Autor Thema: Tarifrunde 2023  (Read 282579 times)

was_guckst_du

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Antw:Tarifrunde 2023
« Antwort #570 am: 01.03.2023 11:21 »
...ich hab noch als ehemaliger Raucher ein Feuerzeug für die brennenden Öltonnen... 8) ;)
Gruß aus "Tief im Westen"

Meine Beiträge geben grundsätzlich meine persönliche Meinung zum Thema wieder und beinhalten keine Rechtsberatung. Meistens sind sie ernster Natur, manchmal aber auch nicht. Bei einer obskuren Einzelfallpersönlichkeit antworte ich auch aus therapeutischen Gründen

Pensionär007

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Antw:Tarifrunde 2023
« Antwort #571 am: 01.03.2023 11:25 »
🤣 Bin dabei...dann kommen wir auf unsere alten Tage nochmal voll auf unsere Kosten🥳🤠

TorteJones

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Antw:Tarifrunde 2023
« Antwort #572 am: 01.03.2023 14:10 »
Inflation im Februar weiterhin bei 8,7 %

BRUBeamter

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Frankeee2022

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Antw:Tarifrunde 2023
« Antwort #574 am: 01.03.2023 15:18 »
Ich erwarte, dass wir bei 3% auf 12 Monate mit einer Gesamtlaufzeit von 30 Monaten landen. Also 7,5% gesamt. Dann kann der BILD-Leser wieder die Neidkeule schwingen und das ZDF berichtet über den hohen Abschluss. Realistisch genug?  ;)

Etwas ähnliches ist gestern in den Nachrichten (Radio) geschehen. Die Moderatorin meinte tatsächlich, dass Verdi 10.5% verlange, die Arbeitgeber aber 5% anbieten würden und dass die Streikbereitschaft dennoch hoch sei.


Da wird man einfach nur noch wütend, wenn Gesellschaftsschichten aufeinander - vorsätzlich - gehetzt werden. Mitnichten liegt ein Angebot über 5% seitens der AG vor!

Aber die klassischen Bild Leser werden so etwas vorbehaltlos Glauben schenken.

Verstehe ich jetzt nicht, daran ist doch nix falsch.
Verdi fordert 10,5% auf 12 Monaten
Die AG haben 5% angeboten, was ist daran jetzt falsch? 5% in 2 Schritten auf 24 Monate sind trotzdem 5%  ;D

Das sind jährlich effektiv weniger als 2.5%. Das Angebot der Arbeitgeber erreicht nicht einmal ein Volumen iHv 25% der Verdi Forderung. Suggeriert wird, dass die Arbeitgeber nahezu auf die Hälfte der Forderung eingeht. Das ist kein schlechter Journalismus. Das ist pure Hetze und eine vorsätzliche, falsche Berichterstattung.

Rollo83

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Antw:Tarifrunde 2023
« Antwort #575 am: 01.03.2023 16:59 »
Ich erwarte, dass wir bei 3% auf 12 Monate mit einer Gesamtlaufzeit von 30 Monaten landen. Also 7,5% gesamt. Dann kann der BILD-Leser wieder die Neidkeule schwingen und das ZDF berichtet über den hohen Abschluss. Realistisch genug?  ;)

Etwas ähnliches ist gestern in den Nachrichten (Radio) geschehen. Die Moderatorin meinte tatsächlich, dass Verdi 10.5% verlange, die Arbeitgeber aber 5% anbieten würden und dass die Streikbereitschaft dennoch hoch sei.


Da wird man einfach nur noch wütend, wenn Gesellschaftsschichten aufeinander - vorsätzlich - gehetzt werden. Mitnichten liegt ein Angebot über 5% seitens der AG vor!

Aber die klassischen Bild Leser werden so etwas vorbehaltlos Glauben schenken.

Verstehe ich jetzt nicht, daran ist doch nix falsch.
Verdi fordert 10,5% auf 12 Monaten
Die AG haben 5% angeboten, was ist daran jetzt falsch? 5% in 2 Schritten auf 24 Monate sind trotzdem 5%  ;D

Das sind jährlich effektiv weniger als 2.5%. Das Angebot der Arbeitgeber erreicht nicht einmal ein Volumen iHv 25% der Verdi Forderung. Suggeriert wird, dass die Arbeitgeber nahezu auf die Hälfte der Forderung eingeht. Das ist kein schlechter Journalismus. Das ist pure Hetze und eine vorsätzliche, falsche Berichterstattung.

Da ist rein gar nix falsch wie oft denn noch.
Die AG haben 5% vorgeschlagen, nicht mehr und nicht weniger wurde gesagt und das ist zu 100% korrekt.
Natürlich wurde nicht gesagt das die 5% auf einen deutlich längeren Zeitraum ausgelegt werden als die geforderten 10,5% und das wahrscheinlich auch absichtlich, da bin ich natürlich bei dir und den anderen Usern.

Fakt ist aber die AG habe 5% geboten und daran gibt es auch nix zu diskutieren, 5% sind 5%.

flip

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Antw:Tarifrunde 2023
« Antwort #576 am: 01.03.2023 17:50 »
Fakt ist aber die AG habe 5% geboten und daran gibt es auch nix zu diskutieren, 5% sind 5%.
Die Arbeitgeber haben eben keine 5% geboten. Lerne rechnen.

emdy

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Antw:Tarifrunde 2023
« Antwort #577 am: 01.03.2023 17:54 »
Nach den wiederholten schwachsinnigen Ausführungen von Rollo83 habe ich beschlossen, meinem Vermieter die Monatsmiete nun nurnoch jährlich zu überweisen. Zeiträume sind irrelevant.

Schnarchnase81

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Antw:Tarifrunde 2023
« Antwort #578 am: 01.03.2023 18:08 »
Ich erwarte, dass wir bei 3% auf 12 Monate mit einer Gesamtlaufzeit von 30 Monaten landen. Also 7,5% gesamt. Dann kann der BILD-Leser wieder die Neidkeule schwingen und das ZDF berichtet über den hohen Abschluss. Realistisch genug?  ;)

Etwas ähnliches ist gestern in den Nachrichten (Radio) geschehen. Die Moderatorin meinte tatsächlich, dass Verdi 10.5% verlange, die Arbeitgeber aber 5% anbieten würden und dass die Streikbereitschaft dennoch hoch sei.


Da wird man einfach nur noch wütend, wenn Gesellschaftsschichten aufeinander - vorsätzlich - gehetzt werden. Mitnichten liegt ein Angebot über 5% seitens der AG vor!

Aber die klassischen Bild Leser werden so etwas vorbehaltlos Glauben schenken.

Verstehe ich jetzt nicht, daran ist doch nix falsch.
Verdi fordert 10,5% auf 12 Monaten
Die AG haben 5% angeboten, was ist daran jetzt falsch? 5% in 2 Schritten auf 24 Monate sind trotzdem 5%  ;D

Das sind jährlich effektiv weniger als 2.5%. Das Angebot der Arbeitgeber erreicht nicht einmal ein Volumen iHv 25% der Verdi Forderung. Suggeriert wird, dass die Arbeitgeber nahezu auf die Hälfte der Forderung eingeht. Das ist kein schlechter Journalismus. Das ist pure Hetze und eine vorsätzliche, falsche Berichterstattung.

Da ist rein gar nix falsch wie oft denn noch.
Die AG haben 5% vorgeschlagen, nicht mehr und nicht weniger wurde gesagt und das ist zu 100% korrekt.
Natürlich wurde nicht gesagt das die 5% auf einen deutlich längeren Zeitraum ausgelegt werden als die geforderten 10,5% und das wahrscheinlich auch absichtlich, da bin ich natürlich bei dir und den anderen Usern.

Fakt ist aber die AG habe 5% geboten und daran gibt es auch nix zu diskutieren, 5% sind 5%.

So ein Unsinn! Da kann man dann ja auch 15% ab dem 01.11.2028 bieten und behaupten, es gäbe 15% mehr Einkommen. So könnte man ja dann ja behaupten, man biete sogar mehr, als gefordert.

Fakt ist: es sind für 2023 gerade mal 0,75% mehr Gehalt geboten worden. Insgesamt sind es 2,69% mehr für jeden Monat ab dem 01.01.23 (gerechnet auf 27 Monate …neulich hatte ich mit 24 gerechnet). Das hat mit 5% nicht sehr viel zu tun. 5% sind eben nicht 5%! 5% wären es, wenn es diese sofort, ab dem 01.01. geben würde! Diese Stufenweise Erhöhung ist nichts anderes, als ein Taschenspielertrick!

Übrigens: guckt man sich die Kommentare zur Berichterstattung im Internet an, dann muss man sich über nichts mehr wundern! Ich bin schockiert, wie viel Unwissen da unterwegs ist. Wie viele tatsächlich meinen, die Preise würden sinken, wenn die Inflation zurückgeht….unglaublich! Oder wie viele meinen, es gehe hier in erster Linie bei den Tarifverhandlungen um die Beamten…ebenso unglaublich! Auch unglaublich: wie viele meinen, es wäre ok, wenn man nur die unteren EGs erhöhen würde…nach dem Motto: alle gleich, egal, wer welchen Job und welche Qualifikation hat.
Da muss man sich auch nicht wundern, wenn das AG-Angebot undifferenziert betrachtet wird und man meint, es wären 5% mehr….

Und dann kommen im Herbst wieder die Stimmen auf: wieso schon wieder Tarifverhandlungen für den ÖD? Die haben doch gerade erst bekommen!…die bekommen den Hals auch nicht voll!

Da beweist es sich doch wieder: Nur Stammtischwissen, aber auf jeden Fall seinen Senf dabei geben und mitreden wollen, wie viel man im ÖD und wie viel Beamte verdienen dürfen!

frankeee85

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Antw:Tarifrunde 2023
« Antwort #579 am: 01.03.2023 19:59 »
Also die Ausführungen von Rollo83 kann ich nicht ernst nehmen. Er scheint in der Schulzeit im Matheunterricht gepennt zu haben.

3% Gehaltserhöhung für 2023 und 2% für 2024 sind KEINE 5% Erhöhung p.a. Wieso zum Geier ist dass so schwierig zu verstehen?


Yasper

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Antw:Tarifrunde 2023
« Antwort #580 am: 01.03.2023 20:14 »
Also die Ausführungen von Rollo83 kann ich nicht ernst nehmen. Er scheint in der Schulzeit im Matheunterricht gepennt zu haben.


Er könnte ggf. Volljurist sein  ;D

Beamtix

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Antw:Tarifrunde 2023
« Antwort #581 am: 01.03.2023 20:25 »
Volljuristen eerden immer deltener in den Bundesbehörden. Bei uns gibt es immer weniger...

Fubar1323

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Antw:Tarifrunde 2023
« Antwort #582 am: 01.03.2023 20:41 »
effektiv aber nur 2,5% auf 12 Monate  ;)

Von 12 Monate hat auch niemand gesprochen, es wurde lediglich gesagt das die AG Seite 5% bietet und das ist nun mal faktisch korrekt.

Dann sollten die Gewerkschaften demnächst mit Forderungen von 1%*) einsteigen und sich dann entrüstet zeigen, warum die Arbeitgeber nicht einschlagen.

*) Laufzeit 1 Monat

TheBr4in

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Antw:Tarifrunde 2023
« Antwort #583 am: 01.03.2023 21:30 »
Naja, ich glaube auch man redet hier ein wenig aneinander vorbei.

Die Erhöhugn (die ich natürlich auch lächerlich finde) kann bzw. sollte man sicherlich nicht auf Zeiträume beziehen. Die Erhöhungen wirken ja ab einem Zeitpunkt unbefristet. Und natürlich ist die Erhöhung auf das Kalenderjahr gerechnet nicht 3% sondern weniger (je nach Zeitpunkt des Wirksamwerdens). Allerdings wird das ja auch nicht verhandelt, sonst müsste, wenn der Tarifvertrag beispielweise zum 1.7. endet die Erhöhung ja 6% betragen, damit in 2023 eine Erhöhung von 3% verhandelt ist. Aber diese Sichtweise ist unpraktikabel und auch nicht sachgerecht, da die Erhöhung wie schon gesagt nicht in einem Zeitraum wirkt sonderm ab einem Zeitpunkt. Sonst müssten ja Erhöhungen von Jahresgehältern verhandelt werden.

Trotzdem sind die von Rollo und der Presse genannten 5% natürlich falsch. Es wäre mehr als 5%, nämlich 5,06%. Nicht "für 2023 und 2024" sondern ab 1.6.2024 wäre die Besoldung eben 5,06% höher als jetzt.

Das von 1.1.2023 bis 30.09.2023 durch die Nullrunde ein herber Reallohnverlust auftritt ist ja evident. Allerdings kann man diesen nicht gegen die auf 12 Monate runtergerechneten 3% rechnen. Das ist einfach mathematischer Murks.

Schnarchnase81

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Antw:Tarifrunde 2023
« Antwort #584 am: 01.03.2023 22:42 »
Naja, ich glaube auch man redet hier ein wenig aneinander vorbei.

Die Erhöhugn (die ich natürlich auch lächerlich finde) kann bzw. sollte man sicherlich nicht auf Zeiträume beziehen. Die Erhöhungen wirken ja ab einem Zeitpunkt unbefristet. Und natürlich ist die Erhöhung auf das Kalenderjahr gerechnet nicht 3% sondern weniger (je nach Zeitpunkt des Wirksamwerdens). Allerdings wird das ja auch nicht verhandelt, sonst müsste, wenn der Tarifvertrag beispielweise zum 1.7. endet die Erhöhung ja 6% betragen, damit in 2023 eine Erhöhung von 3% verhandelt ist. Aber diese Sichtweise ist unpraktikabel und auch nicht sachgerecht, da die Erhöhung wie schon gesagt nicht in einem Zeitraum wirkt sonderm ab einem Zeitpunkt. Sonst müssten ja Erhöhungen von Jahresgehältern verhandelt werden.

Trotzdem sind die von Rollo und der Presse genannten 5% natürlich falsch. Es wäre mehr als 5%, nämlich 5,06%. Nicht "für 2023 und 2024" sondern ab 1.6.2024 wäre die Besoldung eben 5,06% höher als jetzt.

Das von 1.1.2023 bis 30.09.2023 durch die Nullrunde ein herber Reallohnverlust auftritt ist ja evident. Allerdings kann man diesen nicht gegen die auf 12 Monate runtergerechneten 3% rechnen. Das ist einfach mathematischer Murks.

Ich würde das schlicht auf die Laufzeit sehen. Also wächst das Gesamteinkommen in dieser Zeit, bis zum 31.03.25 um gerade mal 2,69% im fiktiven Vergleich, wenn man den Einkommensstand 31.12.22 auf 27 Monate berechnen würde. Ich würde das deshalb so machen, da sich so gut ein Vergleich zur Inflation in diesem Zeitraum ziehen lässt und die zeitliche Staffelung berücksichtigt werden muss. Der Zeitpunkt der Erhöhung ist halt entscheidend, alles andere ist ein Winkelzug! Man könnte ja 3% zum 01.02.25 und 2% zum 01.03.25 erhöhen….wären nach der Argumentation von Rollo auch 5% (5,06%). Faktisch wäre das  fast eine absolute Nullrunde….hier zu sagen, 5% sind 5% verschleiert schlicht und einfach, wie weit das Angebot von der Forderung weg ist…das sind tatsächlich 7,8% unter den geforderten 10,5 % und nicht nur 5,5%, wie es die Zahl 5 suggeriert….und da ja mit Inflation argumentiert wird, wird hierbei in Anbetracht der ursprünglichen Forderung einer 12monatiger Laufzeit quasi ab dem 01.01.24 eine Nullinflation unterstellt, wenn man behauptet, das wären ja nur 5,5% unter den geforderten 10,5%….oder anders: im ersten Jahr wäre mit dem Angebot jede Inflation ab 0,76% ein Reallohnverlust, im 2. Jahr ab 4,04% Inflation…und da wäre der Reallohnverlust aus 22 gar nicht erfasst. Realistisch betrachtet könnte es vielleicht 2024 passen, was heißt, es gibt keinen Reallohnverlust und keine RealLohnsteigerung, 2023 ist aber eher von einer deutlich höheren Inflation auszugehen, ich meine von erwarteten 8,8% gelesen zu haben. Dies würde einen Reallohnverlust von 8,05% bedeuten, der nur ausgeglichen würde, wenn es 2024 eine Deflation in Höhe von 8,05% gäbe….und wie gesagt: 2022 ist da noch nicht mitgerechnet. Ohne für 2022 alle Zahlen konkret zu kennen, hätte man Ende 2023 vermutlich effektiv mindestens 15% weniger in der Tasche als 2021…. so zeigt sich klar und deutlich, wie frech das Angebot der Arbeitgeber ist!