehr erbracht, ist man dumm und gefährdet seine Gesundheit. Ergo können nur dumme Arbeitnehmer ihre Arbeitsleistung nach unten anpassen ohne vertragsbrüchig zu werden. Wer arbeitsunfähig erkrankt ist und dennoch arbeitet, gefährdet sich und andere, setzt den Arbeitgeber Haftungsrisiken aus. Er ist dumm und ein schlechter Arbeitnehmer. Krankenscheine gibt es nur für Flüchtlinge, ansonsten sind sie bereits seit Mitte der 90er abgeschafft.

...ich war in der Annahme, dass es sich hier um ein Forum zum Gedankenaustausch von Mitarbeitern des öD handelt und nicht um einen Komik. Was stellst Du denn hier dar - sog. "Jesuis SVA"?  ;D

JesuisSVA

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #4127 am: 20.11.2022 20:34 »
Ich stelle nichts dar, ich stelle Dich bloß.

Matti101

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #4128 am: 20.11.2022 20:59 »
 
Ich stelle nichts dar, ich stelle Dich bloß.


 ;D ;D ;D

JesuisSVA

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #4129 am: 20.11.2022 21:12 »
Es ist gut, dass Du über Dich selbst lachen kannst. Du wirst ja oft genug Gelegenheit dazu haben.

derPaule

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #4130 am: 21.11.2022 07:51 »
Ein Engagement von mehr als 100% ist nicht möglich. Arbeitnehmer sind zur Leistung mittlerer Art und Güte verpflichtet. Wird sie nicht erbracht, ist man vertragsbrüchig. Wird mehr erbracht, ist man dumm und gefährdet seine Gesundheit. Ergo können nur dumme Arbeitnehmer ihre Arbeitsleistung nach unten anpassen ohne vertragsbrüchig zu werden. Wer arbeitsunfähig erkrankt ist und dennoch arbeitet, gefährdet sich und andere, setzt den Arbeitgeber Haftungsrisiken aus. Er ist dumm und ein schlechter Arbeitnehmer. Krankenscheine gibt es nur für Flüchtlinge, ansonsten sind sie bereits seit Mitte der 90er abgeschafft.

Ich lese hier schon länger still mit und freue mich, dass die Diskussion von der Kristallkugelebene ala: "Wie schlimm wird der Abschluss werden?" auf das gelenkt wird, was wir wirklich ändern können, nämlich, wie wir unsere Arbeitsleistung dem anpassen.

Die Aussage, dass man entweder 100% liefern kann oder vertragsbrüchig wird ist doch Quatsch. Als Konsequenz der letzten unterirdischen Tarifrunde habe ich als Lehrer meine Mitgliedschaft in der Lehrerband aufgegeben. Wir haben mit privaten Instrumenten, Verstärkern etc. geprobt. Die Dienstanweisung des Schulleiters will ich sehen, die zum einen die Notwendigkeit des Bestehens einer Lehrerband bekundet und mich zum anderen dazu nötigt, private Instrumente der Schule zur Verfügung zu stellen. Auch bei einigen der vielen sinnlosen Konferenzen bin ich nun nicht mehr anwesend unter Berfung auf eine Maximalkonferenzregel an unserer Schule.

Wo ich allerdings nicht vor habe zu sparen ist an der Unterrichtsqualität, das würde dann doch wirklich die absolut falschen treffen.

JesuisSVA

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #4131 am: 21.11.2022 07:55 »
Der Arbeitnehmer ist zur Leistung mittlerer Art und Güte verpflichtet. Leistet er sie nicht, ist er vertragsbrüchig. Die Aussage, "dass man entweder 100% liefern kann oder vertragsbrüchig wird", hat niemand getroffen. Welche Relevanz irgendeine Lehrerband oder die offenbar freiwillige Teilnahme an Konferenzen für das Arbeitsverhältnis haben soll, erschließt sich nicht.

derPaule

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #4132 am: 21.11.2022 08:09 »
Der Arbeitnehmer ist zur Leistung mittlerer Art und Güte verpflichtet. Leistet er sie nicht, ist er vertragsbrüchig. Die Aussage, "dass man entweder 100% liefern kann oder vertragsbrüchig wird", hat niemand getroffen. Welche Relevanz irgendeine Lehrerband oder die offenbar freiwillige Teilnahme an Konferenzen für das Arbeitsverhältnis haben soll, erschließt sich nicht.

Selbstverständlich hast du diese Aussage getroffen, troll woanders...

Ein Engagement von mehr als 100% ist nicht möglich. Arbeitnehmer sind zur Leistung mittlerer Art und Güte verpflichtet. Wird sie nicht erbracht, ist man vertragsbrüchig.

JesuisSVA

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #4133 am: 21.11.2022 08:43 »
Ich habe die Aussagen getroffen, die Du zitiert hast. Darin ist die Aussage "dass man entweder 100% liefern kann oder vertragsbrüchig wird" nicht enthalten. Ob jemand, der so arge Probleme mit dem sinnverstehenden Lesen hat, unterrichten sollte? Und jetzt troll Dich!

Britta2

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #4134 am: 21.11.2022 09:27 »
Arbeitnehmer sind zur Arbeitsleistung mittlerer Art und Güte verpflichtet. Wer weniger leistet, ist vertragsbrüchig. Vertragsbrecher sind unbrauchbar. Als Arbeitgeber sollte man sich ihrer entledigen.

Bist Du eine Schallplatte mit Knacks? Wie oft willst Du den Satz (Vorwurf und Befehl) noch wiederholen?
Stecker ziehen und Neustart wäre angebracht.
So, wie AN zu Leistung verpflichtet sind, haben sich auch die AG bei Vertragsschluss dazu verpflichtet gehabt, für korrekte Entlohnung und entsprechende Arbeitsaufträge zu sorgen. Tun sie das nicht (obwohl sie sollten und könnten), machen SIEsich vertragsbrüchig und haben kein Recht, sich über das "Ausgleichen" auf AN-Seite künstlich aufzuregen. Auch dafür gibt es längst Urteile von Amtsgerichten - zu Gunsten von An!

WasDennNun

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #4135 am: 21.11.2022 09:32 »
Natürlich ist ein Engagement von mehr als 100% möglich.
Nur führt das irgendwann zu gesundheitlichen Problemen.

Und natürlich kann eine zu geringe Lohnerhöhung zur Minderung der individuellen Leistungsfähigkeit  führen, denn wenn Leute Existenzängste bekommen, depressiv werden oder sonstige Erkrankungen, dann kann ihre absolute Leistungsfähigkeit durchaus sinken, ohne das es eine Minderung ihre Leistung mittlerer Art und Güte wäre.

Wer sich aber bewusst entscheidet weniger zu leisten, als er vorher geleistet hat, weil ihm z.B. die Tariferhöhung zu niedrig ist, der wird vertragsbrüchig, außer wenn er vorher mehr geleistet hat, als er vertraglich hätte leisten müssen.

Kaiser80

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #4136 am: 21.11.2022 09:43 »
Tun sie das nicht (obwohl sie sollten und könnten), machen SIEsich vertragsbrüchig und haben kein Recht, sich über das "Ausgleichen" auf AN-Seite künstlich aufzuregen. Auch dafür gibt es längst Urteile von Amtsgerichten - zu Gunsten von An!
Zeigst du uns mal eins...

JesuisSVA

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #4137 am: 21.11.2022 09:53 »
Natürlich ist ein Engagement von mehr als 100% möglich.
Nur führt das irgendwann zu gesundheitlichen Problemen.

Nein. Es ist nicht möglich, mehr als 100% Engagement zu erbringen, denn sonst wären die angenommenen 100% nicht 100%. Es ist aber möglich, eine über die Leistung mittlerer Art und Güte hinausgehende Leistung zu erbringen. Das ist dann aber keine Leistung mittlerer Art und Güte mehr.

Rumo1895

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #4138 am: 21.11.2022 11:05 »
...viele engagierte Beschäftigte gehen "halb krank" zur Arbeit, halten sich mit Vitaminen, Tee und Schmerztabletten über Wasser, weil ihnen ihre Arbeit wichtig ist. Dieses Überengagement wird es nicht mehr geben, wenn die Lohnsteigerungen unter der Inflation bleiben. Diese engagierten Beschäftigten werden künftig eher zum Arzt gehen, die Hemmschwelle zur Arbeitsunfähigkeit wird sinken.

Dieses Verhalten -auch als Präsentismus bekannt - ist eine Lose-Lose-Situation...

https://www.baua.de/DE/Themen/Arbeitswelt-und-Arbeitsschutz-im-Wandel/Organisation-des-Arbeitsschutzes/Wirtschaftlichkeit/Praesentismus.html

DiVO

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« Antwort #4139 am: 21.11.2022 11:33 »
...viele engagierte Beschäftigte gehen "halb krank" zur Arbeit, halten sich mit Vitaminen, Tee und Schmerztabletten über Wasser, weil ihnen ihre Arbeit wichtig ist. Dieses Überengagement wird es nicht mehr geben, wenn die Lohnsteigerungen unter der Inflation bleiben. Diese engagierten Beschäftigten werden künftig eher zum Arzt gehen, die Hemmschwelle zur Arbeitsunfähigkeit wird sinken.

Dieses Verhalten -auch als Präsentismus bekannt - ist eine Lose-Lose-Situation...

https://www.baua.de/DE/Themen/Arbeitswelt-und-Arbeitsschutz-im-Wandel/Organisation-des-Arbeitsschutzes/Wirtschaftlichkeit/Praesentismus.html

Meine Erfahrung zu dem Thema ist folgende:

Wenn ich an der Arbeit bin wird meine normale Leistung erwarten (Quantität und Qualität) - unabhängig davon, ob ich nun krank bin oder nicht. Erfülle ich bei einem dieser Punkte nicht die in mich gesteckten Erwartungen, ist die Antwort nicht: "Schön, dass du dich trotz Krankheit so sehr bemüht und trotzdem gearbeitet hast", sondern: "Du musst unbedingt an dir arbeiten. Wir sind mit deinen Ergebnissen nicht zufrieden. Du musst dich unbedingt mehr zusammenreissen!"

Gleichzeitig habe ich festgestellt, dass wenn ich trotz Krankheit arbeite, ich die Krankheit nur verschleppe und unnötig verlängere. Häufig habe ich mich dann irgendwie durch die Woche geschleppt und bin dann am Wochenende völlig zusammengebrochen oder es hat mich dann am 1. Urlaubstag völlig dahingerafft, nachdem der Druck abgefallen war. In Folge dessen waren die erhofften Erholungs- und Regenerationseffekte durch Wochenene und Urlaub gleich null.

Was genau bringt es mir dann, wenn ich mich krank an die Arbeit schleppe? Es bringt mir gar nichts, es schadet mir sogar.

Deshalb gehe ich, wenn ich krank bin, zum Arzt und lasse mich dort untersuchen. Kommt der Arzt zu der Ansicht, dass ich arbeitsunfähig bin, bleibe ich so lange zu Hause wie es mir der Arzt empfiehlt und kuriere mich aus.

In meinem Bekanntenkreis sehe ich genügend Personen, die sich voller Stolz krank auf die Arbeit schleppen und nicht mehr richtig fit werden. Wo genau ist hier der Mehrwert für Arbeitgeber und Beschäftigten?