Bundesalimentationsgesetz

Begonnen von Admin, 15.04.2026 14:03

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GeBeamter

Zitat von: Schneewitchen in 21.06.2026 15:20In wirtschaftlich guten Zeiten: Besoldungserhöhungen? - Große Sprünge gibt die Kassenlage nicht her. Das gewährte Almosen geht schon an die Schmerzgrenze dessen, was möglich ist.

In wirtschaftlich schlechten Zeiten:Große Sprünge gibt die Kassenlage nicht her. Das gewährte Almosen geht schon an die Schmerzgrenze dessen, was möglich ist.

Das war schon immer so und wird sich auch nie ändern.


Das was wir da aber jetzt sehen, hat eine neue Qualität. Die von dir genannten Sprüche kamen immer, wenn durch eine Tariferhöhung auch Übernahmen auf die Beamten erfolgen sollten.
Nun wird aber so getan, als sei das gleiche Ritual auch anzusetzen, wenn es um die Umsetzung einer verfassungsrichterlichen Rechtsprechung geht. DAS ist eine neue Qualität. Denn hier geht es ja nicht mehr darum, dass eine unterst er llt mindestens verfassungskonforme Besoldung an die Tariflohnentwicklung und damit die allgemeine Teuerung angepasst wird, sondern dass Unwill gezeigt wird, selbst das verfassungsrechtlich gebotene Mindestmaß auszukehren. Damit legt der Dienstherr sich selbst die Axt ans Bein, denn dann stehen die Grundrechtseinschränkungen in keinem Verhältnis mehr zu der Gegenleistung.

InternetistNeuland

Vielleicht sollten wir uns vom Finanzamt eine verbindliche Auskunft einholen, ob die geleisteten unbezahlten Arbeitsstunden der Schenkungssteuer unterliegen und wir somit schenkungssteuerpflichtig werden.

Hummel2805

Alex wir vertrauen Dir, Du wirst es richten!

PolareuD

Zitat von: Hummel2805 in 21.06.2026 17:54Alex wir vertrauen Dir, Du wirst es richten!

Bitte den Singular verwenden.  ;)
Marcus Tullius Cicero (106-43 v. Chr.), röm. Redner u. Schriftsteller:
,,Jeder Mensch kann irren, aber Dummköpfe verharren im Irrtum!"

Pumpe14

Zitat von: Wurstbürger in 21.06.2026 08:41Tagesschau sagt etwas anderes:
https://www.tagesschau.de/inland/rentenkommission-renteneintrittsalter-fonds-100.html

Also nur für neue Beamte? Das wäre (als jemand der selbst in zwei Jahren verbeamtet werden soll) mega ekliges Verhalten.

Im Artikel in der Welt gestern stand, dass die Einbeziehung von Beamten explizit nicht vorgeschlagen wurde, weil es dazu keine Mehrheit in der Kommission gab... Und nur weil die Kommission das Vorschlägt, heißt das noch lange nicht, dass sich die Koalition darauf einigt - oder es politisch durchsetzt, oder oder...

Ich halte die gesamte Sozialstaatsreform nur für möglich, wenn entweder alle belastet, oder zumindest weniger stark entlastet werden. Hätte ich das Gefühl es ginge gerecht zu, wäre ich bereit einen Beitrag zu leisten

InternetistNeuland

Zitat von: Pumpe14 in 21.06.2026 19:56Im Artikel in der Welt gestern stand, dass die Einbeziehung von Beamten explizit nicht vorgeschlagen wurde, weil es dazu keine Mehrheit in der Kommission gab... Und nur weil die Kommission das Vorschlägt, heißt das noch lange nicht, dass sich die Koalition darauf einigt - oder es politisch durchsetzt, oder oder...

Ich halte die gesamte Sozialstaatsreform nur für möglich, wenn entweder alle belastet, oder zumindest weniger stark entlastet werden. Hätte ich das Gefühl es ginge gerecht zu, wäre ich bereit einen Beitrag zu leisten

Beamte wurden ja schon 20 Jahre belastet. Jetzt sind die anderen dran.

Knecht

Zitat von: InternetistNeuland in 21.06.2026 20:05Beamte wurden ja schon 20 Jahre belastet. Jetzt sind die anderen dran.

Und werden weiterhin. Mittlerweile nicht mehr "nur" durch erhöhte Arbeitszeit, sondern auch noch durch unser Thema hier.

Dunkelbunter

Ich bin gespannt, ob man dann noch nach 45 Dienstjahren mit 65 in Pension gehen kann, oder ob die Rentenkommission auch bei Beamte das abschaffen möchte.

GeBeamter

Zitat von: Knecht in 21.06.2026 20:12Und werden weiterhin. Mittlerweile nicht mehr "nur" durch erhöhte Arbeitszeit, sondern auch noch durch unser Thema hier.

Leider ist der Eindruck in einem Großteil der Bevölkerung, dass die Beamten eben genau nicht bluten mussten.

Und dieser Stammtischeindruck wird leider - befürchte ich - das politische Handeln prägen.

Skywalker2000

Zitat von: Dunkelbunter in 21.06.2026 20:21Ich bin gespannt, ob man dann noch nach 45 Dienstjahren mit 65 in Pension gehen kann, oder ob die Rentenkommission auch bei Beamte das abschaffen möchte.

Letztendlich werden die aktuellen Reformen nicht dazu führen, das aktuelle System zu retten.

Wieso sollten nun junge Menschen früh beginnen zu arbeiten, wenn sie wissen, dass sie erst mit fast 70 Rente bekommen? Da wäre es doch schlau, mindestens bis 25 zu studieren, Master, Weltreise etc., somit bewirkst du, dass allgemein trotzdem weniger eingezahlt wird. Es wird vermutlich mehr dazu führen, dass junge Menschen in attraktiven Ländern wie Vereinigten Arabischen Emiraten, Katar, Singapur etc. auswandern. (wenig Steuern, geiles Wetter und alles sicher, was will man mehr?)

Darüberhinaus finde ich es eine Frechheit, dass 45 Beitragsjahre nicht ausreichen sollen.. aber ist eine politische Entscheidung.


Letztendlich wirst du niemanden zwingen können, bis fast 70 zu arbeiten. Daher werden die Krankheitsquoten in den entsprechenden Jahren 65+ extrem hoch sein, was auch niemanden hilft...

Aber wenn sie es so wollen...

Finanzer

@jrs und Rheini: führe ich zeitnah in einer PM aus, um den Thread sauber zu halten.

RagnarDanneskjoeld

Zitat von: Skywalker2000 in 21.06.2026 22:24Wieso sollten nun junge Menschen früh beginnen zu arbeiten, wenn sie wissen, dass sie erst mit fast 70 Rente bekommen?

Unabhängig davon, dass ich das Renteneintrittsalter lieber an Beitragsjahre statt Lebensalter gekoppelt sähe - laut Kommission wird gemäß 2:1-Modell das Renteneintrittsalter 69 bzw. 70 erst 2070 bzw. 2090 erreicht.

Zitat von: Skywalker2000 in 21.06.2026 22:24Darüberhinaus finde ich es eine Frechheit, dass 45 Beitragsjahre nicht ausreichen sollen.. aber ist eine politische Entscheidung.

Basierend auf versicherungsmathematischen Axiomen. Da reichen neun Jahre Volksschule Sauerland, um das zu sehen.

Alexander79

Zitat von: Pumpe14 in 21.06.2026 19:56Im Artikel in der Welt gestern stand, dass die Einbeziehung von Beamten explizit nicht vorgeschlagen wurde, weil es dazu keine Mehrheit in der Kommission gab... Und nur weil die Kommission das Vorschlägt, heißt das noch lange nicht, dass sich die Koalition darauf einigt - oder es politisch durchsetzt, oder oder...

Ich halte die gesamte Sozialstaatsreform nur für möglich, wenn entweder alle belastet, oder zumindest weniger stark entlastet werden. Hätte ich das Gefühl es ginge gerecht zu, wäre ich bereit einen Beitrag zu leisten
"Problematischer" könnte es eher für viele werden ob in 2 oder 3 Jahren überhaupt noch soviele verbeamtet werden.
Ich bin überzeugt das die "Verbeamtungswelle" zeitnah zu Ende geht.

Dunkelbunter

Zitat von: RagnarDanneskjoeld in Gestern um 07:56Unabhängig davon, dass ich das Renteneintrittsalter lieber an Beitragsjahre statt Lebensalter gekoppelt sähe - laut Kommission wird gemäß 2:1-Modell das Renteneintrittsalter 69 bzw. 70 erst 2070 bzw. 2090 erreicht.

Basierend auf versicherungsmathematischen Axiomen. Da reichen neun Jahre Volksschule Sauerland, um das zu sehen.


Aber früher als 67 Jahre geht nicht mehr dann.

wieauchimmer

Zitat von: Pumpe14 in 21.06.2026 19:56Hätte ich das Gefühl es ginge gerecht zu, wäre ich bereit einen Beitrag zu leisten

Ganz mein Meinung, und ich glaube viele denken so. Es ist eben doch unterschwellig bei jedem von uns ein gewisses Gerechtigkeitsempfinden im Sinne von "wie läuft das bei anderen" vorhanden. Aber man muss das als große Stärke unserer Gesellschaft sehen, denn man kann tatsächlichen ein Stück weit Fairness schaffen was Besteuerung angeht - man muss es nur wollen.