Rentenreform 2026/2027 - Auswirkung auf das Beamtentum

Begonnen von wieauchimmer, Gestern um 12:08

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Knecht

Zitat von: Rheini in Gestern um 20:24Wie definierst Du denn "gut gehen"?

Gegenüber einem Obdachlosen, dem Bürgergeldempfänger, dem Facharbeiter, dem Fabrikdirektor, dem Erben, den Dividendenbezieher, dem Bundesligaprofi?

Ich definiere mein "gut gehen" mit dem gegenseitigem Dienst- und Treueverhältnis aus dem GG.

Das sind nämlich mein DH und ich wissentlich eingegangen.

In solchen Vergleichen vergleicht man sich prinzipiell mit dem Bodensatz der Gesellschaft, oder besser noch den Menschen in dritte Welt Ländern. Nach oben guckt man da lieber nicht.

Ich verstehe dieses Syndrom auch nicht und schließe mich diesem auch ausdrücklich nicht an.

Rheini

Zitat von: Knecht in Gestern um 20:43In solchen Vergleichen vergleicht man sich prinzipiell mit dem Bodensatz der Gesellschaft, oder besser noch den Menschen in dritte Welt Ländern. Nach oben guckt man da lieber nicht.

Ich verstehe dieses Syndrom auch nicht und schließe mich diesem auch ausdrücklich nicht an.

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Überflieger

Zitat von: Rheini in Gestern um 20:24Wie definierst Du denn "gut gehen"?

Gegenüber einem Obdachlosen, dem Bürgergeldempfänger, dem Facharbeiter, dem Fabrikdirektor, dem Erben, den Dividendenbezieher, dem Bundesligaprofi?

Ich definiere mein "gut gehen" mit dem gegenseitigem Dienst- und Treueverhältnis aus dem GG.

Das sind nämlich mein DH und ich wissentlich eingegangen.

Ich definiere gut gehen wie folgt:
Ich weiß, dass ich jede meiner wiederkehrenden Rechnungen fristgerecht bezahlen kann.
Ich weiß, dass ich jederzeit länger Krankgeschrieben sein kann ohne mir sorgen um Geld machen zu können. Ich war aufgrund eines komplizierten Bruches beider Unterarmknochen 11 Wochen Krank geschrieben und musste mir keine Sorgen um meine Miete, Versicherungen etc machen.
Ich weiß, dass ich wenn ich jetzt dienstunfähig werde nicht auf Bürgergeldniveau zurückfalle.
Ich weiß, dass ich (nach aktueller Rechenweise) 3000€ Brutto an Pension bekommen werde und bis dahin mein Haus abbezahlt ist und ich jetzt schon ausreichend auf der hohen Kante habe.

Bin ich damit einer der sich ein Haus am Starnberger See sucht? Nein. Aber um es mal in die Perspektive zu setzen, nur etwa jeder 8 Arbeitnehmer in Deutschland verdient mehr als 3000 Netto im Monat, das habe ich aktuell recht entspannt raus. Somit gehört man was das angeht definitv nicht zum unteren Ende der Fahnenstange.

Versteh mich nicht falsch, die aAA möchte ich auch haben, da ich auch der Meinung bin, dass diese mir aus den bekannten Gründen zusteht. Auch sehe ich das fiktive Partnereinkommen als falsch an, da es sowas auch in der freien Wirtschaft nicht gibt.
Aber das der DH das Treueverhältnis unterschreitet wenn ich 66% Pension anstatt 71% bekomme sehe ich ehrlicherweise noch nicht.
Das es nach unten definitv eine Grenze gibt ist klar, aber auch die Pensionsanpassungen/Gehaltsanpassungen der letzten Jahre haben sich stärker ausgewirkt als die Rentenerhöhungen.

Meine Wunschvorstellung ist es auch 38h Wochenstunden zu haben, Weihnachtsgeld zu bekommen und 80% Pension. Dafür ist der Beamtenapparat aber mittlerweile zu groß und teuer geworden und man wirft sich mit Bürokratie zu.

Rheini

Na wo die Grenze ist, entscheidet im Zweifel das BVerfG. Und ich schreibe auch nocht, dass ich Summe X und Pension Y haben will. Denn die Verfassung geht in beide Richtungen. Aber ich will nicht weniger als mir zusteht 🤷.

Von daher finde ich so Aussagen wie "20% mehr Besoldung, 15% weniger Pension" schwierig.

Ich will einfach das was mir zusteht 🤷.

P. S. Mein DH hat ja auch sein Anrecht darauf

P. P. S. Apperat zu groß, Bürokratie hat ja der DH zu verantworten. Immer mehr Gesetze mit Ausnahmen usw. machen und dann kommt was?

Überflieger

Zitat von: Rheini in Gestern um 21:04Na wo die Grenze ist, entscheidet im Zweifel das BVerfG. Und ich schreibe auch nocht, dass ich Summe X und Pension Y haben will. Denn die Verfassung geht in beide Richtungen. Aber ich will nicht weniger als mir zusteht 🤷.

Von daher finde ich so Aussagen wie "20% mehr Besoldung, 15% weniger Pension" schwierig.

Ich will einfach das was mir zusteht 🤷.

P. S. Mein DH hat ja auch sein Anrecht darauf

Da kommen wir der Frage ja näher, wo steht denn was uns zusteht?

Bei der Absenkung von 75 auf 71,75% wurde, wenn mich meine grauen Zellen nicht täuschen, sinngemäß auch gesagt, dass die 75% nirgendwo verankert sind und der DH aber auch seinen Spielraum noch nicht ausgereizt hat, solange die Rente uns nicht überholt.

Entschuldige, dass ich die genauen Urteilspassagen gerade nicht parat habe, aber von der Seite her sehe ich zumindest nicht die 71,75% als Grenze des Machbaren/Zumutbaren.

Und zu dem Punkt, dass der DH auch sein Anrecht darauf hat, da wäre ich wieder bei dem Punkt, dass es sehr Leicht ist das System auszutrickens. Da hat der DH auch seine Probleme auf den Leistungsaspekt zu bestehen. Man denke nur an dauerkranke Kollegen oder diejenigen die Freitags ab 11 das Telefon abstöpseln, damit bloß nichts mehr das Wochenende stört. (Das ist übrigens kein Geschwafel, sondern Geschichten eines Kollegen der vom Chef schon 2 Disziplinarverfahren hatte und mehrfach zum Amtsarzt musste.)

Rheini

Ich meine mich zu erinnern das im Zuge der 71,75% das BVerfG gesagt hat, dass es gerade noch so geht.

Aber alles ist im Fluss. Du liest es so das es weiter abgesenkt werden kann, aber wer sagt das? Warum kann das BVerfG nicht in einer zukünftigen Entscheidung urteilen, dass es nun doch wieder 75% sein müssen? Ich weiß es nicht, Du weißt es nicht. Wir haben nur Hoffnung und Vermutungen.

Und dein geschilderter Fall liest sich gut. Ich kenne einen in der Privatwirtschaft der Strohdumm ist und jeden Abend in den Laden mit dem Porsche fährt und jetzt ein weiteres Miethaus gekauft hat. Und nu? Inwiefern bringen uns diese Anektdoten weiter?

Wenn der AG/DH davon Kentnis erlangt, soll er handeln, oder was meinst Du?

Versuch

Zitat von: Überflieger in Gestern um 20:56Ich definiere gut gehen wie folgt:
Ich weiß, dass ich jede meiner wiederkehrenden Rechnungen fristgerecht bezahlen kann.
Ich weiß, dass ich jederzeit länger Krankgeschrieben sein kann ohne mir sorgen um Geld machen zu können. Ich war aufgrund eines komplizierten Bruches beider Unterarmknochen 11 Wochen Krank geschrieben und musste mir keine Sorgen um meine Miete, Versicherungen etc machen.
Ich weiß, dass ich wenn ich jetzt dienstunfähig werde nicht auf Bürgergeldniveau zurückfalle.
Ich weiß, dass ich (nach aktueller Rechenweise) 3000€ Brutto an Pension bekommen werde und bis dahin mein Haus abbezahlt ist und ich jetzt schon ausreichend auf der hohen Kante habe.

Bin ich damit einer der sich ein Haus am Starnberger See sucht? Nein. Aber um es mal in die Perspektive zu setzen, nur etwa jeder 8 Arbeitnehmer in Deutschland verdient mehr als 3000 Netto im Monat, das habe ich aktuell recht entspannt raus. Somit gehört man was das angeht definitv nicht zum unteren Ende der Fahnenstange.

Versteh mich nicht falsch, die aAA möchte ich auch haben, da ich auch der Meinung bin, dass diese mir aus den bekannten Gründen zusteht. Auch sehe ich das fiktive Partnereinkommen als falsch an, da es sowas auch in der freien Wirtschaft nicht gibt.
Aber das der DH das Treueverhältnis unterschreitet wenn ich 66% Pension anstatt 71% bekomme sehe ich ehrlicherweise noch nicht.
Das es nach unten definitv eine Grenze gibt ist klar, aber auch die Pensionsanpassungen/Gehaltsanpassungen der letzten Jahre haben sich stärker ausgewirkt als die Rentenerhöhungen.

Meine Wunschvorstellung ist es auch 38h Wochenstunden zu haben, Weihnachtsgeld zu bekommen und 80% Pension. Dafür ist der Beamtenapparat aber mittlerweile zu groß und teuer geworden und man wirft sich mit Bürokratie zu.

Und warum ist das dein/unser Problem?
Ich halte mich an meinen schwur, der DH hat das auch zu tun.

Aber kuscht ihr lieber.
Unglaublich...

Rheini

Das ist doch immer so. Irgendjemand fährt die Karre in die Sch... (hier DH) und wenn die Folgen dann greifbar werden, kommt die Moralkeule (euch geht es doch gut, denkt doch an das Gesamtsystem usw.).


Überflieger

Zitat von: Rheini in Gestern um 21:21Ich meine mich zu erinnern das im Zuge der 71,75% das BVerfG gesagt hat, dass es gerade noch so geht.

Aber alles ist im Fluss. Du liest es so das es weiter abgesenkt werden kann, aber wer sagt das? Warum kann das BVerfG nicht in einer zukünftigen Entscheidung urteilen, dass es nun doch wieder 75% sein müssen? Ich weiß es nicht, Du weißt es nicht. Wir haben nur Hoffnung und Vermutungen.

Und dein geschilderter Fall liest sich gut. Ich kenne einen in der Privatwirtschaft der Strohdumm ist und jeden Abend in den Laden mit dem Porsche fährt und jetzt ein weiteres Miethaus gekauft hat. Und nu? Inwiefern bringen uns diese Anektdoten weiter?

Wenn der AG/DH davon Kentnis erlangt, soll er handeln, oder was meinst Du?

Kann natürlich gut sein, dass wenn es wirtschaftlich wieder top läuft das BverfG sagt, dass wieder angehoben werden soll.
Ich sehe aber auch nicht warum es immer für so undenkbar Gehalten wird das System zu reformieren, obwohl dies ja genau 33er drin steht, dass es fortzuentwickeln ist. Und wenn eine Fortentwicklung einer allgemeinen Bürgerrente auch uns abdeckt in einem ausreichenden Rahmen.

Genau diese Unbeweglichkeit und fehlende Reformbereitschaft ist es, weshalb wir im Ansehen der restlichen Gesellschaft massiv absinken.

"Irgendjemand fährt die Karre in die Sch... (hier DH) " und wer ist der Dienstherr? Genau, weitere Beamte die den Politikern zuarbeiten oder eben nicht. Ja, die Karre wurde an die Wand gefahren, die Karre ist aber hier ein Bus, in dem wir alle mit drin waren und die Karte gehalten haben.

Grundsätzlich wissen wir ja aktuell noch nicht mal wie das Gesetz aussehen soll, aber es ist eh schon abzusehen, dass irgendwer dagegen Klagen wird und wir in 6-12 Jahren eine Entscheidung dazu haben. Hoffe die bekomme ich noch mit, aber ich halte es nicht für unrealistisch, dass eine weitere Senkung der Pension grünes Licht bekommt. Und was ändert sich dadurch für die meisten von uns? Vielleicht fährt man dann 2 Tage weniger im Jahr in den Urlaub, wenn überhaupt.

Rheini

Zunächst haben wir unterschiedliche Vorstellungen davon, wann das GG gilt. Ich bin der Auffassung das es in wirtschaftlich guten Zeiten genauso gilt, wie in wirtschaftlich schlechten Zeiten.

Und natürlich darf alles sich fortentwickeln, nämlich im Rahmen des GG (oder man ändert den Art. 33 GG).

Ich habe nur bei Dir das Gefühl, dass Du den Anspruch aus dem GG - X propagierst. Und das lese ich aus dem Art. 33 GG nicht heraus 🤷.

Und wieso immer deine Argumente wie z. B. jetzt wieder mit den zwei Urlaubstagen? Verstehe da deine Argumentation nicht? Was genau soll den ein Beamter bekommen deiner Ansicht nach?


Überflieger

Zitat von: Rheini in Gestern um 21:46Zunächst haben wir unterschiedliche Vorstellungen davon, wann das GG gilt. Ich bin der Auffassung das es in wirtschaftlich guten Zeiten genauso gilt, wie in wirtschaftlich schlechten Zeiten.

Und natürlich darf alles sich fortentwickeln, nämlich im Rahmen des GG (oder man ändert den Art. 33 GG).

Ich habe nur bei Dir das Gefühl, dass Du den Anspruch aus dem GG - X propagierst. Und das lese ich aus dem Art. 33 GG nicht heraus 🤷.

Und wieso immer deine Argumente wie z. B. jetzt wieder mit den zwei Urlaubstagen? Verstehe da deine Argumentation nicht? Was genau soll den ein Beamter bekommen deiner Ansicht nach?



Mein 1. Punkt ganz am Anfang war, dass der durchschnittliche Beamte eine 5% Absenkung seiner Pension i.d.R. problemlos wegsteckt. Daher in dem Beispiel, wie ich das wieder auffangen könnte --> zwei Tage weniger ins Ausland fliegen als Pensionär. Bei mir in der kommenden Pension sind das etwa 200€ Brutto die mir fehlen würden. Wie Eingangs geschrieben ist das natürlich doof, andersrum wäre es mir lieber, aber einige Beamtengewerkschaften tun so, als ob der DH uns mit einer 5% Kürzung einen Dolchstoß verpasst und man sein Hab und Gut veräußern müsste.

Vielleicht verbeißen wir uns hier aber auch gerade am falschen Punkt.
Der Kern meiner Aussage soll eigentlich sein, dass ich nicht Glaube, dass eine Absenkung des Pensionsniveaus sofort bedeutet, dass dies nicht als Amtsangemessen gewertet werden kann.

Ich gehe Anhand deiner Argumentation davon aus, dass du es so siehst, dass 71,75% schon recht nah am unteren Rand sind, daher drehe ich die Frage einfach mal um, was wäre denn deiner Meinung nach das Mindestmaß, was (um bei meinem Beispiel zu bleiben) ein A9er in der Pension bekommen soll? Ich bin mit meinen nahezu 3000 Brutto weit weg von jedem Rentner und definitv nicht auf Sozialhilfen angewiesen.

Rheini

#41
Zitat von: Überflieger in Gestern um 22:25Mein 1. Punkt ganz am Anfang war, dass der durchschnittliche Beamte eine 5% Absenkung seiner Pension i.d.R. problemlos wegsteckt. Daher in dem Beispiel, wie ich das wieder auffangen könnte --> zwei Tage weniger ins Ausland fliegen als Pensionär. Bei mir in der kommenden Pension sind das etwa 200€ Brutto die mir fehlen würden. Wie Eingangs geschrieben ist das natürlich doof, andersrum wäre es mir lieber, aber einige Beamtengewerkschaften tun so, als ob der DH uns mit einer 5% Kürzung einen Dolchstoß verpasst und man sein Hab und Gut veräußern müsste.

Vielleicht verbeißen wir uns hier aber auch gerade am falschen Punkt.
Der Kern meiner Aussage soll eigentlich sein, dass ich nicht Glaube, dass eine Absenkung des Pensionsniveaus sofort bedeutet, dass dies nicht als Amtsangemessen gewertet werden kann.

Ich gehe Anhand deiner Argumentation davon aus, dass du es so siehst, dass 71,75% schon recht nah am unteren Rand sind, daher drehe ich die Frage einfach mal um, was wäre denn deiner Meinung nach das Mindestmaß, was (um bei meinem Beispiel zu bleiben) ein A9er in der Pension bekommen soll? Ich bin mit meinen nahezu 3000 Brutto weit weg von jedem Rentner und definitv nicht auf Sozialhilfen angewiesen.


Ich behaupte jeder, selbst ein Obdachloser könnte in D auf 5% verzichten, ohne das es Lebensbedrohlich wird. Aber was willst Du mit deiner Aussage sagen? Anspruch aus dem GG - 5% für alle Beamten?

Und nein ich behaupte nicht das 71,75% das untere Ende ist genauso wie Du nicht beweisen kannst, dass 71,75% jetzt nicht zu wenig sind.

Ich habe mehrfach geschrieben das ich das fordere, dass das GG mir zusichert. Wenn es dann 60% sind, sind es 60%, wenn es 85% sind, dann sind es 85%. Daher frage ich dich. Wenn das BVerfG urteilt das dem A9 3.000 Brutto zustehen, was schlägst Du dann vor?

Und bzgl. wie die Beamten in der Öffentlichkeit wahrgenommen werden kann ich sagen, dass mich zu meiner Anfangszeit vor vielen Monden die Bevölkerung für bekloppt gehalten hat, Beamter zu sein. Und wo soll auch das Ansehen herkommen? Vom DH der gefühlt immer den Beamten nur als Kostenstelle und Belastung ansieht und das bei jeder Gelegenheit zum Besten gibt?

Überflieger

Zitat von: Rheini in Gestern um 22:40Ich behaupte jeder, selbst ein Obdachloser könnte in D auf 5% verzichten, ohne das es Lebensbedrohlich wird. Aber was willst Du mit deiner Aussage sagen? Anspruch aus dem GG - 5% für alle Beamten?

Und nein ich behaupte nicht das 71,75% das untere Ende ist genauso wie Du nicht beweisen kannst, dass 71,75% jetzt nicht zu wenig sind.

Ich habe mehrfach geschrieben das ich das fordere, dass das GG mir zusichert. Wenn es dann 60% sind, sind es 60%, wenn es 85% sind, dann sind es 85%. Daher frage ich dich. Wenn das BVerfG urteilt das dem A9 3.000 Brutto zustehen, was schlägst Du dann vor?

Und bzgl. wie die Beamten in der Öffentlichkeit wahrgenommen werden kann ich sagen, dass mich zu meiner Anfangszeit vor vielen Monaten die Bevölkerung für bekloppt gehalten haben, Beamter zu sein. Und wo soll auch das Ansehen herkommen? Vom DH der gefühlt immer den Beamten nur als Kostenstelle und Belastung ansieht?


Aus dem Bericht der Kommission stammt die Aussage, das vorherigen Reformen von Rente und Pension nicht Wirkungsgleich waren, sinngemäß die Rente um 10% gesenkt wurde, die Pensionen nur um 5% und dies angeglichen werden sollte.
Naheliegend ist es, dass im Rahmen der Sparabsichten des DH also die Pension um 5% gekürzt wird. Meine Aussage dazu ist, dass ich der Meinung bin, dass wir auch dann noch in den Grenzen der Amtsangemessenen Alimentation wären. Die Leute, die sich darüber Aufregen sollten vielleicht dann einmal überblicken, ob es ihnen dadurch so viel schlechter geht. In den Gewerkschaftsforen und Chatgruppen in denen ich drin bin wird aktuell so getan, als ob die Kollegen jetzt reihenweise ihre Pläne über den Haufen werfen müssten und sich nach anderen Jobs umschauen müssten nur weil eine 5% Sekung im Raume steht.

Ich sag grundsätzlich auch nichts anderes, als dass ich das was im Art 33 GG steht bekommen möchte. Da steht aber nirgendwo, dass es X Prozent sein müssen. Daher die Verbindung zu meiner Aussage von oben, das ich diesen Aufschrei über die Reform nicht nachvollziehen kann.

Ich persönlich halte es auch für Sinnvoll die Erwerbstätigenrente wie die Kommission sie vordert anzustreben, aber das ist nochmal ein ganz anderes Fass.

Rheini

Lies meinen obigen Beitrag. Vielleicht in kurzen Pkt. nochmal zusammengefasst:

- Die Alimentation regelt das GG.
- Das die Rente um 10% vermindert wurde, lt. Kommission die Pension nur um 5% ist schön, und was ändert das am GG? Am Ende kann rauskommen das die 5% Kürzung verfassungswidrig war oder das es verfassungsgemäß ist, dass die Pension um 15% gekürzt werden darf.  Da ist ein Vorschlag einer Kommission, irrelevant.
- Ich nehme nicht das so wahr, wie Du geschrieben hast. Nach meiner Ansicht haben die Gewerkschaften auf die nach Ihrer Meinungen vorhanden Verstöße gegen das GG hingewiesen.
- Massstab der Angemessenheit der Besoldung ist immer noch nicht, ob man auf was verzichten kann (übrigens spannende Diskussion wenn man das auf alle Bereiche ausdehnt und nicht auf die Besoldung begrenzt), sondern das GG.
- Meine Meinung, und ich wiederhole die gerne nochmal ist, ich fordere das was mir nach dem GG zusteht. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

GeBeamter

Wie gesagt, ich nehme die 5% Reduzierung der Pension als einmalige Aktion gerne, wenn dafür eine Koppelung an die allgemeine Lohnentwicklung geschieht. Dann wären Besoldung und Pension dem politischen Unterbietungswettbewerb entzogen und die Pensionen würden im Schnitt um 3-5% pro Jahr steigen, sodass die Reduzierung nach Jahr zwei eh schon wieder kompensiert wäre.