Tarifrunde TV-L 2025 - Diskussion III

Begonnen von username, 14.02.2026 09:31

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KlammeKassen

Zitat von: Rheini in Gestern um 11:59Nö. Du bist allerdings als Beamtenbasher bekannt. Aber viel Spaß euch beiden, ich warte auf das BVerfG Urteil.

Die Frage ist eigentlich, wie dein Bezug zur Realität ist. Dir ist schon bewusst, dass du netto jetzt schon mehr verdienst als vergleichbare Angestellte oder?
Weißt du, was bei Angestellten so netto ankommt?

Dass von einer Erhöhung beispielsweise in Steuerklasse I nicht mal 50 % netto ankommen? Da du keine Sozialabgaben zahlst, die gehaltsabhängig sind, ist dir das wahrscheinlich auch nicht bewusst.
Du würdest dann wahrscheinlich auch klagen, weil das ja kaum Amtsangemessen ist, wenn nicht mal 50 % ankommen.

Also wenn man jetzt schon mehr hat (+ Vorteil günstige PKV + Pension), wirkt es etwas maßlos oder nicht?

Die Schere klafft durch steigende Sozialabgaben beim Netto immer weiter auseinander zum Vorteil der Beamten. Und dennoch fühlt man sich schlecht bezahlt?

Ich glaube, wenn ihr euch mal durchschnittliche Nettoeinkommen angucken würdet, würde man auch mal auf den Boden der Tatsachen zurückkehren.



Inwiefern Gewerkschaften beide Gruppen vertreten wollen, dann aber Mindesterhöhungen fordern und eine inhaltsgleiche Übertragung.... und dann Klagen unterstützen, die gegen zu geringe Abstände aufbegehren, erschließt sich nicht.
Zeigt eigentlich nur, dass die Gewerkschaften mit leichtester Mathematik überfordert sind. Dass Mindesterhöhungen zu geringeren prozentualen Unterschieden führen, ist jetzt nicht besonders verwunderlich.

Rheini

@KlamneKassen

Puhhh, da scheinst Du aber einen ganz dicken Hals zu haben ...

KlammeKassen

Zitat von: Rheini in Gestern um 19:26@KlamneKassen

Puhhh, da scheinst Du aber einen ganz dicken Hals zu haben ...

Ja, es wirkt tatsächlich etwas aus der Zeit gefallen.

Wenn ich sehe, wo die Sozialabgaben die nächsten Jahre noch hinsteigen (insbesondere die RV ist jetzt betroffen), wird die Differenz logischerweise natürlich jedes Mal noch größer im Netto.

Auf vergleichbaren Stellen sind das schnell mal eben 1000-1500 Euro netto Unterschied, jetzt schon. Mit welcher Berechtigung?
Viele hier sind vor allem Quereinsteiger (FH/Uni), bringen also überhaupt mal frischen Wind mit, warum so ein Studium weniger Wert sein soll (dass man sich selbst finanzieren muss), erschließt sich auch überhaupt nicht.

Als Quereinsteiger (Ingenieur, BWLer, Naturwissenschaftler, Sozialpädagoge etc.) wirst du auf kommunaler Ebene nicht verbeamtet; Lehramt scheint das einzige Studium zu sein, dass es Wert ist.

Wenn aber keine Ingenieure da sind, weinen auch alle.  ::)  :o

Sinn?

Lässt sich meiner Meinung nach nicht rechtfertigen, es noch weiter beim Netto auseinanderlaufen zu lassen.

Aber für dich Rheini:
https://www.focus.de/finanzen/besoldung-beamten-expertin-fordert-aus-fuer-familienzuschlaege_037a9b86-8946-415c-9d87-fd065efe59bd.html

Reich mal lieber schnell Klage dagegen ein, nicht, dass es nachher zu wenig Geld (amtsangemessene Alimentation) gibt.


Hier noch so ein Fall, der belegt, dass derartige Unterschiede aus der Zeit gefallen sind. Wie will man das arbeitenden Menschen noch erklären?

https://www.focus.de/panorama/welt/dauerkranke-lehrerin-koennte-urlaubsentschaedigung-bekommen_4545d4b5-4f43-4ddb-a756-261aef0b7f13.html

17 Jahre volles Geld weiter und dann noch mehr fordern

Rheini

#933
Zitat von: KlammeKassen in Heute um 07:06Aber für dich Rheini:
https://www.focus.de/finanzen/besoldung-beamten-expertin-fordert-aus-fuer-familienzuschlaege_037a9b86-8946-415c-9d87-fd065efe59bd.html

Reich mal lieber schnell Klage dagegen ein, nicht, dass es nachher zu wenig Geld (amtsangemessene Alimentation) gibt.


Hier noch so ein Fall, der belegt, dass derartige Unterschiede aus der Zeit gefallen sind. Wie will man das arbeitenden Menschen noch erklären?

https://www.focus.de/panorama/welt/dauerkranke-lehrerin-koennte-urlaubsentschaedigung-bekommen_4545d4b5-4f43-4ddb-a756-261aef0b7f13.html

17 Jahre volles Geld weiter und dann noch mehr fordern

Wogegen soll ich Klage einlegen? Gegen einen Zeitungsartikel?



Warum argumentierst Du mit einem Fall der gerade Staatsanwaltlich und Disziplinarrechtlich untersucht wird?





Mal ne persönliche Frage an Dich. Geht es Dir gut? Hast Du Probleme und kann man Dir helfen?

ignaz

Es geht vielmehr darum, dass man online zahlreiche Stellen findet, die mit E12/A13, E11/A11 usw. bewertet sind. Entsprechend kann die jeweilige Stelle sowohl durch einen Tarifbeschäftigten (TB) als auch durch einen Beamten besetzt werden.

Nehmen wir nun den über 40-jährigen Ingenieur mit mehr als 15 Jahren Berufserfahrung in der Wirtschaft, den man zähneknirschend nach E11, Stufe 6 einstellt. Spätestens wenn dieser Ingenieur nach einigen Monaten feststellt, dass sein Kollege am Nachbarschreibtisch mit A11 deutlich bessergestellt ist, macht sich Ernüchterung breit.

Beamter:
  • keine Beiträge zur Renten- und Arbeitslosenversicherung, wodurch sein Nettogehalt bei vergleichbarem Bruttobetrag spürbar höher ausfällt.
  • Über Beihilfe werden ihm Krankheitskosten anteilig erstattet, sodass er nur eine günstige ergänzende private Krankenversicherung benötigt – statt des vollen Beitrags zur gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung, den der Tarifbeschäftigte allein bzw. paritätisch trägt.
  • Pension statt Rente, die deutlich über dem liegt, was die gesetzliche Rente dem Tarifbeschäftigten bietet.

Hinzu kommen die faktische Unkündbarkeit sowie diverse Zulagen (Famzuschlag, Amtszulage...), die die Gesamtvergütung natürlich teilweise erheblich weiter erhöhen.
Schöner Artikel zum Familienzuschlag (siehe oben bei KlammeKassen).
Der FamZuschlag haut ab 3 Kinder so richtig rein... da wirds dann schnell 4 stellig (Netto vierstellig)..

Als ehemaliger TB mit genau diesem Konstrukt: Hälfte TBs, Hälfte Beamte war der Zorn untereinander sehr groß. Beamte mit a12 und 4 Kindern feiern den Reichtum ab dem 3. Kind und finanzieren damit Haus, Urlaub, Autos. Der e11 TB mit 3 Kindern knabbert dagegen fast am Hungertuch. Hier passt etwas ganz und gar nicht. Aber warum sollten Beamten an ihrem eigenen Ast sägen?

Rheini

Zitat von: ignaz in Heute um 07:45Es geht vielmehr darum, dass man online zahlreiche Stellen findet, die mit E12/A13, E11/A11 usw. bewertet sind. Entsprechend kann die jeweilige Stelle sowohl durch einen Tarifbeschäftigten (TB) als auch durch einen Beamten besetzt werden.

Nehmen wir nun den über 40-jährigen Ingenieur mit mehr als 15 Jahren Berufserfahrung in der Wirtschaft, den man zähneknirschend nach E11, Stufe 6 einstellt. Spätestens wenn dieser Ingenieur nach einigen Monaten feststellt, dass sein Kollege am Nachbarschreibtisch mit A11 deutlich bessergestellt ist, macht sich Ernüchterung breit.

Beamter:
  • keine Beiträge zur Renten- und Arbeitslosenversicherung, wodurch sein Nettogehalt bei vergleichbarem Bruttobetrag spürbar höher ausfällt.
  • Über Beihilfe werden ihm Krankheitskosten anteilig erstattet, sodass er nur eine günstige ergänzende private Krankenversicherung benötigt – statt des vollen Beitrags zur gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung, den der Tarifbeschäftigte allein bzw. paritätisch trägt.
  • Pension statt Rente, die deutlich über dem liegt, was die gesetzliche Rente dem Tarifbeschäftigten bietet.

Hinzu kommen die faktische Unkündbarkeit sowie diverse Zulagen (Famzuschlag, Amtszulage...), die die Gesamtvergütung natürlich teilweise erheblich weiter erhöhen.
Schöner Artikel zum Familienzuschlag (siehe oben bei KlammeKassen).
Der FamZuschlag haut ab 3 Kinder so richtig rein... da wirds dann schnell 4 stellig (Netto vierstellig)..

Als ehemaliger TB mit genau diesem Konstrukt: Hälfte TBs, Hälfte Beamte war der Zorn untereinander sehr groß. Beamte mit a12 und 4 Kindern feiern den Reichtum ab dem 3. Kind und finanzieren damit Haus, Urlaub, Autos. Der e11 TB mit 3 Kindern knabbert dagegen fast am Hungertuch. Hier passt etwas ganz und gar nicht. Aber warum sollten Beamten an ihrem eigenen Ast sägen?


Schade das der Ingenieur erst jetzt aus der PW in den öffentl. Dienst wechselt. Man hätte ihn bestimmt schon eher begrüssen wollen und da ja die Stellen anscheinend beides zulassen (Angestellter / Beamter), wäre er dann ja heute evtl. Beamter und könnte alle von Dir aufgeführten Vorteile, geniessen.

Tagelöhner

@ignaz

Gute Zusammenfassung der Privilegien.

Nicht zu vergessen:

  • Volle Fortzahlung der Bezüge auch bei langwierigen Erkrankungen und nicht der übliche Weg über zeitlich beschränkte abnehmende Lohnersatzleistungen inkl. entsprechender Druck durch die Krankenkassen, schnellstmöglich wieder arbeitsfähig zu werden.
  • Keine Notwendigkeit eine kostspielige Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen zu müssen, um seinen Lebensunterhalt auf angemessenem Niveau bei Verlust der Arbeitsfähigkeit weiter bestreiten zu können.

Hierbei handelt es sich ebenfalls um sowas ähnliches wie "entgeltwerte Vorteile", die sich bei Beamten eigentlich negativ bei der Besoldung auswirken müssten, da sie bereits inkludiert sind.


Nur mit ausgeprägtem Sinn für Humor weiterlesen: Ich habe nichts gegen Beamte, wirklich! Die tun ja nix! :-)

Tagelöhner

Zitat von: Rheini in Heute um 07:53Schade das der Ingenieur erst jetzt aus der PW in den öffentl. Dienst wechselt. Man hätte ihn bestimmt schon eher begrüssen wollen und da ja die Stellen anscheinend beides zulassen (Angestellter / Beamter), wäre er dann ja heute evtl. Beamter und könnte alle von Dir aufgeführten Vorteile, geniessen.

Das ist das schäbige Argument in die Richtung "ihr seid ja selber schuld, ihr hättet ja selber Beamter werden können". Dass die Privilegien der kleinen Gruppe, aber durch tatsächliche Wertschöpfung und Erwirtschaftung des Steueraufkommens in der Privatwirtschaft im Wettbewerb einer globalisierten Welt auch durch Ingenieure erstmal verdient werden muss, bevor es dann "abgehobenen Beamten" "reingeblasen" wird, vergessen die Rheinis dieser Welt sehr schnell.
Nur mit ausgeprägtem Sinn für Humor weiterlesen: Ich habe nichts gegen Beamte, wirklich! Die tun ja nix! :-)

Rheini

Zitat von: Tagelöhner in Heute um 08:01Das ist das schäbige Argument in die Richtung "ihr seid ja selber schuld, ihr hättet ja selber Beamter werden können". Dass die Privilegien der kleinen Gruppe, aber durch tatsächliche Wertschöpfung und Erwirtschaftung des Steueraufkommens in der Privatwirtschaft im Wettbewerb einer globalisierten Welt auch durch Ingenieure erstmal verdient werden muss, bevor es dann "abgehobenen Beamten" "reingeblasen" wird, vergessen die Rheinis dieser Welt sehr schnell.

Eine komische Unterstellung von Dir die ich weit weg weise. Anscheinend versucht Du mir mit fadenscheinigen Begründungen irgendetwas zu unterstellen, warum?



Tagelöhner

Zitat von: Rheini in Heute um 08:05Eine komische Unterstellung von Dir die ich weit weg weise. Anscheinend versucht Du mir mit fadenscheinigen Begründungen irgendetwas zu unterstellen, warum?

Ich bin lange genug in diesem Forum und ÖD unterwegs und kenne genug Aussagen von Beamten, die beharrlich für die Verteidigung des eigenen Standes und der eigenen Privilegien eintreten. Ich denke, da bist du keine Ausnahme, nur vielleicht noch nicht ausreichend argumentativ in die Ecke gedrängt worden.
Nur mit ausgeprägtem Sinn für Humor weiterlesen: Ich habe nichts gegen Beamte, wirklich! Die tun ja nix! :-)

Rheini

Zitat von: Tagelöhner in Heute um 08:08Ich bin lange genug in diesem Forum und ÖD unterwegs und kenne genug Aussagen von Beamten, die beharrlich für die Verteidigung des eigenen Standes und der eigenen Privilegien eintreten. Ich denke, da bist du keine Ausnahme, nur vielleicht noch nicht ausreichend argumentativ in die Ecke gedrängt worden.

Also ist dein Ziel hier Beamte in die Ecke zu drängen? Findest Du das verbessert das Klima in den Behörden?

Tagelöhner

Ich bin für Diskurs und einen Austausch freier Meinungen, mögen die besseren am Ende gewinnen. Wenn dabei einzelne Gruppen den kürzeren ziehen, ist das die Natur der Sache.

Ich habe auch nichts gegen Beamte allgemein, aber gegen einige durchaus. Es ist einfach ein gewisser Typus Mensch, der sich dort eingerichtet hat und es schamlos arrogant auslebt.
Nur mit ausgeprägtem Sinn für Humor weiterlesen: Ich habe nichts gegen Beamte, wirklich! Die tun ja nix! :-)

Rheini

Zitat von: Tagelöhner in Heute um 08:10Ich bin für Diskurs und einen Austausch freier Meinungen, mögen die besseren am Ende gewinnen. Wenn dabei einzelne Gruppen den kürzeren ziehen, ist das die Natur der Sache.

Ich habe auch nichts gegen Beamte allgemein, aber gegen einige durchaus. Es ist einfach ein gewisser Typus Mensch, der sich dort eingerichtet hat und es schamlos arrogant auslebt.


Puhhhh das ist ja ein (Beamten) Menschenbild. Sorry, aber damit scheidest Du für mich als jemand mit dem ich diskutieren möchte, aus.

Lebe ruhig und in Frieden .......

Tagelöhner

Dann ist das halt so. Ebenfalls RIP.
Nur mit ausgeprägtem Sinn für Humor weiterlesen: Ich habe nichts gegen Beamte, wirklich! Die tun ja nix! :-)