Tarifrunde 2019 - Diskussion (#2)

Begonnen von Admin, 18.01.2019 00:33

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Admin

Dies ist der neue Thread zur Tarifrunde TV-L 2019.

Bitte alle Meinungsäußerungen, die über das Tarifgeschehen hinaus gehen, in die Gruppe "allgemeine Diskussion":
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Off-Topic wird ohne Vorwarnung gelöscht!

Für neu Hinzugekommene: Der Vorgänger-Thread ist
  Tarifrunde 2019 - Diskussion
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mit 1.190 Artikeln (viel Spaß, das alles zu lesen! ;-) )

Fingernagel

Berlins Finanzsenator Matthias Kollatz (SPD) über
https://www.waz.de/wirtschaft/oeffentlicher-dienst-laender-erwarten-harte-tarifgespraeche-id216245279.html
Zitat
Die Bezahlung spielt eine Rolle bei der Wahl des Arbeitgebers, aber wir werben mit qualitativen Merkmalen: Männer und Frauen bekommen im öffentlichen Dienst bei derselben Tätigkeit denselben Lohn." Es gebe auch mehr Möglichkeiten, in Teilzeit zu arbeiten. (phn)

wer braucht schon mehr geld... wenigstens bekommen frauen und männer für die gleiche arbeit gleich viel weniger als beim bund oder in der PW

kanute1

https://www.welt.de/wirtschaft/article187363162/Oeffentlicher-Dienst-Hier-drohen-Streiks-im-Tarifstreit.html

Die Welt berichtet auch und verweist auch nochmal darauf das mit der aktuellen EGO Fachkräfte, wie z.B. ITler praktisch nicht mehr zu finden sind. Mal schauen was draus gemacht wird...

Bastel

Zitat von: Fingernagel in 21.01.2019 07:43
Berlins Finanzsenator Matthias Kollatz (SPD) über
https://www.waz.de/wirtschaft/oeffentlicher-dienst-laender-erwarten-harte-tarifgespraeche-id216245279.html
Zitat
Die Bezahlung spielt eine Rolle bei der Wahl des Arbeitgebers, aber wir werben mit qualitativen Merkmalen: Männer und Frauen bekommen im öffentlichen Dienst bei derselben Tätigkeit denselben Lohn." Es gebe auch mehr Möglichkeiten, in Teilzeit zu arbeiten. (phn)

wer braucht schon mehr geld... wenigstens bekommen frauen und männer für die gleiche arbeit gleich viel weniger als beim bund oder in der PW

Das gleiche habe ich mir auch gedacht... Da sieht man mal wieder wie abgehoben unsere lieben Politiker sind... Und das von einem SPDler...

Admin

[Beitrag des Nutzers "Amiga" gelöscht wegen off-topic]

ktown

Aber ist das nicht das übliche Säbelrasseln? Wäre doch ungewöhnlich, wenn die Arbeitgebervertreter nicht das Jammern anfangen würden.

MoinMoin

Das traurige ist ja die Aussage: Männer und Frauen bekommen im öffentlichen Dienst bei derselben Tätigkeit denselben Lohn.
Ich wüßte kein Tarifsystem bei dem das anders gregelt ist. Und ausserdem gilt das ja auch für die Konkurenz: TVöD
Peinliches gerassel.

marco.berlin

Bsirske sagt, man müsse Anschluss halten und den Abstand zum Bund verkürzen. Grundsätzlich richtig, aber wohl nicht mit 6%, 200 Euro und 12 Monate Laufzeit. Kollatz räumt ein, Geld wäre zumindest da. Was gäbe ich, wenn das ,,übliche Verfahren" mal nicht praktiziert würde. AG hätten ja auch mal gleich ein eigenes Angebot auf den Tisch legen können. Die wissen ja auch, um was es aktuell geht (25 % der Mitarbeiter scheiden in den kommenden Jahren aus und Nachwuchs findet sich schon jetzt häufi nicht).

Faunus

Zitat von: MoinMoin in 21.01.2019 16:38
Das traurige ist ja die Aussage: Männer und Frauen bekommen im öffentlichen Dienst bei derselben Tätigkeit denselben Lohn.
Ich wüßte kein Tarifsystem bei dem das anders gregelt ist. Und ausserdem gilt das ja auch für die Konkurenz: TVöD
Peinliches gerassel.


Mich würde mal eine Statistik über "Sonstige Bschäftigte" aufgesplittet in Anzahl weiblicher und Anzahl männlicher TB z.B. im wundervoll konservativen Bayern interessieren. Gibt es sowas?

Bastel

Ich kann mir nicht vorstellen das es da überhaupt übermäßig viele gibt...

Mit 3x 6% für die nächsten 36 Monate würde man durchaus den Anschluss schaffen.

Corsi

ich verstehe ja, dass beide Seiten versuchen, auf die Tränendrüse zu drücken, um möglichst ein Kompromiss zu finden, wobei keiner das Gesicht verliert.
Aber die Vorzüge des ÖD hervorzuheben und gleichzeitig über eine riesige Anzahl unbesetzter Stellen zu jammern und von Fachkräftemangel zu sprechen.
Die Gewerkschaften mit dem Solidaritätsgedanken abzuspeisen, so kann man doch keine Tarifverhandlungen beginnen.
Klingt nach: Seid froh, dass ihr hier arbeiten dürft und begnügt euch mit dem Gehalt, besingt eine Nullrunde, uns geht es so schlecht. ;-)


Faunus

Den Anschluss könnten die Länder auch finden, wenn befristete Verträge grundsätzlich eine Entgeltgruppe höher bezahlt werden müssen, als die Tätigkeiten nach EGO hergeben. Bei einer unbefristeten Stelle dann wieder die den Tätigkeiten entsprechende Entgeltgruppe.


marco.berlin

Zitat von: Faunus in 21.01.2019 19:06
Den Anschluss könnten die Länder auch finden, wenn befristete Verträge grundsätzlich eine Entgeltgruppe höher bezahlt werden müssen, als die Tätigkeiten nach EGO hergeben. Bei einer unbefristeten Stelle dann wieder die den Tätigkeiten entsprechende Entgeltgruppe.

Genau, dass wird die Lösung sein und die ohnehin bereits am Limit arbeitende ,,Stammbelegschaft" weiter motivieren, wenn nun die befristeten Kollegen besser bezahlt werden. Im Übrigen werden damit nur MA gegeneinander ausgespielt und ich wage zu behaupten, dass sich die Frage nach Befristungen schnell erübrigen werden. Finden sich nämlich kaum noch Bewerber.

Lothar57

Zitat von: Bastel in 21.01.2019 09:33
Zitat von: Fingernagel in 21.01.2019 07:43
Berlins Finanzsenator Matthias Kollatz (SPD) über
https://www.waz.de/wirtschaft/oeffentlicher-dienst-laender-erwarten-harte-tarifgespraeche-id216245279.html
Zitat
Die Bezahlung spielt eine Rolle bei der Wahl des Arbeitgebers, aber wir werben mit qualitativen Merkmalen: Männer und Frauen bekommen im öffentlichen Dienst bei derselben Tätigkeit denselben Lohn." Es gebe auch mehr Möglichkeiten, in Teilzeit zu arbeiten. (phn)

wer braucht schon mehr geld... wenigstens bekommen frauen und männer für die gleiche arbeit gleich viel weniger als beim bund oder in der PW

Das gleiche habe ich mir auch gedacht... Da sieht man mal wieder wie abgehoben unsere lieben Politiker sind... Und das von einem SPDler...

Na, das ist ja mal ein treffsicheres Argument für den ÖD: Die öffentlichen Arbeitgeber halten sich ans Grundgesetz. Art. 3,2.
Ceterum censeo paralleltabellum esse einzufuehrendam.

Faunus

#14
Zitat von: marco.berlin in 21.01.2019 19:25
Zitat von: Faunus in 21.01.2019 19:06
Den Anschluss könnten die Länder auch finden, wenn befristete Verträge grundsätzlich eine Entgeltgruppe höher bezahlt werden müssen, als die Tätigkeiten nach EGO hergeben. Bei einer unbefristeten Stelle dann wieder die den Tätigkeiten entsprechende Entgeltgruppe.

Genau, dass wird die Lösung sein und die ohnehin bereits am Limit arbeitende ,,Stammbelegschaft" weiter motivieren, wenn nun die befristeten Kollegen besser bezahlt werden. Im Übrigen werden damit nur MA gegeneinander ausgespielt und ich wage zu behaupten, dass sich die Frage nach Befristungen schnell erübrigen werden. Finden sich nämlich kaum noch Bewerber.


Bevor es ein Missverständnis gibt - ich bin so ein "unkündbarer" TB in Stufe 6.
Wie viel Befristete sind denn in einer Stufe 5 oder 6 jemals angekommen? Wenn Du hier von ausspielen schreibst: haben wir das nicht schon längst mit befristet/unbefristet?
Welcher TB kann sich irgendetwas mit einer befristeten Stelle "aufbauen"? Persönlich bin ich da schon der Meinung, dass eine Art "Entschädigung" gezahlt werden müsste.


Oder anders: Fachkräftemangel lässt sich mit unterdurchschnittlicher Bezahlung bei gleichzeitig befristetem Arbeitsverhältnis schlichtweg nicht beheben.