[BB] Besoldungsrunde 2025-2028 Brandenburg

Begonnen von Admin, 14.02.2026 21:52

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AltStrG

Zitat von: Ryan in 01.07.2026 19:08Brandenburg hatte zuvor natürlich schon kräftig in die Trickkiste gegriffen.

Das Land hatte einen "Familiensonderzuschlag" von 757 Euro in A5/2 mit zwei Kindern eingeführt. Das dürfte so ungefähr der Betrag sein, den man (in A5/2) brutto benötigt, um einen nachweisbar fehlenden Minijob des Partners auszugleichen.

https://www.dbb.de/fileadmin/user_upload/globale_elemente/pdfs/2024/besoldungstabellen/202407_Brandenburg.pdf

Wie man in der verlinkten Tabelle erkennen kann (Seite 2, Mitte), wird der Betrag selbstverständlich mit steigendem Amt abgeschmolzen. Im Ergebnis dürfte man damit ziemlich nah an der Einheits(mindest)besoldung bis A10 sein.

Inwieweit sich das nun verändert, wird sich zeigen. Vermutlich aber nicht wesentlich.

Falls jemand einen Antrag stellen will....
https://zbb.brandenburg.de/sixcms/media.php/9/106-00%20Familiensonderzuschlag.pdf

Der Sonderzuschlag wird gekippt, ganz einfach. Mit dem aktuellen Beschluss wird/soll die aA hergestellt werden. Ich rechne das nicht im Einzelnen nach, aber das sieht schon ganz gut aus, man ist auf dem richtigen Wege, unabhängig von den Nachzahlungen.

Das Statusamt als solches gewinnt an Bedeutung, die Grundbesoldung auch. Die Zeit der (Kinder-)Zuschläge wird dem Ende entgegengehen.

AltStrG

Zitat von: Wohngebietsthorsten in 01.07.2026 13:52Die Familienzuschläge wurden ja schon in Vergangenheit auf Grundlage der Vorgaben des BVerfG erhöht. Da wird nichts "abgeschmolzen".

Natürlich, wenn die Besoldung auf die aA erhöht, dann fallen alle Zuschläge für bis zu zwei Kinder (4K Familie als Berechnungsgröße) weg. Das BVerfG will am liebsten so viel wie möglich Grundalimentierung und so wenig wie möglich Zuschläge. Und wenn die Alimentierung auf die aA zuläuft, dann werden auch die exorbitanten Zuschläge für 3+ Kind sehr viel kleiner werden.

Scull

Zitat von: Schneewitchen in 01.07.2026 14:27Während hier im Beamtenbereich ein verfassungsrechtlich untermauerter Anspruch erfüllt werden muss, wäre das im Tarifbereich reine Verhandlungssache. Die nächsten Tarifverhandlungen dürften schwierig werden, denn die AG werden hier nicht so einfach einer Angleichung zustimmen. Da kommen dann wohl Streiks auf uns zu....

Yo, ich als Angestellter, der die gleichen Aufgaben gewissenhaft und motiviert durchführt, fühle mich da komplett veräppelt!

Rheini

Ich denke das es zukünftig seltenst noch gleiche Aufgaben bei Beamten und Angestellten geben wird.

Scull

Zitat von: Rheini in 02.07.2026 07:21Ich denke das es zukünftig seltenst noch gleiche Aufgaben bei Beamten und Angestellten geben wird.

Stelle ich mir im höheren Dienst, zumindest bei uns hier schwierig vor ^^

Rheini

Zitat von: Scull in 02.07.2026 07:43Stelle ich mir im höheren Dienst, zumindest bei uns hier schwierig vor ^^

Warum?

Scull

Zitat von: Rheini in 02.07.2026 07:44Warum?

Naja wie will man separieren, anhand welcher Eigenschaft oder anhand welchem Kriterium?
Hier haben alle Hochschulstudium, der Großteil promoviert.

Wird schwierig, anhang der Qualifikation zu unterscheiden

Schneewitchen

Zitat von: Scull in 02.07.2026 07:13Yo, ich als Angestellter, der die gleichen Aufgaben gewissenhaft und motiviert durchführt, fühle mich da komplett veräppelt!

So ist eben das System. Ich denke, die nächsten Tarifverhandlungen müssen von den Gewerkschaften entsprechend geführt werden, um die Gehaltslücken nicht ausufern zu lassen. Ganz wird man diese Unterschiede aber nicht egalisiert bekommen.

Wenn jetzt bei den Beamten ein Automatismus eingeführt wird, wonach sich die Besoldung jährlich nach der allgemeinen Lohnentwicklung darstellt, wird die Bezahlung vermutlich ohnehin auseinander laufen.

In NRW dürfen wir Beamte seit Jahren 41 Stunden arbeiten, die Angestellten 38,5 Stunden. Es geht also auch in die andere Richtung.

Wir haben leider die Situation, dass das BVerfG mittlerweile recht klare Vorstellungen darüber formuliert hat, wie eine verfassungsgemäße Besoldung aussehen muss. Das ist nicht verhandelbar.

Auf der anderen Seite haben wir den Tarifbereich. Hier sind Tariferhöhungen nicht an derartige Regelungen gebunden, sondern müssen ausgehandelt werden.

Diese beiden Systeme treffen dann in den Dienststellen aufeinander, wo dann Angestellte und Beamte mit gleichen Aufgaben unterschiedlich bezahlt werden.

Das Gefühl, dass man an der Stelle veräppelt wird, ist nachvollziehbar, gleichwohl erklärbar (siehe oben).

Das Schlimme ist, dass die AG vermutlich in kommenden Tarifverhandlungen darauf hinweisen, dass es wegen der notwendigen Anpassungen im Besoldungsbereich, keine größeren Spielräume für Tariferhöhungen gibt.

Die Tarifverhandlungen werden daher wohl härter und die Gehaltsentwicklung beider Berufsgruppen wird vermutlich die Stimmungslage zwischen Beamten und Angestellten nicht gerade verbessern.

Rheini

Und wenn man nach den zugeteilten Arbeiten differiert (hoheitlich, nicht hoheitlich)?

Scull

Zitat von: Schneewitchen in 02.07.2026 08:16So ist eben das System. Ich denke, die nächsten Tarifverhandlungen müssen von den Gewerkschaften entsprechend geführt werden, um die Gehaltslücken nicht ausufern zu lassen. Ganz wird man diese Unterschiede aber nicht egalisiert bekommen.

Wenn jetzt bei den Beamten ein Automatismus eingeführt wird, wonach sich die Besoldung jährlich nach der allgemeinen Lohnentwicklung darstellt, wird die Bezahlung vermutlich ohnehin auseinander laufen.

In NRW dürfen wir Beamte seit Jahren 41 Stunden arbeiten, die Angestellten 38,5 Stunden. Es geht also auch in die andere Richtung.

Wir haben leider die Situation, dass das BVerfG mittlerweile recht klare Vorstellungen darüber formuliert hat, wie eine verfassungsgemäße Besoldung aussehen muss. Das ist nicht verhandelbar.

Auf der anderen Seite haben wir den Tarifbereich. Hier sind Tariferhöhungen nicht an derartige Regelungen gebunden, sondern müssen ausgehandelt werden.

Diese beiden Systeme treffen dann in den Dienststellen aufeinander, wo dann Angestellte und Beamte mit gleichen Aufgaben unterschiedlich bezahlt werden.

Das Gefühl, dass man an der Stelle veräppelt wird, ist nachvollziehbar, gleichwohl erklärbar (siehe oben).

Das Schlimme ist, dass die AG vermutlich in kommenden Tarifverhandlungen darauf hinweisen, dass es wegen der notwendigen Anpassungen im Besoldungsbereich, keine größeren Spielräume für Tariferhöhungen gibt.

Die Tarifverhandlungen werden daher wohl härter und die Gehaltsentwicklung beider Berufsgruppen wird vermutlich die Stimmungslage zwischen Beamten und Angestellten nicht gerade verbessern.

Interessant, wir Angestellte hier im SL haben 39,5h, die Beamten 40h.

Verstehe ich alles, wenn die Schere aber zu weit auseinandergeht, und danach sieht es aktuell aus, dann wird dass das interne Klima
ziemlich vergiften


Scull

Zitat von: Rheini in 02.07.2026 08:16Und wenn man nach den zugeteilten Arbeiten differiert (hoheitlich, nicht hoheitlich)?

Kann man machen.

Rheini

Ich denke das wäre ein mögliches Szenario.

Und wenn es in dem Aufgabengebiet keine hoheitlichen Tätigkeiten gibt, dann evtl. bald auch keine Beamten mehr ...

Usw. usw.....

Schneewitchen

Das mit den Arbeitszeiten ist halt ein schönes Beispiel. Für die Angestellten ist die WAZ ausgehandelt zwischen den Tarifparteien. Bei den Beamten wird das aber vom DHn beschlossen, der das nicht mit einem Tarifpartner aushandeln muss.

In einem solchen Kontext, wo zwei unterschiedliche personalwirtschaftliche Systeme in einem Verbund geführt werden, kann es keinen absoluten Gleichklang geben.

Ich will damit auftretende Unterschiede nicht verteidigen, nur die Entstehung derselben nochmals verdeutlichen.

Scull

Zitat von: Schneewitchen in 02.07.2026 08:27Das mit den Arbeitszeiten ist halt ein schönes Beispiel. Für die Angestellten ist die WAZ ausgehandelt zwischen den Tarifparteien. Bei den Beamten wird das aber vom DHn beschlossen, der das nicht mit einem Tarifpartner aushandeln muss.

In einem solchen Kontext, wo zwei unterschiedliche personalwirtschaftliche Systeme in einem Verbund geführt werden, kann es keinen absoluten Gleichklang geben.

Ich will damit auftretende Unterschiede nicht verteidigen, nur die Entstehung derselben nochmals verdeutlichen.

Naja die Arbeitszeit ist mir vollkommen egal, wie gesagt auch da gibts ja Unterschiede mit 39,5h bei uns.
Ich arbeite auch gerne 1-2h mehr.

Schneewitchen

Zitat von: Scull in 02.07.2026 08:29Naja die Arbeitszeit ist mir vollkommen egal, wie gesagt auch da gibts ja Unterschiede mit 39,5h bei uns.
Ich arbeite auch gerne 1-2h mehr.

Ja, mir auch! Das ist für sich genommen ein Randthema. Ich habe das nur angesprochen, weil es ein griffiges Thema ist, welches sehr schön aufzeigt, dass es eben zu Unterschieden zwischen Beamten und Angestellten kommen kann, weil sich die Dinge in den beiden Berufsgruppen auf unterschiedlichen Wegen ausregeln.

Zukünftig wird das vermutlich eben bei der Besoldung auch  verstärkt so sein.