Autor Thema: Tarifverhandlungen und die Inflation  (Read 153898 times)

JesuisSVA

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #1680 am: 05.08.2022 14:23 »
Nein. Tarifverträge legen Mindestarbeitsbedingungen fest.

daseinsvorsorge

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #1681 am: 05.08.2022 14:38 »
In welchem Zusammenhang steht Ihre Frage zur Zufriedenheit der verdimitglieder mit meiner Ausage zu Nichtmgliedern ?
Insofern, dass ja nur die Gewerkschaftsmitglieder die Leistung der Gewerkschaft beurteilen soll, nach ihrer Darstellung.
Daher meine Frage an den Gewerkschaftler, ob denn dessen Mitglieder mit den Abschlüssen zufrieden sind.

Die letzten Abschlüsse von verdi  SuE, Pflege UKs, Lufthansa Bodenpersonal sehe ich als sehr gut an. Wie sich zeigt, erhöht ein großer Organisationsgrad die Wahrscheinlichkeit von guten Ergebnissen. Gerne wird in diesem Forum ja auch auf bessere Ergebnisse der IGM verwiesen, die aber wiederum einen höheren Organsiationsgrad als verdi aufweist.

JesuisSVA

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #1682 am: 05.08.2022 14:50 »
In Frankreich liegt der Organisationsgrad insgesamt im einstelligen Bereich. Streiks, seien es dort erlaubte politische oder tarifliche, werden größtenteils durch unorganisierte Arbeitnehmer getragen, die von den Gewerkschaftsforderungen überzeugt sind. Einen Zusammenhang zwischen Organisationsgrad und Gewerkschaftsmacht gibt es also nicht. Oder zweifelt jemand die Macht der Gewerkschaften in Frankreich an, wo der Organisationsgrad erheblich niedriger als in Deutschland ist? Es ist wohl eher eine Frage der Qualität.

MoinMoin

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #1683 am: 05.08.2022 15:15 »
In welchem Zusammenhang steht Ihre Frage zur Zufriedenheit der verdimitglieder mit meiner Ausage zu Nichtmgliedern ?
Insofern, dass ja nur die Gewerkschaftsmitglieder die Leistung der Gewerkschaft beurteilen soll, nach ihrer Darstellung.
Daher meine Frage an den Gewerkschaftler, ob denn dessen Mitglieder mit den Abschlüssen zufrieden sind.

Die letzten Abschlüsse von verdi  SuE, Pflege UKs, Lufthansa Bodenpersonal sehe ich als sehr gut an. Wie sich zeigt, erhöht ein großer Organisationsgrad die Wahrscheinlichkeit von guten Ergebnissen. Gerne wird in diesem Forum ja auch auf bessere Ergebnisse der IGM verwiesen, die aber wiederum einen höheren Organsiationsgrad als verdi aufweist.
Wenn Müllarbeiter streiken oder Kinder nicht mehr in der Kita geparkt werden können, dann bringt streiken eine Sichtbarkeit
Wenn 10% vom Bodenpersonal oder die Piloten streiken, dann merkt es auch jeder.
wenn 70% der Verwaltungsangestellten streiken, dann spürt das niemand, weil es kurzfristig niemanden ernsthaft berührt und es von den Beamten aufgefangen wird.

Insofern: Viel Spaß beim Organisationsgrad, anderswo nennt man das zahnloser Tiger.
Es kommt nicht darauf an wie viele streiken, sondern wer für alle streikt.

Das Ergebnisse bei Sue und Pflege nicht für den Rest der Kollegen genutzt wurden, zeigt das einmal mehr.

Also sollte sich doch ver.di um eine Attraktivität in den Bereichen, wo es dem Staat weh tut, wenn gestreikt wird kümmern, oder nicht?
Damit man dann für alle mehr er streiken kann, durch den qualitativ guten Organisationsgrad.


thesisko

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #1685 am: 06.08.2022 11:52 »

daseinsvorsorge

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #1686 am: 06.08.2022 15:18 »
...
Wenn 70% der Verwaltungsangestellten streiken, dann spürt das niemand, weil es kurzfristig niemanden ernsthaft berührt und es von den Beamten aufgefangen wird.

Das kommt darauf an, wie lange gestreikt wird. Wenn es ein Warnstreik von wenigen Stunden oder nur ein Streiktag ist, dann sind die Auswirkungen gering. Wenn es schon eine Woche wäre, sieht´s schon anders aus. Und wenn die Beschäftigten (1)79 Tage wie UKs schaffen würden, ja dann könnt man tatsächlich deutliche höhere Ergebnisse erreichen.

Aber das wird nicht passieren, weil zum Einen ein Großteil der Beschäftigten viel zu bequem ist, zum Anderen  Nichtorganiserte sich Streiken über mehrere Tage nicht leisten "können" und letzlich selbst nicht alle Mitglieder den Streikaufrufen folgen. Somit wird es wieder zu den üblichen Ergebnissen kommen; ich tippe mal auf 7,8 % auf 24 Monate.


JesuisSVA

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #1687 am: 06.08.2022 15:34 »
Man sollte die unzureichende Streikbereitschaft und überbordende Bequemlichkeit der Gewerkschaftsmitglieder nicht auf die Nichtmitglieder projizieren. Es gibt keinen Grund zu glauben, dass Nichtmitglieder ebenso phlegmatisch wie Gewerkschaftsmitglieder sind. Nichtmitglieder sind zudem sehr viel eher in der Lage zu streiken, schließlich haben sie nicht die finanzielle Belastung für einen fetten Funktionärsapparat und ideologische Spinnereien zu tragen, sondern können gegenüber den Gewerkschaftsmitgliedern eingesparten Betrag vollständig zum Ausgleich von streikbedingten Verdienstausfällen verwenden. Wie voll (oder muss man eher fragen: wie leer?) sind denn so die Streikkassen der Gewerkschaften? Sind die zu einem Erzwingungsstreik überhaupt in der Lage? Und wenn nicht: sind sie dann überhaupt noch tariffähig?

MoinMoin

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #1688 am: 06.08.2022 16:48 »
...
Wenn 70% der Verwaltungsangestellten streiken, dann spürt das niemand, weil es kurzfristig niemanden ernsthaft berührt und es von den Beamten aufgefangen wird.

Das kommt darauf an, wie lange gestreikt wird. Wenn es ein Warnstreik von wenigen Stunden oder nur ein Streiktag ist, dann sind die Auswirkungen gering. Wenn es schon eine Woche wäre, sieht´s schon anders aus.
Sorry, da fehlt mir aber die Phantasie zu sehen in welchem Bereich ein einwöchiger Streik der Verwaltungsangestellten auch nur einen Ansatz an Druck auf die Entscheidungsträger verursachen könnte, weil das Volk murrt.
(und wo ein "Notbetrieb" nicht von Beamten geleistet werden würde)

Bastel

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #1689 am: 06.08.2022 18:14 »
Im Sozialhilfe Bereich kann das schon weh tun...

WasDennNun

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #1690 am: 06.08.2022 19:20 »
Im Sozialhilfe Bereich kann das schon weh tun...
Habe neulich gehört, dass wg Personalmangel, im Standesamt Probleme auftauchen, weil die Geburtsurkunden nicht erstellt werden und dadurch Elternzeit, KV und wer weiß was nicht von den Eltern beantragt werden kann…..

Emmi87

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #1691 am: 06.08.2022 22:11 »
Im Sozialhilfe Bereich kann das schon weh tun...
Habe neulich gehört, dass wg Personalmangel, im Standesamt Probleme auftauchen, weil die Geburtsurkunden nicht erstellt werden und dadurch Elternzeit, KV und wer weiß was nicht von den Eltern beantragt werden kann…..

Ja stimmt, wir haben 8 Wochen in Köln auf die Geburtsurkunde gewartet.

skiveren

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #1692 am: 06.08.2022 23:09 »
Hier und jetzt und gültig ab dem 01.01.2023 müssen mindestens 7%, mindestens 300 € her.., bei einer Laufzeit von 12 Monaten...
Vielleicht noch mal für die in Mathematik schwachen Ver.di Verantwortlichen im Klartext...
LAUFZEIT 12 MONATE....nochmal LAUFZEIT 12 MONATE..
Wie sich Ver.di in den letzten Jahren verhalten hat..Minilohnerhöhungen in Boom Jahren völlig unverständlich...
Es muss unbedingt eine, den öffentlichen Dienst vertretene Gewerkschaft her..
Was Ver.di mit den im öffentlichen Dienst Beschäftigten z.Zt. veranstaltet ist eine Zumutung...

Leid tun mir die Beschäftigten der Länder., Ver.di sei Dank..immer wieder Ver.di die nichts erreichen..
Ein katastrophaler Lohnabschluss.., der erst noch für Länderbeschäftigte beginnt.
Da werden viele "Straßenwärter/Kraftfahrer/Winterdienstmitarbeiter/Hausmeister/Gärtner/Elektriker usw.." die 39 - 40 Vollzeit arbeiten zum Sozialamt müssen..Wohngeld erstmals beatragen müssen..
Die Wissen noch gar nicht was auf die zukommt..
 

daseinsvorsorge

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #1693 am: 07.08.2022 11:38 »
Hier und jetzt und gültig ab dem 01.01.2023 müssen mindestens 7%, mindestens 300 € her.., bei einer Laufzeit von 12 Monaten...

Vielleicht noch mal für die in Mathematik schwachen Ver.di Verantwortlichen im Klartext...
LAUFZEIT 12 MONATE....nochmal LAUFZEIT 12 MONATE..

Auch mit Schaum vor´m Mund verbleibt die Frage: Wie schaffen es die Gewerkschaften, die Arbeitgeber dazu zu bringen, solchen Tariferhöhungen und Laufzeiten zuzustimmen ??

JesuisSVA

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #1694 am: 07.08.2022 11:49 »
Erzwingungsstreik! Und wenn sie das nicht können, fehlt ihnen die Tariffähigkeit.