[HB] Arbeitszeit ab 01.01.2026 41 Stunden

Begonnen von Zauberberg, 29.08.2025 07:52

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Zauberberg

Moin in die Runde !
Ist es jetzt eigentlich sicher, dass die Beamten ab 01.01.2026 in Bremen 41 Stunden arbeiten müssen ?

Magda

Mir ist noch nicht bekannt, dass das Gesetzgebungsverfahren abgeschlossen ist.

Und bisschen Vorlauf braucht das Thema auch, denn erstmal müssten alle Teilzeitkräfte abgefragt werden, ob sie bei ihren Wochenstunden bleiben wollen oder das gleiche Entgelt wie bisher erhalten wollen. Und Performa kann diese Änderungen auch nicht über Nacht ins System einpflegen.

Zauberberg

Danke Magda ! Wurden nur in letzter Zeit nicht mehr thematisiert. Warten wir ab !

matzl

Zitat von: Magda in 29.08.2025 08:19
Mir ist noch nicht bekannt, dass das Gesetzgebungsverfahren abgeschlossen ist.

Und bisschen Vorlauf braucht das Thema auch, denn erstmal müssten alle Teilzeitkräfte abgefragt werden, ob sie bei ihren Wochenstunden bleiben wollen oder das gleiche Entgelt wie bisher erhalten wollen. Und Performa kann diese Änderungen auch nicht über Nacht ins System einpflegen.
Warum sollte hier etwas abgefragt werden?
Es gibt zwei Vertragsvarianten. Entweder im Vertrag steht eine festen Wochenstundenanzahl. Dann bleibt diese bestehen und das Entgelt verringert sich entsprechend, oder es ist eine Teilzeitquote in % vereinbart, dann erhöht sich die Arbeitszeit dementsprechend und das Entgelt bleibt gleich.

Umlauf

Zitat von: matzl in 29.08.2025 10:08
Zitat von: Magda in 29.08.2025 08:19
Mir ist noch nicht bekannt, dass das Gesetzgebungsverfahren abgeschlossen ist.

Und bisschen Vorlauf braucht das Thema auch, denn erstmal müssten alle Teilzeitkräfte abgefragt werden, ob sie bei ihren Wochenstunden bleiben wollen oder das gleiche Entgelt wie bisher erhalten wollen. Und Performa kann diese Änderungen auch nicht über Nacht ins System einpflegen.
Warum sollte hier etwas abgefragt werden?
Es gibt zwei Vertragsvarianten. Entweder im Vertrag steht eine festen Wochenstundenanzahl. Dann bleibt diese bestehen und das Entgelt verringert sich entsprechend, oder es ist eine Teilzeitquote in % vereinbart, dann erhöht sich die Arbeitszeit dementsprechend und das Entgelt bleibt gleich.

Diese Abfrage gab es in unserer Bundesbehörde damals sowohl bei den Tb als auch bei den Beamten bei allen Teilzeitlern, völlig egal was ursprünglich mal vereinbart wurde. Das ließe sich unter Fürsorge verstehen.

Beamter

Zitat von: matzl in 29.08.2025 10:08
Zitat von: Magda in 29.08.2025 08:19
Mir ist noch nicht bekannt, dass das Gesetzgebungsverfahren abgeschlossen ist.

Und bisschen Vorlauf braucht das Thema auch, denn erstmal müssten alle Teilzeitkräfte abgefragt werden, ob sie bei ihren Wochenstunden bleiben wollen oder das gleiche Entgelt wie bisher erhalten wollen. Und Performa kann diese Änderungen auch nicht über Nacht ins System einpflegen.
Warum sollte hier etwas abgefragt werden?
Es gibt zwei Vertragsvarianten. Entweder im Vertrag steht eine festen Wochenstundenanzahl. Dann bleibt diese bestehen und das Entgelt verringert sich entsprechend, oder es ist eine Teilzeitquote in % vereinbart, dann erhöht sich die Arbeitszeit dementsprechend und das Entgelt bleibt gleich.

Vertrag, Arbeitszeit, Entgelt - alles klassische Begriffe des Beamtentums...

clarion

Müsst ihr Bremer auch 41 Stunden???

Joulupukki

Zitat von: clarion in 29.08.2025 21:31
Müsst ihr Bremer auch 41 Stunden???

Noch nicht, aber wahrscheinlich demnächst, siehe auch im ursprünglichen Thread.

Vermutlich nur eine Frage der Zeit, bis NI, HH und MV nachziehen... wir sind doch schließlich ein "Nordverbund".  :-X

P. S.: Die Petition dagegen hat es am Ende immerhin auf 10836 Mitzeichner gebracht.

Rheini

In NRW gibt es das schon seit Jahrzehnten, was es nocht besser macht. Zunächst auchvfür die Tarifbeschäftigten, bis das in einem Tarifvertrag auf unter 40 Std. abgesenkt wurde.

Rheini

Ach was man nicht alles wieder findet.

Habe diesen Artikel gefunden in dem ein Hr. Dieckmann folgendermaßen zitiert wird:

"Ich kann es nicht hinnehmen, wenn für Arbeitnehmer und Beamte zum Teil in ein und demselben Büro völlig unterschiedliche Arbeitszeiten gelten."

P. S. Der Artikel stammt aus dem Jahre 2004 und seit dem hat sich nichts geändert. Die Erhöhung für die Beamten wurde übrigens von einem Norddeutschen eingeführt, der gerne später in einer Talkshow ausführte, dass für Ihn ein Wein für 5 Euro, unzumutbar ist https://www.focus.de/politik/deutschland/ein-wein-fuer-fuenf-euro-fuer-steinbrueck-unvorstellbar-spd-mann-trinkt-nur-edle-tropfen_id_2364913.html

https://www.spiegel.de/politik/deutschland/nrw-41-stunden-woche-im-oeffentlichen-dienst-a-293967.html

railjet

Zitat von: matzl in 29.08.2025 10:08
Zitat von: Magda in 29.08.2025 08:19
Mir ist noch nicht bekannt, dass das Gesetzgebungsverfahren abgeschlossen ist.

Und bisschen Vorlauf braucht das Thema auch, denn erstmal müssten alle Teilzeitkräfte abgefragt werden, ob sie bei ihren Wochenstunden bleiben wollen oder das gleiche Entgelt wie bisher erhalten wollen. Und Performa kann diese Änderungen auch nicht über Nacht ins System einpflegen.
Warum sollte hier etwas abgefragt werden?
Es gibt zwei Vertragsvarianten. Entweder im Vertrag steht eine festen Wochenstundenanzahl. Dann bleibt diese bestehen und das Entgelt verringert sich entsprechend, oder es ist eine Teilzeitquote in % vereinbart, dann erhöht sich die Arbeitszeit dementsprechend und das Entgelt bleibt gleich.

Bitte erstmal Informieren bevor hier so etwas von sich gegeben wird. Ein Beamter hat keinen Vertrag. Er wird kraft Gesetzes ernannt und enthält auch kein Arbeitsentgelt, sondern wird Alimentiert.

CK7985

Was soll die Erhöhung bringen?
Dass man jede 40. Stelle einsparen kann?
WOW!
Wenn das mal nicht den Bremer Haushalt entlastet.
Als würde ein Beamter auch nur einen Handschlag mehr machen, nur weil er eine Stunde mehr absitzt.  ;D
"Bremen hat eine extrem hohe Pro-Kopf-Verschuldung, die mit rund 34.000 Euro pro Einwohner im Jahr 2024 bundesweit die höchste ist. Gesamtverschuldung: Ende 2024 wurde der Schuldenberg auf rund 23,8 bis 23,9 Milliarden Euro geschätzt."
Die Stadt hat offensichtlich einen gigantischen Schuldenberg und kann nicht mit Geld umgehen obwohl man enorme Zuweisungen aus dem Länderfinanzausgleich erhält.
Man ist defacto PLEITE.
Ein Einstellungsstop (sofern nocht nicht umgesetzt) ist wohl deutlich effektiver als winzige Arbeitszeiterhöhungen.

Magda

Zitat von: CK7985 in 01.09.2025 08:22Ein Einstellungsstop (sofern nocht nicht umgesetzt) ist wohl deutlich effektiver als winzige Arbeitszeiterhöhungen.
Gibt es durch den neuen Sanierungspfad ja nun. Abgesehen der Schonbereiche (Polizei, Feuerwehr, etc.), die weiter Personalaufbauen dürfen und müssen, muss der Rest der Verwaltung eine Einsparquote von 1,45 % pro Jahr erbringen. Ist aufgrund der dezentralen Fach- und Ressourcenverantwortung für kleine Ämter echt hart. In den senatorischen Behörden hingegen drehen immer noch ausreichend Mitarbeiter Däumchen. Ein ziemlich unbefriedigendes System.

totoughtotame

Zitat von: Magda in 01.09.2025 09:23
Zitat von: CK7985 in 01.09.2025 08:22Ein Einstellungsstop (sofern nocht nicht umgesetzt) ist wohl deutlich effektiver als winzige Arbeitszeiterhöhungen.
Gibt es durch den neuen Sanierungspfad ja nun. Abgesehen der Schonbereiche (Polizei, Feuerwehr, etc.), die weiter Personalaufbauen dürfen und müssen, muss der Rest der Verwaltung eine Einsparquote von 1,45 % pro Jahr erbringen. Ist aufgrund der dezentralen Fach- und Ressourcenverantwortung für kleine Ämter echt hart. In den senatorischen Behörden hingegen drehen immer noch ausreichend Mitarbeiter Däumchen. Ein ziemlich unbefriedigendes System.
Über die Ungleichgewichtung der Stellenverteilung wundere ich mich auch oft. Es gibt selbst in einer Behörde Bereiche, bei denen  die Mitarbeitenden vor Langeweile vom Stuhl fallen, um es mal drastisch zu sagen und andere, die vor Arbeit absaufen. Oft geht das mit den Themen einher, die politisch "en vogue" sind

robsn

Die (geplante) Stundenerhöhung iVm mit der Einsparquote wird grade die von Magda angesprochenen Bereiche doppelt treffen (Wenn sie eine hohe Beamtenquote haben).

Eine 41h-VZE wird nun eine höhere Fallzahl übertragen bekommen. Das reduziert bei gleichbleibendem Fallbestand die Soll-VZE. Dann kommt die jährliche Einsparquote dazu und die Soll-VZE vermindern sich erneut = der individuelle Fallbestand steigt erneut. Das Nachbesetzen frei gewordener Stellen wird damit nicht einfacher. Die Einsparquoten für 25/26 und die 41H-Woche summieren sich auf gute 5%.

Je nach übertragenen Tätigkeiten wird das wohl schon dazu führen, dass Beamte den einen oder anderen Handschlag mehr machen müssen. Sei es das Schreiben einer Überlastanzeige ;-)