Tarifrunde TV-L 2025 - Diskussion III

Begonnen von username, 14.02.2026 09:31

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Faunus

Zitat von: IchLiebeBeamtentum in Heute um 08:46Mit 4.500 Euro netto monatlich (A13 Stufe 10)

Könntest Du bitte Deine Erkenntnisse im Beamtenbereich wiedergeben.
Danke.


Hier ist TV-L.
Zitat von: daseinsvorsorge in Heute um 08:41Dass ein erheblicher Teil der AN im ÖD sekundäre gegen monetäre Gewinne abwägt und deshalb im ÖD bleibt-was völlig ok wäre - davon ist hier nichts zu lesen.

Zu lesen ist lediglich , dass man gegenüber der pw unterbezahlt ist, aber trotzdem nicht wechselt. Wäre es anders, wäre man nicht so unzufrieden.
 

Das solltest Du aber an die ganzen Jammerer adressieren.


Zitat von: Bastel in Heute um 09:10Erst werden die Milliardäre vernichtet, dann die Millionäre und am Ende gehts an die gleichen Fische. Sozialismus as its best.

LOL
Das ist schon sehr polemisch und unreflektiert, um es mal freundlich auszudrücken ;)

Faunus

Das beste was ich bisher heute gelesen habe:

ZitatAlles nach Zuflussprinzip und egal woher es kommt und mit einheitlichen Steuersatz, dann passt es auch auf dem Bierdeckel.
Wenn auf der Rückseite die unterschiedlichen Freibeträge passen

NelsonMuntz

Zitat von: MasterNoname89 in Heute um 08:55Es gibt aber auch sehr viele Unternehmen (und das dürfte die Mehrheit sein), die zahlen nicht automatisch mehr oder diese steigern die Gehälter nur aufgrund von Zwang wegen z.B. Anhebung des Mindestlohns, fehlende Anzahl an Bewerbern, etc.

Ich schätze auch, dass dies regional sehr unterschiedlich ist und stark von der Infrastruktur abhängig ist.



Vollkommen unbesteuert verlange ich ja nicht ... Freibeträge wie sie gelten sind ja schon eine gute Lösung, müssen aber mit der Inflation eigentlich auch regelmäßig steigen. Wenn aber die Erwirtschaftung jener Sachwerte bereits schon überproportional zu den Steuereinnahmen beigetragen hat, sollte dann, auch wenn der Profiteur der folgenden Generation selbst nicht diesen Beitrag geleistet hat, nicht zusätzlich nochmals übermäßig besteuert werden.

Ansonsten macht es für keinen einen Sinn, Vermögenswerte zu schaffen, wenn die Übergabe an die Nachkommen zum hälftigen Verlust jenes Vermögens an die 'untätige' oder 'verschwenderische' Allgemeinheit führt.

Dann könnten sich alle einfach auf den Sozialstaat verlassen und einfach nichts machen.


Mir dämmert's langsam, worauf Du hinaus willst - Aber Du befindest Dich auf einem Holzweg! Der "Sozialstaat" besteht für Dich aus Grundsicherung oder "Kindergeld ins Ausland". Dabei verkennst Du, dass die Sozialversicherungen den absolut überwiegenden Teil eben jenes Sozialstaates ausmachen. Beim Gemeinwohl geht es gar nicht um die "leistungslosen Schmarotzer". Spannend ist dabei, dass Du dem eigentlichen Leistungsprinzip selbst gar nichts abzugewinnen scheinst: Warum sollte eine E8 weniger bekommen, als eine E14? Arbeiten tun doch beide!

Wäre das Vermögen halbwegs gleichmäßig verteilt, dann könnte ich dem ja noch folgen - aber das ist es nicht, und das führt zu einer Form der Ungleichheit, die sich in enormen, sozio-ökonomischen Spannungen darstellen und bei den Nicht-Erbenden zu Frustration führen. "Kluge" Köpfe gründen dann eine blaue Partei und hetzen die so Enttäuschten gegen die Schichten weiter unten auf - dabei sitzen sie selbst weiter oben und sichern damit ihre Pfründe vor dem ach so raffgierigen Staat. Das ist zunehmend traurig mitanzusehen, denk mal drüber nach.

Wenn Du meinst, Du bekommst zu wenig Geld und/oder der aktuelle Abschluss sei ein Skandal: Streng Dich an und erreiche eine höhere EG. Das geht, ich spreche aus Erfahrung!

Krokodigel

Zitat von: Bastel in Heute um 09:10Erst werden die Milliardäre vernichtet, dann die Millionäre und am Ende gehts an die gleichen Fische. Sozialismus as its best.

Was für ein undifferenzierter Quatsch. Schau doch mal auf den aktuellen Bericht zur (weiter auseinanderklaffenden) Vermögensverteilung im Land und welche Folgen dies hat. 


IchLiebeBeamtentum

Hat der Öffentliche Dienst denn überhaupt keine Vorteile mehr oder ist es hier überwiegend Jammern auf hohem Niveau?

Rheini

Zitat von: IchLiebeBeamtentum in Heute um 09:59Hat der Öffentliche Dienst denn überhaupt keine Vorteile mehr oder ist es hier überwiegend Jammern auf hohem Niveau?

Na wenn man sich die offenen Stellen der letzten Jahre bzw. die Bewerbungszahlen ansieht obwohl ja die Einstiegsgruppen erhöht wurden, ist der öffentl. D. zumindest kein Selbstläufer mehr.

MasterNoname89

Zitat von: MoinMoin in Heute um 09:07Nochmal, alle Einnahmen wurde vorher schon extrem besteuert. Egal ob Erbe oder Lachshäppchen.
Das Argument geht fehl.
Und es geht auch nicht darum die Erbschaften überproportional zu besteuern.
Sie sollen zunächst einmal überhaupt besteuert werden und dann (wenn Quandt & Co sich nicht arme rechnen konnten) nicht so extrems unterproportional.

Das Erbe wird doch besteuert, nämlich bei direkten Nachkommen ab 400.000 €, für weitere Verwandtschaftsgrade noch früher. Das ist aber insofern schon problematisch, dass Immobilien in den Ballungsgebieten teilweise schon sehr früh diese Freibeträge überschreiten. Und unterm Strich ist es trotzdem 'nur ein Haus' in dem man entgegen derer, die kein Eigentum angeschafft haben, mietkostenfrei leben kann.

Zitat von: MoinMoin in Heute um 09:07Natürlich macht es sinn, damit man im Alter gut leben kann.
Es macht aber keinen Sinn die Kinder damit zum nicht arbeiten zu bringen.

'Das letzte Hemd hat keine Taschen'. Entsprechend kann ich auch von Rente/Pension im Alter gut leben, wenn ich mein Leben lang entsprechend dafür gearbeitet habe. Auch bestehendes Eigentum will unterhalten werden und an den Kosten beteiligt sich der Staat ja auch nicht, wenn ich wieder auf die selbstgenutzte Immobilie abziele. Warum dann Steuern dafür zusätzlich abdrücken.

Frogger

Papa Staat könnte allen Tarifbeschäftigten ja einfach die Rentenbeiträge erlassen und Beiträge zur Krankenkasse auf Beamtenniveau bereitstellen.

Hab mal eben nachgeschaut:

Krankenversicherung:  -  495.52 € 
Pflegeversicherung:  -  139.50 €
Rentenversicherung:  -  639.28 €

Junge junge, dass wäre mal eine angemessene Bezahlung, wenn ich das nur anteilig (50%?) zahlen müsste.

Totaler Wunschtraum, aber würde die 2 Klassengesellschaft fast abschaffen.


TVL Müde

Die Schere zum TVÖD geht immer weiter auseinander. Ich mache diese "es ist kein Geld da Nummer" nun seit 24 Jahren mit und bin es nun satt. Ich habe nebenberuflich studiert und mir seit Jahren den hintern aufgerissen. Wenn der Arbeitgeber meint das er mich nicht wertschätzen muss, dann werde ich nun auf meine Weise agieren. Ich werde ganz bestimmt nicht mehr arbeiten gehen wenn ich krank bin. So oder so suche ich mir was im TVÖD. Leere Kassen ? Ich denke die Kassen bei den Städten sind noch viel leerer als beim Land und die Zahlen auch den TVÖD.

Um die wichtigsten Unterschiede noch einmal hervorzuheben:

-Weihnachtsgeld TVÖG EG 12 - 85 %  vergleich TVL EG 12 - 46 %
-Wochenarbeitszeit NRW TVÖD 39 Std. vergleich TVL NRW 39 Std. 50 Min. (1 Woche mehr Urlaub im TVÖD dadurch)
-Stufengleicher Aufstieg TVÖD - ja seit ca. 2014 (?) vergleich TVL - nicht verhandelt
-Leistungsorientierte Bezahlung TVÖD - ja seit ca. 2016 (?) vergleich TVL - nicht verhandelt
-Urlaubsanspruch TVÖD  31 Tage  vergleich TVL 30 Tage
-Hinzu kommt noch das grundsätzliche Delta von 4 (?) % was dadurch entsteht das der TVÖD deutlich früher ausläuft als der TVL

Ich bin äußerst bedient! :-(((

TVL Müde

Zitat von: IchLiebeBeamtentum in Heute um 09:59Hat der Öffentliche Dienst denn überhaupt keine Vorteile mehr oder ist es hier überwiegend Jammern auf hohem Niveau?

Doch der TVÖD ist super. Wäre ich total zufrieden mit.

MoinMoin

Zitat von: MasterNoname89 in Heute um 10:15Das Erbe wird doch besteuert, nämlich bei direkten Nachkommen ab 400.000 €, für weitere Verwandtschaftsgrade noch früher. Das ist aber insofern schon problematisch, dass Immobilien in den Ballungsgebieten teilweise schon sehr früh diese Freibeträge überschreiten. Und unterm Strich ist es trotzdem 'nur ein Haus' in dem man entgegen derer, die kein Eigentum angeschafft haben, mietkostenfrei leben kann.
Und dieses Haus, welches du von den Eltern erbst, darf auch 10 Mio kosten und wäre dann ohne Erbschaftssteuer.
Also jedem Kind ein Haus zu vererben ist mit 0% Steuern belegt. Das finde ich durchaus in Ordnung und das ist auch nicht das Thema.



Zitat'Das letzte Hemd hat keine Taschen'. Entsprechend kann ich auch von Rente/Pension im Alter gut leben, wenn ich mein Leben lang entsprechend dafür gearbeitet habe. Auch bestehendes Eigentum will unterhalten werden und an den Kosten beteiligt sich der Staat ja auch nicht, wenn ich wieder auf die selbstgenutzte Immobilie abziele. Warum dann Steuern dafür zusätzlich abdrücken.
Also willst du die Grundsteuer abschaffen?
Und warum sollte der Staat sich an deinem Eigentum "vergreifen", macht er doch garnicht!
Er "vergreift" - sich falls überhaupt - nur auf das dir überlassene Eigentum, welches du nur wegen deiner Geburt erhälst.
Ohne eine Leistung erbringen zu müssen.

MasterNoname89

Zitat von: NelsonMuntz in Heute um 09:40Mir dämmert's langsam, worauf Du hinaus willst - Aber Du befindest Dich auf einem Holzweg! Der "Sozialstaat" besteht für Dich aus Grundsicherung oder "Kindergeld ins Ausland". Dabei verkennst Du, dass die Sozialversicherungen den absolut überwiegenden Teil eben jenes Sozialstaates ausmachen. Beim Gemeinwohl geht es gar nicht um die "leistungslosen Schmarotzer". Spannend ist dabei, dass Du dem eigentlichen Leistungsprinzip selbst gar nichts abzugewinnen scheinst: Warum sollte eine E8 weniger bekommen, als eine E14? Arbeiten tun doch beide!

Wäre das Vermögen halbwegs gleichmäßig verteilt, dann könnte ich dem ja noch folgen - aber das ist es nicht, und das führt zu einer Form der Ungleichheit, die sich in enormen, sozio-ökonomischen Spannungen darstellen und bei den Nicht-Erbenden zu Frustration führen. "Kluge" Köpfe gründen dann eine blaue Partei und hetzen die so Enttäuschten gegen die Schichten weiter unten auf - dabei sitzen sie selbst weiter oben und sichern damit ihre Pfründe vor dem ach so raffgierigen Staat. Das ist zunehmend traurig mitanzusehen, denk mal drüber nach.

Wenn Du meinst, Du bekommst zu wenig Geld und/oder der aktuelle Abschluss sei ein Skandal: Streng Dich an und erreiche eine höhere EG. Das geht, ich spreche aus Erfahrung!


Ich habe nicht gesagt, dass ich zu wenig verdiene und auch nicht, dass der aktuelle Abschluss ein Skandal ist. Ich bin sogar, wenn du meine Beiträge zuvor liest, einer derjenigen die den Abschluss in seiner Form im Kontext zur aktuellen Situation als positiv erachten.

Ich bin übrigens dran, allerdings wäre es bei mir eine BG anstatt EG.


Auch weiß ich, dass der Sozialstaat nicht nur aus den beiden genannten Punkten besteht.

Der springende Punkt ist aber, dass das Vermögen von Kleinsparern ... denen die über ein gesamtes Arbeitsleben ein Haus mühevoll von der Hand abgespart haben und dabei ihr Leben lang auf überbordenden Lifestyle und Luxus verzichtet haben, am Ende durch die Heranziehung eben dieses Vermögens für z.B. Pflegeleistungen ihr Hab und Gut verlieren und nicht an ihre Nachkommen übergeben können, während die, die es ihr Leben lang verprasst haben vollumfänglich durch den Sozialstaat abgesichert werden und die Leistungen ohne wenn und aber übernommen werden.

Übrigens führt auch genau das dazu, dass in der Mittelschicht keinerlei Vermögenswerte vorhanden sind und diese immer weiter abgehängt wird.


MasterNoname89

Zitat von: MoinMoin in Heute um 10:29Und dieses Haus, welches du von den Eltern erbst, darf auch 10 Mio kosten und wäre dann ohne Erbschaftssteuer.
Also jedem Kind ein Haus zu vererben ist mit 0% Steuern belegt. Das finde ich durchaus in Ordnung und das ist auch nicht das Thema.

Ist es aber nicht, denn alles was über 400.000 € Wert hat wird entsprechend mit Erbschaftssteuer belegt. Im Vorfeld mit Schenkungssteuer.

Zitat von: MoinMoin in Heute um 10:29Also willst du die Grundsteuer abschaffen?
Und warum sollte der Staat sich an deinem Eigentum "vergreifen", macht er doch garnicht!
Er "vergreift" - sich falls überhaupt - nur auf das dir überlassene Eigentum, welches du nur wegen deiner Geburt erhälst.
Ohne eine Leistung erbringen zu müssen.


Nein, sondern die Erbschafts- bzw. Schenkungssteuer bei der Schenkung/Vererbung von selbstgenutzten Immobilien.
Er vergreift sich entsprechend in der Form am Eigentum, wenn jemand pflegebedürftig wird -> wie im darüberliegenden Post beschrieben.

MoinMoin

Zitat von: MasterNoname89 in Heute um 10:34Der springende Punkt ist aber, dass das Vermögen von Kleinsparern ... denen die über ein gesamtes Arbeitsleben ein Haus mühevoll von der Hand abgespart haben und dabei ihr Leben lang auf überbordenden Lifestyle und Luxus verzichtet haben, am Ende durch die Heranziehung eben dieses Vermögens für z.B. Pflegeleistungen ihr Hab und Gut verlieren und nicht an ihre Nachkommen übergeben können, während die, die es ihr Leben lang verprasst haben vollumfänglich durch den Sozialstaat abgesichert werden und die Leistungen ohne wenn und aber übernommen werden.

Übrigens führt auch genau das dazu, dass in der Mittelschicht keinerlei Vermögenswerte vorhanden sind und diese immer weiter abgehängt wird.
Die Grundsicherungspflegefälle kommen ins Mehrbettzimmer, die noch Geld haben ins Einzelzimmer, mit persönlicher Betreuung.
Was daran ist verwerflich?
Und bei denen, die mit warmer Hand geben, da können die Kinder dann entscheiden, ob es sie ein Einzelzimmer den Eltern zahlen, die ja inzwischen mittellos sind oder sie im Mehrbett verrotten lassen.
Und das könnend die Kinder sogar noch von der Steuer abschreiben.

MoinMoin

Zitat von: MasterNoname89 in Heute um 10:42Ist es aber nicht, denn alles was über 400.000 € Wert hat wird entsprechend mit Erbschaftssteuer belegt. Im Vorfeld mit Schenkungssteuer.
Nein, das ist falsch. Du solltest dich mal informieren.