Autor Thema: Tarifrunde 2023  (Read 283604 times)

HyDiHo

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Antw:Tarifrunde 2023
« Antwort #690 am: 12.03.2023 23:57 »
Verdi rühmt sich auf Facebook in den harten Verhandlungen mit der Post das erste Angebot der AG (was zuvor noch als miserabel verschrien wurde) um sage und schreibe 25% verbessert zu haben und empfiehlt nunmehr die Annahme des Ergebnisses.

Forderung: 15% auf 12 Monate. Zieleinlauf: 0% auf 12 Monate, 340 EUR (= 6% für oberste Stufe) ab 16. Monat + Einmalzahlung. Das kann man sich nicht ausdenken...aber die Postler werdens dankend annehmen, weil der Großteil in den unteren Lohngruppen ist und der Taschenspielertrick mit der auf 12 Moanate gesplitteten Einmalzahlung auch funktioniert.

Überträgt man das gleiche Ambitionsniveau (=+25%) auf den TVÖD dann kommt in der dritten Runde 6,25% und 3000 EUR auf 24 Monate raus. Für die AG wird der Postabschluss als Blaupause dienen...und die Abkoppelung des TVÖD von der freien Wirtschaft zumindest ab E11 aufwärts noch beschleunigen. Bei den Beamten sind dann nochmal 0,2 % Versorgungsrücklage abzuziehen, so dass wir dann bei 3% pro annum und 3000 EUR landen werden. Wohlgemerkt bei weiterhin 41 Wochenstunden!

SwenTanortsch

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Antw:Tarifrunde 2023
« Antwort #691 am: 13.03.2023 00:32 »
BVerfBeliever, ich habe selten so etwas realitätsfernes gelesen.

Immer wieder lustig diese russischen Trollbots :-D

Zurück zum Ernst der Lage: Fakt ist, es fehlt den Gewerkschaften an Schlagkraft um wirklich etwas zu bewegen, das kann man nach diesem Wochenende konstatieren. Jeder, der also im TVöD Geld retten will, sollte schleunigst austreten.

Anders sieht es bei den Beamten aus, hier kann es sich der Besoldungsgeber nicht so leicht machen, da marktwirtschaftliche Kriterien in der Rechtsprechung durchaus eine Rolle spielen. Ja, er kann auf Zeit spielen, ja auch über Jahre, aber am Ende des Tages kommt eine nette Sondertilgung des Eigenheims oder die Weltreise raus, für gerade einmal 85 Cent Porto pro Jahr.

Zumindest der Bund - und in diesem Unterforum sind wir hier - wird sich nicht tausend Mal verklagen lassen, sondern die Widersprüche ab Juli erneut ruhend stellen bis die höchstrichterliche Rechtsprechung ihm etwas gebietet. Den Weg dorthin hat Swen mehrfach aufgezeigt, ich verzichte auf Wiederholung :-)

Ich denke, genauso ist es Bal. Darüber hinaus dürfte das Bundesverfassungsgericht die Auswahl der für 2023 angekündigten Verfahren wie erwartbar klug gestaltet haben, wenn ich das richtig sehe. Für die Besoldungsgesetzgeber dürfte es nach den anstehenden Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts deutlich schwieriger werden, ihre Linie des "länderübergreifend konzertierten Verfassungsbruchs" (Battis) weiterhin aufrechtzuerhalten.

Davon weitgehend unabhängig zu sehen ist die derzeitige Tarifrunde - in Anbetracht der fehlenden Schlagkraft der Gewerkschaften, wie Du sie schlüssig herausgestellt hast, dürfte sie in der zu erwartenden Übertragung des Ergebnisses auf die Beamten hier den Wohlstandsverlust der rund letzten 20 Jahre noch weiter forcieren. Denn der Dienstherr in seiner Gestalt als Arbeitgeber wird nun noch einmal alles daran setzen, über den Tarifabschluss ebenso die Besoldung so niedrig wie (verfassungsrechtlich un-)möglich zu halten. Das wird ja auch im derzeitigen Gesetzentwurf mehr als deutlich.

Aber in absehbarer Zeit wird es kein Halten mehr geben - und "absehbare Zeit" heißt, je nachdem, welche weiteren Daumenschrauben das Bundesverfassungsgericht nun den Besoldungsgesetzgebern anlegen wird. Wenn sie so kommen, wie sie sich mir zurzeit andeuten, wird es noch maximal zwei bis drei Jahre dauern, bis wir weitgehend wieder im amtsangemessenen Bereich - und das bedeutet: unter Beachtung des Leistungsprinzips - sein werden. Das mögen nun viele nach den Erfahrungen der letzten Jahre und Jahrzehnte nicht glauben. Aber sofern die Daumenschrauben so kommen sollten, wie sie sich andeuten, dann dürfte es sachlich deutlich ungemütlicher für die Besoldungsgesetzgeber werden. Ich vermute, dass wir dazu in nächsterZeit noch ein paar Seiten zu lesen bekommen werden.

tigertom

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Antw:Tarifrunde 2023
« Antwort #692 am: 13.03.2023 06:09 »
Der Spiegel schreibt:

"Haushaltsstreit in der Ampelkoalition
Lindner will »an die Ausgaben herangehen«
Vor wenigen Tagen hat Finanzminister Christian Lindner die Vorstellung des Haushalts verschoben. Nun macht er Druck auf seine Kabinettskollegen: Man müsse konsolidieren."


Dann halte ich es mal mit Homer: Wanderer, der Du hier einkehrst, lass alle Hoffnungen fahren!

Beamtix

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Antw:Tarifrunde 2023
« Antwort #693 am: 13.03.2023 06:42 »
Auch wenn das die Kinderlosen vielleicht so interessiert, aber gerade ab A11 aufwärts geht die Schere immer weiter auseinander insbesondere mit Kindern. Der geplante AEZ wird für die ersten beiden Kinder abgeschmolzen und der Kinderfreibetrag soll abgeschafft werden und in die Kindergrundsicherung integriert werden. Die Familienministerin hat ausdrücklich gesagt, ausdrücklich gesagt, es sei ungerecht, dass die Besserverdienenden von den Freibeträge profitieren. Der geplante Grundsicherungsbetrag gleicht aber die steuerlichen Nachteile nicht aus. Die Besoldung steigt, ja, aber die Grenze für das neue Familienbaugeld 2.0 wird zukünftig bei 60000 liegen plus Beträge für Kinder, also deutlich niedriger als zuvor. Die Nachteile für gD und hD werden immer spürbarer werden, wenn man Kinder hat. Die Einebnung wird unter Berücksichtigung der Zusatzleostungen immer mehr erfolgen. Nimmt man Einmalbeträge und Sockelbeträge dazu, wird es noch gravierender.

Bastel

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Antw:Tarifrunde 2023
« Antwort #694 am: 13.03.2023 06:57 »
neue Familienbaugeld 2.0 wird zukünftig bei 60000 liegen plus Beträge für Kinder, also deutlich niedriger als zuvor. Die Nachteile für gD und hD werden immer spürbarer werden, wenn man Kinder hat. Die Einebnung wird unter Berücksichtigung der Zusatzleostungen immer mehr erfolgen. Nimmt man Einmalbeträge und Sockelbeträge dazu, wird es noch gravierender.

Als ob jemand mit 60k Bruttoeinkommen bauen könnte ::)

Ansonsten danke ich BalBund und Sven für deine Worte. Das stimmt wenigstens etwas optimistisch.

LehrerBW

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Antw:Tarifrunde 2023
« Antwort #695 am: 13.03.2023 07:56 »


Dann halte ich es mal mit Homer: Wanderer, der Du hier einkehrst, lass alle Hoffnungen fahren!

Den Spruch gibt es nicht.
Entweder:
„ Wanderer, kommst du nach Sparta, verkündige dorten, du habest uns hier liegen gesehn, wie das Gesetz es befahl.“ von Schiller über die Gedenktafel für die Schlacht bei den Thermopylen,
oder
„Lasst, die ihr eintretet, alle Hoffnung fahren!“
von Dante, Die göttliche Komödie

Finanzer

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Antw:Tarifrunde 2023
« Antwort #696 am: 13.03.2023 08:21 »

Dann halte ich es mal mit Homer: Wanderer, der Du hier einkehrst, lass alle Hoffnungen fahren!

edit: Der Lehrer war schneller.


tigertom

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Antw:Tarifrunde 2023
« Antwort #697 am: 13.03.2023 08:36 »
Ihr kennt Euch ja wirklich gut aus. Nicht schlecht.
Kennt ihr denn auch den Verfasser folgender legendärer Zeilen wie "wer noch einen Finger rührt, ist selbst schuld hahaaaaa". Kleiner Tipp: Im Gegensatz zu den von euch genannten Personen aus dem Bereich Kultur lebt diese Person noch. Auch, wenn man länger nichts mehr von ihm gehört hat.

Wie dem auch sei:

Es ging mir auch eher um den Inhalt.

CL macht also keinen Hehl daraus, dass er einen Igel in der Tasche hat. Tarifverhandlungen sind ja freiwillig. Somit bleibt nur noch die Hoffnung auf die aA und das Urteil des BVerfG 05/2020. Das muss der Dienstherr nämlich umsetzen.

Soweit die Theorie jedenfalls.




BWBoy

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Antw:Tarifrunde 2023
« Antwort #698 am: 13.03.2023 08:57 »
Ihr kennt Euch ja wirklich gut aus. Nicht schlecht.
Kennt ihr denn auch den Verfasser folgender legendärer Zeilen wie "wer noch einen Finger rührt, ist selbst schuld hahaaaaa". Kleiner Tipp: Im Gegensatz zu den von euch genannten Personen aus dem Bereich Kultur lebt diese Person noch. Auch, wenn man länger nichts mehr von ihm gehört hat.


Kimonbo. Die ist allerdings weiblich soweit ich mich erinnern kann.

Phoenix

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Antw:Tarifrunde 2023
« Antwort #699 am: 13.03.2023 09:11 »
Also einmalige Sonderzahlungen und Sockelbeträge führen zu einer Einebnung der Besoldungsgruppen, die nicht zulässig ist. Schon alleine deswegen wird der Bund, der mit am Verhandlungstisch sitzt, darauf achten, dass das Tarifergenis prozentuale Elemente enthält - allerdings möglichst niedrige....

Die begehen doch jetzt schon wissentlich Verfassungsbruch, da juckt die der Sockelbetrag auch nicht mehr

Moment, im Tarifbereich gibt es überhaupt keine rechtlichen Probleme mit Sockelbeträgen. Ich traue dem BMI nach wie vor zu, von der zeit- und wirkungsgleichen Übertragung abzurücken.

War darauf bezogen, dass das BMI die Sockelbeträge wegen den Beamten ablehnt.

mMn werden die entweder trotzdem übertragen, oder die werden gar nicht übertragen.

Kommen werden sie aber auf jeden fall

TheBr4in

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Antw:Tarifrunde 2023
« Antwort #700 am: 13.03.2023 16:50 »
Ich frag mich echt was bei manchem hier los ist.

Wenn 10,5% gefordert sind, dann sind 8% und 3.000 Inflationsprämie für euch nicht annehmbar? Bitte was?

Es geht doch gar nicht darum was wir uns wünschen würden. Bei dem Start mit 10,5% aber irgendwas von 9% pro Jahr und uns fehlen 30% zu erzählen ist einfach völlig realitätsfern. Natürlich fehlen die. Natürlich haben wir einen Reallohnverlust. Aber was denkt ihr wird rauskommen wenn man 10,5% fordert? 15% plus Prämie oder wie?

Wenn es 8% werden, dann können wir einfach froh sein. Guckt euch doch mal das erste Angebot an, denkt ihr das wird verdreifacht? Selbst mit Urabstimmung, siehe Post, kommt nicht mehr raus.

Was das mathematische angeht werde ich es dabei belassen. Wer es jetzt noch nicht verstanden hat der will halt nicht.

Und das Alimentationsthema wird nicht durch diesen Abschluss geheilt werden. Und nien, ich finde den Abschluss egal wie er kommt nicht ausreichend. Auch 10,5 würde ja nichts an dem weitreichenden Unrecht ändern. Ich sage nur: wenn überhaupt 8% kommen, dann können wir uns glücklich schätzen. Und das sowieso nur vorerst, denn das Alimentationsthema wird die Zahlen sowieso komplett verändern.
« Last Edit: 13.03.2023 16:57 von TheBr4in »

Amtsschimmel

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Antw:Tarifrunde 2023
« Antwort #701 am: 13.03.2023 17:31 »
8 Prozent mit 12 Monaten Laufzeit wären denke ich für die meisten hier okay. Im Gegensatz zu 8 Prozent auf 24 oder 10 auf 36 etc.
Ich frag mich echt was bei manchem hier los ist.

Wenn 10,5% gefordert sind, dann sind 8% und 3.000 Inflationsprämie für euch nicht annehmbar? Bitte was?

Es geht doch gar nicht darum was wir uns wünschen würden. Bei dem Start mit 10,5% aber irgendwas von 9% pro Jahr und uns fehlen 30% zu erzählen ist einfach völlig realitätsfern. Natürlich fehlen die. Natürlich haben wir einen Reallohnverlust. Aber was denkt ihr wird rauskommen wenn man 10,5% fordert? 15% plus Prämie oder wie?

Wenn es 8% werden, dann können wir einfach froh sein. Guckt euch doch mal das erste Angebot an, denkt ihr das wird verdreifacht? Selbst mit Urabstimmung, siehe Post, kommt nicht mehr raus.

Was das mathematische angeht werde ich es dabei belassen. Wer es jetzt noch nicht verstanden hat der will halt nicht.

Und das Alimentationsthema wird nicht durch diesen Abschluss geheilt werden. Und nien, ich finde den Abschluss egal wie er kommt nicht ausreichend. Auch 10,5 würde ja nichts an dem weitreichenden Unrecht ändern. Ich sage nur: wenn überhaupt 8% kommen, dann können wir uns glücklich schätzen. Und das sowieso nur vorerst, denn das Alimentationsthema wird die Zahlen sowieso komplett verändern.

Versuch

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Antw:Tarifrunde 2023
« Antwort #702 am: 13.03.2023 18:27 »
Ich frag mich echt was bei manchem hier los ist.

Wenn 10,5% gefordert sind, dann sind 8% und 3.000 Inflationsprämie für euch nicht annehmbar? Bitte was?

Es geht doch gar nicht darum was wir uns wünschen würden. Bei dem Start mit 10,5% aber irgendwas von 9% pro Jahr und uns fehlen 30% zu erzählen ist einfach völlig realitätsfern. Natürlich fehlen die. Natürlich haben wir einen Reallohnverlust. Aber was denkt ihr wird rauskommen wenn man 10,5% fordert? 15% plus Prämie oder wie?

Wenn es 8% werden, dann können wir einfach froh sein. Guckt euch doch mal das erste Angebot an, denkt ihr das wird verdreifacht? Selbst mit Urabstimmung, siehe Post, kommt nicht mehr raus.

Was das mathematische angeht werde ich es dabei belassen. Wer es jetzt noch nicht verstanden hat der will halt nicht.

Und das Alimentationsthema wird nicht durch diesen Abschluss geheilt werden. Und nien, ich finde den Abschluss egal wie er kommt nicht ausreichend. Auch 10,5 würde ja nichts an dem weitreichenden Unrecht ändern. Ich sage nur: wenn überhaupt 8% kommen, dann können wir uns glücklich schätzen. Und das sowieso nur vorerst, denn das Alimentationsthema wird die Zahlen sowieso komplett verändern.

Du kannst nicht rechnen!
Da 10,5 auf 11 Monate gefordert waren und 3s nur 8 Prozent auf 24 Monate gibt, verliert man die Steigerung, die man ansonsten nächstes Jahr zusätzlich bekommen würde.
Eigentlich ganz einfach.
Nach deiner Argumentation wären 12 Prozent bei einer Laufzeit von 15 Jahren dann überragend, da mehr als gefordert.
Vll merkst es ja jetzt.

Solange welche, die sich hier damit beschäftigen, so einen Mist Posten, solange werden die AN weiter verar...

TheBr4in

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Antw:Tarifrunde 2023
« Antwort #703 am: 13.03.2023 19:11 »
Ich frag mich echt was bei manchem hier los ist.

Wenn 10,5% gefordert sind, dann sind 8% und 3.000 Inflationsprämie für euch nicht annehmbar? Bitte was?

Es geht doch gar nicht darum was wir uns wünschen würden. Bei dem Start mit 10,5% aber irgendwas von 9% pro Jahr und uns fehlen 30% zu erzählen ist einfach völlig realitätsfern. Natürlich fehlen die. Natürlich haben wir einen Reallohnverlust. Aber was denkt ihr wird rauskommen wenn man 10,5% fordert? 15% plus Prämie oder wie?

Wenn es 8% werden, dann können wir einfach froh sein. Guckt euch doch mal das erste Angebot an, denkt ihr das wird verdreifacht? Selbst mit Urabstimmung, siehe Post, kommt nicht mehr raus.

Was das mathematische angeht werde ich es dabei belassen. Wer es jetzt noch nicht verstanden hat der will halt nicht.

Und das Alimentationsthema wird nicht durch diesen Abschluss geheilt werden. Und nien, ich finde den Abschluss egal wie er kommt nicht ausreichend. Auch 10,5 würde ja nichts an dem weitreichenden Unrecht ändern. Ich sage nur: wenn überhaupt 8% kommen, dann können wir uns glücklich schätzen. Und das sowieso nur vorerst, denn das Alimentationsthema wird die Zahlen sowieso komplett verändern.

Du kannst nicht rechnen!
Da 10,5 auf 11 Monate gefordert waren und 3s nur 8 Prozent auf 24 Monate gibt, verliert man die Steigerung, die man ansonsten nächstes Jahr zusätzlich bekommen würde.
Eigentlich ganz einfach.
Nach deiner Argumentation wären 12 Prozent bei einer Laufzeit von 15 Jahren dann überragend, da mehr als gefordert.
Vll merkst es ja jetzt.

Solange welche, die sich hier damit beschäftigen, so einen Mist Posten, solange werden die AN weiter verar...

Keine Ahnung was Du von mir möchtest, aber ich bin kein AN. Was das Rechnen angeht muss ich niemandem irgendetwas beweisen. Wenn Du denkst ich bin zu dumm: okay.

Es geht nicht ausschließlich darum was besser ist. Einige, so wie Du, lesen nur das was sie lesen möchten.

Ich unterscheide zwischen "Wunsch" und "realen Möglichkeiten". Und da sind 8%, wenn wir diese sofort bekommen würden, plus die 3.000€ Netto ein denkbar gutes Ergebnis. Nicht weil es unser Wunschergebnis ist, sondern weil ich befürchte, dass es sogar schlechter als das werden könnte.

Und die Fraktion die hier 10,5% als Minimum fordert und das auch noch im Schnitt auf das Kalenderjahr gerechnet, wird wohl enttäuscht werden. Nicht, dass ich mir das nicht wünsche. Nicht, dass ich nicht denke es wäre gerechtfertigt. Und ja, zum x-ten Male, ich weiß, dass eine frühe hohe Anpassung mit kurzer Laufzeit besser ist, als ein späte hohe Anpassung. Das ist doch völlig logisch. Ich stelle aber die Sinnhaftigkeit des Bildens eines Durchschnitts des Abschluss auf das Kalenderjahr in Frage, da dies weder verhandelt wird, noch es ein sinnvoller Indikator für einen guten Abschluss ist. Einige hier verstehen einfach nicht, dass man nicht mehrere Prämissen gleichzeitig ändern und dann eindimensional Vergleiche anführen kann. Beispiel: Sind die Erhöhungen gleich, dann ist natürlich ein frühere Umsetzung vorteilhaft. Sind die Erhöhungen nicht gleich, dann kommt es eben drauf an wie hoch der Barwert der zukünftigen Zahlungen ist. Da kann man nicht einfach den Prozentsatz durch die Laufzeit teilen und dann meckern. Das ist einfach zutiefst sinnfrei. Zum Beispiel weil die Höhe des Abschlusses sich auch weiterhin nach der Laufzeit auswirkt. Ich hatte das auf Grundschulniveau vorgerechnet, das sollte jedem klar werden können. Außer man macht einen auf "Blabla, Du bist eh zu blöd zum rechnen, blabla".

Das Beispiel mit den 12 % auf 15 Jahre zeigt, dass Du das nicht verstehst. 10,5% ab 1.1.24 wären eben 10,5% ab 1.1.24 und nicht 5,75% auf 24 Monate. Nach dieser Rechnung wäre nämlich ein Abschluss von 5,75% zum 1.1.23 gleichwertig mit einem Abschluss von 10,5% zum 1.1.24 jeweils mit Laufzeit bis 31.12.24, denn beides hat 5,75% Durchschnittszins pro Jahr. Und ihr meint jetzt, dass die 10,5% ab 1.1.24 schlechter wären? WTF, das ist einfach völliger Nonsens und sorry, das versteht man auch mit rudimentären Mathematikkenntnissen, so wie ich, der ja nicht rechnen kann (;-)). Das tut doch echt weh...

Ich geh lieber mit 110,5% in die nächste Verhandlung als mit 105,75%. 

Versuch

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Antw:Tarifrunde 2023
« Antwort #704 am: 13.03.2023 19:30 »
Dein erster Abschnitt beschreit es ganz gut.

Noch eine Anmerkung zu deinem Quatsch:
Beschäftige dich Mal mit Zinseszins.