Umfrage Tarifergebnis TV-L

Begonnen von Admin, 15.02.2026 15:59

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Stimmen insgesamt: 294

Umfrage geschlossen: 22.02.2026 15:59

Hauruck

Hey, E-Auto habe ich auch auf dem Schirm. Hab mal für mich ausgerechnet, dass sich mein Wechsel ab einem Benzinpreis von 1,9x Euro der Liter hin zu den Stromern lohnt (Laternenparker). Aber es gibt ja zum Glück Alternativen und Wetter und Spritpreis laden dazu ein:

Für meinen Arbeitsweg hin und zurück > 20 km bin ich jetzt wieder auf das Fahrrad - nein, nicht E-Bike - umgestiegen. Und fühle mich damit jetzt umweltfreundlicher als mit E-Auto + bin beweglicher im Alltag ;D

Auf in die Pedale, wer sich das zutraut :-)

Johann

Zitat von: Ingenieur007 in 06.03.2026 11:15Was viele nicht verstehen: Der Primärenergiebedarf in Deutschland wird weiterhin nur zu einem relativ kleinen Teil überhaupt durch Strom gedeckt. Strom macht rund 20–25% des gesamten Primärenergieverbrauchs aus. Auch wenn der Anteil erfreulicherweise wächst. Aber zu langsam. Wärme und Verkehr hängen immer noch stark an Öl und Gas. Industrieprozesse brauchen Hochtemperaturwärme, die sich nicht leicht elektrifizieren lässt. Strom ist zwar der sauberste Energieträger, aber sein Anteil am gesamten Energiebedarf ist eben noch klein. Ein Umbau über Jahrzehnte. Daher wird uns eine Teuerung der Fossilen alle als Verbraucher (Supermarkt, Produkte, Transport etc.) noch auf Jahre teuer zu stehen kommen. Auch der Netzausbau wird sehr teuer und Fachkräfte fehlen.

Mich würde auch nicht wundern, wenn es früher oder später eine Art neue Photovoltaik-Steuer gibt. Der Staat braucht Geld. Zumindest für die Erhöhung der Diäten der Abgeordneten ist offenbar gut Geld da.
Und selbst wenn wir in D in der Bilanz bei 100% Primärenergiebedarf durch eigenproduzierten Strom gedeckt wären, würde der Strom für Verbraucher trotzdem weiterhin so teuer sein wie für Fossile. Wieso sollte jemand, der in D für 3 Cent pro kWh Strom produziert, diesen für 5 Cent an einen inländischen Verbraucher abgeben, wenn er ihn auch für 12 Cent ins Ausland verkaufen kann, weil da noch für 14 Cent fossil Strom produziert wird?
Jemand, der heute geboren wird, könnte möglicherweise an seinem letzten Lebtag noch mitbekommen, dass er günstigen Strom einkaufen kann, weil Strom weltweit so günstig produziert wird, dass es schlicht zu viel davon gibt und sich das auch bei Verbrauchern auswirkt. Wir alle hier im Forum dürften viel zu alt dafür sein, selbst wenn wir gerade in den Beruf einsteigen.

Um von günstigen Erneuerbaren profitieren zu können, ist es auf absehbare Zeit weiterhin notwendig, diesen Strom selber zu produzieren. Zumindest solange es "für die Fairness" noch keine PV-Steuer auf Eigenverbrauch gibt, weil es ja nicht sein darf, dass es Leute gibt, die Geld in die Hand nehmen um sich unabhängig zu machen, auch wirklich etwas mehr davon haben als diejenigen, die nur auf der Couch sitzen und sich über die Regierung beschweren.

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Der eC3 wurde jetzt in meiner Familie auch zwei Mal bestellt. Jeweils mit dem größeren Akku. Und selbst wenn man Multimedia mit seinem eigenen Smartphone machen muss, ist es erstaunlich, wie viel Auto man für so wenig Geld bekommt. Preis/Leistungstechnisch ist das erheblich über dem Dacia Spring. Und mit vernünftigen gebrauchten Verbrennern kommt man nach Förderung je nach Lebenssituation in der Anschaffung auch nicht günstiger weg.

Ingenieur007

E‑Autos bleiben nicht automatisch billig. Sinkende Spritsteuern wird der Staat durch neue Abgaben auf Strom, Nutzung bzw. Maut wieder ausgleichen. Ähnlich wird es mit PV und Wärmepumpe passieren. Neue Netzentgelte und andere Dinge aus dem Füllhorn politischer Weisheiten.

Warnstreik

Zitat von: Aleksandra in 06.03.2026 09:52Die Sache ist recht einfach. Wer normale Lohnerhöhungen in Höhe des Nominallohnindex erhält, der erhält jedes Jahr weniger Rentenpunkte als das Jahr zuvor - und das trotz Lohnerhöhung. Das ist eine schleichende Enteignung zukünftiger Rentner. Und das ist nicht nur auf den ÖD begrenzt, sondern auf alle Erwerbstätigen mit normaler durchschnittlicher Lohnerhöhung.

Wieso Nominallohnindex? Das nötige Einkommen für den Erwerb von Rentenpunkten ermittelt sich doch an den Durchschnittslöhnen. Der Nominallohnindex ist dafür weder vorgesehen noch sinnvoll (weil er  nur am Rande etwas mit den real gezahlten Löhnen zu tun hat)


Garfield

Zitat von: Ingenieur007 in 10.03.2026 08:30E‑Autos bleiben nicht automatisch billig. Sinkende Spritsteuern wird der Staat durch neue Abgaben auf Strom, Nutzung bzw. Maut wieder ausgleichen. Ähnlich wird es mit PV und Wärmepumpe passieren. Neue Netzentgelte und andere Dinge aus dem Füllhorn politischer Weisheiten.

Bis das so ist hat sich das E-Auto trotzdem längst amortisiert.
Außerdem bedeutet das gleichzeitig nicht, dass Verbrenner deswegen günstiger werden. Gerade die steigende CO2 Steuer wird diese dauerhaft teurer halten als die E-Autos.

MaryW

 >:( Dieses und auch die vergangenen Ergebnisse blanker Hohn. 0 Verständnis, wie man hier überhaupt positiv abstimmen konnte, es sei denn man verdient bereits 4.5k plus (?). Da haben scheinbar Menschen abgestimmt, die sehr wahrscheinlich jenseits der unteren Entgeltgruppen bis E6/E7 eingruppiert sind und die sich sogar die verdi Mitgliedschaft noch leisten können...... Bei der letzten Tarif"erhöhung" wars bei mir am Ende +-0, weil die Krankenkassenbeiträge usw. erhöht wurden.

Und warum hinken wir dem TVÖD immer noch so hinterher? Wenn ich das richtig gerechnet habe (für meine EG), fehlen rund 1.6% brutto (12 Monate gerechnet) und da ist die Differenz der Wochenstunden 39/40 aber gar nicht berücksichtigt!! Wenn ich meine eigene Eingruppierung nehme und TVÖD Kommune Durchschn. Stundenlohn auf meinen TVL Stundenlohn umrechne, müsste ich (aktuelle Erhöhung sogar schon eingerechnet!) bei meiner 40h/Woche rund 162,-EUR Brutto/Monat mehr verdienen, um am Ende dasgleiche wie ein Angestellter im TVÖD, gleiche Gruppe, gleiche Stufe, zu erhalten. Aktuell allein zum TVÖD Rund 1Eur weniger Stundenlohn (macht rund 2087,04EUhr/12 Monate) zum TVÖD und zusätzlich noch im Durchschnitt 4,35h/Monat Mehrarbeit.
Aktuell meine Person betreffend, trotz verantwortungsvoller, eigenverantwortlichen Tätigkeiten in der Prüfungsverwaltung mit langjähriger Berufserfahrung den Lebensunterhalt leisten können? sehr schwierig, geschweige denn zwingend nötige Rücklagen bilden.... Rentenaussicht? Traurig, trotz Zusatzrente.

In den untereren EG (meines Erachtens bis E7) als Alleinstehende nur mit gravierenden Einschränkungen oder Nebenverdienst machbar, zumal die Wertschätzung der Leistung und etnsprechend Eingruppierung in vielen Fällen ein wahrscheinlich ein neues Thema für sich wäre. 

 

Zinc

Zitat von: MaryW in Heute um 10:50>:( Dieses und auch die vergangenen Ergebnisse blanker Hohn. 0 Verständnis, wie man hier überhaupt positiv abstimmen konnte, es sei denn man verdient bereits 4.5k plus (?). Da haben scheinbar Menschen abgestimmt, die sehr wahrscheinlich jenseits der unteren Entgeltgruppen bis E6/E7 eingruppiert sind und die sich sogar die verdi Mitgliedschaft noch leisten können...... Bei der letzten Tarif"erhöhung" wars bei mir am Ende +-0, weil die Krankenkassenbeiträge usw. erhöht wurden.

Und warum hinken wir dem TVÖD immer noch so hinterher? Wenn ich das richtig gerechnet habe (für meine EG), fehlen rund 1.6% brutto (12 Monate gerechnet) und da ist die Differenz der Wochenstunden 39/40 aber gar nicht berücksichtigt!! Wenn ich meine eigene Eingruppierung nehme und TVÖD Kommune Durchschn. Stundenlohn auf meinen TVL Stundenlohn umrechne, müsste ich (aktuelle Erhöhung sogar schon eingerechnet!) bei meiner 40h/Woche rund 162,-EUR Brutto/Monat mehr verdienen, um am Ende dasgleiche wie ein Angestellter im TVÖD, gleiche Gruppe, gleiche Stufe, zu erhalten. Aktuell allein zum TVÖD Rund 1Eur weniger Stundenlohn (macht rund 2087,04EUhr/12 Monate) zum TVÖD und zusätzlich noch im Durchschnitt 4,35h/Monat Mehrarbeit.
Aktuell meine Person betreffend, trotz verantwortungsvoller, eigenverantwortlichen Tätigkeiten in der Prüfungsverwaltung mit langjähriger Berufserfahrung den Lebensunterhalt leisten können? sehr schwierig, geschweige denn zwingend nötige Rücklagen bilden.... Rentenaussicht? Traurig, trotz Zusatzrente.

In den untereren EG (meines Erachtens bis E7) als Alleinstehende nur mit gravierenden Einschränkungen oder Nebenverdienst machbar, zumal die Wertschätzung der Leistung und etnsprechend Eingruppierung in vielen Fällen ein wahrscheinlich ein neues Thema für sich wäre. 

 
War doch alles absehbar. Einfach in den umliegenden Tarifgebieten mit anderen Tarifverträgen schauen. Aus dem TV-L heraus macht es auch Sinn, sich Stellengesuche mit einer EG unter der jetzigen anzuschauen, da die in der Regel trotzdem mehr verdienen als im TV-L und dann ggf. auch weniger Verantwortung haben sowie weniger Gesamtstunden leisten müssen.
Das Leben wird nicht billiger werden und der TV-L wird das nicht abfedern, die Länder sind pleite.

Johann

Zitat von: Zinc in Heute um 11:34Das Leben wird nicht billiger werden und der TV-L wird das nicht abfedern, die Länder sind pleite.
Das wird auch in den kommenden Jahren nicht besser werden. Wenn die Länder nachziehen und wie beim Bund die Besoldungen der Beamten auch um 15-20% erhöhen, um wieder angemessen zu alimentieren, ist kein Geld mehr da, um Tarifbeschäftigte ebenfalls angemessen zu vergüten. Da muss man sich als TB mit gleicher Tätigkeit dann damit abfinden, dass man nur 3/4 von "angemessen" bekommt. Oder nur 1/2 von "angemessen", wenn man Kinder hat. Ist halt so.