Tarifrunde TV-L 2025 - Diskussion I

Begonnen von Admin, 15.11.2025 17:26

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Vollender

Zitat von: Verfassungsmäßige in 29.11.2025 09:05
Zitat von: Vollender in 29.11.2025 08:27
Wenn hier schon Beamte herumschwirren im TV-L Bereich dann eine Frage: Was wäre eure Prognose für die TV-L Tarifverhandlungen?

Noch schlechter als das vom tvöd ,bestimmt annähernd gleiche Laufzeit, 3 Monate Nullrunde, Erfahrungsstufe mitnehmen bei Höhergruppierung Fehlanzeige, JSZ wird auch kein Thema sein... alles in allem maximal enttäuschend für die Bediensteten

Wie dann noch motivieren? Vor allem die wo was taugen? Bekanntlich gibt's gerade für gesuchte Berufe wie Bauingenieure durchaus interessante Alternativen. Und die brauchbaren Kollegen werden sich das nicht ewig bieten lassen.

LehrerBW

Zitat von: Vollender in 29.11.2025 08:55
Prognosen von verbeamteten Kollegen für die Tarifverhandlungen TV-L? Was denkt ihr?
Ich denke, es wird ähnlich laufen mit denselben Ergebnissen wie bei den tvöd Verhandlungen.

Vollender

Zitat von: LehrerBW in 29.11.2025 09:27
Zitat von: Vollender in 29.11.2025 08:55
Prognosen von verbeamteten Kollegen für die Tarifverhandlungen TV-L? Was denkt ihr?
Ich denke, es wird ähnlich laufen mit denselben Ergebnissen wie bei den tvöd Verhandlungen.

Und bei der JSZ?

Faunus

Zitat von: Vollender in 29.11.2025 09:30
Zitat von: LehrerBW in 29.11.2025 09:27
Zitat von: Vollender in 29.11.2025 08:55
Prognosen von verbeamteten Kollegen für die Tarifverhandlungen TV-L? Was denkt ihr?
Ich denke, es wird ähnlich laufen mit denselben Ergebnissen wie bei den tvöd Verhandlungen.
Und bei der JSZ?


Wird sich zeigen!

IchLiebeBeamtentum

Das Ergebnis steht schon längst fest.
Ein Forumteilnehmer hat es hier gestern schön formuliert.
War aber wahrscheinlich zu politisch, wurde dann gelöscht.

LehrerBW

Zitat von: Tagelöhner in 29.11.2025 09:03
Zitat von: Vollender in 29.11.2025 08:55
Prognosen von verbeamteten Kollegen für die Tarifverhandlungen TV-L? Was denkt ihr?

Natürlich immer zu wenig, auch wenn bei Ihnen dank mehr Netto vom Brutto (=keine Sozialabgaben) und max. 71,75% des letzten ruhegehaltsfähigen Solds als Pensionsanspruch, von jeder Erhöhung deutlich mehr hängen bleibt.

Beamte machen es sich da einfach. "Wir dürfen ja nicht streiken, also stehen uns die Privilegien zu", aber wir übernehmen gerne euer Tarifergebnis, für das ihr Druck auf die Arbeitgeber = unseren Dienstherr aufbauen könnt  ;D
Naja Tagelöhner...nach dem neuen Urteil des BVerfG zur amtsangemessenen Besoldung und deren Fortschreibung muss sich die Besoldungserhöhung zwangsläufig nach den Tariflöhnen richten...das ist ein Parameter 🤷‍♂️
Es ist im Prinzip in Zukunft überflüssig, dass der dbb mit am Tisch sitzt und irgendwas fordert, denn das Ergebnis wird verfassungsrechtlich übernommen werden müssen.

IchLiebeBeamtentum

Wer weiß, wer hier alles für ein Meinungsbild mitliest und auch steuert?!;)

Tagelöhner

Zitat von: LehrerBW in 29.11.2025 09:36
Naja Tagelöhner...nach dem neuen Urteil des BVerfG zur amtsangemessenen Besoldung und deren Fortschreibung muss sich die Besoldungserhöhung zwangsläufig nach den Tariflöhnen richten...das ist ein Parameter 🤷‍♂️
Es ist im Prinzip in Zukunft überflüssig, dass der dbb mit am Tisch sitzt und irgendwas fordert, denn das Ergebnis wird verfassungsrechtlich übernommen werden müssen.

Bin ich ja weiter oben darauf eingegangen, wo einer dann fast seinen Kaffee auf die Tastatur ausspucken musste. Zur Lobby gehören nun mal auch Vertreter des Richteramtes (wenn auch erst auf den zweiten Blick), und alle Kräfte die den Gesetzgebungsprozess inne haben. Und ja, eigentlich können die Interessenvertretungen der Beamten jetzt definitiv mal weg vom Verhandlungstisch, wenn das höchstrichterlich festgezurrt wurde. Aber das wird nicht passieren, die Möglichkeit der Einflussnahme bzw. Informationsgewinnung lässt man sich halt nicht entgehen. Und wie bereits erwähnt, am Ende ist es ein Kuchen, der verteilt werden kann.
Nur mit ausgeprägtem Sinn für Humor weiterlesen: Ich habe nichts gegen Beamte, wirklich! Die tun ja nix! :-)

Vollender

Jedenfalls ist bei uns die Stimmung schlecht. Quer durch alle EG kündigen viele gerade auch ältere Kollegen. Mittlerweile sind auch Schlüsselstellen nicht mehr besetzt und Projekte müssen gestrichen oder geschoben werden. Besonders katastrophal sieht es bei EG12 aufwärts aus.

Faunus

Zitat von: IchLiebeBeamtentum in 29.11.2025 08:54

Wurde aber leider vom Admin gelöscht.

Man muss auch nicht nach jedem dümmliche Angelhaken schnappen und mithelfen seitenweise astreine Themenverfehlung - teils eingefärbt - zu produzieren, um dann zu bedauern, dass genau das gelöscht wurde.


Und, die die den Quatsch aufgebracht haben, dass doch die Beamte bitte selbst verhandeln sollen, weil da Ängste sind, das die TB ein kleineres Stück vom Kuchen deswegen bekommen würden...

Es gibt genau einen Kuchen, da Dienstherr = AG.
Beiden Gruppen werden von dem Kuchen finanziert, auch deren Erhöhungen. Man kann zwei Verhandlungen daraus machen, dann werden die Erhöhungen etwas geringer, weil die Organisation der zweiten Verhandlungsrunde auch von dem Kuchen finanziert werden muss, da immer noch AG = Dienstherr.

Es würden also unnötigen Kosten generiert und warum? Ich habe den Eindruck, dass hier - aus welchen Gründen auch immer - gezündelt werden soll. "Kleinvieh macht auch Mist und genügend Kleinvieh das Mist macht...

Inwieweit die JSZ eine Rolle spielen wird...
Durch die letzten TVÖD-Runde sind die höheren EGs im TV-L ziemlich abgeschlagen im Vergleich und zwar u.a. durch die Änderung der JSZ im TVöD. Schon im Interesse der AG der Länder wird das berücksichtigt werden müssen. Wie? Hängt von den Gewerkschaften ab, wo die sich sperren bzw. wie man deren Vorstellungen befriedigt, weil... es gibt nur einen Kuchen!

Der TVöD hat vorgelegt... jetzt müssen die Länder nachlegen! Letztlich hat die Abspaltung den Ländern m.M. nach nicht wirklich was gebracht - ein biserl Aufschub von Kosten, aber regelmäßige zusätzliche Verhandlungskosten 8)

NelsonMuntz

Zitat von: LehrerBW in 29.11.2025 09:36
Naja Tagelöhner...nach dem neuen Urteil des BVerfG zur amtsangemessenen Besoldung und deren Fortschreibung muss sich die Besoldungserhöhung zwangsläufig nach den Tariflöhnen richten...das ist ein Parameter 🤷‍♂️
Es ist im Prinzip in Zukunft überflüssig, dass der dbb mit am Tisch sitzt und irgendwas fordert, denn das Ergebnis wird verfassungsrechtlich übernommen werden müssen.

Hier bist Du etwas unpräzise, weil der Tariflohnindex, von dem im Urteil die Rede ist, eben weit mehr umfasst als TVöD, TV-L etc. Die Besoldungen werden sich eher vollständig von den Verhandlungen abkoppeln und künftig im Jahrestakt per Automatismus angepasst werden. Sollten die Tarife im öD dabei stärker steigen als in anderen Branchen, dann hat das künftig keinen direkten Einfluss mehr auf die Besoldungen.

... aber das ist ja wieder ein anderes Thema (welches final auch erst so gegen 2054 umgesetzt sein wird ;))

NelsonMuntz

Zitat von: Faunus in 29.11.2025 10:20
Der TVöD hat vorgelegt... jetzt müssen die Länder nachlegen! Letztlich hat die Abspaltung den Ländern m.M. nach nicht wirklich was gebracht - ein biserl Aufschub von Kosten, aber regelmäßige zusätzliche Verhandlungskosten 8)

Naja, den Ländern hat das schon etwas gebracht, denn sie müssen ihren MA allein wegen der 1 Jahr späteren Verhandlung regelmäßig weniger zahlen als Bund oder Kommunen. Die Kosten für drei Verhandlungsrunden sind dabei nicht relevant.

Modulator

Letztendlich wird es doch wieder auf das Übliche hinauslaufen:

Die eine Seite wird sich in die Tasche lügen, wie toll sie doch wieder verhandelt hat.
Und die andere Seite wird wieder vom maximal für den Haushalt Ertragbaren sprechen und völlig ignorieren dass der Laden knapp vor arbeitsunfähig steht.
Die AG-Seite hofft darauf, dass Digitalisierung (KI) alle Probleme löst, übersieht aber dass die, die sie einführen sollen, bei der Bezahlung gehen oder erst gar nicht kommen.

Leidtragende sind die Bürger und die "übriggebliebenen" Bediensteten.

MoinMoin

Zitat von: Vollender in 29.11.2025 09:59
Jedenfalls ist bei uns die Stimmung schlecht. Quer durch alle EG kündigen viele gerade auch ältere Kollegen. Mittlerweile sind auch Schlüsselstellen nicht mehr besetzt und Projekte müssen gestrichen oder geschoben werden. Besonders katastrophal sieht es bei EG12 aufwärts aus.
So sah es bei uns auch aus und ich konnte dadurch die Bezahlung von §16.5 oder Fachkräftezulagen und Anrechnung von förderlichen Zeiten durchsetzen und nun haben wir fähige Mitarbeiter, die sich mit 90.000 Jahresgehalt nicht unterbezahlt fühlen.

Hoffentlich bleibt es so, dass die anderen AGs das nicht merken und wir dadurch guten Mitarbeiter, die die angenehmen Seiten des öDs zu schätzen wissen und das bisserl weniger an Kohle damit verrechnen zu uns ziehen können.

Zu den albernen und Verhandlungen, hege ich eine Resthoffnung, dass die AGseite vernünftig ist und öffentlich eine JSZ Anpassung fordert und hege den Verdacht, dass verdi seine hässliche Fratze zeigt und es ablehnt.

doro

Zitat von: Tagelöhner in 29.11.2025 09:03
Zitat von: Vollender in 29.11.2025 08:55
Prognosen von verbeamteten Kollegen für die Tarifverhandlungen TV-L? Was denkt ihr?

Natürlich immer zu wenig, auch wenn bei Ihnen dank mehr Netto vom Brutto (=keine Sozialabgaben) und max. 71,75% des letzten ruhegehaltsfähigen Solds als Pensionsanspruch, von jeder Erhöhung deutlich mehr hängen bleibt.

Beamte machen es sich da einfach. "Wir dürfen ja nicht streiken, also stehen uns die Privilegien zu", aber wir übernehmen gerne euer Tarifergebnis, für das ihr Druck auf die Arbeitgeber = unseren Dienstherr aufbauen könnt  ;D


Mehr Netto vom geringeren Brutto (je nach Erfahrungsstufe kann das manchmal nur 70% sein) wäre korrekt gewesen. Aber wozu die Details.