Tarifrunde TV-L 2025 - Diskussion III

Begonnen von username, 14.02.2026 09:31

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IchLiebeBeamtentum

Zitat von: MoinMoin in Heute um 07:50Ist bekannt, bezog sich auf die BeamtenkasteGerne. Nimm mal an eine Person macht im öD eine Ausbildung und ist dann im 9a Tätigkeiten Bereich lebenslang unterwegs. Zahlen von 2023:
Durchschnittsentgelt Rentenversicherung 44732
Ausbildung insgesamt Punkte    1,0  (geschätzt)
Brutto Jahre  RP/Brutto      Summe
39971    1    0,893566127    0,893566127
42933    2    0,959782706    1,919565412
43577    3    0,974179558    2,922538675
44864    4    1,002950908    4,011803631
50197    5    1,122172047    5,610860234
51687    30    1,155481534    34,66444603
Summe    45                51,02278011
2023 Rentenpunkt Wert: 37,60
BruttoRente: 1918,46€
VBL aus https://www.vbl.de/de/betriebsrentenrechner#/
Geburtsdatum    01.01.2000
Rentenbeginn    01.01.2065
Alter beim Rentenbeginn    65 Jahre
0 Versorgungspunkte berücksichtigt bis    31.12.2020 (also ab 2021 nach Ausbildung angefangen zu arbeiten)
Durchschnittliches monatliches zusatzversorgungspflichtiges Entgelt    4239,25 Euro
Dynamisierung    0.0 Prozent
Startjahr der Dynamisierung    2021
Betriebsrente ohne Abschlag  1131,04 Euro


https://www.finanzrechner.org/sonstige-rechner/rentenbesteuerungsrechner/#rentenbesteuerungsrechner

Nettorente: 2.369,23 €
Letztes Nettoeinkommen 2620€ Rente/VBL= 90%  Nur Rente 62% (nach 45 Beitragsjahren) Wenn man dann 2 Jahre in der Endstufe noch dran hängt (+2*1,15 RP = 1691 NettoRente = 65%)

A9 Bund Endstufe 3867€ Pension 2774,57 €
Netto bei 300€ PKV
https://rechner24.info/lohnsteuer/rechner?jahr=2023&STKL=1&F=&RE4=2774&LZZ=2&ZKF=0&KG=0&PVK=&LAND=bw&KIRCHE=0&LZZFREIB=&LZZFREIB_LZZ=2&LZZHINZU=&LZZHINZU_LZZ=2&RENTE=0&PKV=1&PKPV=300&progwerte=&progwerte=&oed=1&TEXT=Beamte+Bund+2022+%7C+Besoldungsgruppe+A9%2C+Stufe+8%2C+Tabelle+01.04.2022+-+29.02.2024&ck=3867.71&tmp=3079.05&url=%2Fc%2Ft%2Frechner%2Fbeamte%2Fbund%2Fa%3Fid%3Dbeamte-bund-2022%26g%3DA_9%26s%3D8%26f%3D%26z%3D%26zv%3D%26r%3D%26awz%3D%26zulage%3D%26kk%3D%26kkz%3D%26zkf%3D%26stkl%3D%26lst4f%3D%26pkpv%3D

Netto Pension A9 2.119,84€

Nur mal so grob geschätzt.
Und klar, nicht jeder kommt sofort in die 9a und nicht jeder in die A9
Und früher gab es mehr Rentenpunkte pro Jahr und und und
Und der Angestellte kann noch mehr Rentenpunkte sammeln, wenn er bis zur Regelaltersgrenze arbeitet und ist dann bei 65% Nettorente

Die Kraft der Nettoabzüge ist halt bei Angestellten sehr groß, da eben die SV Abzüge so stark sinken.
Und klar die VBL ist statisch und irgendwann hat der Beamte dann einen doch überholt.
Aber das zeigt halt, dass dieses Gerede von 71% vs 48% nichts, aber auch rein gar nichts, darüber aussagt, was der eine mehr an Geld zur Verfügung hat. Der Sachverhalt steht oben.

Natürlich nur, falls ich mich nicht verrechnet habe(also bitte gegen checken und korrigieren). Ich hoffe es ist nachvollziehbar, was ich da 2023 mal ausgerechnet habe.

Und natürlich sind Erwerbsbiografien immer unterschiedlich. Mir ging es hier nur darum zu zeigen, was systembedingt es für wenig Unterschiede gibt im öD.

Und in den unteren EGs ist es möglich lebenslang VBL zu beziehen. Mit Studium nicht, da sind dann die Beamten klar im Vorteil, wenn sie im gD die A12/A13 erreichen mit ihrem staatsfinanzierten Spezialstudium.


Von der Netto-Pension wird auch noch 400€ PKV abgezogen. Dann ist der Unterschied zur Rente nur noch marginal. In diesem Forum wird leider überwiegend polemisch pauschalisiert.

Tagelöhner

#556
Der Vergleich ist trotzdem nicht repräsentativ. Im Beamtentum ist nun mal der gD und hD ziemlich präsent vertreten, weniger der mD (außer bei der Polizei/Justizvollzug usw.). Außerdem gilt in der Praxis gerne Ex = Ax+1 oder teilweise Ax+2. Sprich auf einer Stelle, die als E10-Stelle zugeschnitten ist, kann man sofern sie als Beamter zugänglich ist, sehr oft bis A11 zum Teil auch A12 befördert werden. Eine Vorgabe, die wie mir erklärt wurde, so vom Finanzministerium kommt, da es darum geht, die Gesamtpersonalkosten im Griff zu halten und gleichzeitig aber der Beamtenschaft (=hoffentlich treue Diener) ausreichend Perspektiven und berufliche Entwicklungsmöglichkeiten zu geben um ein zu frühes Abgleiten in die "Dienst nach Vorschrift" Mentalität zu verhindern. Die nächste Beförderungs- bzw. Regelbeurteilungsrunde kommt ja bald und es erhoffen sich doch dann viele dabei wieder ein Treppchen nach oben zu fallen.

Es ist ja auch nicht selten so, dass im Rahmen der Stellenbewirtschaftung so durchrotiert wird, dass das jeweilige Endamt der Laufbahn, also die letzte Beförderung so erfolgt, dass sie noch voll ruhegehaltswirksam wird, aber nicht lange "blockiert" wird und dann direkt dem nächsten in der Rangfolge zugespielt wird, sobald sie nach Pensionierung der Person wieder frei wird.

Steigt außerdem in der Pensionsphase nicht der Beihilfesatz auf 70%, so dass der Eigenanteil der PKV sinkt?

Was ist außerdem mit Fällen, in denen das Schicksal zuschlägt? Z.B. schwere Erkrankung über mehrere Jahre in der Erwerbsbiografie. Der Beamte bezieht weiterhin volle Bezüge und baut Pensionsansprüche auf, der Tarifbeschäftigte fällt nach 6 Wochen ins Krankengeld und nach 1,5 Jahren in die "Arbeitslosigkeit beim Einkommen". Das sind unmittelbare Vermögensschäden, die gerne unberücksichtigt bleiben. Der Tarifbeschäftigte könnte sich dagegen vom Nettoeinkommen privat BU versichern, was aber wiederum sein Nettoeinkommen schmälert und später nicht mal gesichert ist, dass die Versicherung auch ohne langwierige Leistungsklage überhaupt bezahlt.

Vom gerne in der aktiven Zeit durchgehend höheren Nettolohn, kann der Beamte außerdem einfacher zusätzlich eine private Altersvorsorge aufbauen, in dem er wie oben beschrieben Immobilieneigentum zur Vermietung erwirbt oder an den Finanzmärkten partizipiert.
Nur mit ausgeprägtem Sinn für Humor weiterlesen: Ich habe nichts gegen Beamte, wirklich! Die tun ja nix! :-)

MoinMoin

Zitat von: IchLiebeBeamtentum in Heute um 09:41Von der Netto-Pension wird auch noch 400€ PKV abgezogen. Dann ist der Unterschied zur Rente nur noch marginal. In diesem Forum wird leider überwiegend polemisch pauschalisiert.
In meiner Berechnung habe ich 300€ eingetragen.
A9 Bund Endstufe 3867€ Brutto Pension 2774,57 €
Netto bei 300€ PKV = 2.119,84€

MoinMoin

Zitat von: Tagelöhner in Heute um 09:51Der Vergleich ist trotzdem nicht repräsentativ.
Natürlich nicht, es verdeutlicht nur das die beiden System ähnliche Ergebnisse bzgl. der Altersversorgung produzieren.
Und Ooh wunder, der Angestellte durchaus eine höhere Altersversorgung erhalten kann wenn er lebenslang im öD arbeitet und sich nicht von EG5 auf EG10 hocharbeiten muss, sondern gleich richtig einsteigt.

Warnstreik

Erstmal vielen Dank an MoinMoin fürs Auseinanderdröseln der Regelung, das ist auf jeden Fall mal super um die Grundlegenden Themen auf den Tisch zu bekommen. Natürlich sieht man die Intention dieses Beispiels - eben weil du relevante Teile schlicht weglässt bzw. weiter unten als gefühlten Rundungsfehler abtust. Dazu gehören (sehr unterschiedliche) Eigenanteile, Beitragsbesteuerung oder hohe SV-Anteile (AN+AG) auf die Zusatzrente. Aber geschenkt - es zeigt, dass man bei halbwegs ähnlicher Erwerbsbiografie (und das ist für viele/die meisten ein Thema) nicht total abgehängt wird. Fairerweise muss man aber sagen, dass bei 45 Jahren ordentlich bezahlter Vollzeitarbeit niemand hungern muss. (und das ist gut so)

Zitat von: JayBrak in Heute um 07:56Es gibt eine Ungerechtigkeit zwischen Renten und Pensionen, aber diese Ungerechtigkeit sollte nicht gelöst werden, indem man dafür sorgt, dass es dem "bevorteilten" schlechter geht ohne dass eine Verbesserung für den Banachteiligten entsteht.

Darum geht es ja auch nicht. Es geht darum, dass Ein Teil der Bevölkerung den demografischen Wandel zu spüren bekommt und ein anderer Teil nicht. Wenn man es ganz einfach sieht: Wenn ich Rentnern das Rentenniveau um x% kürze sollte ich auch die Beamtenpensionen um x% kürzen. Alternativ könnte man auch einen Bruchteil der x% weniger auf die Bezüge übernehmen (von Tarifabschlüssen). Dein Beispiel ist oben meiner Meinung nach deshalb falsch: Eine Ungerechtigkeit besteht ja überhaupt nur, wenn ich Menschen merkbar ungleich behandel.

Ingenieur007

Sollte es hier nicht in erster Linie um das Tarifergebnis vom TV-L gehen? Und wie es in höheren EG die Nachbesetzung von Spezialisten und Ingenieuren erschwert?

MoinMoin

#561
Zitat von: Warnstreik in Heute um 10:47Erstmal vielen Dank an MoinMoin fürs Auseinanderdröseln der Regelung, das ist auf jeden Fall mal super um die Grundlegenden Themen auf den Tisch zu bekommen. Natürlich sieht man die Intention dieses Beispiels - eben weil du relevante Teile schlicht weglässt bzw. weiter unten als gefühlten Rundungsfehler abtust. Dazu gehören (sehr unterschiedliche) Eigenanteile, Beitragsbesteuerung oder hohe SV-Anteile (AN+AG) auf die Zusatzrente. Aber geschenkt - es zeigt, dass man bei halbwegs ähnlicher Erwerbsbiografie (und das ist für viele/die meisten ein Thema) nicht total abgehängt wird. Fairerweise muss man aber sagen, dass bei 45 Jahren ordentlich bezahlter Vollzeitarbeit niemand hungern muss. (und das ist gut so)
Nur zur Klärung, damit ich es nächstes mal besser machen kann. Was habe ich wo weggelassen?
Ich habe die Nettowerte der angegeben Rechner genommen, wenn da also was fehlt, müsste man die Rechner umprogrammieren.
Und da spielen dann eben die Anteile keine Rolle, weil Netto ist Netto ist eben das was hinten raus kommt.
Und die Intention ist die "nicht labern, sondern rechnen."

ZitatWenn ich Rentnern das Rentenniveau um x% kürze sollte ich auch die Beamtenpensionen um x% kürzen.
Wenn das Rentenniveau strukturell gekürzt wird, dann wird sicherlich auch das Pensionsniveau gekürzt, oder die Zeit bis zur Vollpension gestreckt. War doch auch in der Vergangenheit schon so, wenn ich mich Recht erinnere.

Zitat von: Ingenieur007 in Heute um 11:45Sollte es hier nicht in erster Linie um das Tarifergebnis vom TV-L gehen? Und wie es in höheren EG die Nachbesetzung von Spezialisten und Ingenieuren erschwert?
Ja

Warnstreik

Zitat von: Ingenieur007 in Heute um 11:45Sollte es hier nicht in erster Linie um das Tarifergebnis vom TV-L gehen? Und wie es in höheren EG die Nachbesetzung von Spezialisten und Ingenieuren erschwert?

Möchtest du das zwölfte mal fragen, wieso Gewerkschaftsmitglieder noch in der Gewerkschaft sind? ;-)   

Aber ja, vom Thema abgeschwiffen. Das Thema Itler und Ings wird sich vielleicht in naher Zukunft ein wenig normalisieren, eben weil die Wirtschaft weniger Arbeitskräfte aufnimmt bzw. sogar welche freigibt.

MoinMoin

Ich bleibe dabei: Monetäre Anreize zu schaffen um punktuell das Problem der Besetzung in einigen Bereichen abzufedern, ist nicht Aufgabe der Gewerkschaft.
Wenn der AG Bedarf hat, dann verteilt er halt außertarifliche oder tarifliche Zulagen.
Für gewisse ITler etc. gibt es z.B. 1000€ monatlich mehr, genehmigt von der TdL.
Und AGs, die diesen bedarf nicht sehen, die müssen dann halt damit klar kommen, dass mehr und mehr gute gehen und die Graupen bleiben.
Traurig nur, wenn die Gewerkschaft es zu verhindern versucht.

daseinsvorsorge

Zitat von: Ingenieur007 in Heute um 11:45Sollte es hier nicht in erster Linie um das Tarifergebnis vom TV-L gehen? Und wie es in höheren EG die Nachbesetzung von Spezialisten und Ingenieuren erschwert?
Die Analyse wurde doch hier nun mehrere 100x geliefert: die verhandelden gewerkschaften sind scheisse und die Mitglieder, die das Tarifergebnis nicht ablehnen, ebenso.

Daran kann man sich wieder die nächsten zwei Jahre abarbeiten oder man wird selber endlich aktiv. Möglich wäre zb:

1. Sie und Gleichgesinnte gründen/ kapern endlich eine Gewerkschaft, die zuvörderst die von Ihnen benannte Thematik bearbeitet.

2. Sie und Gleichgesinnte versuchen, einen AN-Flügel EG> 9a - analog cda - bei der TDL anzudocken.


MoinMoin

Zitat von: daseinsvorsorge in Heute um 13:23Die Analyse wurde doch hier nun mehrere 100x geliefert: die verhandelden gewerkschaften sind scheisse und die Mitglieder, die das Tarifergebnis nicht ablehnen, ebenso.

Daran kann man sich wieder die nächsten zwei Jahre abarbeiten oder man wird selber endlich aktiv. Möglich wäre zb:

1. Sie und Gleichgesinnte gründen/ kapern endlich eine Gewerkschaft, die zuvörderst die von Ihnen benannte Thematik bearbeitet.

2. Sie und Gleichgesinnte versuchen, einen AN-Flügel EG> 9a - analog cda - bei der TDL anzudocken.



3. Sie und Gleichgesinnte lassen sich vom AG marktgerechter (via Zulagen etc.) bezahlen und wenn der AG das nicht will, dann findet man einen der es will.

4. Sie und Gleichgesinnte ändern ihr Mindsetting und erkennen die großartigen Möglichkeiten die man im öD hat, wenn es nicht nur um monetäres Geld gegen Leistung geht. (z.B. ab in Teilzeit und zweites Bein aufbauen)

Bastel

Zitat von: Frogger in 20.02.2026 11:54Das sind halt Mindestwerte in den Tabellen vom IGM, da kommt noch der Haustarifaufschlag dazu, bzw. kommt das on Top. So wie einige, die hier auf den
 16.5 pochen ja auch von Mindestwerten im TVL sprechen (im ÖD aber
oft nur Theorie)
 
35h Woche ist keine Seltenheit, Jahresboni usw.,13. bzw. 14. Gehalt.
Wie gesagt, wir brauchen uns mit IGM nicht vergleichen.

AT ist auch keine Seltenheit, oftmals wird das nach 3-5 jahren einfach angeboten, hat aber auch Nachteile (keine Überstunden mehr). AT ohne Personalverantwortung ist kein Thema im Konzern.

Das man von außen (also für uns) genauso falsche reale Entgeltwerte findet, wenn man rein die Tabellen anschaut ist naheliegend. Schau mal bei den ganzen Medien, die gerade unseren Tarifabschluss als zu teuer usw. bezeichnen. Hat man da schon mal irgendwo eine realistische Gegenüberstellung von Tarifbeschäftigen vs. Beamten auf gleicher EG mit allen Zulagen gesehen, wo man die massiven Unterschiede auf Anhieb sehen könnte? Wäre mir neu...wir werden extern (außerhalb ÖD) immer in einen Topf geworfen. Selbst im ÖD gibts einige die wissen nicht mal in welchem Tarif sie sind. Ich vermute sogar,dass das mind. 25% der Beschäftigten sind.

Mit Accenture z.B. haben wir jahrelang zusammengearbeitet. Berater ganz normaler Bachelor irgendwas 100k Einstieg, nach 3 Jahren 120k. Danach passiert dann aber nur noch Tarifanpassung, außer man will Karriere machen.


Du hast die Leistungszulage vergessen... Eine normale IGM Bude kommt auf 13,5 Monatsgehälter, die richtig guten 14-14,5.

In Bayern kommt man als normaler Ing mit einem Bachelor bei einer Durchschnittsbude nach 18 Monate auf 79k/35h oder 89k/40h. Da lacht man sich über den TV-L kaputt.


CK7985

Zitat von: Bastel in Heute um 14:16Du hast die Leistungszulage vergessen... Eine normale IGM Bude kommt auf 13,5 Monatsgehälter, die richtig guten 14-14,5.

In Bayern kommt man als normaler Ing mit einem Bachelor bei einer Durchschnittsbude nach 18 Monate auf 79k/35h oder 89k/40h. Da lacht man sich über den TV-L kaputt.



Es steht doch jedem gefragten, qualifizierten und und engagierten Ingenieur frei, in die Privatwirtschaft zu wechseln. Ich kenne keinen Ingenieur, der sich überhaupt auch nur nach Stellen im ö.D. umsieht wohl wissend, dass man dort abseits der Verbeamtung mies bezahlt wird.
Der ö.D. lohnt sich doch seit Jahr und Tag tatsächlich nur für Beamte (hohe Besoldung und Pension, keine Sozialversicherungsbeiträge, günstiger Zugang zur PKV, Beihilfeanspruch, Hinterbliebenenversorgung, hohe Zulagen für Ehe und jedes Kind, unbegrenzte Besoldungsfortzahlung bei ernsten Erkrankungen usw.).
Ja auch im ö.D. braucht man relativ fähiges Personal aber die wirklich talentierten, hoch qualifizierten Ingenieure findet man dort definitiv nicht.
Einzige Ausnahme bilden die Juristen, von denen die besten in oft in den Staatsdienst gehen.
In nahezu allen anderen Branchen ist es umgekehrt.
Es ist der Gemeinschaft der Steuerzahler auch nicht zu vermitteln, dass Steuergeldempfänger so viel verdienen wie in der freien Wirtschaft aber zeitgleich weit mehr Beschäftigungssicherheit genießen und i.d.R. auch weniger zu tun haben.
Es ist wie am Aktienmarkt. Rendite kommt von Risiko und Volatilität. Wer das nicht akzeptiert, bekommt eben 1% Zinsen auf dem Festgeldkonto statt 7-10% p.a. am Kapitalmarkt.
Hohe Gehälter insb. abseits der Führungsebene lassen sich nicht mit eine Hängematte bzw. extrem hoher Beschäftigungssicherheit bei möglichst wenig Verantwortung vereinen.
Und wäre der ö.D. ein börsennotiertes Unternehmen, stünde längst die Insolvenz bevor, weil er weder effizient noch effektiv ist noch in irgend einer Form modern, digital und wettbewerbsfähig.
Der Abschluss ist im aktuellen Umfeld völlig angemessen.
Wer mehr will, muss sich aus dem ö.D. lösen und umorientieren. Wo ist das Problem?
NIE wird das Tarifgefüge des ö.D. mit einem IG Metall Tarif mithalten können.
Und mit Blick auf die demografische Welle und Zukunft dieses Landes werden kommende Ergebnisse wohl noch schlechter ausfallen.

AngemessenA13limentiert

Zitat von: CK7985 in Heute um 15:57Es steht doch jedem gefragten, qualifizierten und und engagierten Ingenieur frei, in die Privatwirtschaft zu wechseln. Ich kenne keinen Ingenieur, der sich überhaupt auch nur nach Stellen im ö.D. umsieht wohl wissend, dass man dort abseits der Verbeamtung mies bezahlt wird.
Der ö.D. lohnt sich doch seit Jahr und Tag tatsächlich nur für Beamte (hohe Besoldung und Pension, keine Sozialversicherungsbeiträge, günstiger Zugang zur PKV, Beihilfeanspruch, Hinterbliebenenversorgung, hohe Zulagen für Ehe und jedes Kind, unbegrenzte Besoldungsfortzahlung bei ernsten Erkrankungen usw.).
Ja auch im ö.D. braucht man relativ fähiges Personal aber die wirklich talentierten, hoch qualifizierten Ingenieure findet man dort definitiv nicht.
Einzige Ausnahme bilden die Juristen, von denen die besten in oft in den Staatsdienst gehen.
In nahezu allen anderen Branchen ist es umgekehrt.
Es ist der Gemeinschaft der Steuerzahler auch nicht zu vermitteln, dass Steuergeldempfänger so viel verdienen wie in der freien Wirtschaft aber zeitgleich weit mehr Beschäftigungssicherheit genießen und i.d.R. auch weniger zu tun haben.
Es ist wie am Aktienmarkt. Rendite kommt von Risiko und Volatilität. Wer das nicht akzeptiert, bekommt eben 1% Zinsen auf dem Festgeldkonto statt 7-10% p.a. am Kapitalmarkt.
Hohe Gehälter insb. abseits der Führungsebene lassen sich nicht mit eine Hängematte bzw. extrem hoher Beschäftigungssicherheit bei möglichst wenig Verantwortung vereinen.
Und wäre der ö.D. ein börsennotiertes Unternehmen, stünde längst die Insolvenz bevor, weil er weder effizient noch effektiv ist noch in irgend einer Form modern, digital und wettbewerbsfähig.
Der Abschluss ist im aktuellen Umfeld völlig angemessen.
Wer mehr will, muss sich aus dem ö.D. lösen und umorientieren. Wo ist das Problem?
NIE wird das Tarifgefüge des ö.D. mit einem IG Metall Tarif mithalten können.
Und mit Blick auf die demografische Welle und Zukunft dieses Landes werden kommende Ergebnisse wohl noch schlechter ausfallen.
Zitat von: CK7985 in Heute um 15:57Es steht doch jedem gefragten, qualifizierten und und engagierten Ingenieur frei, in die Privatwirtschaft zu wechseln. Ich kenne keinen Ingenieur, der sich überhaupt auch nur nach Stellen im ö.D. umsieht wohl wissend, dass man dort abseits der Verbeamtung mies bezahlt wird.
Der ö.D. lohnt sich doch seit Jahr und Tag tatsächlich nur für Beamte (hohe Besoldung und Pension, keine Sozialversicherungsbeiträge, günstiger Zugang zur PKV, Beihilfeanspruch, Hinterbliebenenversorgung, hohe Zulagen für Ehe und jedes Kind, unbegrenzte Besoldungsfortzahlung bei ernsten Erkrankungen usw.).
Ja auch im ö.D. braucht man relativ fähiges Personal aber die wirklich talentierten, hoch qualifizierten Ingenieure findet man dort definitiv nicht.
Einzige Ausnahme bilden die Juristen, von denen die besten in oft in den Staatsdienst gehen.
In nahezu allen anderen Branchen ist es umgekehrt.
Es ist der Gemeinschaft der Steuerzahler auch nicht zu vermitteln, dass Steuergeldempfänger so viel verdienen wie in der freien Wirtschaft aber zeitgleich weit mehr Beschäftigungssicherheit genießen und i.d.R. auch weniger zu tun haben.
Es ist wie am Aktienmarkt. Rendite kommt von Risiko und Volatilität. Wer das nicht akzeptiert, bekommt eben 1% Zinsen auf dem Festgeldkonto statt 7-10% p.a. am Kapitalmarkt.
Hohe Gehälter insb. abseits der Führungsebene lassen sich nicht mit eine Hängematte bzw. extrem hoher Beschäftigungssicherheit bei möglichst wenig Verantwortung vereinen.
Und wäre der ö.D. ein börsennotiertes Unternehmen, stünde längst die Insolvenz bevor, weil er weder effizient noch effektiv ist noch in irgend einer Form modern, digital und wettbewerbsfähig.
Der Abschluss ist im aktuellen Umfeld völlig angemessen.
Wer mehr will, muss sich aus dem ö.D. lösen und umorientieren. Wo ist das Problem?
NIE wird das Tarifgefüge des ö.D. mit einem IG Metall Tarif mithalten können.
Und mit Blick auf die demografische Welle und Zukunft dieses Landes werden kommende Ergebnisse wohl noch schlechter ausfallen.


Schön geschrieben - so ist es!