Besoldungsrunde 2025-2028 Nordrhein-Westfalen

Begonnen von Admin, 14.02.2026 19:57

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SAS

#2175
Zitat von: WernerWillsWissen in Gestern um 21:29Susanne Klatten würde in Monaco oder Singapur auf ihre Dividenden überhaupt keine Kapitalertragsteuer zahlen. Trotzdem (oder genau durch diese extrem wirtschaftsfreundliche Ausrichtung) stehen beide Staaten beim bereinigten BIP pro Kopf deutlich besser da als Deutschland. Beide Länder verzichten für die breite Bevölkerung auf einen üppigen Wohlfahrtsstaat nach deutschem Vorbild. Die Debatte ist ein klassischer Widerstreit zweier Denkschulen: Die eine Seite fordert soziale Gerechtigkeit durch Umverteilung. Die andere Seite, wie am Beispiel Monaco und Singapur dargestellt, setzt auf Leistungsanreize und Standortsicherung.

Wenn ein Staat Schulden aufnimmt, um beispielsweise eine High-Tech-Bahnstrecke zu bauen, erzeugt das eine wirtschaftliche Rendite. Die Wirtschaft wächst, und die zukünftigen Steuereinnahmen bezahlen die Zinsen und Tilgungen quasi von selbst. Wenn Kredite allerdings aufgenommen werden, um Rentenzuschüsse oder das Bürgergeld zu bezahlen, verpufft dieses Geld sofort im Konsum. Es wird verbraucht, ohne dass ein bleibender wirtschaftlicher Gegenwert entsteht. Die Schulden und die Zinslasten steigen unaufhaltsam weiter. Das führt zu einer Überschuldungsspirale, da die Zinsen irgendwann die Steuereinnahmen auffressen.
Insofern sind die Forderungen den Sozialetat zu kürzen keine Stammtisch-Parolen, sondern die mathematische Folge des demografischen Wandels.

In Städten wie beispielsweise Köln oder Düsseldorf machen die Sozialausgaben  35 - 40 % des Haushalts aus,  muss das wirklich sein?

Informiere dich mal über das Inlands und Inländer Prinzip. Die USA machen es besser sie besteuern nach Staatsbürgerschaft und nicht nach Wohnort. Der deutsche Staat lässt sich hier an der Nase durch die Manege führen.
Auf den deutschen Pass werden auch die Superreichen nicht verzichten wollen. Problem gelöst!

Im übrigen gibt es in den USA ein besseres System der Vermögenssbesteuerung als in Deutschland und da hauen die Superreichen auch nicht ab. Im Gegemzug wird Arbeit übrigens geringer besteuert. Das entspricht mehr meiner Vorstellung von Leistungsgerechtigkeit.

Leistungssträger ist ohnehin so ein lachhaftes Wort. Was leisten diese Berufssöhne und Töchter schon für diese Gesellschaft. Die Leistingsträger sind die arbeitenden in der Mitte dieser Gesellschaft.

Das Schulden investiert und nicht konsumiert werden sollen, da bin ich voll auf ihrer Seite. Das ist übrigens einer der Gründe warum die SPD und die Union für mich unwählbar sind.

LehrerInNRW

Nehmen wir mal an das gesamtstaatliche liegt nur bei 150 Mrd. Die 20 Milliarden, die eine echte aA wahrscheinlich kosten würde sind da nicht mal drin. Die rechtspopulistische Wunschliste bringt nicht mal die Hälfte.

Nochmal mit sparen alleine kriegen wir den Karren nicht aus dem Dreck.

Zurück zum Beispiel Susanne Klatten:

Immer diese Mär, dass man Menschen etwas wegnimmt, die es sich hart erarbeitet haben. Familie Quandt hat im dritten Reich Zwangsarbeiter hart für sich schuften lassen und dadurch ihr Vermögen aufgebaut.

Wir reden hier doch nicht von Handwerksmeister mit 4 Gesellen sondern von Leuten, die so scheiße reich sind, das sie sich für 50 Millionen ein T-Rex Skelett kaufen, um es sich irgendwo hinzustellen.

Und während wir, der gemeine Pöbel diskutiert, rührt sich Jeff Bezos seinen Kopi Luwak mit einem aus Rubinen geschliffen Kaffeelöffel um und lacht sich kaputt, dass er 1% Steuern zahlt.

Meine Frau hat Verwandte von denen sie eines Tages vielleicht etwas Geld erben wird. Das es nicht gerade Linie ist, wird der Staat da ordentlich zuschlagen. Matthias Döpfner werden von Friede Springer Aktien für 1 Milliarde übertragen und es ist steuerfrei! wtf?






Max_Muster

Zitat von: LehrerInNRW in Gestern um 22:44Nehmen wir mal an das gesamtstaatliche liegt nur bei 150 Mrd. Die 20 Milliarden, die eine echte aA wahrscheinlich kosten würde sind da nicht mal drin. Die rechtspopulistische Wunschliste bringt nicht mal die Hälfte.

Nochmal mit sparen alleine kriegen wir den Karren nicht aus dem Dreck.

Zurück zum Beispiel Susanne Klatten:

Immer diese Mär, dass man Menschen etwas wegnimmt, die es sich hart erarbeitet haben. Familie Quandt hat im dritten Reich Zwangsarbeiter hart für sich schuften lassen und dadurch ihr Vermögen aufgebaut.

Wir reden hier doch nicht von Handwerksmeister mit 4 Gesellen sondern von Leuten, die so scheiße reich sind, das sie sich für 50 Millionen ein T-Rex Skelett kaufen, um es sich irgendwo hinzustellen.

Und während wir, der gemeine Pöbel diskutiert, rührt sich Jeff Bezos seinen Kopi Luwak mit einem aus Rubinen geschliffen Kaffeelöffel um und lacht sich kaputt, dass er 1% Steuern zahlt.

Meine Frau hat Verwandte von denen sie eines Tages vielleicht etwas Geld erben wird. Das es nicht gerade Linie ist, wird der Staat da ordentlich zuschlagen. Matthias Döpfner werden von Friede Springer Aktien für 1 Milliarde übertragen und es ist steuerfrei! wtf?
Hier ein Artikel der Tagesschau dazu:
https://www.tagesschau.de/wirtschaft/oxfam-superreiche-100.html
In diesem Forum gibt es ernsthaft Menschen, die anderen den Dreck unter den Fingernägeln nicht gönnen, während Superreiche noch nicht einmal im Ansatz eine Ahnung haben wie sie ihre Kohle einigermaßen Sinn bringend verprassen können. Da sind die Milliardäre in Deutschland eher die Regel als die Ausnahme. Auch sie profitieren in nie da gewesener Weise von Donnies erratischer Regierungsform, die doch nur eines soll: den Reichen noch mehr Schotter in die Taschen spülen, während der arbeitende Mob sich wegen ein paar Hundert Euro mehr monatlich zerfleischt.

cookiedent

Mach was drann, wir sind nicht diejenigen, die die Steuergesetze schreiben.
Und solange diese möglichen Einnahmen links liegen gelassen werden, sollte auch genug Geld im Topf sein, um uns amtsangemessen zu besolden.

Rheini

Zitat von: Rheini in 17.08.2026 05:17Na zumindest im Bund wird das Wort schonmal benutzt ....


https://wirtschaftsrat.de/de/presse/medienresonanzen/wirtschaftsrat-haushaltsnotlage-absurde-idee-klingbeil-muss-sich-erkl%C3%A4ren/

P. S.

Berlin hat ja die "Haushaltsnotlage" 2002/2003 ins Spiel gebracht. Bis jetzt wurde das nicht bei der Besoldung ausgeglichen. Daran sieht man also, was das an zeitlichen Gewinn für die regierenden Politiker bringt.

Oder erinnert man sich hier noch grißartig an Hr. Sarrazin?

https://www.spiegel.de/politik/deutschland/haushaltsnotstand-in-berlin-suedamerikanische-verhaeltnisse-a-180766.html?sara_ref=re-so-app-sh

AltStrG

Zitat von: Rheini in Heute um 05:52P. S.

Berlin hat ja die "Haushaltsnotlage" 2002/2003 ins Spiel gebracht. Bis jetzt wurde das nicht bei der Besoldung ausgeglichen. Daran sieht man also, was das an zeitlichen Gewinn für die regierenden Politiker bringt.

Oder erinnert man sich hier noch grißartig an Hr. Sarrazin?

https://www.spiegel.de/politik/deutschland/haushaltsnotstand-in-berlin-suedamerikanische-verhaeltnisse-a-180766.html?sara_ref=re-so-app-sh

Eine Haushaltsnotlage ist vollkommen irrelevant, es war damals als Begründung falsch (wie jetzt hier alle wissen) und sie ist auch in Zukunft falsch, sich darauf zu berufen. Der Staat ist grundgesetzlich zur Zahlung der Alimentierung verpflichtet, im Gegensatz z.B. zur Rente, ein fundamentaler, im Grundgesetz verankerter Strukturunterschied. Rente basiert auf dem Versicherungsprinzip, einem frei beliebigen politischen Gestaltungsspielräumen unterliegen System; die Alimentation hingegen ist eine verfassungsunmittelbare Pflicht des Dienstherrn.

Das ist kein Frage von "wollen" oder "können". Können kann er immer, es sei denn, das Rechtssubjekt Staat geht insgesamt unter.

Der Staat kann sich nicht auf Staatsnotstand oder Haushaltsnotlagen berufen, um Grundrechte oder grundgesetzliche Pflichten dauerhaft auszusetzen. Das Bundesverfassungsgericht hat wiederholt klargestellt, dass die Alimentation Priorität vor anderen Haushaltsausgaben hat. Die Gewährleistung einer amtsangemessenen Alimentation geht eben anderen – politisch frei gestaltbaren – Haushaltsausgaben immer rechtlich vor. Der Staat müsste daher folglich eher an Infrastruktur, Förderprogrammen oder Verwaltungsausgaben sparen, um seine Kern-Verpflichtungen zu erfüllen.


Rheini

Zitat von: AltStrG in Heute um 06:22Eine Haushaltsnotlage ist vollkommen irrelevant, es war damals als Begründung falsch (wie jetzt hier alle wissen) und sie ist auch in Zukunft falsch, sich darauf zu berufen. Der Staat ist grundgesetzlich zur Zahlung der Alimentierung verpflichtet, im Gegensatz z.B. zur Rente, ein fundamentaler, im Grundgesetz verankerter Strukturunterschied. Rente basiert auf dem Versicherungsprinzip, einem frei beliebigen politischen Gestaltungsspielräumen unterliegen System; die Alimentation hingegen ist eine verfassungsunmittelbare Pflicht des Dienstherrn.

Das ist kein Frage von "wollen" oder "können". Können kann er immer, es sei denn, das Rechtssubjekt Staat geht insgesamt unter.

Der Staat kann sich nicht auf Staatsnotstand oder Haushaltsnotlagen berufen, um Grundrechte oder grundgesetzliche Pflichten dauerhaft auszusetzen. Das Bundesverfassungsgericht hat wiederholt klargestellt, dass die Alimentation Priorität vor anderen Haushaltsausgaben hat. Die Gewährleistung einer amtsangemessenen Alimentation geht eben anderen – politisch frei gestaltbaren – Haushaltsausgaben immer rechtlich vor. Der Staat müsste daher folglich eher an Infrastruktur, Förderprogrammen oder Verwaltungsausgaben sparen, um seine Kern-Verpflichtungen zu erfüllen.



Dennoch sind bis jetzt 24 Jahre vergangen, wo aufgrund dieser Aussage, die Berliner Beamte immer noch weniger Bezüge erhalten.

WernerWillsWissen

Zitat von: Max_Muster in Gestern um 23:02Hier ein Artikel der Tagesschau dazu:
https://www.tagesschau.de/wirtschaft/oxfam-superreiche-100.html
In diesem Forum gibt es ernsthaft Menschen, die anderen den Dreck unter den Fingernägeln nicht gönnen, während Superreiche noch nicht einmal im Ansatz eine Ahnung haben wie sie ihre Kohle einigermaßen Sinn bringend verprassen können. Da sind die Milliardäre in Deutschland eher die Regel als die Ausnahme. Auch sie profitieren in nie da gewesener Weise von Donnies erratischer Regierungsform, die doch nur eines soll: den Reichen noch mehr Schotter in die Taschen spülen, während der arbeitende Mob sich wegen ein paar Hundert Euro mehr monatlich zerfleischt.

Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, was genau das Problem an Milliardären sein soll? Das du keiner bist, aber gerne wärst? Unabhängig davon, ob Klatten die Anteile geerbt oder gekauft hat, sichert sie Arbeitsplätze von über 160.000 Menschen, und da sind die Zulieferer noch nicht inbegriffen. Ich weiß auch nicht wo der Irrglaube immer herkommt, dass die Milliarden bei Reichen auf dem Konto "herumliegen". Das Geld ist investiert, sei es in Maschinen und Anlagen, oder eben in Unternehmensbeteiligungen.

Selbst, wenn wir davon ausgehen, dass sie eine Holdinggesellschaft hat und sich keine Dividende Privat auszahlt, sodass sie effektiv nur 1,5 % versteuern muss, hat sie eine geschätzte Steuerlast von 8 Millionen Euro pro Jahr, also mehr als jeder von uns in seinem gesamten Berufsleben zahlt. Insofern leisten Milliardäre einen erheblichen Beitrag für die Gesellschaft, zumindest mehr als jemand der es sich in der sozialen Hängematte gemütlich macht. Jemand, der nicht arbeiten kann, aus welchen Gründen auch immer, hat natürlich einen Anspruch auf angemessene Soziahilfe. Alle anderen m.E. nach nicht. Der deutsche Sozialstaat basiert auf dem Prinzip der Subsidiarität. Insofern würde uns ein bisschen mehr Otto von Bismarck gut tun: Zuckerbrot und Peitsche. Wenn ich wegen einer konservativ-liberalen Position in der Vermögens- und Sozialdebatte in deinen Augen "rechts" bin, dann soll es so sein. Über diesen Diskusionsvorwurf kann ich mittlerweile nur müde lächeln.

Schneewitchen

Zitat von: Rheini in Heute um 06:40Dennoch sind bis jetzt 24 Jahre vergangen, wo aufgrund dieser Aussage, die Berliner Beamte immer noch weniger Bezüge erhalten.

Das ist eben wieder dem grundsätzlichen Problem geschuldet. Der DH stellt fest, dass es gerade eine Haushaltsnotlage gibt und deshalb die Beamten einen Beitrag zur Haushaltskonsolidierung zu leisten haben. Während also bei dieser verfassungsrechtlich abgesicherten staatlichen Pflichtleistung gespart wird, werden die freiwilligen staatlichen Leistungen munter weiter gezahlt und ggf. sogar erhöht.

So oder so ähnlich ist es schon mehrfach praktiziert worden. Die missbräuchliche Verwendung des Begriffes der "Haushaltsnotlage" ist mehr als offensichtlich.

Dennoch können derartige Handlungsweisen nur über den "effektiven" Rechtsschutz angegriffen werden. Diese Elend langen Verfahrensdauern sind den DH auch bekannt.

Daher kann man als Politiker eben mit diesen Begrifflichkeiten im politischen Hier und Jetzt so agieren. In 10 Jahren muss das eben der Amtsnachfolger ausbaden. Jetzt aber kann man auf Kosten der Beamten sparen, um das Geld da auszugeben, wo es den eigenen Partei- und Regierungsinteressen besser entgegen kommt.

Deus hic finitur

SAS

Zitat von: WernerWillsWissen in Heute um 07:41Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, was genau das Problem an Milliardären sein soll? Das du keiner bist, aber gerne wärst? Unabhängig davon, ob Klatten die Anteile geerbt oder gekauft hat, sichert sie Arbeitsplätze von über 160.000 Menschen, und da sind die Zulieferer noch nicht inbegriffen. Ich weiß auch nicht wo der Irrglaube immer herkommt, dass die Milliarden bei Reichen auf dem Konto "herumliegen". Das Geld ist investiert, sei es in Maschinen und Anlagen, oder eben in Unternehmensbeteiligungen.

Selbst, wenn wir davon ausgehen, dass sie eine Holdinggesellschaft hat und sich keine Dividende Privat auszahlt, sodass sie effektiv nur 1,5 % versteuern muss, hat sie eine geschätzte Steuerlast von 8 Millionen Euro pro Jahr, also mehr als jeder von uns in seinem gesamten Berufsleben zahlt. Insofern leisten Milliardäre einen erheblichen Beitrag für die Gesellschaft, zumindest mehr als jemand der es sich in der sozialen Hängematte gemütlich macht. Jemand, der nicht arbeiten kann, aus welchen Gründen auch immer, hat natürlich einen Anspruch auf angemessene Soziahilfe. Alle anderen m.E. nach nicht. Der deutsche Sozialstaat basiert auf dem Prinzip der Subsidiarität. Insofern würde uns ein bisschen mehr Otto von Bismarck gut tun: Zuckerbrot und Peitsche. Wenn ich wegen einer konservativ-liberalen Position in der Vermögens- und Sozialdebatte in deinen Augen "rechts" bin, dann soll es so sein. Über diesen Diskusionsvorwurf kann ich mittlerweile nur müde lächeln.

Grundsätzlich ist es okay wenn Menschen sich große Vermögen im Leben ERARBEITEN. Problematischer wird es schon wenn sie diese Erben.

Aus der Perspektive einer Demokratie wird ist es auch Problematisch wenn sehr kleine Teile der Gesellschaft immense Vermögen Anläufen während der Großteil schon daran scheitert sich eine Eigentumswohnung bei einem Vollzeit Job leisten zu können.

Darüberhinaus ist es selbstverständlich ungerecht wenn die Vermögende Klasse prozentual weniger Steuern Zahlt, als die arbeitende Mitte weil sie sich freigekauft hat.  Selbst wenn der Betrag nominal sehr groß erscheinen mag.

Wenn dann Geld fehlt Behörden und Schulen zu modernisieren, alle möglichen Leistungen des Staates zusammengestrichen wird und der Arbeitende Teil der Gesellschaft sich nur noch in Verteilungskonflikten befindet profitieren am Ende rechtsradikale Parteien, die natürlich durch Geld, Medienunternehmen und Kampagnen der vermögenden Klasse noch Unterstützung erfahren.

Darüber hinaus konnte mir noch niemand erklären was gut daran sein soll das auch Unternehmensbesitz in sehr wenigen Händen konzentriert werden muss. Mal ganz davon abgesehen das Firmenerben häufig die schlechteren Unternehmer sind.

Besitz bedeutet auch immer Macht und das diese Macht auch mißbraucht wird kann man allerorten beobachten. Diese Macht ist im übrigen nicht demokratisch legitimiert.

In einer Demokratie sollte Vermögen besteuert werden grade um die Demokratie stabil zu halten.
Aus dem Prinzip der Leistungsgerechtigkeit leitet sich für mich automatisch ab das derjenige der hart arbeitet nicht der gearschte gegenüber demjenigen sein sollte der nur Geld anlegt oder erbt.

Um mich nicht falsch zu verstehen es ist schon okay von seinem Anlagen zu profitieren, solange das im gesellschaftlichen Gleichgewicht bleibt.

P.S. Dass sind übrigens urliberale Gedanken. Es gab liberale Vordenker die sogar eine Erbschaftssteuer von 100% gefordert haben, soweit würde ich ja niemals gehen wollen, mir würde es ausreichen wenn zunächst mal alle Bürger gleichbehandelt werden und es keine Ausnahmen mehr gibt.


Finanzer

@Wernerwillswissen: Das mit dem Konservativ-Liberal müssen Sie mir mal erklären.

In Ergänzung zu SAS: Die Konzentration der Vermögen hat auch noch eine Volkswirtschaftliche Komponente.
Nehmen wir mal an, jemand besitzt 5000 Wohnungen über Deutschland verteilt. Keine davon hat er selbst gebaut, alles aufgekaufter alter Bestand. Baut auch keine neue Wohnungen. Dieser Eigentümer erhöht die Mieten oft und knackig, er kann es wegen dem Wohnungsmangel in Deutschland, eine Vergesellschaftung muss er nicht fürchten, egal wie schlimm er es treibt.

Was macht er mit den Erträgen? Ein Teil bedient die Betriebsausgaben, Personalkosten etc. Ein (kleiner) Teil wird sogar Investiert in Moderniesierungen und so, aber wegen der Mietmarktsituation nicht nötig viel zu machen.

Der erhebliche Rest läuft als Gewinn in die Tasche des Eigentümers. Ein Teil wird versteuert, den Rest kann er nutzen.
Wie wird er genutzt? Ein Teil wird konsumiert, aber irgenwann hat man genügend Jachten und teure Uhren. Also wird das Geld in Aktien etc gesteckt. Dieses in Aktien oder anderen Vermögenswerten geparkte Geld ist Volkswirtschaftlich tot, es bringt niemanden etwas, außer anderen in diese Vermögenswerte investierten.

Wie sieht es aber auf der anderen Seite aus, bei den Mietern oder seinem schlecht bezahltem Personal?
Diese können wegen der erhöhten Miete und der niedrigen Löhne einen immer kleineren Anteil ihres Einkommens verkonsumieren, sprich in den Wirtschaftskreislauf bringen. Mehr Binnenkonsum würde aber mehr Investitionen bedeuten, mehr Personal das eingestellt werden kann/muss, mithin mehr Wirtschaftswachstum und Steueraufkommen.
Wir opfern also bitterlich nötigen Binnenkonsum, damit am anderen Ende jemand von steigenden Aktienkursen profitiert.

Auch wenns in den Medien immer anders klingt: Steigende Aktienkurse bringen unsere Volkswirtschaft nicht voran.

WernerWillsWissen

@ SAS und Finanzier: sehe ich anders.

Dass die Mittelschicht heute finanziell so unter Druck gerät und sich trotz Vollzeitjob keine Eigentum mehr leisten kann, liegt nicht an den Vermögen erfolgreicher Unternehmer, sondern am permanenten Staatsversagen durch den Keynesianismus. Dieses Wirtschaftsmodell wird von Politikern unter immer neuen Namen als intellektueller Freibrief aus der Schublade geholt, um unbegrenzt Schulden zu machen. Es versagt jedoch letztlich immer, bläht die Geldmenge auf und treibt unaufhaltsam die Inflation, welche die Kaufkraft der Bürger auffrisst. Gepaart mit einem irrsinnigen Dschungel aus ausufernder Bürokratie und völlig überzogenen staatlichen Bauvorschriften, wie den aktuellen Brandschutz- und Energieauflagen, hat der Staat das Bauen für ,,Normalos" schlicht unbezahlbar gemacht. Nicht der freie Markt, sondern die staatliche Regulierungswut hat den Wohnungsmarkt kollabieren lassen und verhindert, dass bezahlbarer Wohnraum entsteht.

Ausgerechnet beim Thema Aktien kommt mmer wieder ein absurdes, logisches Doppelspiel zum Vorschein: Auf der einen Seite schimpfen Leute, mit Aktien verdiene man ,,leistungsloses Geld auf Kosten der Arbeiter", weshalb Vermögen massiv besteuert gehören. Auf der anderen Seite (sobald es z.B. um eine kapitalmarktgedeckte Altersvorsorge für die Bürger geht) behaupten dieselben Leute plötzlich, Aktien seien ein ,,brandgefährliches Casino und reine Zockerei" oder wie du sagst: totes Kapital. Was denn jetzt? Beide Argumente schließen sich logisch gegenseitig aus. Langfristig lügt der Aktienmarkt nicht. Die Kurse spiegeln auf lange Sicht die reale Ertragskraft, die Innovationskraft und die Effizienz eines Unternehmens wider. Wer eine Aktie kauft, stellt der Wirtschaft produktives Eigenkapital zur Verfügung, das Fabriken, Forschung und Arbeitsplätze finanziert. Bei den ständigen Forderungen nach höheren Steuern und Abgaben geht es in Wahrheit nie um das Wohl der Menschen, sondern um ideologischen Neid und den Versuch, die Bürger in permanenter staatlicher Abhängigkeit zu halten. Der Aktienmarkt ist kein abgehobenes Casino, sondern das demokratischste Werkzeug der Welt: Er bricht Monopole auf und erlaubt es jedem ,,Normalo", schon mit ein paar Euro Miteigentümer der produktivsten Unternehmen der Welt zu werden und vom Wohlstand des Kapitalismus direkt und eigenständig zu profitieren.


SAS

Zitat von: WernerWillsWissen in Heute um 11:58@ SAS und Finanzier: sehe ich anders.

Dass die Mittelschicht heute finanziell so unter Druck gerät und sich trotz Vollzeitjob keine Eigentum mehr leisten kann, liegt nicht an den Vermögen erfolgreicher Unternehmer, sondern am permanenten Staatsversagen durch den Keynesianismus. Dieses Wirtschaftsmodell wird von Politikern unter immer neuen Namen als intellektueller Freibrief aus der Schublade geholt, um unbegrenzt Schulden zu machen. Es versagt jedoch letztlich immer, bläht die Geldmenge auf und treibt unaufhaltsam die Inflation, welche die Kaufkraft der Bürger auffrisst. Gepaart mit einem irrsinnigen Dschungel aus ausufernder Bürokratie und völlig überzogenen staatlichen Bauvorschriften, wie den aktuellen Brandschutz- und Energieauflagen, hat der Staat das Bauen für ,,Normalos" schlicht unbezahlbar gemacht. Nicht der freie Markt, sondern die staatliche Regulierungswut hat den Wohnungsmarkt kollabieren lassen und verhindert, dass bezahlbarer Wohnraum entsteht.

Ausgerechnet beim Thema Aktien kommt mmer wieder ein absurdes, logisches Doppelspiel zum Vorschein: Auf der einen Seite schimpfen Leute, mit Aktien verdiene man ,,leistungsloses Geld auf Kosten der Arbeiter", weshalb Vermögen massiv besteuert gehören. Auf der anderen Seite (sobald es z.B. um eine kapitalmarktgedeckte Altersvorsorge für die Bürger geht) behaupten dieselben Leute plötzlich, Aktien seien ein ,,brandgefährliches Casino und reine Zockerei" oder wie du sagst: totes Kapital. Was denn jetzt? Beide Argumente schließen sich logisch gegenseitig aus. Langfristig lügt der Aktienmarkt nicht. Die Kurse spiegeln auf lange Sicht die reale Ertragskraft, die Innovationskraft und die Effizienz eines Unternehmens wider. Wer eine Aktie kauft, stellt der Wirtschaft produktives Eigenkapital zur Verfügung, das Fabriken, Forschung und Arbeitsplätze finanziert. Bei den ständigen Forderungen nach höheren Steuern und Abgaben geht es in Wahrheit nie um das Wohl der Menschen, sondern um ideologischen Neid und den Versuch, die Bürger in permanenter staatlicher Abhängigkeit zu halten. Der Aktienmarkt ist kein abgehobenes Casino, sondern das demokratischste Werkzeug der Welt: Er bricht Monopole auf und erlaubt es jedem ,,Normalo", schon mit ein paar Euro Miteigentümer der produktivsten Unternehmen der Welt zu werden und vom Wohlstand des Kapitalismus direkt und eigenständig zu profitieren.


Denke weniger in Klischees und Schubladen. Hier spricht sich niemand gegen Aktien aus, ein Großteil meines Vermögens ist in Aktien investiert. Das Problem sind weder Aktien noch Aktienunternehmen das Problem ist Vermögens-Konzentration. Und Vermögens Ungleichheit. Und das Problem ist das Vermögen gar nicht besteuert wird wohingegen Arbeit massiv besteuert wird. Das ist leistungsfeindlich.

Kein Mensch braucht mehrere 100 Millionen Aktienvermögen für die Altersversorge. Für die Altersvorsorge wird doch jetzt das AV Depot eingeführt so das es eine Regelung gibt mit der dieser Teil der Vorsorge geregelt ist.

Ich erinnere gerne auch daran das Keynes bereits nachgewiesen hat das die Neoklassik und der Monetarissmus vll irgendwann zu wieder zu Wirtschaftswachstum führt, das die Verwerfungen in der Zwischenzeit aber zur erheblichen wirtschaftlichen Verwerfungen führen können die im Schlimmsten Fall zur Wahl Faschistischer Regierungen führen. Die Neoklassik hat in der Praxis nie Nachweislich funktioniert und ist ein reines Theorie Konstrukt. Insbesondere unter den Vorrang einer Demokratie!

Rheini

Ich sehe das immer zweigeteilt.

Ich finde das jeder u. a. sich an der Aufrechterhaltung des Staates zu beteiligen hat. derzeit empfinde ich es so, dass die "Reichen" mehr Möglichkeiten haben, Ihre Lasten zu reduzieren, im Gegensatz z. B. des Mittelstandes, der Infrastruktur, der Bildung, den Schwachen.

Allerdings sollten aus meiner Sicht nicht die von mir gewünschten Mehreinnahmen dazu verwandt werden, weiterhin Wohltaten (ich bezeichne die mal so) unreflektiert mit dem Füllhorn auszuschütten.

Früher z. B. musste jede Gemeinde ein Schwimmbad haben, wer heute nicht arbeiten geht, wird im Weltweiten Vergleich ziemlich gut bedacht ....... usw. usw.

Wenn wir da einen guten Mittelweg hinbekommen würden ......

SAS

Zitat von: Rheini in Heute um 12:47Ich sehe das immer zweigeteilt.

Ich finde das jeder u. a. sich an der Aufrechterhaltung des Staates zu beteiligen hat. derzeit empfinde ich es so, dass die "Reichen" mehr Möglichkeiten haben, Ihre Lasten zu reduzieren, im Gegensatz z. B. des Mittelstandes, der Infrastruktur, der Bildung, den Schwachen.

Allerdings sollten aus meiner Sicht nicht die von mir gewünschten Mehreinnahmen dazu verwandt werden, weiterhin Wohltaten (ich bezeichne die mal so) unreflektiert mit dem Füllhorn auszuschütten.

Früher z. B. musste jede Gemeinde ein Schwimmbad haben, wer heute nicht arbeiten geht, wird im Weltweiten Vergleich ziemlich gut bedacht ....... usw. usw.

Wenn wir da einen guten Mittelweg hinbekommen würden ......

So oder so ähnlich sehe ich das auch. Das mit den Schwimmbädern sehe ich etwas differenzierter ein Schwimmbad für Schwimkurse und Schwimmsport sollte schon flächendeckend vorhanden sein die Spaßbäder sehe ich eher als Geldverschwendung an.