Abschaffung des einfachen Dienstes beim Zoll

Begonnen von Abschaffen, 11.05.2026 10:06

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Abschaffen

Moin zusammen,

ich bin seit über 40 Jahren bei der Zollverwaltung. Bin Beamter des einfachen Dienstes(A6e).
Erbärmlich finde ich, das ich an meiner Dienstelle niemanden etwas Fachliches fragen kann.

Ich leite Strafverfahren ein. Das sind normalerweise Aufgaben von Beamten der Besoldungsgruppe
A9.Durch meine Erfahrung bei der Verwaltung, weiß ich wie ich alleine klar kommen muss. Das sind
einige Rechtsgebiete die ich betreue. Die einzigen Kollegen sind die Fachsachgebiete, Fahndung und
Staatsanwaltschaften, die ich ansprechen kann. Habe auch schon den § 27 BLV bei der GZD gemacht. Da war
ich nicht gut genug(Schriftlich, Mündlich).Aber bei meiner Dienstelle ist das egal.

Johann

Für ohne Ausbildung ist die Besoldung, die du vor allem nach der voraussichtlich bald stattfindenden Anhebung erhalten wirst, sehr ordentlich. Gibt sehr viele, die auch mit Ausbildung als Angestellte und vor allem mit Familie niemals da hin kommen.

Aber was genau war deine Frage?

Abschaffen

Das mag sein. Bist Du im Angestelltenverhältnis? Meine Frage ist dahingehend, das "Gelernte Fachkräfte", die bei mir auf der Dienststelle sind, keinen blassen Schimmer von dem haben was ich mache. Und diese Kollegen verdienen noch einen "Minijob" im Monat mehr, wie meine Wenigkeit. Für Tätigkeiten die wesentlich entspannter sind.Und dagegen ist mein Gehalt eher wenig.Ich sehe das ja im Verhältnis. Das wäre ja so,als wenn ein Lehrling dem Meister sagt,wo es lang geht.
Das ist keine Frage, sondern eine Feststellung.

Bastel

Zitat von: Abschaffen in 11.05.2026 11:40Das mag sein. Bist Du im Angestelltenverhältnis? Meine Frage ist dahingehend, das "Gelernte Fachkräfte", die bei mir auf der Dienststelle sind, keinen blassen Schimmer von dem haben was ich mache. Und diese Kollegen verdienen noch einen "Minijob" im Monat mehr, wie meine Wenigkeit. Für Tätigkeiten die wesentlich entspannter sind.Und dagegen ist mein Gehalt eher wenig.Ich sehe das ja im Verhältnis. Das wäre ja so,als wenn ein Lehrling dem Meister sagt,wo es lang geht.
Das ist keine Frage, sondern eine Feststellung.

Warum machst du keinen Aufstieg in den mD?

MeTe

#4
ZitatDas mag sein. Bist Du im Angestelltenverhältnis? Meine Frage ist dahingehend, das "Gelernte Fachkräfte", die bei mir auf der Dienststelle sind, keinen blassen Schimmer von dem haben was ich mache. Und diese Kollegen verdienen noch einen "Minijob" im Monat mehr, wie meine Wenigkeit. Für Tätigkeiten die wesentlich entspannter sind.Und dagegen ist mein Gehalt eher wenig.Ich sehe das ja im Verhältnis. Das wäre ja so,als wenn ein Lehrling dem Meister sagt,wo es lang geht.
Das ist keine Frage, sondern eine Feststellung.

In jedem Unternehme in dem ich war, genauso wie im öD, genauso bei Arbeitnehmern wie auch Beamten hab ich ich sehr engagierte Mitarbeiter getroffen als auch genau das Gegenteil davon. Habe Leute getroffen die sehr niedrig eingruppiert bzw. besoldet waren und den Job erledigen den eigentlich jemand weit "über" ihnen erledigen sollte. Und genauso habe ich sehr hoch eingruppierte bzw. besoldete getroffen die den Job erledigt haben den eigentlich jemand weit "unter" ihnen hätte machen sollen.

Etwa ein Mitarbeiter im mD der die komplette eigenverantwortliche Vertragsbearbeitung machte wofür mindestens ein gD oder sogar hD vorgesehen wäre. Und etwa ein Mitarbeiter im hD der mit nem Besen die Halle fegt, Kran fährt und Löcher bohrt weil die dafür vorgesehen eD/mD/vergleichbar lieber Mittagspause oder früher Feierabend machen.

Und weiter?! Und jetzt?! Ich versteh gerade nicht wirklich was dein Anliegen ist.
Ja ist so?! -> Ja, ist so. Ist ungerecht?! -> Ja, ist ungerecht.

Hat aber nichts mit Laufbahngruppe zu tun, sondern mit Charakteren bzw. Menschen. Und vielleicht einem System das Minderleistung nicht ernsthaft bestraft und Mehrleistung nicht ernsthaft belohnt. Und das systemische Problem besteht für alle Laufbahngruppen.

Organisator

Zitat von: Abschaffen in 11.05.2026 11:40Das mag sein. Bist Du im Angestelltenverhältnis? Meine Frage ist dahingehend, das "Gelernte Fachkräfte", die bei mir auf der Dienststelle sind, keinen blassen Schimmer von dem haben was ich mache. Und diese Kollegen verdienen noch einen "Minijob" im Monat mehr, wie meine Wenigkeit. Für Tätigkeiten die wesentlich entspannter sind.Und dagegen ist mein Gehalt eher wenig.Ich sehe das ja im Verhältnis. Das wäre ja so,als wenn ein Lehrling dem Meister sagt,wo es lang geht.
Das ist keine Frage, sondern eine Feststellung.

In allen größeren Organisationen gibt es Minder- und Mehrleister. Und auch solche die (zumindest gefühlt) mehr können und machen als andere, besser Bezahlte.

Was ist jetzt die Stoßrichtung deiner Diskussion?

Abschaffen

Natürlich habe ich den Aufstieg gemacht.(Siehe meinen ersten Post)
Mir geht es einfach um die Selbstverständlichkeit. Wenn es nach mir geht könnte man
Laufbahnen auch abschaffen.Ich bin halt der Ansicht, das eine Fachkraft schon ein
bissel was drauf haben sollte.Aber bei meiner Dienststelle,sind noch
nicht mal die Grundkenntnisse da.Wie gesagt,ich kenn es anders. Bin schon lange bei
dem Verein.

conny111

Du schriebst doch, du warst nicht gut genug beim Aufstieg. Hast du ihn jetzt gemacht oder nicht?

Julianx1

Also mein Lieber,

Was du hier machst, macht man einfach nicht. Wörter wie Erbärmlich zu benutzen, und eigentlich überhaupt keine Frage zu stellen finde ich ein wenig verwerflich.

Den Aufstieg zu absolvieren hast du nicht für nötig gehalten. Du hast dir über 40 Jahre zwar Fähigkeiten und Wissen angeeignet, die es dir ermöglichen Tätigkeiten auszuüben über dein Amt hinaus (wenn es stimmt), aber vieles was du sagst ist eher subjektiv geprägt.

Wenn es so ist dass deine Tätigkeiten der Besoldungsgruppe A9 entsprechen würde ich mal den Dienstherren anschreiben ob er dich nicht amtsangemessen einsetzen kann.

Und du solltest gerechter Weise mal drüber nachdenken das jeder seine eigenen fachlichen Kompetenzen hat. Natürlich habe ich vielen Dingen mit A13 keine Ahnung was mein Kollege fachlich da macht mit A6 in seinem Aufgabenbereich. Genau so wenig wie er weiß was ich fachlich so mache. Ebenso wenig weiß ich ja auch nicht fachlich zu bewerten was mein Vorgesetzter mit B3 da so treibt. Das hat nichts mit Kompetenz oder Inkompetenz zu tun.

Guck nicht so viel nach rechts und links. Mach deinen Job. Wenn du dich unterbzezahlt fühlst mach den Aufstieg in den m.D. 

Ich kenne Kollegen die kamen aus dem m.D. Und sind jetzt im h.D.. Zurecht! Die haben ihr Potenzial früh erkannt und es genutzt.


Abschaffen

Zu Conny 111:ich zitiere mich mal selbst: Zitat: Habe auch schon den § 27 BLV bei der GZD gemacht. Da war
ich nicht gut genug(Schriftlich, Mündlich).Aber bei meiner Dienstelle ist das egal.

Zu Julianx 1: Erbärmlich finde ich persönlich das richtige Wort. Die Führungsriege bei mir, sollte die Grundkenntnisse haben. Zumal meine direkte Chefin(A 12) schon unter meiner Leitung, Strafverfahren eingeleitet hat. Ich habe in der Vergangenheit schon öfter den Aufstieg probiert. Aber anscheinend habe ich nicht das richtige Parteibuch.
Ich kenne auch Karrieren die im einfachen Dienst angefangen haben und als Staatssekretär geendet haben. Das sind aber Ausnahmen.Es ist für mich diese Selbsverständlichkeit.Und Erfahrung,spielt bei der Verwaltung keine Rolle.Das ist meine Meinung.Achso Ausbilder bin ich auch noch.So nebenbei bemerkt.

Bastel

Anscheinend bist du für den mD nicht geeignet. Bleib einfach bei deinen eD Tätigkeiten, mache nicht einen auf wichtig und rege dich nicht über andere auf.

Abschaffen

Du hast recht. Dann lass ich die tollen Kollegen vom mittleren Dienst vor Ort, meine Arbeit machen und ich beschränke mich auf die Aufgaben des einfachen Dienstes. Das wird bestimmt lustig. Dann hab ich auch mal was zu lachen. Achso ich nehme mich nicht wichtig. Ich stelle nur fest, mehr nicht. Wenn ich mal fort bin, machts ein anderer.So ist das Leben.

Abschaffen

Nachtrag: Ausserdem müssen oder sollten die Kollegen des mittleren Dienstes allerlei Abfertigungen beherrschen.
Es sind ja gelernte Fachkräfte. Ich muss das nicht. Das ist mein Vorteil.

lotsch

Mach das, was in deiner Dienstpostenbeschreibung steht, wenn du keine hast, lass dir eine geben. Alles andere würde ich nicht machen (weiß ich nicht, geht mich nichts an). Das erste was jeder Beamte zu tun hat, ist die Zuständigkeit prüfen.
Wenn du dich unterfordert fühlst, würde ich  mich privat verwirklichen. Im Dienst wird keiner deine Mehrarbeit würdigen, siehe die vorherigen Kommentare.

Abschaffen

Zu lotsch: Danke für deinen Beitrag. Endlich einer der mich versteht. Es ist ja nicht so, das es mir absolut keinen Spaß mehr macht. Gehe stramm auf die 60 zu. Vielleicht wird man da empfindlicher. Habe mir halt alles selber beigebracht. Und durch Lehrgänge etc..