PKV Beitragserhöhungen ab 01.01.2025

Begonnen von Imperator, 10.10.2024 10:00

Vorheriges Thema - Nächstes Thema

KlammeKassen

Zitat von: Beitrag2025 in 23.12.2024 18:54
Die 48,6 % der Beitragserhöhung ab 1.1.2025 im Tarif P30 bei der Debeka kann ich sogar noch leicht überbieten.
Bei mir sind es 48,96 % (Erhöhung von 158,70 auf 236,40 €)!
Vielleicht kann ja sogar jemand noch die 50 % knacken.   >:(

Aber ist doch extrem spottbillig.
Komme jetzt von 408 Euro auf 469 Euro (gesetzlich! also höherer Preis und schlechtere Leistung)

Organisator

Zitat von: KlammeKassen in 24.12.2024 13:16
Zitat von: Beitrag2025 in 23.12.2024 18:54
Die 48,6 % der Beitragserhöhung ab 1.1.2025 im Tarif P30 bei der Debeka kann ich sogar noch leicht überbieten.
Bei mir sind es 48,96 % (Erhöhung von 158,70 auf 236,40 €)!
Vielleicht kann ja sogar jemand noch die 50 % knacken.   >:(

Aber ist doch extrem spottbillig.
Komme jetzt von 408 Euro auf 469 Euro (gesetzlich! also höherer Preis und schlechtere Leistung)

Beinhaltet der Betrag von 469 € auch nur 30% der ambulanten Leistungen, wie im von dir zitierten Beitrag?

Hobbyjurist

Streng genommen spüren Pensionäre ja auch noch die Beitragserhöhungen in der sozialen Pflegeversicherung. Nach §50f BeamtVG werden ab Januar 2025, da der reguläre Beitragssatz ohne Kinderlosenzuschlag von 3,4 % auf 3,6 % steigt, die Versorgungsbezüge künftig um 1,8 % und nicht mehr um 1,7 % reduziert.

EdekaA11

Zitat von: clarion in 06.12.2024 07:32
Zitat von: EdekaA11 in 02.12.2024 12:46
Die Anstiege bei meinen Eltern und Großeltern (beide GKV´ler) sind im Vergleich zu PKV´lern seit Jahren deutlich geringer bzw. nicht nennenswert.

Ist das wirklich so? Die Beiträge müssen bei jeder Rentenerhöhung gestiegen sein. Die Zusatzbeiträge und die Beitragsbemessungsgrenze steigen zum 01.01.25 auch kräftig.

Das ist wirklich so, weil diese lange nicht an die BBG kommen und die Steigerungen recht überschaubar sind. Bei den jetzigen Pensionären sind die Steigerungen trotz Altersrückstellungen (siehe Verlauf) deutlich höher 70-80€ mehr im neuen Jahr trotz 70% Beihilfe.

EdekaA11

Zitat von: KlammeKassen in 24.12.2024 13:16
Zitat von: Beitrag2025 in 23.12.2024 18:54
Die 48,6 % der Beitragserhöhung ab 1.1.2025 im Tarif P30 bei der Debeka kann ich sogar noch leicht überbieten.
Bei mir sind es 48,96 % (Erhöhung von 158,70 auf 236,40 €)!
Vielleicht kann ja sogar jemand noch die 50 % knacken.   >:(

Aber ist doch extrem spottbillig.
Komme jetzt von 408 Euro auf 469 Euro (gesetzlich! also höherer Preis und schlechtere Leistung)

Du darfst nicht vergessen, dass "Beitrag2025" bereits länger privatversichert ist. Wenn man sich jetzt mit 35 - 45 Jahren bei einem großen Versicherer PKV versichert, startet man mit ca (+/-) 400€ - 450€.  Da schwindet der finanzielle Vorteil zur GKV.

Hobbyjurist

Diese Zahlen schockieren mich, auch weil nicht absehbar ist, wo das mal enden wird. Es fällt mir schwer, in Gänze zu erfassen, warum die Versicherungsprämie so sehr vom Eintrittsalter in die PKV abhängt. Klar, ein 18-jähriger Beamter zahlt insgesamt viele Jahre mehr ein als ein mit 35-45 Verbeamteter, aber es ist doch nicht so, als würden in jungen Jahren nicht auch Versicherungsleistungen in Anspruch genommen werden. Rechtfertigen die über einen längeren Zeitraum anhäufbaren Altersrückstellungen diese enormen Unterschiede im Startbeitrag (Eine Beispielrechnung für ein Angebot ergab mit Alter 36 einen mehr als doppelt so hohen Beitrag als mit Alter 18 für den Abschluss einer PKV)? Mir ist erstmal nur bekannt, dass es einen gesetzlichen Zuschlag von 10 % auf die Versicherungsprämie gibt, nicht aber, wie viel mehr von den Beiträgen noch in die Altersrückstellungen fließt.

Zitat von: EdekaA11 in 02.01.2025 15:17
Zitat von: KlammeKassen in 24.12.2024 13:16
Zitat von: Beitrag2025 in 23.12.2024 18:54
Die 48,6 % der Beitragserhöhung ab 1.1.2025 im Tarif P30 bei der Debeka kann ich sogar noch leicht überbieten.
Bei mir sind es 48,96 % (Erhöhung von 158,70 auf 236,40 €)!
Vielleicht kann ja sogar jemand noch die 50 % knacken.   >:(

Aber ist doch extrem spottbillig.
Komme jetzt von 408 Euro auf 469 Euro (gesetzlich! also höherer Preis und schlechtere Leistung)

Du darfst nicht vergessen, dass "Beitrag2025" bereits länger privatversichert ist. Wenn man sich jetzt mit 35 - 45 Jahren bei einem großen Versicherer PKV versichert, startet man mit ca (+/-) 400€ - 450€.  Da schwindet der finanzielle Vorteil zur GKV.

BalBund

Zitat von: Hobbyjurist in 03.01.2025 13:28
Diese Zahlen schockieren mich, auch weil nicht absehbar ist, wo das mal enden wird. Es fällt mir schwer, in Gänze zu erfassen, warum die Versicherungsprämie so sehr vom Eintrittsalter in die PKV abhängt. Klar, ein 18-jähriger Beamter zahlt insgesamt viele Jahre mehr ein als ein mit 35-45 Verbeamteter, aber es ist doch nicht so, als würden in jungen Jahren nicht auch Versicherungsleistungen in Anspruch genommen werden. Rechtfertigen die über einen längeren Zeitraum anhäufbaren Altersrückstellungen diese enormen Unterschiede im Startbeitrag (Eine Beispielrechnung für ein Angebot ergab mit Alter 36 einen mehr als doppelt so hohen Beitrag als mit Alter 18 für den Abschluss einer PKV)? Mir ist erstmal nur bekannt, dass es einen gesetzlichen Zuschlag von 10 % auf die Versicherungsprämie gibt, nicht aber, wie viel mehr von den Beiträgen noch in die Altersrückstellungen fließt.

Du hast die grundsätzliche Stoßrichtung der PKV verstanden. Unsere deutschen Privatversicherer müssen nach dem sogenannten Äquivalenzprinzip arbeiten. Das bedeutet - stark vereinfacht - für jeden Euro, der voraussichtlich für Dich ausgegeben wird MUSS es eine Gegenfinanzierung mittels Deiner Beiträge geben. Nur das wie unterscheidet sich von Kasse zu Kasse.

Vergleichsgruppe sind dabei immer diejenigen die im gleichen Alter zur Versicherung gestoßen sind. Steigt man also erst mit 40+ ein, werden deutlich mehr Arztbesuche prognostiziert und eingerechnet als beim 18jährigen Anwärter.


clarion

Durch Zinseszins bei den Altersrückstellungen, ist ein 20 Jahre späteres Eintreten schon eine Hausnummer, die sich natürlich in an der Beitragshöhe ablesen lässt.

Hobbyjurist

Danke euch für die Antworten. Den Zinseszins habe ich deutlich unterschätzt und jetzt mal modellhaft nachgerechnet.

Angenommen, wir haben einen Zinssatz von 2,5 % p.a. (q=1,025) und der 18-jährige Anwärter zahle jährlich vorschüssig eine Versicherungsprämie, von der ein Betrag R in die Altersrückstellungen fließt, der 36-jährige Beamte jedoch eine doppelt so hohe Prämie, von der ein Betrag 2*R angespart werden kann.

Dann summierten sich zum jeweils 54. Geburtstag die Ansparungen des Anwärters auf R * (q^37-1) / (q-1) = 59,734 * R, der angesparte Betrag des mit 36 Verbeamteten auf 2 * R * (q^19-1) / (q-1) = 47,892 R, was immer noch weniger wäre. Jetzt kann ich mir besser erklären, warum der Startbeitrag so sehr vom Einstiegsalter in die PKV abhängig ist.

Batto

Zitat von: EdekaA11 in 02.01.2025 15:17
Zitat von: KlammeKassen in 24.12.2024 13:16
Zitat von: Beitrag2025 in 23.12.2024 18:54
Die 48,6 % der Beitragserhöhung ab 1.1.2025 im Tarif P30 bei der Debeka kann ich sogar noch leicht überbieten.
Bei mir sind es 48,96 % (Erhöhung von 158,70 auf 236,40 €)!
Vielleicht kann ja sogar jemand noch die 50 % knacken.   >:(

Aber ist doch extrem spottbillig.
Komme jetzt von 408 Euro auf 469 Euro (gesetzlich! also höherer Preis und schlechtere Leistung)

Du darfst nicht vergessen, dass "Beitrag2025" bereits länger privatversichert ist. Wenn man sich jetzt mit 35 - 45 Jahren bei einem großen Versicherer PKV versichert, startet man mit ca (+/-) 400€ - 450€.  Da schwindet der finanzielle Vorteil zur GKV.


Moin,

also ich habe mich (36) sowie meine ganze Familie letztes Jahr privat versichern lassen, da ich Beamter geworden bin. Ich habe bei 4 Kindern natürlich 70% Beihilfe aber wollte einmal meine Beiträge nennen:

Ich (36) 267€ und mit der Beitragserhöhung auf 311€
Meine Frau (35) von 263€ auf 307€
Die Kinder (9,5,2,1) von 37€ auf 45€

Wir haben uns für die Debeka entschieden. Dabei muss man aber auch bedenken, dass ich Hier alle Tarife genommen haben: B30, WL30, BC, KHT10, EPG600 sowie PVB.

Die reine Basisversicherung B30 war 156€ und ist jetzt 196€.


Von daher kann ich nicht behaupten, dass man mit 400-450€ eingestuft wird. Wohlgemerkt bei 70% Beihilfe.


PolareuD

Zitat von: Batto in 06.01.2025 10:57
Von daher kann ich nicht behaupten, dass man mit 400-450€ eingestuft wird. Wohlgemerkt bei 70% Beihilfe.

Gibt es schon. Wenn der Beihilfebemessungssatz bei 50% liegt und man die Öffnungsaktion in Anspruch nehmen muss, sind 400-450€ nicht mal unrealistisch.

Neuromancer

Zitat von: Batto in 06.01.2025 10:57
Zitat von: EdekaA11 in 02.01.2025 15:17
Zitat von: KlammeKassen in 24.12.2024 13:16
Zitat von: Beitrag2025 in 23.12.2024 18:54
Die 48,6 % der Beitragserhöhung ab 1.1.2025 im Tarif P30 bei der Debeka kann ich sogar noch leicht überbieten.
Bei mir sind es 48,96 % (Erhöhung von 158,70 auf 236,40 €)!
Vielleicht kann ja sogar jemand noch die 50 % knacken.   >:(

Aber ist doch extrem spottbillig.
Komme jetzt von 408 Euro auf 469 Euro (gesetzlich! also höherer Preis und schlechtere Leistung)

Du darfst nicht vergessen, dass "Beitrag2025" bereits länger privatversichert ist. Wenn man sich jetzt mit 35 - 45 Jahren bei einem großen Versicherer PKV versichert, startet man mit ca (+/-) 400€ - 450€.  Da schwindet der finanzielle Vorteil zur GKV.


Moin,

also ich habe mich (36) sowie meine ganze Familie letztes Jahr privat versichern lassen, da ich Beamter geworden bin. Ich habe bei 4 Kindern natürlich 70% Beihilfe aber wollte einmal meine Beiträge nennen:

Ich (36) 267€ und mit der Beitragserhöhung auf 311€
Meine Frau (35) von 263€ auf 307€
Die Kinder (9,5,2,1) von 37€ auf 45€

Wir haben uns für die Debeka entschieden. Dabei muss man aber auch bedenken, dass ich Hier alle Tarife genommen haben: B30, WL30, BC, KHT10, EPG600 sowie PVB.

Die reine Basisversicherung B30 war 156€ und ist jetzt 196€.


Von daher kann ich nicht behaupten, dass man mit 400-450€ eingestuft wird. Wohlgemerkt bei 70% Beihilfe.


Ohne zu persönlich zu werden, hast du Vorerkrankungen? Werde mich ggf. dieses Jahr als 33 Jähriger verbeamten lassen, daher die Frage ...

Batto

@Neuromancer

Keiner von uns hat Vorerkrankungen. Daher sind die Beiträge ohne Zuschläge.

KlammeKassen

Zitat von: Batto in 06.01.2025 10:57
Zitat von: EdekaA11 in 02.01.2025 15:17
Zitat von: KlammeKassen in 24.12.2024 13:16
Zitat von: Beitrag2025 in 23.12.2024 18:54
Die 48,6 % der Beitragserhöhung ab 1.1.2025 im Tarif P30 bei der Debeka kann ich sogar noch leicht überbieten.
Bei mir sind es 48,96 % (Erhöhung von 158,70 auf 236,40 €)!
Vielleicht kann ja sogar jemand noch die 50 % knacken.   >:(

Aber ist doch extrem spottbillig.
Komme jetzt von 408 Euro auf 469 Euro (gesetzlich! also höherer Preis und schlechtere Leistung)

Du darfst nicht vergessen, dass "Beitrag2025" bereits länger privatversichert ist. Wenn man sich jetzt mit 35 - 45 Jahren bei einem großen Versicherer PKV versichert, startet man mit ca (+/-) 400€ - 450€.  Da schwindet der finanzielle Vorteil zur GKV.


Moin,

also ich habe mich (36) sowie meine ganze Familie letztes Jahr privat versichern lassen, da ich Beamter geworden bin. Ich habe bei 4 Kindern natürlich 70% Beihilfe aber wollte einmal meine Beiträge nennen:

Ich (36) 267€ und mit der Beitragserhöhung auf 311€
Meine Frau (35) von 263€ auf 307€
Die Kinder (9,5,2,1) von 37€ auf 45€

Wir haben uns für die Debeka entschieden. Dabei muss man aber auch bedenken, dass ich Hier alle Tarife genommen haben: B30, WL30, BC, KHT10, EPG600 sowie PVB.

Die reine Basisversicherung B30 war 156€ und ist jetzt 196€.


Von daher kann ich nicht behaupten, dass man mit 400-450€ eingestuft wird. Wohlgemerkt bei 70% Beihilfe.

Da hast du als Angestellter sicherlich mehr zahlen müssen vorher.
Bei den Kindern muss ja immer berücksichtigt werden, dass es keinen Kinderzuschlag gibt, der ja deutlich höher ist als die Kosten für die Versicherung. Diese Zuschläge hast du als Angestellter ja auch nicht gehabt.
Mit 4 Kindern dürfte sich die Verbeamtung aus finanziellen Gesichtspunkten wohl extrem lohnen.

conny111

Zitat von: KlammeKassen in 06.01.2025 20:01

Von daher kann ich nicht behaupten, dass man mit 400-450€ eingestuft wird. Wohlgemerkt bei 70% Beihilfe.

Da hast du als Angestellter sicherlich mehr zahlen müssen vorher.
Bei den Kindern muss ja immer berücksichtigt werden, dass es keinen Kinderzuschlag gibt, der ja deutlich höher ist als die Kosten für die Versicherung. Diese Zuschläge hast du als Angestellter ja auch nicht gehabt.
Mit 4 Kindern dürfte sich die Verbeamtung aus finanziellen Gesichtspunkten wohl extrem lohnen.
[/quote]

Er zahlt jetzt knapp 800 Euro für Kind und Kegel. Die hat er als Angestellter in der GKV sicherlich nicht zahlen müssen, da die Familie kostenlos mitversichert war.