Besoldungsrunde 2025-2028 Nordrhein-Westfalen

Begonnen von Admin, 14.02.2026 19:57

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cookiedent

Zitat von: Casiopeia1981 in Gestern um 20:07Deswegen ist es müßig, die teilweise drastischen Erhöhungen anderer Dienstherrn automatisch gleichzusetzen mit der Einführung einer amtsangemessenen Besoldung und daraus ableiten, dass das Land NRW deswegen ebenfalls im selben Umfang die Besoldung anpassen müsste.
Meine Ableitung ist die persönliche Erfahrung der letzten 40 Jahre.
Darin enthalten sind der Entfall von Urlaubs- und (größtenteils) Weihnachtsgeld, verzögerte Übernahme von Tarifabschlüssen, abgesenkte Übernahme von Tarifabschlüssen und Beteiligung an der Versorgungsrücklage.
Entweder bin ich früher überalimentiert worden, oder ich werde jetzt nicht mehr amtsangemessen alimentiert.
Von den zahlreichen Wiederbesetzungssperren und Beförderungen nach Kassenlage will ich gar nicht erst anfangen.
Die Erhöhungen anderer Dienstherrn finde ich nicht drastisch, sondern über die Jahre gesehen realistisch.

Schneewitchen

@cookiedent:

Da haben wir wohl die gleichen Erfahrungen gemacht👍. Wenn man das so betrachtet, und so muss man das ja auch sehen, dann wird noch einmal deutlich, dass die heute festzustellende fehlende aA sich eben nicht innerhalb der letzten 5 Jahre aufgebaut hat. Vielmehr ist der heutige Zustand das Ergebnis einer Entwicklung, die schon vor Jahrzehnten eingesetzt hat.

Daher machen mich so Aussagen unseres FM ziemlich kirre, wenn er anführt, dass in NRW voraussichtlich kein Anpassungsbedarf bei der Besoldung bestünde, da NRW die Tarifergebnisse der letzten Jahre immer auf die Beamten übertragen hätte. Diese Beteachtungsweise ist in jederlei Beziehung zu kurz gegriffen.

Auch in Bezug auf die Bewertung der Besoldungsanpassung anderer Dienstherren bin ich ganz bei Dir. Wenn man verinnerlicht, dass sich hier über Jahrzehnte diese Unteralimentation aufgebaut- bzw. mit jedem weiteren "Beitrag zur Haushaltskonsolidierung" verschärft hat, dann kann man in diesem Zusammenhang eine Anpassung, wie sie jetzt in Brandenburg erfolgt, nicht als drastisch empfinden. Hier wäre er das Wort "angemessen" passender.

Wir sollten nicht vergessen, dass für die Maßnahmen die jetzt in den Ländern laufen, erst das BVerfG den Anstoß hat geben müssen. Den DHn ist jetzt aufgezeigt worden, dass nicht endlos auf unserem Rücken gespart werden kann. Den DHn sind jetzt relativ klare Grenzen aufgezeigt worden.

Festzustellen ist hierbei aber auch, dass viele DHn auch noch in dieser Situation die gleichen Spielchen spielen, die sie sonst auch auf unserem Rücken austragen.

Statt einsichtig jetzt die Besoldung auf eine angemessene Höhe zu heben, wird schon wieder getrickst oder, wenn das Tricksen nicht reicht, einfach ignoriert.

Der Hit des Jahres ist das fiktive Partnereinkommen, welches nach oben offenbar frei wählbar ist, ganz nach Bedarf. Auch gerade gerne genommen ist die Erhöhung der WAZ zur Kompensation der Besoldungsanpassungen.

Dies ist besonders perfide. Hier wird so getan, als hätte man mit den Besoldungsanpassungen den Betroffenen außer der Reihe etwas Gutes getan, was aber mit der Erhöhung der WAZ teilweise kompensiert werden muss.

Tatsächlich wird aber die nachträgliche Reparatur der Besoldung( sofern man die getroffenen Maßnahmen überhaupt so bezeichnen kann)  schon wieder durch derartige Kompensationen relativiert.

Nein, im hier vorliegenden Kontext kann man keines der bisherigen Ergebnisse als drastisch bezeichnen.Diese Ergebnisse sind im besten Falle angemessen oder aber als erster Schritt hin zu einer aA zu verstehen.

Drastisch ist nur die Haltung mancher Protagonisten auf der Seite der DHn, die hier tatsächliche glauben oder zumindest so tun, als ob es keinen Handlungsbedarf gäbe (Dressel in Hamburg, Söder in Bayern, Optenbrenk in NRW um mal drei Kandidaten zu nennen).