Besoldungsrunde 2025-2028 Nordrhein-Westfalen

Begonnen von Admin, 14.02.2026 19:57

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Max_Muster

Zitat von: SAS in Gestern um 15:45Verrückt das man beim aufmerksamen Lesen bereits bei der ersten Lektüre von Kalles Post schon wissen konnte wie es gemeint war.
Aber wir leben halt in einer Gesellschaft in der einem Kommunikativ immer sofort die Hitschnur platzen muss.

Schön das sich die Wogen solangsam glätten. Vll in Zukunft etwas mehr Empathie aufbringen und nicht immer sofort das schlimmste unterstellen.
Wie es in Behörden aussieht, weiß ich nicht.
Ich weiß aber wer eine Gesamtschule oder ein Gymnasium leitet wird in A16 eingestuft. Das bedeutet Verantwortung für 1000 bis 2500 Schüler:innen und ca. 100-200 Kolleg:innen. Das ist durchaus vergleichbar mit einem recht großen mittelständischen Unternehmen. In diese Position kommt man nicht "mal eben so" Kalle hat das recht deutlich geschildert.

Unverheiratet, ohne Kinder in Mietenstufe I landet man bei ca. 100.000 Euro brutto in Stufe 12. In der Privatwirtschaft wird sich niemand finden, der bereit wäre eine vergleichbare Position für dieses Gehalt zu übernehmen. Klar, mit Kindern, verheiratet usw. ist es etwas mehr Geld. Viel ist es aber immer noch nicht, wenn man bedenkt, dass hier die Fahnenstange erreicht ist.

Dominic231

Wir zerfleischen uns ja selbst.🙈🤣

Lasst euch doch nicht von irgendwelchen Meinungen so triggern. Da kann doch jeder denken was er will. Ich bin eigentlich auch der Meinung, dass ich mindestens 100.000 € im Monat verdienen sollte.

Es sind Vorgaben vom BVG. Und leider setzen die Länder es unterschiedlich um. Da können wir nichts gegen machen.

Rheini

Jeder hat Anrecht auf das was im zusteht.

Wenn ein A15 es obszön findet wie BB die Besoldung erhöht, ist ihm das unbenommen. Genauso ist es einem A15 unbenommen den Standpunkt zu vertreten, dass er das aufgrund seiner Ausbildung und seinem Dienstposten verdient und er muss sich dafür auch nicht schämen.

Wenn ein A15 (oder wer auch immer) sein Gehalt/Bezüge zu hoch findet, gibt es in D die Möglichkeit der Spende an wen auch immer.

Und das jetzt die Angestellten soweit weg sind von den Beamten, kann man gut oder schlecht finden. Was aber Fakt ist ist, dass die Besoldung bis jetzt (und evtl. noch weiterhin) gegen geltendes Recht verstösst, die Vergütung der Angestellten jedoch nicht. Und jetzt sind die Angestellten und deren Interessenvertreter gefordert, aus diesem Umstand Ihre Schlüsse zu ziehen. Das hat, egal wie arrogant sich das jetzt anhört, nichts aber auch gar nichts mit den Bezügen oder mit den Beamten zu tun.

LehrerInNRW

Drauf geschissen wie es dem Staat geht! Wir werden seit Jahren verarscht, was die AA angeht!

Jeden Cent den ich mehr kriege, kann ich schön nutzen um mein Vermögen auszubauen.

Ich fand die Beispiele, die wieder oben bzgl. der Schonung der Vermögen und Besitzenden in diesem Land gebracht wurden, recht treffend!

Es gibt so viele Bereiche im Staat, wo einzelne Gruppen ihn plündern.

Und dann sollen wir uns in Zurückhaltung üben?

Scheiß auf öbzon!

Ich bin dank das BverfG. Teilnehmer am Plünderzug. Und das ist gut so!

cookiedent

Zitat von: Robertbob in Gestern um 14:31Von A9 bis A12/A13 ist ein weiter Weg, den nicht alle schaffen werden/ können. Wenn du dir die Besoldungstabelle anschaust, wirst du sehen, so schnell geht es dann doch nicht mit dem bedeutet höheren Gehalt. Viele Polizisten schaffen es im GD nicht über A11.
Es ging um den Vergleich zwischen Angestellten und Beamten, wo der Beamte, bei gleicher Tätigkeit/Qualifikation, angeblich mehr verdient.
Ich kann da exemplarisch nur von mir ausgehen. Meine Kumpels und ich, vollkommen identische Qualifizierung, ich hänge auf A9, sie haben beide E10, ich bekomme monatlich ca. 260€ Schichtzuschläge, sie ca. 1000€. Obendrauf kommt beim Angestellten noch die Sonderzahlung.

Schnarchnase81

Zitat von: kallesunkist in Gestern um 12:52Dann haue ich jetzt im gleichen Ton zurück. So einen Schwachsinn will ich mir nicht vorwerfen lassen und halte den Spiegel vor. Ich habe meine erste Aussage mehrfach präzisiert, um es auch Menschen wie dir klarzumachen, was meine Position ist. Das ignorierst du weiterhin, daher deutlich:

1. Wer leistet, wird bezahlt. Nehme ich jetzt hier auf, da dieses Argument oft genug gefallen ist. Meine Stelle wurde mir nicht geschenkt. Ohne Parteibuch, ohne Arschkriecherei, sondern durch viel Invest, Bildung und Einsatz. Wer anderes behauptet, der sollte seine eigene Arbeitsmentalität hinterfragen. Wer denkt, nur auf dem Wege des Schleimens, Kriechens und Ja-Sagens etwas erreicht im Leben, hat ein Problem. Punkt.
Auch ich will, im Vergleich zur Wirtschaft, ordentlich bezahlt werden. Aus meinem Bekanntenkreis gibt es genug Personen, die deutlich über meinem Gehalt liegen, aber auch viele Personen, die darunter liegen. Aber hey, "A15-Ross", ich ARBEITE dafür hart. Kann man sich ja nicht vorstellen, oder? Die harten Arbeiter sind nur in den unteren Gehaltsgruppen?! Du kennst meinen Lebensweg NULL und wirfst mir Elfenbeinturmmentalität vor? Lächerlich und ignorant!

2. Ich habe nun oft genug betont, dass es mir genau um die oberen - also MEINE Gehaltsgruppe - geht! Und nochmal: "Wasser predigen und Wein trinken" Polemik? Lächerlich, unterirdisch, völlig unreflektiert und selektiv gelesen. Und daher finde ich ein Plus von 900,- Euro Brutto für A14+ immer noch "obszön"! VÖLLIG unabhängig von der Rechtmäßigkeit! Klar kann ich das mit dem Gehalt einfacher sagen. Aber genauso kann auch jemand mit WENIGER Gehalt vorwerfen, dass die Gutverdiener jetzt auch noch was auf den dicken Haufen bekommen. Darf ich das dann nicht?!? Ist das so schwer zu verstehen?!?

3. Noch obszöner wird es im Vergleich zu den Angestellten im ÖD, die DEN GLEICHEN FUCKING JOB machen wie wir, dafür aber 1k,- Euro hinterher weniger in der Tasche haben. Ist das gerecht? Gerechtigkeit fängt ja immer nur bei einem selber an, richtig? Jaja, dann kommen die Argumente "Augen auf bei der Berufswahl." "Hat sich ja jeder selbst ausgesucht." Und dann wieder auf die da oben schimpfen, wie ungerecht man behandelt wird.

4. Schön, dass du auf das links-grünen Bashing aufgesprungen bist. Die Wortwahl war bewusst, um genau solche Menschen "abzuholen". Und hey: Meine Haltung zum Thema Gerechtigkeit ist doch genau das, was die Links-Grünen predigen. Unter- und Zwischentöne mitlesen kann dann halt nicht mehr jeder, gell?
Aber alles was links oder grün ist, ist direkt Abschaum, "Gutmensch" (ich bin übrigens sehr gerne ein guter Mensch), Besserverdiener, "Klimafaschist" oder was weiß ich. Da setzt dann das zerebrale Bewertungssystem aus und der Leser ist im Wutmodus. Nur weil der Sozi jetzt Kohle hat darf er so nicht mehr reden!

Und diejenigen, die die ganze Zeit über den Staat meckern: Man muss nicht zu allem Ja und Amen sagen. Mache ich per se nicht und kämpfe gerne für Arbeitnehmerrechte. Aber wem der Staatsdienst und der Staat als Arbeitgeber so überhaupt nicht passt, der muss nicht als Staatsdiener arbeiten. Ach nee, da gehen einem ja die ganzen "Nachteile" verloren.

Ich freue mich aber, dass viele hier meine Argumente verstehen, wenn auch nicht teilen (was auch überhaupt nicht notwendig ist!) und stimme absolut zu, dass der DH offenen Auges ins Verderben gerannt ist.

"Versiffte Grüße" (<-- Triggerwarnung!)

Kalle

Also ich hatte das dann wohl falsch verstanden, aber so klar, war es wirklich nicht (das hat ja auch der ein oder andere so bestätigt). Zu Punkt 1 und 3 hatte ich eigentlich gar nichts gesagt, mir ging es nur darum, die kleinen nicht zu vergessen, wenn es einem selbst gut geht. Und genau da knüpfte meine Kritik an linksgrün an....da wird aus privilegierter Stellung gerne etwas für alle gefordert, was der kleine Mann gar nicht bezahlen kann.
Wenn Du quasi selbstkritisch nur die obere Besoldung gemeint hast, dann tut mir meine Reaktion leid, dann hatte ich das einfach falsch verstanden...

kallesunkist

Zitat von: Schnarchnase81 in Gestern um 19:19Also ich hatte das dann wohl falsch verstanden, aber so klar, war es wirklich nicht (das hat ja auch der ein oder andere so bestätigt). Zu Punkt 1 und 3 hatte ich eigentlich gar nichts gesagt, mir ging es nur darum, die kleinen nicht zu vergessen, wenn es einem selbst gut geht. Und genau da knüpfte meine Kritik an linksgrün an....da wird aus privilegierter Stellung gerne etwas für alle gefordert, was der kleine Mann gar nicht bezahlen kann.
Wenn Du quasi selbstkritisch nur die obere Besoldung gemeint hast, dann tut mir meine Reaktion leid, dann hatte ich das einfach falsch verstanden...

❤️❤️❤️

Danke für die Rückmeldung. Wir verstehen uns 🤟

AltStrG

https://www.tagesspiegel.de/potsdam/brandenburg/nach-gehaltsbooster-fur-beamte-lockruf-aus-brandenburg-gegen-lehrermangel-15791707.html

Zitat:
In Brandenburg fehlen Lehrer wie nie zuvor. Kann mit der neuen Top-Besoldung für Beamte nun verstärkt Lehrkräfte aus Berlin und anderen Ländern locken?

Brandenburgs Bildungsminister Gordon Hoffmann (CDU) sieht mit der neuen Top-Besoldung für Beamte im Land nach dem Karlsruhe-Urteil eine Chance, stärker als bisher Lehrkräfte aus anderen Regionen Deutschlands für die Mark zu gewinnen. ,,Jeder Lehrer, der sich bewirbt, ist in Brandenburg willkommen", sagte Hoffmann dem Tagesspiegel. Brandenburg sucht händeringend Pädagogen.

Auch die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hält diesen positiven Nebeneffekt der aktuellen Gehaltssprünge für verbeamtete Lehrer im Land für möglich. Die müssen sich allerdings auf Versetzungen an Schulen mit Lehrermangel einstellen, was bisher kaum praktiziert wurde.

Hoffmann hatte zuletzt offenbart, dass der historische Lehrermangel in einigen Regionen den Basisunterricht an Schulen gefährdet, was bundesweit für Schlagzeilen sorgte. Aktuell sind über 700 Lehrer-Stellen unbesetzt. Doch ab Dezember 2026 zahlt das Land seinen Beamten als Konsequenz aus dem Karlsruhe-Urteil deutlich mehr Geld, was den Job auch im Vergleich zum Nachbarland Berlin attraktiver macht.

Zwar fehlen deutschlandweit Pädagogen, doch nach Worten Hoffmanns beginnt sich die Lage in einigen Regionen der Bundesrepublik zu entschärfen. ,,Inzwischen gibt es erste Bundesländer, in denen nicht mehr alle Referendare eingestellt werden", sagte Hoffmann. Und für Bewerbungsentscheidungen sei die Bezahlung schon ,,ein gewichtiges Argument".

Er wies darauf hin, dass die Anpassung der Besoldung zwar bundesweit kommen wird, ,,sich im Osten stärker niederschlägt als im Westen". Es bleibe bei einer Prämisse. Wer nach Brandenburg kommen wolle, müsse auch die Bereitschaft mitbringen, beim Dienstort flexibel zu sein. ,,Lehrer werden in allen Regionen Brandenburgs gebraucht. In Potsdam gibt es keinen Lehrermangel."

Bis zu 1400 Euro mehr monatlich
Wie berichtet, erhöht Brandenburg als erstes Bundesland als Konsequenz aus dem Karlsruher Beamten-Urteil weitreichend die Grundbesoldung der 30 000 Beamten rückwirkend zum 1.1.2026 deutlich nach oben, was bei den rund 16 000 verbeamteten Pädagogen Sprünge von bis zu 1400 Euro pro Monat mehr ausmacht. Auch für die Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft (GEW) gewinnt das Land dadurch an Attraktivität im Ringen um Pädagogen.

,,Ein Beamter hat die Pflicht, dort seinen Dienst zu tun, wo es notwendig ist, wo es brennt. Das gilt für Lehrer wie für Polizisten oder Feuerwehrleute."

Bislang seien Lehrkräfte in Brandenburg mit Eingruppierungen und schlechteren Beförderungsmöglichkeiten eher benachteiligt gewesen, sagte GEW-Landeschef Günther Fuchs dem Tagesspiegel. ,,Jetzt haben wir Waffengleichheit. Das kann schon Effekte haben, etwa in den Grenzregionen zu Sachsen, Sachsen-Anhalt oder Mecklenburg-Vorpommern, aber auch mit Blick auf Berlin." Schließlich gebe es nicht wenige Lehrkräfte mit Wohnorten in Brandenburg, die an Berliner Schulen tätig seien. Allerdings werde der mögliche Nebeneffekt des Besoldungssprungs frühestens mit dem zweiten Halbjahr 2026/2027 wirken. ,,Da muss man realistisch sein."

Als Plus für die Lehrkräfte-Gewinnung kommt hinzu, dass Lehrkräfte von der Einführung der allgemeinen 41-Stunden-Woche für Beamte im Land nicht unmittelbar betroffen sind, die mit dem Besoldungsbooster verbunden wird. Denn die für sie relevante Pflichtstundenzahl im Unterricht vor Klassen, die gegen massive Proteste im Februar um eine Stunde auf 28 Wochenstunden erhöht worden war, wird laut Hoffmann ,,jetzt nicht erneut erhöht."

Zudem gibt es einen von der GEW durchgesetzten Lehrer-Bonus in der Vereinbarung, der bislang nicht registriert wurde: ,,Die Mehrstunde für Lehrer fällt im Jahr 2032 wieder weg. Diese Arbeitszeiterhöhung wird zurückgenommen. Das ist schon eine Sensation", sagte Fuchs. Die Besoldung bleibe.

Hintergrund ist, dass die Einführung der 41-Stunden-Woche für alle Beamten nach der Vereinbarung für die Zeit von März 2027 bis Juli 2032 befristet wird. Danach arbeiten Brandenburgs Beamte mit höherer Besoldung dann wie bisher wieder 40 Stunden, die Lehrer allerdings wie vor dem 1.2.2026, also vor der Erhöhung der Pflichtstundenzahl.

Für Brandenburgs Schulen hat der Besoldungssprung gravierende negative Wirkungen. Das bisherige Gefälle bei der Bezahlung von Beamten im Vergleich zu den angestellten Lehrern und auch den schlecht bezahlten Seiteneinsteigern wird mit den jetzigen Sprüngen extrem. ,,Man kann davon ausgehen, dass Angestellte rund tausend Euro netto weniger bekommen als verbeamtete Kollegen", sagt Fuchs. Dabei gebe es den Grundsatz ,,gleicher Lohn für gleiche Arbeit". Die Verärgerung bei den Angestellten ist groß.

Und Dagmar Heinisch-Weiser, Hauptpersonalratsvorsitzende im Bildungsministerium für die insgesamt 25 000 Lehrkräfte und sonstigen Schulangestellten, warnt: ,,Das belastet den Schulfrieden." Seit Bekanntwerden der Besoldungsbeschlüsse am Mittwoch bekomme sie deshalb Mails und Anrufe. Es drohe eine ,,furchtbare Neiddebatte" in den Schulen.

,,Trotzdem darf man kein Beamten-Bashing machen", mahnt Heinisch-Weiser. Denn nicht die Beamtinnen und Beamten, sondern allein das Land habe es verschuldet, dass über Jahrzehnte die Besoldung bis zur höchstrichterlichen Entscheidung nicht angepasst wurde, obwohl das Problem bekannt gewesen sei. ,,Nicht die Beamten haben das zu verantworten." Die GEW und auch der Hauptpersonalrat für die Lehrkräfte sehen das Land nun in Zugzwang, auch die Vergütung bei den Angestellten nachzubessern. ,,Es werden harte Tarifverhandlungen", sagt Fuchs.

Trotz Milliarden-Plus für Beamte Rechnungshof billigt Vorgehen Brandenburgs
Auf der anderen Seite, da sind sich Minister, Gewerkschaft und Hauptpersonalrat einig, folgt aus dem Beamtenstatus auch, sich bei Notwendigkeit versetzen zu lassen. Dies will Bildungsminister Gordon Hoffmann (CDU) praktizieren, um Basisunterricht an Schulen abzusichern. ,,Ein Beamter geht dorthin, wo er gebraucht wird", sagt auch GEW-Chef Günther Fuchs. ,,Man kann versetzen, auch über Kettenversetzungen und Staffelungen. Entscheidend ist: Die Auswahl darf aber keine Willkür sein."

Dies sei bislang manchmal der Fall gewesen. Und Heinisch-Weiser sagt das so: ,,Ein Beamter hat die Pflicht, dort seinen Dienst zu tun, wo es notwendig ist, wo es brennt. Das gilt für Lehrer wie für Polizisten oder Feuerwehrleute."