Autor Thema: Wieviel sollte man als Beamter sparen?  (Read 6104 times)

Flying

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Antw:Wieviel sollte man als Beamter sparen?
« Antwort #15 am: 09.05.2022 10:28 »
Notgroschen von 2-4 Gehältern für kurzfristige Reperaturen, Ausfälle etc. macht sicherlich Sinn..

Ansonsten sind Aktien/Fonds immer ein Thema, was man im Auge behalten sollte - würde ich aber auch nur zu raten, wenn man risikobereit ist und Zeit dafür investieren will.
Ansonsten (natürlich auch Glaskugel) leg dein Geld beiseite und beobachte den Immobilienmarkt.

Kaiser80

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Antw:Wieviel sollte man als Beamter sparen?
« Antwort #16 am: 09.05.2022 10:29 »

Ausgabeaufschlag: 5%
Produktkosten: zwischen 3-3,78% p.a.
Abschlussgebühr müsste ich nachsehen. Nachgesehen:0,0
Wertentwicklung incl. aller Kosten und Förderungen seit 06/09 bis 30.04.2022 ca. 128% 156,3%

Max

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Antw:Wieviel sollte man als Beamter sparen?
« Antwort #17 am: 09.05.2022 11:51 »
Es ist zu kurz gesprungen nur auf die Wertentwicklung inklusive Zuschuss zu schauen, da unter Umständen die Zuschüsse später noch wegfallen (ggf. bei vorzeitigem Ableben), man über das angesparte Kapital nicht voll sofort verfügen kann und die Geschichte als Versicherung für das Langlebigkeitsrisiko ausgelegt ist, sprich ein Teil des Kapitals muss in eine wenig attraktive Rentenversicherung umgeschichtet werden.

Zinc

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Antw:Wieviel sollte man als Beamter sparen?
« Antwort #18 am: 14.05.2022 10:12 »
Ich würde an deiner Stelle anfangen, passiv zu investieren und das monatlich über mehrere Jahre (bspw. in einen Welt-ETF). Eben langfristig die Entwicklung der Börse als Rendite nutzen. Für den Einstieg ist derzeit aufgrund der gegenwärtigen Situation weltweit ein guter Zeitpunkt. Es gibt viele gute Online-Broker wie Trade Republic oder Scalable Capital mit kostenlosen Sparplänen usw. Da muss man kein Finanzexperte sein und man braucht auch keinen Finanzberater. Es gibt zahlreiche Videos auf YouTube zu diesem Thema.

egotrip

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Antw:Wieviel sollte man als Beamter sparen?
« Antwort #19 am: 14.05.2022 16:31 »
Der schlaue Bauer sagt immer:

Du musst eine Ernte auf dem Konto, eine in der Scheune und eine auf dem Feld haben...


WasDennNun

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Antw:Wieviel sollte man als Beamter sparen?
« Antwort #20 am: 22.05.2022 08:25 »
Der schlaue Bauer sagt immer:

Du musst eine Ernte auf dem Konto, eine in der Scheune und eine auf dem Feld haben...
Jahresernte😇

totoughtotame

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Antw:Wieviel sollte man als Beamter sparen?
« Antwort #21 am: 27.05.2022 12:38 »
Ich kann ja mal an dieser Stelle ein wenig von meinem Vorgehen berichten. Ob das jetzt natürlich der Weisheit letzter Schluss ist, sei mal dahingestellt. Ich bin Mitte 30 und auf A 13 im höheren Dienst verbeamtet. Abzüglich aller festen Kosten komme ich auf ca. 3200 € netto hinaus bei Steuerklasse 1.
Ich habe eine Tagesgeldkonto, dass bekanntlich nichts bringt, auf dem sich ein Teil des ersparten befindet und ein größerer Teil wird in Fonds und Einzelaktien, zukünftig auch in ETf investiert. Diese Investitionen sollen quasi meine Altersvorsorge ergänzen. Zwar gehe ich davon aus, dass sich hoffentlich noch 71 % von der A 13 als Pension bekomme, jedoch weiß man nie, wie sich in mittlerer bis ferner Zukunft beispielsweise die Mieten und sonstigen Kosten entwickeln. Von daher handhabe ich es so, dass ich derzeit ca. 800 € pro Monat eben in dieser Altersrücklage investiere.
Ich halte nach wie vor das Investment zur selbstgenutzten Immobilie auch für sehr sinnvoll, um eben dieser Mietenfall im Alter zu entgehen, nur sehe ich aktuell nicht, für durchschnittliche Verdiener, wie mich, erreichbar sein sollte, weshalb ich mit einer Mietzahlung auch im Alter rechne und dies in Altersvorsorge einpreise. Die Summe auf dem Festgeldkonto dient bei mir als Investitionsrücklage für Reisen, kaputte Waschmaschinen, ein neues Auto etc.

JC83

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Antw:Wieviel sollte man als Beamter sparen?
« Antwort #22 am: 30.05.2022 09:29 »

für durchschnittliche Verdiener, wie mich

Du liegst mit diesem Netto über 50 % des Durschnitts.

https://de.statista.com/themen/293/durchschnittseinkommen/#:~:text=Das%20monatliche%20Durchschnittsgehalt%20eines%20vollzeitbesch%C3%A4ftigten,3.975%20Euro%20brutto.

Aber ja, auch für dich sieht es am immo-Markt düster aus. Ich rechne aber tatsächlich (auch) damit, dass sich die Lage in den nächsten 10 Jahren deutlich ändern wird; nicht zwingend überall, aber in der Tendenz.

DiVO

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Antw:Wieviel sollte man als Beamter sparen?
« Antwort #23 am: 30.05.2022 13:35 »

für durchschnittliche Verdiener, wie mich

Du liegst mit diesem Netto über 50 % des Durschnitts.

https://de.statista.com/themen/293/durchschnittseinkommen/#:~:text=Das%20monatliche%20Durchschnittsgehalt%20eines%20vollzeitbesch%C3%A4ftigten,3.975%20Euro%20brutto.

Aber ja, auch für dich sieht es am immo-Markt düster aus. Ich rechne aber tatsächlich (auch) damit, dass sich die Lage in den nächsten 10 Jahren deutlich ändern wird; nicht zwingend überall, aber in der Tendenz.

Neubauten werden tendenziell teurer werden. Bestandsimmobilien werden relativ viele auf den Markt kommen, da die Eigentümer entweder sterben oder in ein Heim kommen werden. Ob man dann eine solche im Unterhalt teure Bestandsimmobilie haben möchte, ist eine andere Frage.

clarion

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Antw:Wieviel sollte man als Beamter sparen?
« Antwort #24 am: 30.05.2022 21:04 »
Wenn es die Gesellschaft wirklich ernst meint, und den Flächenfraß stoppt, dann wird es meiner Meinung nach in zehn Jahren nur einen ganz geringen Markt für Neubauten geben und der Rest wird sich dann doch mit Bestandsimmobilien und Lückenbebauung zufrieden geben müssen.

Grund und Boden ist der einzige Produktionsfaktor, der definitiv unvermehrbar ist und da finde ich es nahezu fahrlässig, wenn an den Rändern die Dörfer und Städte immer mehr zerfasern und die Ortkerne und auch manche Stadtteilkerne mit heruntergekommen und nur spärlich bewohnten Bestandsimmobilien bebaut sind. Da gibt es in Ostwestfalen, im Weserbergland, in Ost- und Südost-Niedersachsen abseits des Hamburger Speckgürtels, im Ruhrgebiet, aber auch in Bremerhaven wirklich abschreckende Beispiele. Selbst in Hannover und Osnabrück gibt es Ecken, da muss die Stadtplanung verdammt aufpassen, dass sich keine Brennpunkte entwickeln.

Ich hoffe insofern, dass Häuslekäufer demnächst keine andere Wahl bleibt als auf Bestandsimmobilien zurück zu greifen. Man könnte die Bestandsimmobilien dadurch schmackhaft machen, dass man gleich einen Architektengutschein ausgibt, um Sanierung und Umbau zu planen. Einige Gemeinden fördern durch solche Maßnahmen schon den Umsatz von Bestandsimmobilien in Wohngebieten aus den Fünziger bis Siebziger Jahren.

WasDennNun

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Antw:Wieviel sollte man als Beamter sparen?
« Antwort #25 am: 31.05.2022 12:29 »

für durchschnittliche Verdiener, wie mich

Du liegst mit diesem Netto über 50 % des Durschnitts.

https://de.statista.com/themen/293/durchschnittseinkommen/#:~:text=Das%20monatliche%20Durchschnittsgehalt%20eines%20vollzeitbesch%C3%A4ftigten,3.975%20Euro%20brutto.

Aber ja, auch für dich sieht es am immo-Markt düster aus. Ich rechne aber tatsächlich (auch) damit, dass sich die Lage in den nächsten 10 Jahren deutlich ändern wird; nicht zwingend überall, aber in der Tendenz.
Aber auch erst seit knapp einem Jahr, vorher war doch alles noch im Lot, die niedrigen Zinsen haben die Hohen Kaufpreise durchaus ausgeglichen, wenn man ein Objekt in 30 Jahren abbezahlt.

yamato

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Antw:Wieviel sollte man als Beamter sparen?
« Antwort #26 am: 02.06.2022 07:00 »
Wenn es die Gesellschaft wirklich ernst meint, und den Flächenfraß stoppt, dann wird es meiner Meinung nach in zehn Jahren nur einen ganz geringen Markt für Neubauten geben und der Rest wird sich dann doch mit Bestandsimmobilien und Lückenbebauung zufrieden geben müssen.

Durch das vermehrte Home Office gibt es aber auch jetzt schon Gegenbewegungen, so sah ich vor kurzen einen Bericht über einen Ort in der Uckermark, dessen Grundstückspreise sich seit Corona verdoppelt haben, weil immer mehr Berliner sich dort ein Häuschen kaufen. Für einen täglichen Pendelweg definitiv zu weit aber wenn man nur alle zwei Wochen mal einen  Tag ins Büro fährt sind die 2-2 1/2 Stunden Fahrt machbar.
Es gibt also durchaus noch Flächen und natürlich auch (wieder) attraktive Bestandsimmobilien

Bastel

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Antw:Wieviel sollte man als Beamter sparen?
« Antwort #27 am: 02.06.2022 07:16 »
Wenn es die Gesellschaft wirklich ernst meint, und den Flächenfraß stoppt, dann wird es meiner Meinung nach in zehn Jahren nur einen ganz geringen Markt für Neubauten geben und der Rest wird sich dann doch mit Bestandsimmobilien und Lückenbebauung zufrieden geben müssen.

Durch das vermehrte Home Office gibt es aber auch jetzt schon Gegenbewegungen, so sah ich vor kurzen einen Bericht über einen Ort in der Uckermark, dessen Grundstückspreise sich seit Corona verdoppelt haben, weil immer mehr Berliner sich dort ein Häuschen kaufen. Für einen täglichen Pendelweg definitiv zu weit aber wenn man nur alle zwei Wochen mal einen  Tag ins Büro fährt sind die 2-2 1/2 Stunden Fahrt machbar.
Es gibt also durchaus noch Flächen und natürlich auch (wieder) attraktive Bestandsimmobilien

Jede Kackbude und jeder Acker am Anus der Welt haben ihren vermeintlichen Wert gesteigert. Allerdings werden steigende Zinsen, steigende Energiepreise und steigende Handwerkerkosten den ganzen Fantasiepreisen ein Ende setzen.

WasDennNun

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Antw:Wieviel sollte man als Beamter sparen?
« Antwort #28 am: 02.06.2022 08:02 »
Blödsinn, der Wert eines Gebäudes oder eines Anusackers ist der den einer dafür bereit ist zu zahlen.

Und wenn jetzt die Leute wg. HO weiter entfernt vom Arbeitsplatz wohnen, dann sind es doch die, die bei einem Arbeitsplatz Wechsel darüber jammern und eine staatliche Stütze wollen, wenn der (neue) AG kein HO anbietet.

Kaiser80

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Antw:Wieviel sollte man als Beamter sparen?
« Antwort #29 am: 02.06.2022 09:00 »
Blödsinn, der Wert eines Gebäudes oder eines Anusackers ist der den einer dafür bereit ist zu zahlen.


Blödsinn, das ist der Preis ;). Der Wert, oder  wie @Bastel sagt vermeintliche Wert, kann ein völlig anderer sein. Finanziell wie ideel.
Der Preis ist die bei einer Transaktion (z.B. Kauf) zustande kommende bzw. von den betroffenen Wirtschaftssubjekten festgelegte Menge an Geldeinheiten, für beide Seiten gleichermaßen gültig („objektiv“) ist. Der Wert hingegen ist eine für jedes Wirtschaftssubjekt individuelle, subjektive Einschätzung, die die Wichtigkeit eines Gutes für das jeweilige Subjekt widerspiegelt. Der Preis ist also objektiv, der Wert rein individiduell und subjektiv.
Und bilanziell kann das u.U. nochmal ganz anders aussehen.