Familienzuschlag Pendant für Beschäftigte

Begonnen von lllJohnlll, 01.04.2026 11:55

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KlammeKassen

Zitat von: BAT in 07.07.2026 09:10Die aktuellen Gesetzgebungen (Reformen) haben auch einen Vorteil, wie ich finde. Man weiß nun ganz klar, dass dieses Land nicht mehr reformierbar ist. Die große Reform (Einkommenssteuer, Rente, GKV, etc.) führt dazu, dass so einige, eingedenk von Zucker, Alkohol, Tabaksteuer, etc. weniger Geld haben.

Was mich angeht, habe ich immer mit Erhöhung der Stunden auf Vollzeit geliebäugelt, vorausgesetzt vom (erhöhten) Brutto bleibt mehr netto übrig. Das hat sich nunmehr erledigt und das bringt auch Freiheit.

In Bezug auf die Reform der Rente und der Lohnsteuer werde ich in der Konsequenz mit noch weniger Wochenstunden arbeiten gehen. Und die Bereitschaftsdienste abgeben, die sind nicht mehr von der KV/PV befreit, wenn die BBG 2027 um monatlich 300 € angehoben wird.

300 Euro PLUS normale Steigerung, also wird die BBG nächstes Jahr in etwa 550 bis 650 Euro steigen.

Bei der ESt-Reform soll, laut ersten Analysen, nicht einmal die kalte Progression vollständig ausgeglichen sein/werden (kann ich nicht beurteilen, ob das stimmt, wird aber in den Medien geschrieben). Und die Erhöhung des Grundfreibetrags und des Kinderfreibetrags sind schon verfassungsmäßig vorgeschrieben.

Eine Erhöhung des zvE des Spitzensteuersatzes auf 70.600 Euro ist auch eher ein Witz.
Zumal die SPD im Programm irgendwie 80.000 Euro gefordert hat und die CDU 85.000 Euro.....

Was jetzt hier die Reform ist, sei dahingestellt.......... wahrscheinlich die "Reichensteuer", dass diese schon ab 250.000 Euro gilt statt ab 277.000 zvE. Und dass es ab 280.000 Euro 47 % sind.

Du, BAT, solltest also sehen, dass du unter 250.000 Euro bleibst  :P

BAT

Selbst die avisierten Erhöhungen des Spitzensteuersatzes auf 80.000 € oder ähnliches sind doch nicht zu vermitteln.
Mein Cousin hier im anderen Flügel hat als kleiner Abteilungsleiter in einer Kommunalverwaltung bereits mehr als 90.000 € Einkommen, Versteuerung ist natürlich individuell.

Ich denke solche Sätze sind doch eigentlich für wirklich hohe Einkommen gedacht. Als Grenze könnte sich doch mindestens die BBG RV andienen.

jorgk37

Zitat300 Euro PLUS normale Steigerung, also wird die BBG nächstes Jahr in etwa 550 bis 650 Euro steigen.

Diese Spanne ist etwas hoch - eigentlich sind die Zahlen bereits bekannt:
- Steigerung entsprechend der Nominallöhne (2025), diese hatten +4.2 %
  also BBG-2026 € 5.812,50 + € 244,13 = € 6.056,63
- dazu die € 300 'on-top'
  = € 6.356,63 und gerundet € 6.357,50

Bei überschreiten der BBG macht es bei der billigsten KV (& PV) einen Mehrbetrag von € 114,34 im Monat aus (inkl. AG-Beitrag).


BAT

Ich habe absichtlich die "normale" Steigerung der BBG nicht mit hereingenommen, da diese die Lohnentwicklung abbildet und sicher 2027 die beste aller Gewerkschaften uns mindestens in diesem Umfang teilhaben lässt. ;)

MaLa

Zitat von: BAT in 08.07.2026 11:28Selbst die avisierten Erhöhungen des Spitzensteuersatzes auf 80.000 € oder ähnliches sind doch nicht zu vermitteln.
Mein Cousin hier im anderen Flügel hat als kleiner Abteilungsleiter in einer Kommunalverwaltung bereits mehr als 90.000 € Einkommen, Versteuerung ist natürlich individuell.

Ich denke solche Sätze sind doch eigentlich für wirklich hohe Einkommen gedacht. Als Grenze könnte sich doch mindestens die BBG RV andienen.


Ja gut, aber 80k€ Einkommen ist nicht gleich 80k€ zu versteuerndes Einkommen

BAT

Zitat von: MaLa in 10.07.2026 09:25Ja gut, aber 80k€ Einkommen ist nicht gleich 80k€ zu versteuerndes Einkommen

Erstmal sprach ich von über 90 K an Gehalt und selbstredend haben viele weiteres Einkommen aus anderen Quellen.

Hältst du solche Personen für Spitzenverdiener?

MaLa

den
Zitat von: BAT in 10.07.2026 09:56Erstmal sprach ich von über 90 K an Gehalt und selbstredend haben viele weiteres Einkommen aus anderen Quellen.

Hältst du solche Personen für Spitzenverdiener?
Na er wird mit 90K Brutte keine 80k zu versteuerndes Einkommen haben.



Naja wenn man ein zu versteuerndes Einkommen von ca 90K € hat muss man in der Regel schon ca um die 110k-120k€ verdienen

dies ist das doppelte des Durchschnittlichen Bruttolohnes, da lässt mein Mitleid nach.
Es ist ja auch nicht das man dann auf sein gesamten Einkommen den Spitzensteuersatz bezahlt, sondern nur für jeden über den 80k€.

MeTe

ZitatNaja wenn man ein zu versteuerndes Einkommen von ca 90K € hat muss man in der Regel schon ca um die 110k-120k€ verdienen

Vielleicht mach ich irgendwas falsch aber bei mir ist der Unterschied zwischen zu versteuernden Einkommen und Bruttoeinkommen nicht so groß... Ich bin mit deutlich weniger als 110-120T€ auf 90T€ zu versteuerndes Einkommen gekommen.

Wüsste auch nicht woher so große Abzüge pauschal bei jedem kommen sollten, es muss ja schon nen konkreten Grund dafür geben.

KlammeKassen

Zitat von: BAT in 08.07.2026 17:25Ich habe absichtlich die "normale" Steigerung der BBG nicht mit hereingenommen, da diese die Lohnentwicklung abbildet und sicher 2027 die beste aller Gewerkschaften uns mindestens in diesem Umfang teilhaben lässt. ;)

Leider muss man das ja immer mit betrachten, da die Steigerungen zuletzt stärker waren als die Tariferhöhungen bei uns... das heißt, auch ohne die "einmalige zusätzliche" Erhöhung entfernt sich die BBG immer weiter...

KlammeKassen

Zitat von: BAT in 08.07.2026 11:28Selbst die avisierten Erhöhungen des Spitzensteuersatzes auf 80.000 € oder ähnliches sind doch nicht zu vermitteln.
Mein Cousin hier im anderen Flügel hat als kleiner Abteilungsleiter in einer Kommunalverwaltung bereits mehr als 90.000 € Einkommen, Versteuerung ist natürlich individuell.

Ich denke solche Sätze sind doch eigentlich für wirklich hohe Einkommen gedacht. Als Grenze könnte sich doch mindestens die BBG RV andienen.

80 k wären aber noch eher zu vermitteln als eine Steigerung um ca. 1000 Euro auf 70.600 Euro. Das ist echt ein schlechter Scherz

KlammeKassen

Zitat von: MaLa in 10.07.2026 12:17den Na er wird mit 90K Brutte keine 80k zu versteuerndes Einkommen haben.



Naja wenn man ein zu versteuerndes Einkommen von ca 90K € hat muss man in der Regel schon ca um die 110k-120k€ verdienen

dies ist das doppelte des Durchschnittlichen Bruttolohnes, da lässt mein Mitleid nach.
Es ist ja auch nicht das man dann auf sein gesamten Einkommen den Spitzensteuersatz bezahlt, sondern nur für jeden über den 80k€.

Vielleicht verpachtet er noch Land, vermietet noch Wohnungen oder hat größere Einnahmen aus Kapitelerträgen.

Grundsätzlich ist zu berücksichtigen, dass in den BEreichen alleine die Sozialabgaben deutlich über 10.000 Euro liegen (90 k x 9,3 %) = 8.370 + KV auf knapp 70 k (18,0 %) = 6.300 + PV auf knapp 70 k (ohne Kinder) = 2,4 % = 1680 Euro
Arbeitslosenversicherung ist nicht zu berücksichtigen, da die ja nur angesetzt werden kann, wenn die anderen Versicherungen nicht bereits 1900 Euro überschreiten; RV BBG 101.000 Euro, also voll zu verbeitragen; hier in der Rechnung habe ich KV und PV mit 70 k der Einfachheit halber angesetzt anstatt 69.750
=> alleine schon Senkung des zvE um 16.000 Euro;
Vielleicht noch weiter Anfahrt, kann auch noch ein paar taused Euro Senkung bringen
Gewerkschaft, Kirche, Riester etc....

Faunus

Hat eigentlich irgend jemand mitbekommen, dass VW - das Flaggschiff der dt. Autoindustrie - 100.000 Arbeitsplätze streichen will?

Von was sollen eigentlich als diese (berechtigten) Forderungen bezahlt werden? Schon mal mitbekommen, dass mit den den aktuellen Plänen der Bundesregierung die Zinsausgaben bis zum Jahr 2030 von aktuelle 30 auf über 80 Milliarden Euro steigen werden und da ist von Tilgung eines einzigen Euros noch nicht die Rede.

Die Bundesregierung will von 2027 bis 2030 838,5 Milliarden Euro an neuen Schulden aufnehmen. Damit werden die Gesamtschulden bei 2 Billionen Euro liegen.

Der Staat hat keine Gewinne, aber jede Menge Schulden.

BAT

Zitat von: MaLa in 10.07.2026 12:17den Na er wird mit 90K Brutte keine 80k zu versteuerndes Einkommen haben.


Was hast du mit deinen 80 K? Das ist der Plan, der nicht umgesetzt wird. Wir reden von 70 K als Grenze und das für 2027, so dann sein Gehalt wohl bei 92 K liegt und zusammen mit den (hier auf dem Land recht häufigen) Nebeneinkünften sechsstellig ist.

Herrgott ::)

BAT

Zitat von: Faunus in Gestern um 22:28Von was sollen eigentlich als diese (berechtigten) Forderungen bezahlt werden?

Ich weiß jetzt nicht, welche Forderungen du meinst?

Geld ist ausreichend da, eigentlich zu viel an Einnahmen. Wir müssen bloß mal ausmisten, auch und gerade bei Subventionen.

Wenn DAS passiert kommmen wir in die schöne Situation, zusätzlich noch die Einnahmen wirklich einzutreiben, die eigentlich festgelegt sind.

KlammeKassen

Zitat von: Faunus in Gestern um 22:28Hat eigentlich irgend jemand mitbekommen, dass VW - das Flaggschiff der dt. Autoindustrie - 100.000 Arbeitsplätze streichen will?

Von was sollen eigentlich als diese (berechtigten) Forderungen bezahlt werden? Schon mal mitbekommen, dass mit den den aktuellen Plänen der Bundesregierung die Zinsausgaben bis zum Jahr 2030 von aktuelle 30 auf über 80 Milliarden Euro steigen werden und da ist von Tilgung eines einzigen Euros noch nicht die Rede.

Die Bundesregierung will von 2027 bis 2030 838,5 Milliarden Euro an neuen Schulden aufnehmen. Damit werden die Gesamtschulden bei 2 Billionen Euro liegen.

Der Staat hat keine Gewinne, aber jede Menge Schulden.

Mit Nullrunden bekommt der öffentliche Dienst zukünftig bestimmt die besten Köpfe.

Den restlichen verbleibenden Angestellten im öffentlichen Dienst kann man dann bestimmt gut erklären, dass diese doch verzichten können und sich mit ihren verbeamteten Kollegen über deren weitersteigende fürstliche Entlohnung freuen können ("amtsangemessene Alimentation"). Das könnte zu einer geballten extrinsischen Wirkung führen, ganz bestimmt! Und dann kann man das Geld sparen, da die Motivation so kommt.

Zu bedenken ist auch, dass im Bundeshaushalt die Personalausgaben etwa 8-9 % ausmachen, so dramatisch sind die Auswirkungen von Gehaltserhöhungen daher tatsächlich nicht, wie sie immer dargestellt werden.

Pensionslasten sind ein ebenso großes Problem im Haushalt... die durch die Erhöhungen aufgrund der amtsangemessenen Alimentation auch noch weiter steigen (Übernahme für Versorgungsempfänger und höherer Aufbau jetzt für spätere Pensionen durch höhere Besoldung....).

Zu deinem Beitrag sei noch gesagt, dass die IG Metallbetriebe ihre Mitarbeiter in der Vergangenheit aber auch mehr als fürstlich entlohnt haben (sehr hohes Grundgehalt, Prämien, Sonderzahlungen, 35 h Woche). Das macht das Wirtschaften natürlich noch zusätzlich schwer.