Anschreiben Verwaltungswirt mittlerer Dienst

Begonnen von BerkayUMZ, 21.03.2026 19:04

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BerkayUMZ

Hallo zusammen, ich hoffe ich bin richtig hier im Forum bzw. Thema. Also, ich möchte mich für 2027 für die Ausbildung im mittleren Dienst (Beamtenlaufbahn) bei der Stadtverwaltung bewerben. Das ist mein absolutes Berufsziel und ich will alles perfekt machen. Die Mittlere Reife habe ich bereits abgeschlossen. Mein Anschreiben ist bewusst sachlich, konservativ und ohne Gehaltsvorstellungen gehalten, da ich einen seriösen Eindruck hinterlassen will. Könntet ihr mal drüberschauen, ob der Ton für eine Behörde so passt oder ob man noch was verbessern sollte? Für ein paar Tipps für die Bewerbung usw. wäre ich auch sehr dankbar!

Name: XXXXX
Adresse: XXXXX
Ort: XXXXX
Handy: XXXXXXXX
E-Mail: XXXXXXXX

Stadtverwaltung
Personalleiter/in
Adresse
Ort

XXX, den XXXXXX

Bewerbung um einen Ausbildungsplatz als Verwaltungswirt zum XX.XX.2027

Sehr geehrte/r (Name),

mit großem Interesse verfolge ich die vielfältigen Aufhaben der Stadtverwaltung (Name der Stadt) als moderne Dienstleisterin für die Bürgerinnen und Bürger. Da ich eine strukturierte Arbeitsweise mit dem Wunsch verbinde, aktiv an der Gestaltung und Verwaltung meiner Region mitzuwirken, bewerbe ich mich hiermit um einen Ausbildungsplatz für das Jahr 2027.

Die Aussicht, in verschiedenen Ämtern, von der Sachbearbeitung im Bürgerbüro bis hin zu Aufgaben in der Finanzverwaltung oder dem Ordnungsamt, tätig zu sein, reizt mich besonders. Ich schätze die Rolle der öffentlichen Verwaltung als verlässliche Instanz und möchte meine Fähigkeiten in diesem vielseitigen und rechtlich geprägten Umfeld einbringen.

Ich verfüge über fundierte Vorkenntnisse im Umgang mit gängiger PC-Software und besitze die Fähigkeit, mich schnell und gewissenhaft in neue IT-Anwendungen sowie gesetzliche Vorgaben einzuarbeiten. Ein freundliches Auftreten gegenüber Bürgerinnen und Bürgern sowie Diskretion im Umgang mit sensiblen Daten sind für mich selbstverständlich.

Die mittlere Reife habe ich bereits erfolgreich erworben. Ich bin davon überzeugt, die für die Laufbahn des mittleren Dienstes erforderliche Einsatzbereitschaft und Sorgfalt mitzubringen, um sowohl die theoretischen als auch die praktischen Phasen der Ausbildung erfolgreich zu absolvieren.

Gerne möchte ich Sie in einem persönlichen Gespräch und im Rahmen des Auswahlverfahrens von meiner Eignung überzeugen.

Mit freundlichen Grüßen

(Unterschrift)

XXXXX XXXXX

kittyka

Hallo,

Das Anschreiben hast du ja schon bei reddit reingestellt.
Ich denke mal, dass man dir hier nichts anderes sagen wird.

Das Datum in der Betreffzeile kannst du glaub ich weglassen.
Ansonsten ist es halt ganz okay, wie ein Anschreiben eben so ist. Denke auch, dass deine Noten, vorhandene Arbeitszeugnisse und der Lebenslauf interessanter sind.

BerkayUMZ

Hallo, ja ich weiß und ich hoffe das ist kein Problem. Ich möchte so viele Meinungen wie Möglich.

LG

Tiffy

Über den Begriff "Handy" sollte ja wohl mittlerweile alles gesagt sein... Schreib da "Telefon" oder "Mobiltelefon" hin. Den Arbeitgeber als rechtliche Figur zwecks Anbiederung an den vermeintlichen Zeitgeist "Arbeitgeberin" zu nennen, ist Arschkriecherei.

ImöDBeschäftigt

Da es bisher niemand angemerkt hat: im ersten Satz steht "Aufhaben" statt "Aufgaben"

Petar Tudzharov

#5
Es handelt sich um eine Beamtenlaufbahn. Ich würde daher den Begriff Ausbildung nicht verwenden.

Zitatmit großem Interesse verfolge ich die vielfältigen Aufhaben der Stadtverwaltung
Unglaubwürdig. In der Regel wissen Jugendliche und junge Erwachsene so gut wie nichts über die Aufgaben und Abläufe in einer Verwaltung.

Zitatals moderne Dienstleisterin für die Bürgerinnen und Bürger
Was macht diese Verwaltung im Vergleich zu anderen zu einer modernen Verwaltung?

ZitatIch schätze die Rolle der öffentlichen Verwaltung als verlässliche Instanz
Das kann schnell unglaubwürdig klingen, insbesondere bei jungen Menschen ohne nennenswerte Lebens- und Berufserfahrung, die in der Regel so gut wie nichts über öffentliche Verwaltung wissen.

Zitatbesitze die Fähigkeit, mich schnell und gewissenhaft in neue IT-Anwendungen sowie gesetzliche Vorgaben einzuarbeiten
Hast du dich jemals in irgendeine Gesetzlichkeit eingearbeitet? Hast du jemals in einem Gesetz gelesen? Als Schulabgänger und Berufsanfänger halte ich das für eine gewagte Aussage.

Nach meiner persönlichen Erfahrung wissen Schulabgänger, dabei spielt es keine große Rolle, ob Abitur oder mittlere Reife, so gut wie nichts über die Aufgaben und Organisation von Behörden. In den Auswahlverfahren merkt man das sehr deutlich. Wer es bis zu den Gesprächen schafft, lernt meist zwei bis drei Ämter auswendig und kann mit Glück auch den Bürgermeister/Landrat/Behördenleiter benennen. Danach ist dann auch Schluss.

Vor diesem Hintergrund wirken deine Ausführungen unglaubwürdig.
Den Beleg dafür lieferst du hier gleich mit:
ZitatMein Anschreiben ist bewusst sachlich, konservativ und ohne Gehaltsvorstellungen gehalten

Dieser Satz lässt starke Zweifel daran aufkommen, dass du dich mit einer Beamtenlaufbahn oder alternativ Ausbildung bzw. Arbeit in einer Stadtverwaltung vertraut gemacht hast. Junge Leute würden wahrscheinlich sagen: epic fail.


Mein Ansatz wäre daher eher, kurz zu beschreiben, dass du dich bei der Berufsorientierung intensiv mit der Arbeit in einer Verwaltung vertraut gemacht hast, Interesse gefunden hast und überzeugt bist, dass deine Fähigkeiten und Neigungen gut dazu passen. Im Idealfall kannst du auf Praktika verweisen oder kennst im privaten Umfeld Personen, mit denen du über die Arbeit in einer Kommunalverwaltung gesprochen hast.

Zudem ist das hier nicht "nur" eine Ausbildung. Es geht um ein Beamtenverhältnis. Du stellst dein Leben in den Dienst des Staates. Es sollte hervorgehen, dass dir dieser Umstand bewusst ist und du mit der Rolle eines Beamten vertraut bist.

Vor diesem Hintergrund ist die Bewerbung m. E. auch etwas zu kurz. Neben Einleitung und Schluss gibt es nur drei sehr dünne Absätze mit größtenteils unglaubwürdigen oder zumindest unbelegten Aussagen.









Thomber

Zitat von: Tiffy in Gestern um 12:35Über den Begriff "Handy" sollte ja wohl mittlerweile alles gesagt sein... Schreib da "Telefon" oder "Mobiltelefon" hin. Den Arbeitgeber als rechtliche Figur zwecks Anbiederung an den vermeintlichen Zeitgeist "Arbeitgeberin" zu nennen, ist Arschkriecherei.

Es kommt halt darauf an, wer Arbeitgeber ist!   DIE Stadtverwaltung? Dann natürlich DIE Arbeitgeberin.
Aber abgesehen davon, passt der Begriff so oder so nicht zum Berufswunsch "Beamter", gelle?   

Im Übrigen wird diese Bewerbung etwas überschätzt. Das ist keine Promotion, sondern eine Bewerbung von einem jungen Menschen, der gerade noch Schüler war. Ein fehlerfreier Text, ohne zu viel Schnörkel und ohne Übertreibungen..... und dann passt das schon.

Magda

Liest sich wie ein Muster um einen Ausbildungsplatz aus einem Ratgeber von vor 20 Jahren.

Lad die Stellenausschreibung bei einer KI deiner Wahl hoch (z.B. Gemini), schreib in den Prompt dein Vorhaben (Bewerbung für die hochgeladene Stelle), dazu schreibst du noch wer du bist, was deine Stärken und Hobbys sind, welche Ehrenämter du bekleidet hast, welche Nebenjobs du bisher ausgeübt hast. Du könntest auch dein Zeugnis und den Lebenslauf hochladen (geht auch geschwärzt, falls du Bedenken wegen deiner persönlichen Daten hast) und lass dir ein Anschreiben generieren.

Wenn der erste Entwurf noch nicht zu dir passt, kannst du mit jedem weiteren Prompt nachschärfen, damit es zu dir, zu deinem Charakter und zu deiner Sprache passt und im Auswahlverfahren nicht der Verdacht aufkommt, dass du die Bewerbung nicht selbst geschrieben hast.

Am Ende hast du auf jeden Fall ein sehr gutes Anschreiben. Wobei meine Erfahrung im öffentlichen Dienst ist: Man wird auch mit einem staubigen unperfekten Anschreiben eingeladen  :D

kittyka

Zitat von: Magda in Heute um 08:43Am Ende hast du auf jeden Fall ein sehr gutes Anschreiben. Wobei meine Erfahrung im öffentlichen Dienst ist: Man wird auch mit einem staubigen unperfekten Anschreiben eingeladen  :D

Ich denke, die werden maximal eh nur kurz überflogen. Hab im Nachhinein sogar 2 grammatikalische Fehler in meinem Bewerbungsschreiben gelesen.
Normalerweise wird man mit sowas direkt aussortiert, aber da juckte es anscheinend niemanden.