Wünsche für die nächste Tarifrunde 2027?

Begonnen von LisaSimpsonÖD, 04.08.2026 11:34

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Faunus

Ich finde es von der Industrie schon bemerkenswert seit Jahren über Fachkräftemangel zu klagen, offensichtlich zu zusehen, wie das Bildungssystem in die Knie geht und selber aber nicht die Umschulungen bereit sein zu finanzieren/organisieren. Würde letztlich vergleichbar oder gar weniger kosten als etwaige Abfindungen. Aber sie wissen ja selbst nicht, was sie in heute Abend für qualifizierte Fachkräfte benötigen.

Ich drücke jetzt mit 62 auch wieder die Schulbank - auf eigene Kosten und zu meinem Privatvergnügen, weil ich de Nase von dieser Sinnlosigkeit voll habe!

Bob Kelso

Zitat von: BAT in 06.08.2026 11:28Auch bei der Struktur Arbeitsmarkt/ Sozialleistungen sehe ich kein ernsthaftes Bemühen/ Wollen der Regierung nach einem ernsthaften Umbau.

Isch over.

Hierbei seien aber auch die ausufernden Subventionen erwähnt inklusive 1,5 Milliarden jährlich von Bund und Ländern, um durch die Gegend zu fahren. Römische Dekadenz.

Die Parteien ( Linke / Grüne / SPD und auch CDU) , welche dem "Arbeit suchenden" und weiteren Transferleistungsbeziehern ein angenehmes Leben bescheren, werden gern durch diese Zielgruppe gewählt!
Hinzu gesellen sich die vielen Menschen, welche "die da oben, "die Reichen" gerne ausnehmen, um sich ihre Unzulänglichkeiten finanziell kompensieren zu lassen. Sie bedienen sich sozialistischer Ideologien und identifizieren sich mit der Beschimpfung der z.B. "bösen Vermieter", sie tragen den Schrei nach "Solidarität" nach "starken Schultern können mehr stemmen und müssen mehr Verantwortung tragen" wie ein Schild vor ihrer Brust! "Das steht mir zu"!
Parteien, welche offensiv mit "Gerechtigkeit" "Vielfalt" und Einwanderung werben, erhalten überwiegend Zuspruch!
Der Rest sind ja dann die Nazis und Rassisten!
Es gibt einige fachlich fundierte Untersuchungen, wie lange "Deutschland" noch handlungsfähig sein wird. Leistungsträger ( Industrie und Privat) verlassen Deutschland, bzw. werden ideologisch motiviert durch unsere Gesellschaft verdrängt!

ohjeee

Zitat von: Faunus in 06.08.2026 12:54Ich finde es von der Industrie schon bemerkenswert seit Jahren über Fachkräftemangel zu klagen, offensichtlich zu zusehen, wie das Bildungssystem in die Knie geht und selber aber nicht die Umschulungen bereit sein zu finanzieren/organisieren. Würde letztlich vergleichbar oder gar weniger kosten als etwaige Abfindungen. Aber sie wissen ja selbst nicht, was sie in heute Abend für qualifizierte Fachkräfte benötigen.

Ich drücke jetzt mit 62 auch wieder die Schulbank - auf eigene Kosten und zu meinem Privatvergnügen, weil ich de Nase von dieser Sinnlosigkeit voll habe!
und "die Industrie" soll nun in Eigenverantwortung lauter 3-jährige Umschulungen finanzieren?

Faunus

Zitat von: ohjeee in 06.08.2026 13:30und "die Industrie" soll nun in Eigenverantwortung lauter 3-jährige Umschulungen finanzieren?

Was glaubst Du eigentlich, was Berufsausbildungen sind? Und es gibt Firmen/Konzerne, die das seit Jahrzehnten vormachen - nur halt bei Azubis und die Fortbildung nur bei unter 30-jährigen. Da wird viel finanziert und teilweise leisten die MA das in Ihrer Freizeit und am Abend. 
Daraus kann man eine WIN-WIN-Situation machen.
Ich mache meine Fortbildung auch in der Freizeit - am Wochenende Vollzeit und teilweise Do&Fr Urlaub genommen, da auch Präsenz mehrfach an 4 zusammenhängenden Tagen gefordert ist.
Mir hat mein AG nie etwas vorgeschlagen oder auf Vorschlag finanziert - mal so von 1-Tages-Schnickschnack abgesehen. Es gobt auch in Bayern keinen Anspruch auf  "Bildungsurlaub"! Eigentlich ertaunlich, dass dieses Bundesland noch die Nase vorne hat.


Mamba

Puh, ist ja bald schon wieder soweit, jedenfalls die Forderungsfindung.

Ich habe gerade tatsächlich zum ersten Mal keine genaue Vorstellung bis auf die Zusatzrente (in meinem Fall VBL Ost).

Endlich den Eigenanteil wieder runterschrauben. Niedrigzinsphase ist seit 4 Jahren vorbei.
Am liebsten sogar Wahlmodell der betrieblichen Rente. Aber das nur Träumerei. Trotz AG-Anteil, will ich jetzt mehr Netto vom brutto und der AG würde sich seine Anteile auch sparen und könnte so mehr Verhandlungsvolumen haben.
Aber wahrscheinlich darf und soll der dicke Verwaltungsapparat der VBL weiterhin bestehen bleiben und finanziert werden von uns.

KeuleMS

Ja die Zeit rennt und es ist zwar noch ein bisschen hin aber ruckzuck ist das Jahr vorbei. Wünsche sind ja gut und schön. Da könnte man sicher so einiges finden. Als erstes wäre für mich das Ziel, dass ich zumindest netto mindestens das habe was ich dieses Jahr habe. Ohne tarifliche Erhöhung werden wir wohl nächstes Jahr netto weniger haben durch die SV.
Aber was ist denn realistisch? Bei der momentanen innen- und weltpolitischen Lage (das wird sich sicher bis dahin nicht ändern) gehe ich eher davon aus, dass wir kaum was bekommen. Ich persönlich gehe davon aus, dass wenn überhaupt wir nicht mehr als 2% jährlich bekommen, eher weniger. Ich denke bei allem anderen (Urlaub, Arbeitszeit usw.) wird man nichts ändern.

Aleksandra

Wenn wir Glück haben treiben Trump und die Mullahs noch mal kurz die Preise hoch und sie fallen erst wieder wenn die Tarifrunde um ist.
Aber das ist wohl sehr viel wishful thinking
Reallohnverlust seit Dienstantritt: 1,96%
2022: Inflation 6,9% - Verdi 1,8%
2023: Inflation 5,9% - Verdi 0%
2024: Inflation 2,2% - Verdi 9,03%
2025: Inflation 2,2% - Verdi 3,00%
2026: Inflation 2,2% - Verdi 3,99%

KurzeFrage

#37
Meine Wünsche wären folgende:

  • komplett vom AG finanzierte VBL
  • deutliche Aufwertung der VBL (z.B. Messbetrag 5 statt 4 Euro)
  • komplette Neugestaltung der Entgelttabelle mit Einführung Stufe 7 und deutlicher Entgeltsteigerung (wie im BG-AT)
  • Instrumente mit denen Leistung verpflichtend honoriert werden muss (keine Kann-Regelungen)
  • 100 Prozent Jahressonderzahlung
  • mind. 40 Euro VL monatlich
  • Sachbezugskarte mit 50 Euro monatlich (Bund)
  • Laufzeit 12 Monate, max. 18 Monate

Träumen darf man ja ;D

tokli

Meine Wünsche wären:

1. Arbeitszeit 35 h
2. JSZ 100 % für alle
3. Maximal 3 Erfahrungsstufen (auch wenn es mir nix mehr bringt :-)
4. Tariferhöhung nur prozentual ohne Mindest- oder Sockelbeiträge
5. Beginn der Tariferhöhung "rückwirkend" zum Endes des alten TV und nicht erst in die Zukunft mit evtl. Einmalzahlungen
6. Max. Laufzeit 24 Monate




tiger

35 Std. Woche
WZU 100%
NEU Urlaubsgeld 50%
10% auf 24 Monate
Übernahme KITA- & Hortkosten zu 100%
Wer lange dabei ist, eine extra Zulage monatlich. Alle 5 Jahre 50 Euro. z.B. bei 30 Jahre ö-D. 300 Euro (diese werden jährlich mit der Inflation automatisch angepasst) oder 10 Euro pro Jahr. Startwert.
Dienstwagen (wer will) verpflichtend
E-Bike auch verpflichtend (wer will), KEINE "KANN" Regelungen (totaler Schwachsinn!!!)


Babahaft

Wünsche gibt es so einige:
  • Kompensation der Erhöhung der Beitragsbemessungsgrenzen für die relevanten EG
  • keine weitere Stauchung der Tabelle
  • Einführung eines Absatzes analog des TV-Demografie, der Zuzahlung zu Betreuungskosten ermöglicht oder Mittel verpflichtend bereithält um z.B. die Büros mit Klimaanlagen auszustatten
  • Beibehaltung des Urlaubstages und der Umwandlung der Sonderzahlung
  • Einführung einer neuen Stufe 7 oder Ersatz der LOB durch wirklich signifikante Bonusmodelle (Für die 1.500 Brutto im Jahr maximum aus der Gießkanne, setze ich mich nicht dauerhaft ins Feuer)

Am Ende vermute ich jedoch die Streichung des Urlaubstages zur Beibehaltung der AU ab dem 3. Tag, die Stundenerhöhung von 39 auf 40 Stunden bei Lohnausgleich (was als Lohnsteigerung verkauft wird) und zusätzlich einem kleinen Sockelbeitrag.

BAT

Wer bietet mehr? Stufe 8 oder 9? Letztere erreicht mit 63 Jahren?

Bob Kelso

Zitat von: BAT in 08.08.2026 11:06Wer bietet mehr? Stufe 8 oder 9? Letztere erreicht mit 63 Jahren?

Da die TB bald bis 74 Jahre arbeiten dürfen und mit 39 % des durchschnittlichen Einkommens in Rente gehen dürfen; würde  eine Stufe 12 nach 40 Erfahrungsjahren doch zielführend sein! Es sollten halt mindestens 75 Euro Tabellen Entgelt Erhöhung sein.
Ansonsten gilt weiterhin: Nicht jammern! Sich weiterhin immer für den Erhalt der Demokratie einsetzen; und Klima natürlich! 

KlammeKassen

Zitat von: BVerfGBeliever in 04.08.2026 13:33Wie bitte?

1.) Im Jahr 1957 lag die Endstufengrundbesoldung eines A16 (1.735 DM) beim 4,57-fachen eines A3 (380 DM), siehe hier.
2.) Momentan liegt die Endstufengrundbesoldung eines A16 (9.229,88 EUR) beim 2,86-fachen eines A3 (3.225,67 EUR), siehe hier.

Und da möchtest du allen Ernstes die Spreizung noch weiter reduzieren..?


P.S. Zum Glück passiert bei uns Beamten zurzeit tendenziell das Gegenteil. Hier mal am Beispiel des aktuellen Gesetzentwurfs aus Brandenburg:
- In A5 soll die Grundbesoldung von 39.416 EUR auf 42.258 EUR, also um 2.842 EUR bzw. 7,21% steigen.
- In A16 soll die Grundbesoldung von 103.959 EUR auf 122.613 EUR, also um 18.653 EUR bzw. 17,94% steigen.
- In B11 soll die Grundbesoldung von 194.636 EUR auf 240.881 EUR, also um 46.245 EUR bzw. 23,76% steigen.

Es geht darum, dass die Nettogehälter der Angestellten im Vergleich zu den Beamten immer weiter auseinanderdriften.
Und da demnächst alleine die Beiträge zur Rentenversicherung massiv ansteigen werden, wird die Differenz immer noch größer.

Auch führt eine Übertragung von beispielsweise 3 % dazu, dass bei den Angestellten davon netto weniger ankommt als beim Beamten.

Für die Angestellten muss dringend mal eine vernünftige Netto-Erhöhung stattfinden. Zurzeit bleiben in St.Kl. I von jeder Erhöhung nicht mal 50 % übrig. Es braucht also schon viele Prozente, damit netto überhaupt eine feststellbare Summe ankommt. Die Inflation ist nicht besonders gering und der neue Gesetzentwurf für 2027 und 2028 sieht nicht einmal den Ausgleich der kalten Progression vor....
bedeutet also, dass netto noch weniger von der Erhöhung ankommt.

KlammeKassen

Zitat von: JahrhundertwerkTVÖD in 04.08.2026 13:16Dann fange ich mal an:

1: Neu verhandelte Konditionen rückwirkend zum Auslauf des jetzigen Tarifvertrages.
2: Automatische Erhöhung, nach Inflation, wie bei unseren Politikern. Ohne weiteren Streiks.
3: 100% JSZ für alle EG
4: Erhöhung der VL und der Zusatzversorgung
5: Vorhandene Spreizung der Nettogehälter /TVÖD VKA/TV-V/TVL und Beamtenvergütung reduzieren. 

Bei den Temperaturen wäre auch ein Eis/Tag noch wünschenswert.

Kann ich mich anschließen.

Aber vielleicht sind die 6,65 Euro bald schon "historisch", so dass man die gar nicht mehr ändern mag.