1000 Euro steuerfrei

Begonnen von tiger, 13.04.2026 09:16

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ImöDBeschäftigt

Zitat von: Der Geograph in 14.04.2026 09:43Dass wir die 1000€ on top bekommen ist denke ich Utopie ...

Aber kann man das nicht mit dem Wrihnachtsgeld/LOB kombinieren um aus diesen (zu versteuernden) Sonderzahlungen wenigstens etwas mehr zu haben?

Wäre doch mal was ...

Was für eine Kombination mit der Jahressonderzahlung stellst du dir da konkret vor? Die JSZ ist im Tarifvertrag fixiert, die kann man nicht einfach so ändern indem man da irgendwas kombiniert. Also z.B. die Jahressonderzahlung dieses Jahr quasi gegen die steuerfreie Sonderzahlung ersetzen geht nicht, denn die JSZ inkl. Berechnung sind festgeschrieben und ja nicht steuerfrei. Macht man da was Steuerfreies auf Basis eines jetzt kommenden Beschlusses, würde die tarifliche JSZ ja dann fehlen.
So zumindest meine spontane Sicht

BAT

Für viele Beschäftigte, die an der Grenze der BBG verdienen, ist die JSZ ehe zumindest frei von KV- und PV-Beiträgen. Bei einigen vielleicht auch von RV/ AV...

Der Geograph

Der MP von Sachsen Anhalt hat sich bereits zum 1000€ Bonus für Angestellte der Länder geäußert: ,, Land Sachsen Anhalt ist nicht in der Lage die 1000€ zu zahlen- auch andere Bundesländer werden Nachziehen und nichts Zahlen da die Kassen leer sind - zudem gab es erst die Tarifliche Lohnerhöhung"

Das war's dann mit der Mini Chance ... es ist so lächerlich !!!

tiger

Ich würde mal sagen, der Staat ist völlig pleite. Egal wer regieren sollte, der Karren ist so tief im Dreck, den kann keiner mehr rausziehen. Egal wer da regiert. Und das ist nicht nur bei der Wirtschaft. Es geht allgemein um Wohnungen, Bauen, Straßen, Lebensunterhalt (Essen, Trinken, Versicherungen), Migration (ja, die kostet enorm), Sicherheit ganz großes Thema. Jetzt kommen immer mehr Belastungen und die summieren sich gewaltig. Das wird demnächst einen Schlag geben, weil irgendwann ein Punkt erreicht ist, wo es nicht mehr geht.   

Maggus

Ich verstehe die ganze Entrüstung überhaupt nicht.
Es ist doch die Wiederholung der Zahlung von bis zu 3.000 € nun in kleinerem Umfang. Und auch damals hat die Politik nicht die Prämie bezahlt, sondern nur die Versteuerungs- & Abgabenpflicht entfallen lassen. Bezahlen mussten es auch damals die Arbeitgeber, wenn sie sich diese ZUSATZ-Zahlung überhaupt leisten konnten und wollten.

Aus meiner Sicht wäre eine Senkung / Abschaffung der Mehrwertsteuer auf Lebensmittel eine sinnvollere Regelung.
Davon würde jeder profitieren und dauerhaft.

Die 1000 € Regelung wird wohl nur umgesetzt, wenn der Arbeitgeber finanziell überhaupt in der Lage ist und z.B. wegen eines Firmenjubiläums sowieso vorhatte eine ZUSATZ-Zahlung zu leisten, oder im Falle von Tarifverhandlungen, oder wenn der AG einem / mehreren Mitarbeitern eine kleine Bonuszahlung zukommen lassen möchte (sofern dafür bisher kein System besteht).


Fitch

4 Seiten über nen Quatsch der noch garnich beschlossen ist. ::)

Aleksandra

kommt auf jeden Fall auf die Details an.
Bei der sogenannten "Inflationsausgleichsprämie" war es so, dass die Abgabenfreiheit nur für zusätzliche Zahlungen zum Lohn gilt. Ob dies beim neuen Modell auch so definiert ist, wird sich zeigen. Mutmaßlich aber ja.

Keine Ahnung, vielleicht würde sich die LOB am Ende des Jahres ja dafür qualifizieren. Die steht immerhin nicht direkt in den Tariftabellen drin. Also die LOB am Ende des Jahres steuer/abgabenfrei, wäre schon ganz nice. Kostet die Kommunen nicht einen Cent mehr, wäre aber bei jedem noch mal etwas mehr netto am Ende des Jahres.
Reallohnverlust seit Dienstantritt: 1,96%
2022: Inflation 6,9% - Verdi 1,8%
2023: Inflation 5,9% - Verdi 0%
2024: Inflation 2,2% - Verdi 9,03%
2025: Inflation 2,2% - Verdi 3,00%
2026: Inflation 2,2% - Verdi 3,99%

KlammeKassen

Zitat von: Satify in 14.04.2026 13:08Nicht nur schreiben sondern auch sagen und zwar auch noch von offizieller Seite
im ZDF MoMa.---Zitat des sächsischen Ministerpräsident:  Es müsse jetzt vermieden werden, dass die Beschäftigten im öffentlichen Dienst das Geld als Erstes bekommen. ::)
Als Erste?Gibts überhaupt was oder gehts den Sachsen Städten /Kommunen sogut?

Okay.... Wahnsinn. Völlige Verdrehung von Tatsachen-

Bislang gibt es folgende Nachrichten dazu:

https://www.mz.de/mitteldeutschland/sachsen-anhalt/der-1-000-euro-bonus-fallt-in-sachsen-anhalt-fur-viele-aus-4232794
(Sachsen-Anhalt: klares Nein)

https://www.n-tv.de/politik/Spahn-gegen-1000-Euro-Entlastungspraemie-im-oeffentlichen-Dienst-id30713629.html
(Spahn: Bund klares Nein)

KlammeKassen

Zitat von: ImöDBeschäftigt in 14.04.2026 13:08Was für eine Kombination mit der Jahressonderzahlung stellst du dir da konkret vor? Die JSZ ist im Tarifvertrag fixiert, die kann man nicht einfach so ändern indem man da irgendwas kombiniert. Also z.B. die Jahressonderzahlung dieses Jahr quasi gegen die steuerfreie Sonderzahlung ersetzen geht nicht, denn die JSZ inkl. Berechnung sind festgeschrieben und ja nicht steuerfrei. Macht man da was Steuerfreies auf Basis eines jetzt kommenden Beschlusses, würde die tarifliche JSZ ja dann fehlen.
So zumindest meine spontane Sicht

Zumal die Rentenversicherung und die VBL fest mit diesen Beiträgen rechnen (gut, Rentenversicherung weniger, aber VBL: Da geregelt ist, dass JSZ und LOB zusatzversorgungspflichtig sind)

KlammeKassen

Zitat von: BAT in 14.04.2026 13:16Für viele Beschäftigte, die an der Grenze der BBG verdienen, ist die JSZ ehe zumindest frei von KV- und PV-Beiträgen. Bei einigen vielleicht auch von RV/ AV...

Im öD aber eher weniger zweitere (RV/AV), vielleicht ganz oben in EG14 und EG15, sonst klares Nein. Da bist du bei 100.000 Euro momentan

Petar Tudzharov

#55
@Aleksandra:

Kostet die Kommunen als Arbeitgeber nicht einen Cent mehr, zumindest nicht unmittelbar. Die Variante, reguläre Entgeltbestandteile zu nehmen, führt aber zu Einnahmeverlusten für den Staat an anderer Stelle. Das ist vermutlich nicht gewollt, denn so "zahlt" der Staat die 1000 EUR am Ende doch, zumindest teilweise.
Also: entweder zusätzliche 1000 EUR, die der Arbeitgeber aus eigener Tasche zahlt, oder gar nichts.

Unpopuläre Meinung:  Dass es für den öffentlichen Dienst keine flächendeckende Einmalzahlung geben wird, wonach es den aktuellen Äußerungen zufolge aussieht, wird kalkuliert sein. Nicht vorrangig aus finanzieller Sicht, sondern insbesondere auch wegen der Signalwirkung. Wie würde es denn für den Arbeiter mit 2 EUR über Mindestlohn aussehen, wenn er und seine Kollegen nichts bekommen, die unfreundlichen Nichtskönner auf dem Amt aber schnell 1000 EUR in den Allerwertesten geschoben bekommen? Angesichts der allgemeinen wirtschaftlichen Lage bezweifle ich, dass die 1000 EUR dort ankommen, wo sie am meisten benötigt werden. Und nein: das ist nicht bei uns im öffentlichen Dienst!

Die derzeitigen Energiepreise sind das Resultat politischer Entscheidungen, nicht erst seit dem jüngsten Konflikt mit dem Iran. Die Konsequenzen sollen durch die Wirtschaft kompensiert werden, die ohnehin schon stark darunter leidet. Für den kleinen Handwerksmeister muss das tatsächlich wie reiner Hohn wirken, da stimme ich Kretschmer zu.

KlammeKassen

Zitat von: Maggus in 14.04.2026 16:43Ich verstehe die ganze Entrüstung überhaupt nicht.
Es ist doch die Wiederholung der Zahlung von bis zu 3.000 € nun in kleinerem Umfang. Und auch damals hat die Politik nicht die Prämie bezahlt, sondern nur die Versteuerungs- & Abgabenpflicht entfallen lassen. Bezahlen mussten es auch damals die Arbeitgeber, wenn sie sich diese ZUSATZ-Zahlung überhaupt leisten konnten und wollten.

Aus meiner Sicht wäre eine Senkung / Abschaffung der Mehrwertsteuer auf Lebensmittel eine sinnvollere Regelung.
Davon würde jeder profitieren und dauerhaft.

Die 1000 € Regelung wird wohl nur umgesetzt, wenn der Arbeitgeber finanziell überhaupt in der Lage ist und z.B. wegen eines Firmenjubiläums sowieso vorhatte eine ZUSATZ-Zahlung zu leisten, oder im Falle von Tarifverhandlungen, oder wenn der AG einem / mehreren Mitarbeitern eine kleine Bonuszahlung zukommen lassen möchte (sofern dafür bisher kein System besteht).


Wurde halt gerne für Tarifverhandlungen genutzt.... On Top gab es das selten irgendwo.
Zumal es den Unternehmen nach weiteren 3 Jahren Nullwachstum/Rezession nun auch deutlich schlechter geht als damals (gilt zumindest für die meisten Branchen; Ausnahmen gibt es natürlich immer)

Das wurde jetzt schon beklagt, dass ja so weniger nur Tarifverhandlungen jetzt haben, dass das deswegen verlängert werden muss.
Das ist so dämlich. Die Inflation bleibt! (Preise sind auf dem Level, selbst wenn diese dann mal bei 0 % liegen würde), die einmaligen Prämien sind weg, also braucht es Tabellenerhöhungen.
https://www.sueddeutsche.de/politik/entlastungspaket-entlastungspraemie-viele-beschaeftigte-koennten-leer-ausgehen-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-260413-930-936661

Bitte nicht verlängern, sonst wird das wieder einen Großteil der nächsten Verhandlungen 2027 ausmachen

Kryne

https://www.bild.de/politik/inland/beamtenbund-fordert-es-bereits-1000-euro-praemie-fuer-beamte-und-minister-69de0e987ca313ddf1139fc3

Geile Bildschlagzeile wieder mal.

"Während es aus der Wirtschaft viel Protest gibt (,,Können sich die Unternehmen nicht leisten"), können die Angestellten und Beamten im öffentlichen Dienst auf das Geld hoffen."

Da platzt einem bald die Hutschnur... nur weil es der Beamtenbund fordert wird hier jetzt wieder gegen die Angestellten im ÖD gehetzt.

Satify

Zitat von: Kryne in Gestern um 09:33Da platzt einem bald die Hutschnur... nur weil es der Beamtenbund fordert wird hier jetzt wieder gegen die Angestellten im ÖD gehetzt.
Die Hutschnur ist mir gestern abend schon geplatzt...ist der ÖD jetzt der Prellbock der Nation?
 https://www.focus.de/politik/deutschland/cdu-mann-keine-1000-euro-praemie-fuer-oeffentlichen-dienst_13830b4a-ce03-44e2-aec4-6d75d5fd5d48.html

Aleksandra

Zitat von: KlammeKassen in Gestern um 07:05Bitte nicht verlängern, sonst wird das wieder einen Großteil der nächsten Verhandlungen 2027 ausmachen
Oh ja, da hab ich auch nur mäßig Lust drauf. Diese ganzen Einmalprämien sind einfach fürn Popo, vor allem wenn sie genutzt werden Tabellenerhöhungen zu substituieren - und die Gefahr besteht immer.

Zumindest bei der vorletzten TVÖD hat man hier imho einen guten Kompromiss gefunden. Es hat sich ja leider die Unart eingeschlichen die Tabellenerhöhungen verspätet beginnen zu lassen (wird hier gerne als "Nullrunde" bezeichnet, auch wenn der Begriff imho nicht zu 100% passt). Und letztes mal konnte man diese "Nullrunde" zumindest mit gestückelten Einmalzahlungen überbrücken. Solange die Tabellenerhöhungen darunter nicht leiden ist das ein Vorgehen was zumindest nicht schädlich ist.
Reallohnverlust seit Dienstantritt: 1,96%
2022: Inflation 6,9% - Verdi 1,8%
2023: Inflation 5,9% - Verdi 0%
2024: Inflation 2,2% - Verdi 9,03%
2025: Inflation 2,2% - Verdi 3,00%
2026: Inflation 2,2% - Verdi 3,99%