Besoldungsrunde 2025-2028 Nordrhein-Westfalen

Begonnen von Admin, 14.02.2026 19:57

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Schneewitchen

Zitat von: Robertbob in Gestern um 21:03Ich wiederhole mich da gern. Niemand wird ein geringeres Nettogehalt bekommen. Es wird für Familien mit Kindern ggfls. nur weniger stark steigen. 



Oder im "worst case" in der Höhe unverändert bleiben!

Schneewitchen

Zitat von: Dominic231 in Gestern um 21:15Trotzdem werden die alles geben, um möglichst wenig zusätzlich auszugeben.
Warum wird eigentlich alles getrennt vorbereitet?
Ich meine damit die Tariferhöhung, diese Modernisierung und die amtsangemessene Alimentation.
Das macht doch alles kompliziert.
Habt ihr eine Vermutung?



Tja, hier meine Vermutung: Der FM spielt auf Zeit. Es wurde jetzt relativ schnell das Tarifergebnis übernommen und sogar, aus "technischen Gründen" leicht erhöht.

Damit haben jetzt alle schon einmal ein Zückerchen bekommen.

Das ging auch alles recht zügig, soweit!

Was jetzt kommt, dass ist das Zeitspiel. Der FM wird sich jetzt viel Zeit lassen. In der Zwischenzeit schaut er sich ganz genau an, was so seine Kollegen in den anderen Ländern und der Dobbie beim Bund so treiben und wie die Reaktionen bei den Gewerkschaften, Verbänden und in der Öffentlichkeit so ausfallen.

Aus diesen Erkenntnissen wird er, in Verbindung mit den eigenen Modellrechnungen, seine Schlüsse ziehen und im sehr späten Spätsommer mit seinem Machwerk aufwarten.

Es darf davon ausgegangen werden, dass wir dort die Essenz der ungünstigsten Schweinereien aus dem gesamten Bubdesgebiet, in höchst effizienter Form, in dem Gesetzesentwurf wiederfinden werden.

Wie werden, um es in der Sprache der Politik zu formulieren, ein sehr modernes Besoldungsrecht bekommen.....

Reisinger850

Zitat von: Dominic231 in Gestern um 21:15Trotzdem werden die alles geben, um möglichst wenig zusätzlich auszugeben.
Warum wird eigentlich alles getrennt vorbereitet?
Ich meine damit die Tariferhöhung, diese Modernisierung und die amtsangemessene Alimentation.
Das macht doch alles kompliziert.
Habt ihr eine Vermutung?



Gesetz ist Gesetz. Demnach ist klar,
Dass
Die Nettoalimentation in den unteren Besoldungsgruppen verfassungswidrig ist. Die Tariferhöhungen waren jetzt und werden in einem normal schnellen Rahmen ausgezahlt .


An dem anderen Gesetz hängen Milliarden an Nachzahlungen dran. Mich wundert es, dass
Sie das im Sommer bereits angehen wenn man bedenkt, dass selbst Berlin erst 2027 im März alles fertig haben muss.

Schneewitchen

Zitat von: Reisinger850 in Gestern um 21:46Gesetz ist Gesetz. Demnach ist klar,
Dass
Die Nettoalimentation in den unteren Besoldungsgruppen verfassungswidrig ist. Die Tariferhöhungen waren jetzt und werden in einem normal schnellen Rahmen ausgezahlt .


An dem anderen Gesetz hängen Milliarden an Nachzahlungen dran. Mich wundert es, dass
Sie das im Sommer bereits angehen wenn man bedenkt, dass selbst Berlin erst 2027 im März alles fertig haben muss.

Abwarten! Ich erwarte in erster Linie kostendämpfende Schweinereien.

Milliarden? Ich würde mich aufrichtig freuen, wenn Du Recht hättest.

Zudem: Der FM wollte im Sommer einen Entwurf vorlegen und dann das Gesetzgebungsverfahren einleiten. Zuvor wäre noch die Anhörung der Verbände und Gewerkschaften.

Ein beschlossenes Gesetz in 2026 wird ohnehin knapp.

WikingerBrot

Zitat von: Robertbob in Gestern um 21:03Ich wiederhole mich da gern. Niemand wird ein geringeres Nettogehalt bekommen. Es wird für Familien mit Kindern ggfls. nur weniger stark steigen. 



Inwiefern soll es weniger stark steigen? Dann müsste bei einer Grundbesoldungseehlhöhung der FamZ gekürzt werden, ob das so einfach geht kann ich nicht beurteil aber wahrscheinlich schon.

Also wenn der Bund 10% nach dem neuen Entwurf mehr hat als unsere Wenigkeit, dann bin ich ehrlich dann will ich das für uns auch. Nichts B-Ware oder weiß der Kuckuck, nach dem Urteil aus November müsste jeder Beamte im Lande ,,mindestens" das gleiche verdienen Punkt!

Schneewitchen

#845
Nachtrag: Jenseits aller objektiv richtigen Berechnungen nach den Vorgaben des BVerfG, wird es ein Ergebnis geben, welches politisch, nach der Haushaltslage und mit Rücksicht auf die öffentlichen Meinung noch halbwegs vertretbar sein wird. Ob das dann den Vorgaben des BVerfG entspricht, wird nur sekundär von Bedeutung sein.

Folgeklagen werden bewußt in Kauf genommen.

Das Ergebnis wird ein Almosen sein, für das dann noch Dankbarkeit erwartet wird und für das man uns in der Öffentlichkeit wieder der unersättlichen Gier bezichtigen wird.

Es würde mich aufrichtig freuen, wenn ich Unrecht hätte.

Rheini

Zitat von: Reisinger850 in Gestern um 21:46Gesetz ist Gesetz. Demnach ist klar,
Dass
Die Nettoalimentation in den unteren Besoldungsgruppen verfassungswidrig ist. Die Tariferhöhungen waren jetzt und werden in einem normal schnellen Rahmen ausgezahlt .


An dem anderen Gesetz hängen Milliarden an Nachzahlungen dran. Mich wundert es, dass
Sie das im Sommer bereits angehen wenn man bedenkt, dass selbst Berlin erst 2027 im März alles fertig haben muss.

Angehen bedeutet nicht, dass ein Entwurf mit Zahlen vor dem umsetzen der Besoldung in Berlin veröffentlicht wird. Danach wird man seine bis dahin gemachten Überlegungen mit Berlin abgleichen und zurückstellen, da ja bald Wahlen in NRW sind. Danach wird sich die (neue) Regierung erstmal einen Überblick verschaffen müssen .....


Schneewitchen

Könnte so kommen. Ich glaube aber nicht daran.

Das würde Sinn machen, wenn die Wahlen offen wären und es eine gewisse Möglichkeit gäbe, dass der nächste MP nicht Wüst heissen würde. Dann könnte man diese ärgerliche Petitesse eben dem Nachfolger überlassen.

Es ist jedoch davon auszugehen, dass die CDU, und damit Wüst, die Wahl gewinnen wird. Er hätte das Thema dann immer noch nicht erledigt, während viele anderen Bundesländer dann  schon in der konkreten Umsetzung sein könnten.

Die Frage ist hier halt auch, wie der MP die Vorteile bzw. Nachteile einschätzt, wenn man das Thema mit in den Wahlkampf nimmt.

Mein Gefühl sagt mir, gegen alle Erfahrung aus 36 DJ, dass die Causa in diesem Falle nicht verschleppt werden soll.

Mein Gefühl sagt mir aber auch, dass ich den persönlichen Traum vom Bentley in gierig-goldener Sonderlackieung besser aufgeben sollte. Es könnte sich eine gewisse Finanzierungslücke auftun.

Vor Wochen habe ich hier mal geschrieben, dass man nicht zu viel erwarten sollte. Die öffentlichen Haushalte, gerade auch der Kommunen, sind am Limit. Ausnahmsweise stimmt das auch.

Anspruch hin oder her, das Land wird der allgemeinen Lage Rechnung tragen. Wieder einmal wird sich damit die Entwicklung der Besoldung an der Kassenlage orientieren. Da kann das BVerfG noch so stark argumentieren, dass dies nicht statthaft sei.

Wir werden die Ausschüttung eines Almosens erleben und gleichzeitig wird man dieses noch durch kompensatorische Maßnahmen wieder neutralisieren.

Was bleiben wird ist Fassungslosigkeit!

Rheini

Glaube auch das der neue MP Wüst heisst (ausser Merz geht in Rente), aber warum ein paar Prozente verschenken und evtl. Gefahr laufen, das man statt einen Koalitionspartner, zwei braucht.

Auch die hinten überfallenden Landtagsabgeordneten haben kein Interesse dran, wieder einen bürgerlichen Job auszuüben

Und auch Wüst als Kronprinz hat ein Interesse daran, möglichst potent zu wirken. Wie eine Sonne untergeht wenn die Prozente schwinden, sieht man ja beim südlichen König.

Reisinger850

Na ja alles nur Spekulation. Genauso gut könnte sich 300.000
Stimmen sichern wenn er sich eine Verbesserung der Besoldung auf die Fahne schreiben kann, was er ja ohnehin umsetzen muss.

Ich wähle zB hauptsächlich danach, was mir finanziell am meisten bringt.

Andere Bundesländer machen es ja auch und ausserdem wird auch in NRW geklagt, unter anderem von mir. Da wird dann irgendwann was getan werden müssen.

Und was den Bentley angeht: bei 300€ monatlich Differenz kämen bei 7 Jahren Widersprüchen schon 26.000€ an Nachzahlungen raus.
Das ist schon mal die Anzahlung für ein besseres Auto ;)

Robertbob

Meine Meinung ist, muss man die Grundgehälter stark erhöhen ( 6, 8 oder gar 10%) geht es schnell. Dann hat der Wähler in 2027 schon vergessen, was da nötigerweise passieren musste. Wird nur marginal erhöht, zieht man es bis 2027 und erklärt dem Wähler wir mussten das so machen, haben aber es so gering wie möglich gehalten. Wir achten schon darauf, daß euere Steuern nicht einfach den faulen Beamten in den Rachen geworfen werden. Nächste Klage hin oder her, aber erst nach der Landtagswahl.

Schneewitchen

Natürlich ist das alles nur Spekulation.

Letztlich kennen wir die Stratgie vom MP und FM halt nicht.

Die nächsten Monate werden insofern spannend. Irgendwann müssen die Herrschaften mal mit Fakten um die Ecke kommen.....

LehrerInNRW

Wenn Wüst klug ist, schiebt es hinter die Wahlen und lässt vorher durch das Gesetzgebungsverfahren die Beamten schon wissen, wo die Reise hingeht.

Vorteil Beamte werden ihn wählen und diejenigen die sauer sind, werden sich in 5 Jahren zum Großteil nicht mehr erinnern.


NvB

Hä?

Das neue Gesetz in NRW wird ungefähr so aussehen:

Man hat in die anderen Bundesländer, ganz besonders Bayern geschaut und ist zu dem Ergebnis gekommen. Dass das fiktive Partnereinkommen in NRW falsche Annahmen hatte.

6456€ wird doch als realitätsfremd angesehen. 22000€ ist die neue Bezugsgröße in Sachen fiktiven Partnereinkommen.

Tadaaaaaaaaaaaa.

Und so lange dieses Partnereinkommen nicht vom Tisch gewischt wird. Wird nun jährlich statt Besoldungserhöhung das Partnereinkommen erhöht.

In 20 Jahren haben wir dann immer noch die Tabelle aus 2026 aber das Partnereinkommen dann bei 56000€.

Das wird der Weg sein.

Schneewitchen

Zitat von: NvB in Heute um 11:50Hä?

Das neue Gesetz in NRW wird ungefähr so aussehen:

Man hat in die anderen Bundesländer, ganz besonders Bayern geschaut und ist zu dem Ergebnis gekommen. Dass das fiktive Partnereinkommen in NRW falsche Annahmen hatte.

6456€ wird doch als realitätsfremd angesehen. 22000€ ist die neue Bezugsgröße in Sachen fiktiven Partnereinkommen.

Tadaaaaaaaaaaaa.

Und so lange dieses Partnereinkommen nicht vom Tisch gewischt wird. Wird nun jährlich statt Besoldungserhöhung das Partnereinkommen erhöht.

In 20 Jahren haben wir dann immer noch die Tabelle aus 2026 aber das Partnereinkommen dann bei 56000€.

Das wird der Weg sein.

Ganz so krass würde ich das nicht sehen wollen. In der Tendenz bin ich da aber ganz bei Dir. Wir werden erleben, dass das fiktive Partnereinkommen massiv angehoben wird. Selbst im Saarland sind es jetzt schon  1.000 p.M.. NRW wird sich da aber eher am Bund und an Bayern orientieren.

Wenn es jetzt in diesem Jahr noch einen Gesetzesentwurf geben sollte, dann glaube ich noch an ein Wahlgeschenk in Höhe eines Almosens. Man möchte ja auch von seinen Beamten gewählt werden. Kommt der Entwurf erst nach der Wahl, dann gibt es .........nichts! Schließlich wurden in den letzten Jahren die Tarifergebnisse immer übernommen😅🤣😂!