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#1
Zitat von: Zolinus in Heute um 16:57Gerne lasse ich mich aber in der Sache widerlegen und argumentativ davon überzeugen, dass wir als Beamte am Hungertuch nagen ;)



In dem Moment wo Beamte auf Wohngeld angewiesen sind und teils weniger Geld zur Verfügung haben als Grundsicherungsempfänger haben wir dieses "Am-Hungertuch-Nagen". In Deutschland muss glücklicherweise noch niemand, egal ob Beamter oder nicht, verhungern. Darum geht es selbstverständlich aber auch nicht
#2
Zitat von: Zolinus in Heute um 16:57Ich habe natürlich mit solchen ad hominem-Anwürfen gerechnet.

Was hast du erwartet? Lob und Ehre für die reichlich kurz gesprungene "Wir sollten nicht jammern solange es anderen schlechter geht als uns?"-Nebelkerze?  ::)

Genau so eine Sichtweise hat dazu geführt, dass heute beide Ehepartner erwerbstätig sein müssen, um angemessen leben zu können (und oftmals nicht mal dann). Das gehört nicht relativiert, sondern angeprangert, weil es eben kein Zeichen von mehr Wohlstand ist. Gilt für Beamte, TB und all die anderen abhängig Beschäftigten.
#3
Beamte der Länder / Aw: [TH] Besoldungsrunde 2025-...
Letzter Beitrag von JungeBeamtin - Heute um 17:03
Hmmm, dann hab ich da wohl was missverstanden. Ich hatte es so im Kopf, dass die Nachzahlungen bereits seit Monaten für Dezember angekündigt waren und auch das Geld für eine Auszahlung in 2026 ,,bereitstand". Und nachdem aufgrund des BSW der ursprüngliche Beschlussplan nicht eingehalten werden konnte und weil es in der letzten HFA-Sitzung dann noch die Änderungsanträge gab, wurden die Sondersitzungen veranschlagt, um das Gesetz noch rechtzeitig durchzubekommen und die zur Verfügung stehenden Gelder dieses Jahr noch auszuzahlen. Die Berichte Ende Oktober bezogen sich doch meines Erachtens nur auf die Nachzahlungen für 2021-2024 an alle Beamte, die mal kurz im Raum stand. Ich bin irritiert, dass die Nachzahlung für 2025 bzw. für die klagenden Beamten nun auch erst im Frühling/Sommer 2027 erfolgen soll. Hätte es dann nicht gereicht, die Änderungsanträge in der nächsten regulären Sitzung zu behandeln? Verwirrendes Hin und Her. :-\
#4
Zitat von: Skywalker2000 in Heute um 16:50Genau du bist der Grund, weshalb es so schlecht läuft. Immer mit dem mindeste zufrieden sein.

Und der Vergleich mit TB ist nicht ganz richtig.

Es gibt keine vergleichbaren Beamten bei der Polizei, BKA, BND mit einem TB.

Oder gibt es seit neuestem Hunderschaften mit TB besetzt? Bzw. Auslandsagenten im BND?


Nein, natürlich nicht. Ich schrieb von den Tarifbeschäftigten auf vergleichbaren Stellen.
#5
Zitat von: xap in Heute um 16:36Ich kann ehrlich gesagt nicht glauben, dass du einen Dienstposten im hD bekleidest bei so einer ausgeprägten Unkenntnis der Materie. Aber nun gut. Postings wie deine kommen in regelmäßigen Abständen hier vorbeigeflogen. Im besten Fall ignoriert man diese einfach.



Ich habe natürlich mit solchen ad hominem-Anwürfen gerechnet.

Gerne lasse ich mich aber in der Sache widerlegen und argumentativ davon überzeugen, dass wir als Beamte am Hungertuch nagen ;)

#6
Zitat von: Zolinus in Heute um 16:30Hallo zusammen,


ich lese hier schon seit längerer Zeit in regelmäßigen Abständen mit und habe mir so meinen Teil gedacht.
Nun muss ich doch mal meinen Senf dazugeben.

Ich verstehe schon grundsätzlich den Unmut aller Kollegen hier über das Ausbleiben der amtsangemessenen Alimentation. Rechtlich steht uns mehr Geld zu, und natürlich würde auch ich mich sehr freuen, wenn ein entsprechendes Gesetz endlich beschlossen wird (fiktives Partnereinkommen hin oder her).

Aber.

Man muss wirklich auch mal zwischendrin innehalten und sich klarmachen, dass wir hier auf hohem Niveau jammern. Und damit meine ich nicht nur Leute wie mich im hD, sondern auch gD und mD. Als Beamter ist man im Zweifelsfall immer besser gestellt als die Tarifbeschäftigten auf derselben Position, die genau dieselbe Arbeit machen.Ich bekomme mit meiner A14 aufs Jahr gesehen tausende Euro mehr als eine vergleichbare Person mit E14 (und das wäre schon hochgegriffen als Vergleichsgruppe im Tarifbereich). Und da habe ich die PKV bereits abgezogen, außerdem bekomme ich nicht einmal Familienzuschläge. Im gD und mD ist es zwar dann in Relation zu den entsprechenden Tb deutlich weniger, aber man steht in den allermeisten Konstellationen günstiger da.

Und die Tarifbeschäftigten müssen ja auch ihren Lebensstil finanzieren, ohne dass irgendwie absehbar wäre, dass da demnächst ein gewaltiger Geldsegen niedergeht. Fiktives Partnereinkommen? Es ist jedem durchschnittlich verdienenden Arbeitnehmer völlig klar, dass er alleine kaum eine vierköpfige Familie ernähren kann. Willkommen in der Realität - und da gibt es keine Familienzuschläge. Man sollte als Beamter dankbar dafür sein, dass es hier noch diese Möglichkeit gibt.

Nochmal, ich verstehe, dass es ärgerlich ist, eine Leistung nicht zu bekommen, die einem juristisch zusteht. Und dass sich die Politik seit Jahren um das Thema drückt und damit ein Gerichtsurteil missachtet, ist noch einmal auf einer ganz anderen Ebene ein Problem.

Aber wenn ich dann solche Wutbürgerkommentare lese nach dem Motto "Die geben unser Geld lieber für Entwicklungshilfe aus als den armen vom Hungertod bedrohten deutschen Beamten zu retten" weiß ich wirklich nicht mehr weiter. Einfach mal die ganze Sache ein BISSCHEN tiefer aufhängen, sprachlich und emotional.

Genau du bist der Grund, weshalb es so schlecht läuft. Immer mit dem mindeste zufrieden sein.

Und der Vergleich mit TB ist nicht ganz richtig.

Es gibt keine vergleichbaren Beamten bei der Polizei, BKA, BND mit einem TB.

Oder gibt es seit neuestem Hunderschaften mit TB besetzt? Bzw. Auslandsagenten im BND?
#7
allgemeine Diskussion / Aw: Bildungs-Reparaturbetrieb ...
Letzter Beitrag von Faunus - Heute um 16:41

Zitat von: NelsonMuntz in Heute um 11:42Das ist in der globalen Betrachtung durchaus richtig, ändert aber wenig an der Veränderung der perönlichen Wachstumsaussichten und der sich daraus ergebenden Unzulässigkeit beim Vergleiche der Generationen. Wer in 1950 geboren wurde, hatte es durch Leistung "einfacher", zu mehr Wohlstand im Laufe seines Lebens zu gelangen, als es diejenigen haben, die 2010 geboren wurden.

Dafür erbt es sich als Jahrgang 2010 einfacher vom Leistungerbringer des Jahrgangs 1950. Bei denen sah ers Mehrheitlich mau aus mit "erben".





Zitat von: NelsonMuntz in Heute um 11:42Das ist an dieser Stelle auch gar keine Anklage oder Schuldzuweisung. Streit kann dort entstehen, wo bestimmte, unabänderlich notwendige Veränderungen über Jahre oder gar Jahrzehnte auf die lange Bank geschoben wurden und es um die faire Verteilung der zugehörigen Lasten geht. Wenn im politischen Betrieb durch die Demographie bedingt die "Alten" die Mehrheit bilden, hat das durchaus Konfliktpotential - sieht man sehr schön am Beispiel der Rentenreform.

Wieso? da ist doch noch garnichts entschieden, oder weißt Du da mehr als der Rest der Bevölkerung?

Zitat von: NelsonMuntz in Heute um 11:42Die Entscheidungen, die in Politik und Wirtschaft aktuell getroffen werden, werden von den Älteren gesteuert.

Und wo liegt jetzt Dein Problem? Du bist doch Vater und stellts die Bedürfnisse Deiner Kinder hier prominent in den Vordergrund.
Glaubst Du das andere Väter/Mütter bzw. Großväter/Großmütter bei den Entscheidungen nicht ihre Kinder/Enkelkinder im Kopf haben - o.k. Aktionäre könnten bei AUDI den Vorrang haben 8)
Aber bei polit. Entscheidungen werden diese sehr wohl berücksichtigt und es wird jetzt z.B. bei den Pflegeleistungen eingespart, was gebrechliche Senioren in Pflegestufe 1 trifft. Die KK fangen an die Präventionskurse einzuziehen - auch das trifft eher den personenkreis so ab 50+.

Wo sind den da Deine Kinder benachteiligt? Oh ja, 10% weniger Zuzahlung beim Zahnarzt - trifft aber alle!
#8
Zitat von: xap in Heute um 16:36Ich kann ehrlich gesagt nicht glauben, dass du einen Dienstposten im hD bekleidest bei so einer ausgeprägten Unkenntnis der Materie. Aber nun gut. Postings wie deine kommen in regelmäßigen Abständen hier vorbeigeflogen. Im besten Fall ignoriert man diese einfach.


Dienstposten im hD gibt es ja auch ohne Rechtskenntnis oder Personalverantwortung...

Aber ja, -1
#9
Beamte des Bundes und Soldaten / Aw: Bundesalimentationsgesetz
Letzter Beitrag von xap - Heute um 16:36
Ich kann ehrlich gesagt nicht glauben, dass du einen Dienstposten im hD bekleidest bei so einer ausgeprägten Unkenntnis der Materie. Aber nun gut. Postings wie deine kommen in regelmäßigen Abständen hier vorbeigeflogen. Im besten Fall ignoriert man diese einfach.
#10
Hallo zusammen,


ich lese hier schon seit längerer Zeit in regelmäßigen Abständen mit und habe mir so meinen Teil gedacht.
Nun muss ich doch mal meinen Senf dazugeben.

Ich verstehe schon grundsätzlich den Unmut aller Kollegen hier über das Ausbleiben der amtsangemessenen Alimentation. Rechtlich steht uns mehr Geld zu, und natürlich würde auch ich mich sehr freuen, wenn ein entsprechendes Gesetz endlich beschlossen wird (fiktives Partnereinkommen hin oder her).

Aber.

Man muss wirklich auch mal zwischendrin innehalten und sich klarmachen, dass wir hier auf hohem Niveau jammern. Und damit meine ich nicht nur Leute wie mich im hD, sondern auch gD und mD. Als Beamter ist man im Zweifelsfall immer besser gestellt als die Tarifbeschäftigten auf derselben Position, die genau dieselbe Arbeit machen.Ich bekomme mit meiner A14 aufs Jahr gesehen tausende Euro mehr als eine vergleichbare Person mit E14 (und das wäre schon hochgegriffen als Vergleichsgruppe im Tarifbereich). Und da habe ich die PKV bereits abgezogen, außerdem bekomme ich nicht einmal Familienzuschläge. Im gD und mD ist es zwar dann in Relation zu den entsprechenden Tb deutlich weniger, aber man steht in den allermeisten Konstellationen günstiger da.

Und die Tarifbeschäftigten müssen ja auch ihren Lebensstil finanzieren, ohne dass irgendwie absehbar wäre, dass da demnächst ein gewaltiger Geldsegen niedergeht. Fiktives Partnereinkommen? Es ist jedem durchschnittlich verdienenden Arbeitnehmer völlig klar, dass er alleine kaum eine vierköpfige Familie ernähren kann. Willkommen in der Realität - und da gibt es keine Familienzuschläge. Man sollte als Beamter dankbar dafür sein, dass es hier noch diese Möglichkeit gibt.

Nochmal, ich verstehe, dass es ärgerlich ist, eine Leistung nicht zu bekommen, die einem juristisch zusteht. Und dass sich die Politik seit Jahren um das Thema drückt und damit ein Gerichtsurteil missachtet, ist noch einmal auf einer ganz anderen Ebene ein Problem.

Aber wenn ich dann solche Wutbürgerkommentare lese nach dem Motto "Die geben unser Geld lieber für Entwicklungshilfe aus als den armen vom Hungertod bedrohten deutschen Beamten zu retten" weiß ich wirklich nicht mehr weiter. Einfach mal die ganze Sache ein BISSCHEN tiefer aufhängen, sprachlich und emotional.